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	<title>Der NBA-Blog</title>
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	<description>der NBA-Blog von David Lorenz</description>
	<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 11:11:52 +0000</pubDate>
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		<title>Lieblingsspieler</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 14:25:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Lorenz</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[In der National Basketball Association gibt es die verschiedensten Spielertypen, ungewöhnliche Charaktere, Saubermänner, Skandalnudeln, Stinkstiefel, Arbeiter, Diven, Superstars. In letzter Zeit habe ich oft darüber nachgedacht, welche sportlichen und charakterlichen Eigenschaften ein NBA-Profi mitbringen muss, damit ich ihn mag, damit ich mich über seine Leistungen freuen kann. Eine Checkliste. 
Ich persönlich konnte nie nachvollziehen, warum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-full wp-image-21084" title="Derrick Rose" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/04/rose.jpg" alt="Derrick Rose" width="200" height="100" />In der National Basketball Association gibt es die verschiedensten Spielertypen, ungewöhnliche Charaktere, Saubermänner, Skandalnudeln, Stinkstiefel, Arbeiter, Diven, Superstars. In letzter Zeit habe ich oft darüber nachgedacht, welche sportlichen und charakterlichen Eigenschaften ein NBA-Profi mitbringen muss, damit ich ihn mag, damit ich mich über seine Leistungen freuen kann. <em>Eine Checkliste</em>. <span id="more-21560"></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Ich persönlich konnte nie nachvollziehen, warum Amare Stoudemire ein derartig beliebter Spieler in der NBA war und ist (vor allem während seiner Zeit in Phoenix). Unterscheidet sich der durchschnittliche NBA-Fan in seinem Geschmack so stark von meinen Präferenzen?  Stoudemire ist ein unterdurchschnittlicher bis schwacher Verteidiger, was zum größten Teil an seiner Einstellung liegt, denn von der Veranlagung her bringt er alles mit. Bei den Suns hat er vor allem von Steve Nashs genialen Pässen gelebt - ohne ihn ist Stoudemire nicht derselbe Spieler. Zwar konnte er während seinem ersten halben Jahr in New York überzeugen (2010 / 2011), zählte gar zum erweiterten Kreis der MVP-Aspiranten. Doch seit Carmelo Anthony an seiner Seite aufläuft, fallen seine Leistungen doch eher unspektakulär bis bescheiden aus. Ein Superstar per Definition ist Stoudemire nicht. Er gewinnt keine Spiele, er macht seine Nebenleute nicht besser, er bringt New York nicht wesentlich weiter (was man daran sieht, dass die Mannschaft aktuell ohne ihn fast besser spielt). Das ist alles kein Problem, so lange er sich selbst nicht als Superstar sieht – was er jedoch tut. Und viele Fans sind der gleichen Meinung (auch wenn einigen so langsam die Augen geöffnet werden, vor allem in New York).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Worauf ich hinaus will ist, dass Amare Stoudemire vieles verkörpert, was ich an einem Spieler absolut nicht schätze. Denn Talent, das bei „STAT“ im Überschuss vorhanden ist, ist nicht alles. Es gibt wenig Frustrierenderes, als die Karriere eines Spielers zu verfolgen, der sein Talent nicht ausschöpfen kann (und diese Spezies ist in der NBA leider massig vorhanden). Was im Umkehrschluss bedeutet: Profis, die vielleicht weniger talentiert sind, aber aus ihren Möglichkeiten auch noch das letzte Bisschen herausholen, erhalten von mir unweigerlich größte Bewunderung. Wobei wir beim ersten Kriterium wären, was mich einen Spieler mögen lässt. Ausreizung des eigenen Talents. Mit der richtigen Einstellung zur Sache zu gehen. Völlige Hingabe auf dem Feld (als ein Beispiel von vielen wäre hier Derrick Rose zu nennen).