Von: David Lorenz
Mit Erreichen des Endspiels um die Meisterschaft ist Dwight Howard endgültig im Kreis der absoluten Superstars der Liga angekommen und zum dominantesten Center der NBA aufgestiegen. Howard eignete sich innerhalb kürzester Zeit neue Eigenschaft an, die letztendlich den Ausschlag für Orlandos Final-Teilnahme geben sollten. Eine stark verbesserte Trefferquote von der Freiwurflinie (70,1 Prozent während der Serie gegen Cleveland, im Vergleich zu 59,4 Prozent aus der regulären Saison) und eine offensive Dominanz, die endlich dem enormen Talent des 23-Jährigen gerecht werden sollte (u.a. 40 Punkte im entscheidenden sechsten Spiel gegen die Cavaliers). Auch beim Versuch, frühe und unnötige Fouls zu vermeiden, konnte Howard zuletzt Fortschritte verzeichnen. Und genau darin liegt ein Schlüssel zum Erfolg Orlandos. Wenn der „Defensive Player of the Year“ gröbere Foulprobleme umgeht, und Headcoach Stan Van Gundy seinen Superstar in mindestens 40 Minuten einer Partie einsetzen kann, werden die Meisterschaftsträume der Magic deutlich einfacher zu realisieren sein. Im bisherigen Playoff-Verlauf erzielte Howard durchschnittlich 21,7 Punkte, beeindruckende 15,4 Rebounds und 2,2 Blocks pro Partie.
Bei diesen Werten kann sein Gegenüber Andrew Bynum (Foto) nicht mithalten. Der Youngster in Reihen L.A.’s zeigte bisher eine durchwachsene Endrunde und bekam in lediglich 16,9 Minuten pro Playoff-Partie das Vertrauen seines Coaches Phil Jackson ausgesprochen. Als Bynum ob der wenigen Minuten auf dem Parkett öffentlich Beschwerde einreichte, meinte Jackson nur, der 22-Jährige solle zuerst besser verteidigen, bevor er Ansprüche auf eine erhöhte Einsatzzeit stellen könne. Bisher fehlten Bynum die nötigen Argumente für einen Vertrauens-Bonus von Seiten Jacksons. Zu fehler- und foulanfällig präsentierte sich der 2,13-Meter-Mann im bisherigen Playoff-Geschehen, zu fahrig agierte er teilweise beim Rebound. Durchschnittlich konnte Bynum während der Endrunde 6,3 Punkte, 3,6 Rebounds und 1,0 Blocks pro Begegnung für sich verbuchen.
Vorteil Center: Orlando Magic
Die meisten Minuten auf der Center-Position L.A.’s bekommt Pau Gasol (Foto) zugesprochen, der zu Beginn einer Partie stets die Rolle des startenden Power-Forwards ausfüllt. Doch dank 2,13 Metern Körpergröße sowie einem exzellenten Rebound- und Blockverhalten ist der Spanier gegenüber Bynum derzeitig die bessere Wahl auf der Fünf, von seinen offensiven Qualitäten ganz zu schweigen. Das Duell unter den Brettern zwischen Gasol und Howard darf mit größter Spannung erwartet werden. Hier trifft Kraft auf Technik, Athletik auf Raffinesse, rohe Gewalt auf Feingeist.
Nimmt Howard eine foul- oder kräftebedingte Auszeit auf der Bank Orlandos, betritt mit Marcin Gortat (Foto) ein exzellenter Rebounder das Parkett. Der ehemalige Profi von RheinEnergie Köln ist ein Paradebeispiel des soliden Backup-Centers. Mit einer gehörigen Portion Energie weiß er seine Rolle durch 3,3 Zählern und 3,3 Rebounds pro Playoff-Partie auszufüllen. Im Schnitt steht der athletische Pole dabei 11,4 Minuten auf dem Feld.
Vorteil Backup-Center: Los Angeles Lakers
Hier geht es zum ersten Teil: Das Duell der Point-Guards
Hier geht es zum zweiten Teil: Das Duell der Shooting-Guards
Hier geht es zum dritten Teil: Das Duell der Small-Forwards
Hier geht es zum vierten Teil: Das Duell der Power-Forwards
Schlagworte: Andrew Bynum, Cleveland Cavaliers, Dwight Howard, Los Angeles Lakers, Marcin Gortat, Orlando Magic, Pau Gasol, Phil Jackson, Stan Van Gundy




Heute Nacht ist es endlich soweit. Die NBA-Finals 2009 starten im Staples Center zu Los Angeles mit der ersten Begegnung zwischen Lakers und Magic. Im letzten Teil der großen „NBA-Blog“-Vorschau wird das Matchup unter den Brettern etwas genauer beleuchtet. Dabei sieht sich Dwight Howard (Foto) abwechselnd zwei gegnerischen Centern gegenübergestellt.