Von: David Lorenz
Quentin Richardson kann abermals die Koffer packen. Zum mittlerweile vierten Mal in den vergangenen zwei Monaten muss sich der Shooting-Guard/Small-Forward auf eine neue Mannschaft einstellen. Bisher war Richardson in folgende Trades involviert:
· Richardson wechselt für Darko Milicic zu den Memphis Grizzlies
· Richardson geht im Tausch für Zach Randolph zu den L.A. Clippers
· Richardson wird für Sebastian Telfair, Mark Madsen und Craig Smith nach Minnesota zu den Timberwolves geschickt
· Richardson und Mark Blount von den Miami Heat tauschen die Arbeitgeber
Ob die lange Reise des „Q. Rich” nun in Florida endet, darf zumindest einmal angenommen werden. Mit Dwyane Wade steht ein Freund und Trainingspartner Richardsons in Reihen Miamis, der den 29-Jährigen via Twitter bereits warmherzig begrüßte. „Wer hätte je gedacht, dass wir beide einmal zusammen spielen. Ich kann es kaum noch erwarten”, so der NBA-Topscorer der abgelaufenen Saison über die Neuverpflichtung.
Auch Pat Riley, mächtiger Präsident der Heat, zeigte sich erfreut über den Zugang Richardsons. „Während seiner langen Karriere hat Quentin eindrucksvoll bewiesen, dass er für jedes Team ein wertvoller Bestandteil des sozialen Mannschaft-Gefüges sein kann. Zudem ist er einer der gefährlichsten Dreierspezialisten der Liga. Wir sind sehr glücklich, Quentin von nun an in unseren Reihen zu haben. Wir sind der Meinung, dank ihm offensiv mit den besten Mannschaften der Liga mithalten zu können.”
Rileys Lobgesang auf Richardson hört sich zumindest nicht danach an, als ob Miami den 1,98-Meter-Mann direkt an eine andere Mannschaft weiterreichen will. Dennoch, die NBA ist ein knallhartes Geschäft, wo Freundschaften und Sympathien meist wenig zählen und das Geld stets an erster Stelle kommt. Der Veteran mit neun Jahren Liga-Erfahrung wäre also gut beraten, zunächst im Hotel zu leben, statt sich nach einer eigenen Bleibe umzusehen.
Richardson, der in den vergangenen vier Spielzeiten für die New York Knicks auf Korbjagd ging, erzielte in der abgelaufenen Saison durchschnittlich 10,2 Punkte und 4,4 Rebounds pro Partie. Im kommenden Jahr wird er stolze neun Millionen US-Dollar verdienen. Miami hat neben James Jones und Daequan Cook mit Richardson nun bereits den dritten Dreierspezialisten in der Mannschaft und dürfte somit über einen der gefährlichsten Backcourts der Liga verfügen.
Der Abgang von Mark Blount sollte für die Heat derweil kaum zu Buche schlagen, da der 2,13-Meter-Hüne in der vergangenen Saison lediglich vierter Mann in der Center-Rotation Miamis war (hinter Jermaine O’Neal, Jamaal Magloire und Joel Anthony).
Aufgrund der Tatsache, dass die Center-Position Minnesotas mit Al Jefferson und Neuzugang Ryan Hollins personell ebenfalls schon gut besetzt ist, könnte Blount in den kommenden Wochen abermals per Trade zu einem anderen Team abgegeben werden.
Quentin Richardson in Aktion:
Schlagworte: Al Jefferson, Craig Smith, Daequan Cook, Darko Milicic, Dwyane Wade, Jamaal Magloire, James Jones, Jermaine O'Neal, Joel Anthony, Los Angeles Clippers, Mark Blount, Mark Madsen, Memphis Grizzlies, Miami Heat, Minnesota Timberwolves, New York Knicks, Pat Riley, Quentin Richardson, Ryan Hollins, Sebastian Telfair, Zach Randolph





Ich glaube nicht, dass Q-Rich die Qualität der Heat stark verbessern wird! Denn der Erfolg der Heat hängt einzig und allein von D-Wade ab. Wenn der so spielt wie letzte Saison, dann kommen die heat möglicherweise in die erste Runde der Playoffs, höchstens aber ins Coference Halbfinale!! Sekbst mit Q-Rich steht und fällt der Erfolg durch D-Wade.