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Das zweite Kriterium, das aus meiner Sicht persönliche Lieblingsspieler ausmacht, knüpft daran nahtlos an: Der Wille, eigene Schwächen stetig auszumerzen und nach jeder Sommerpause mit verbesserten Skills in die neue Saison zu gehen. Paradebeispiele für trainingsbesessene Basketballfreaks sind LeBron James, der seinem Spiel ständig neue Aspekte hinzufügt, oder Kevin Love, der sich im Post sowie von jenseits der Dreierlinie zur aktuellen Spielzeit sehr stark verbessern konnte. Oder eben wieder Rose, der unermüdlich an seinem Wurf gearbeitet hat und mittlerweile zumindest solide aus Mittel- und Ferndistanz trifft. Schaut man sich auf der anderen Seite Amare Stoudemire an, sind derartige Leistungsschübe nur im Detail erkennbar (er konnte in seinen ersten Jahren in Phoenix seine Freiwurfquote ständig verbessern. Zugegeben, wenn man sich Dwight Howard anschaut, verdient das vielleicht mehr als nur das Wort „Detail“).</span></p>
<p class="MsoNormal">
<div id="attachment_21561" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-21561 " title="Chris Kaman" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2012/03/chris-kaman.jpg" alt="Chris Kaman" width="580" height="350" /><p class="wp-caption-text">Chris Kaman anno 2006. Medienwirksamkeit steht auf der Prio-Liste an unterster Stelle*</p></div>
<p class="MsoNormal">Das dritte Kriterium, das mich einen Spieler anfeuern lässt, ist die Art und Weise, wie er mit seinen Mitspielern auf und neben (sofern bekannt) dem Feld umgeht und wie er sich in den Dienste seiner Mannschaft stellt. Kämpfe ich für meine Mitspieler? Freue ich mich über ihren Erfolg? Nehme ich mich zurück, damit einer meiner Kollegen glänzen kann? Bill Simmons begründet in seinem <a href="http://www.amazon.de/The-Book-Basketball-According-Sports/dp/0345520106/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1333030920&amp;sr=8-1" target="_blank">Book of Basketball</a> das Erfolgsrezept von NBA-Teams, „The Secret“, mit genau diesem Typus von Spieler, dem der Erfolg der Einheit wichtiger ist als die eigene statistische Leistung. Keine Statistik der Welt kann erklären, warum Derek Fischer für die Lakers der vergangenen zehn Jahre so wichtig war oder warum Brian Cardinal der einzige Spieler der Mavericks ist, mit dem vor der Saison der Vertrag verlängert wurde. Oder warum zum Henker Brian Scalabrine in der NBA spielt. Ganz einfach: Genannte Spieler haben kein Problem damit, auf dem Feld die Drecksarbeit zu erledigen. Sie legen keinen Wert aufs Rampenlicht. Und sie sorgen für gute Stimmung und Zusammenhalt innerhalb der Truppe.</p>
<p class="MsoNormal"><span>Kriterium vier für einen potenziellen Lieblingsspieler knüpft ein wenig an Kriterium drei an. Auf Profit getrimmte Werbe-Ikonen interessieren mich nicht, stetige Political Correctness ist langweilig und das schlimmste überhaupt ist es, wenn Spieler eine eigene Marke kreieren wollen (und dazu gehört, wenn das eigene Team in einer medienpotenten Großstadt angesiedelt sein muss -&gt; Amare Stoudemire / Carmelo Anthony). Ich mag Typen, die offen sagen was sie denken, die anecken, die einen feuchten Kehricht auf ihre Marke oder ihre Medienwirksamkeit geben. Es gibt hunderte von Gründen, warum ich Kobe Bryant nicht mag, aber für seine „Scheißegal-Einstellung“ mag ich ihn. Mir gefällt, dass er sich von David Stern nicht den Mund verbieten lässt (und deswegen schon ein halbes Vermögen an Strafen losgeworden ist). Ich mag Chris Kaman, der in Los Angeles mit seinen Kumpels am Stand lebte und der wie eine Mischung aus Redneck und Waldschrat aussieht. Der mit dem Medienrummel der NBA nichts am Hut hat. Ich mag Dirk Nowitzki, der sich in zahlreichen Youtube-Videos selbst auf die Schippe nimmt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Erfüllt ein Spieler zwei bis drei dieser vier Kriterien, besteht eine sehr gute Chance, dass ich ihn zu meinen Lieblingsspielern zähle. Schaue ich mir aber die jährliche Wahl der Fans zum Allstar-Game an, wird mir bewusst, dass ich a) ein anderes Verständnis von Basketball als die breite Masse habe, oder b) bereits zu den älteren Semestern der NBA-Fans zähle (mein erster Lieblingsspieler Mitte der Neunziger war Latrell Sprewell …)</span></p>
<p class="MsoNormal"><span><em>*Ok, ich geben zu, ich habe diesen Artikel nur verfasst, um dieses Bild von Chris Kaman zu posten.</em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>(Photos by </span><a href="http://www.flickr.com/photos/keithallison/" target="_blank">Keith Allison </a><span>&amp; <a href="http://www.flickr.com/photos/howcheng/" target="_blank">h</a></span><span><a href="http://www.flickr.com/photos/howcheng/" target="_blank">owcheng</a></span><span> </span><span>| License: </span><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">Attribution-Share Alike 2.0 Generic</a><span>)</span></p>
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		<title>Mannschaftssport</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 09:35:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Arndt</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[ Ja, obwohl es zig Statistiken gibt, die sich vor allem auf den Effekt einzelner Spieler beschränken – Basketball ist immer noch Teamsport, selbst in Zeiten von Ansammlungen von Stars. Während am South Beach oder in Boston das Konzept mit einem Team um mehrere Stars herum funktioniert, sieht es zum Beispiel in New York schlechter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-21557" title="George Karl" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2012/02/karl.jpg" alt="George Karl" width="200" height="100" /> Ja, obwohl es zig Statistiken gibt, die sich vor allem auf den Effekt einzelner Spieler beschränken – Basketball ist immer noch Teamsport, selbst in Zeiten von Ansammlungen von Stars. Während am South Beach oder in Boston das Konzept mit einem Team um mehrere Stars herum funktioniert, sieht es zum Beispiel in New York schlechter aus. Die Frage: Geht es auch anders? <span id="more-21556"></span></p>
<p>Hierbei will ich nicht unbedingt auf die Dallas Mavericks eingehen, die im Frühjahr als das leuchtende Beispiel einer funktionierenden Mannschaft genannt wurden – schließlich wird jeder einsehen, dass dieses Team dennoch in Dirk Nowitzki einen absolut herausragenden Star hatte, der zumindest offensiv den Rest des Teams besser gemacht hat. Vielmehr verfolgt mich eine Aussage aus dem <a href="http://www.nba.com/video/channels/nba_tv/2012/01/25/20120125_the_association_full_show.nba/index.html" target="_blank">ersten Teil der diesjährigen Reihe „The Association“</a>, die sich diesmal den Denver Nuggets widmet und in der George Karl folgendes sagte: „Jeder redet davon, dass man Stars braucht, um Meisterschaften zu gewinnen. Ich frage: Warum? Warum braucht man Stars, um zu gewinnen? Kann man nicht auch mit Top 10-Spielern auf jeder Position bestehen?“ Eine gute Frage, deren Versuch einer Beantwortung sich durchaus lohnt.</p>
<p>Zuallererst gilt es natürlich festzuhalten, unter welchen Bedingungen Star-Cluster überhaupt funktionieren (was sich die Knicks vielleicht mal vor ihren Trades besser hätten ansehen sollen). Da wäre zum einen logischerweise die Bedingung, dass alle Stars gleichzeitig auf dem Court stehen können sollten, wenn es wichtig wird. Um <a href="http://go-to-guys.de/Wordpress/author/denniss/" target="_blank">Dennis von go-to-guys.de</a> zu zitieren: „Wenn ich ein wichtiges Playoffspiel habe, will ich meinen besten vier Spielern 160 von 240 Minuten geben können.“ Klingt logisch, hat aber zum Beispiel die Portland Trail Blazers 2000 das Genick gebrochen, weil man mit Damon Stoudamire, Steve Smith, Scottie Pippen und Detlef Schrempf zu viele gute Spieler auf den Flügeln hatte, die man nicht gleichzeitig aufs Parkett schicken konnte. Ebenso sollte man natürlich analysieren, wo Stärken und Schwächen der einzelnen Spieler anzusiedeln sind: Ist mein Star jemand, der den Ball bereitwillig weiterpasst, oder eher ein schwarzes Loch? Macht er seine Mitspieler wirklich besser? Was brauche ich um ihn herum für Spielertypen, damit er seinen größtmöglichen Wert für das Team hat? Mit der letzten Frage zum Beispiel haderten die Dallas Mavericks jahrelang, ehe sie im letzten Jahr die richtige Mischung gefunden haben. Auch die Antwort auf viele Probleme der Knicks findet sich in diesen Fragen: Anthony und Stoudemire machen ihre Mitspieler kaum besser, sind beide wissenschaftlich anerkannte schwarze Löcher und bringen das Spiel der eigenen Mannschaft zum Erliegen. Bei den Celtics hingegen haben sich Garnett, Pierce und Allen nahezu perfekt ergänzt, auch James, Wade und Bosh passen einigermaßen zusammen (auch wenn ich mit James und Wade in einem Team nie glücklich werde).</p>
<p>Sind jedenfalls diese Fragen zur Zufriedenheit beantwortet worden, ist der Rest des Teams relativ simpel zusammenzustellen – man braucht eigentlich nur Spieler, die sich vor allem defensiv profilieren und vorne unterordnen bzw. die Stärken ihrer Stars betonen, indem sie zum Beispiel die Drives von James und das daraus resultierende Aushelfen mit dem Dreier aus der Ecke bestrafen. Falls jemand daran zweifelt: Joel Anthony, Zydrunas Ilgauskas und Eddie House haben alle regelmäßig Minuten in der Rotation der Heat 2010/11 gesehen, obwohl sie auf keinem NBA-Parkett  mehr stehen sollten. Natürlich würde ich ein funktionierendes Startrio mit entsprechendem Supporting Cast immer einem homogenen „Alle sind gleich“-Team vorziehen, da Basketball nun mal nur mit fünf Spielern pro Team gespielt wird und der Einfluss eines herausragenden Akteurs entsprechend größer ist als z.B. im Fußball. Da wir uns aber mit den Nuggets, Sixers und Pacers dieser Welt beschäftigen wollen – wie gut kann man ohne Star also werden?</p>
<div id="attachment_21558" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-21558" title="Andre Miller" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2012/02/miller.jpg" alt="Der Prototyp eines idealen Point Guards für starlose Teams? Andre Miller verfügt definitiv über spezielle Begabungen." width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Der Prototyp eines idealen Point Guards für starlose Teams? Andre Miller verfügt definitiv über spezielle Begabungen.</p></div>
<p>Hier kommt es extrem darauf an, wie sehr sich ein Spieler auf etwas spezialisiert hat, was man gewinnbringend einsetzen kann. Habe ich zum Beispiel Andre Miller im Team, will ich einen Big Man, der mit ihm Pick and Roll spielen kann, sich sonst aber bevorzugt im Post aufhält, um von den exzellenten Lobpässen Millers zu profitieren. Denver hat diesen Spielertypus in Nene, was sich auch prompt in dessen Statistiken zeigt: Bei den <a href="http://www.82games.com/1112/11DEN13.HTM" target="_blank">12 offensiv effektivsten Lineups</a> der Nuggets mit Nene übernimmt elfmal Miller den Ballvortrag. Ergo macht es zumindest offensiv Sinn, beide so oft wie möglich gemeinsam auf dem Parkett zu haben. Gehe ich weiter in die Materie, merke ich, dass Nene für einen Big Man nicht gerade ein überragender Rebounder ist (mit einem Rebounding-Rating 15,1% gerade mal 40. Von 78 Centern), was ich möglichst mit einem hier sehr viel besseren Frontcourt-Partner ausgleichen muss. Das wären in Denver vor allem Chris Andersen und Kosta Koufos, deren Rebound-Rating deutlich höher liegt, könnten aber auch Spieler wie Aaron Gray oder Jordan Hill sein, die sich in diesem Bereich deutlich hervortun. Nach diesem Prinzip muss man nach und nach seine Rotationen zusammensetzen, um die Stärken zu betonen und gleichzeitig Schwächen zu kaschieren.</p>
<p>Das führt dann dazu, dass man als Team ohne Star vor allem eines haben sollte: Tiefe und Flexibilität, um möglichst unterschiedliche Lineups aufbieten und so die Schwächen des Gegners attackieren zu können: Spiele ich gegen Miami, will ich ein Team, das möglichst gut den Distanzwurf einnetzt und die Bretter kontrollieren kann. Spiele ich gegen die Celtics, will ich vor allem athletisch sein und so wenig Zeit wie möglich im Halbfeld-Angriff verbringen. Spiele ich gegen Dallas, will ich sie auf den großen Positionen attackieren können. Was zum einen eine Notwendigkeit ist, um den Nachteil eines herausragenden Spielers wettmachen zu können, ist auf der anderen Seite aber auch ein Segen: Zum Beispiel dann, wenn sich ein wichtiger Spieler verletzt. Man ist trotz allem nicht so anfällig für einen Einbruch wie Teams, die sich von ihrem Star extrem abhängig machen. Portland konnte immer wieder die Verletzungen von Roy und Oden wegstecken, Houston hat sich 2008 ohne Yao Ming hervorragend gemacht und 2009 ohne McGrady und Yao die Lakers immer noch in Spiel Sieben der Conference-Semifinals gezwungen, auch die Grizzlies 2011 können hier als Beispiel dienen. Auf der Gegenseite gingen die Spielzeiten der Heat und Hornets den Bach runter, als sich Wade und Paul für einen Großteil des Jahres verabschiedeten. Auch Dallas hatte vergangenes Jahr massive Probleme, als Nowitzki verletzungsbedingt mehrere Spiele pausieren musste.</p>
<p>Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Verlust natürlich trotzdem schmerzlich ist – fällt damit doch auch eine wichtige Facette weg, die nur ein Spieler in diesem Team hatte, jedenfalls, wenn man seine Ressourcen optimal einsetzen will. Was dann passieren kann, wenn wirklich jeder Stein auf den anderen passt, haben diverse Teams bewiesen: New York gehörte 1999 und 2000 zu den absoluten Spitzenteams im Osten, obwohl ihnen der klare Franchise-Spieler abging. Auch ihr Rivale, die Pacers, waren eine Ansammlung von Spezialisten, die in ihrer Summe mehr ergaben als ihre einzelnen Bestandteile wert waren. Ähnliches lässt sich über die Pistons von 2003-2009 sagen, die als Vorzeigemodell für ein Team ohne Stars gelten können. Diese Beispiele zeigen aber auch: Meister werden am Ende doch meistens die Teams, die wenigstens ein Star in ihren Reihen haben. Einzig die Pistons von 2004 erfüllen so ziemlich jedes Kriterium, das man an das Eingangs vorgestellte Gedankenmodell stellen könnte. Daher weiß man auch, dass es unglaublich schwer ist, alle richtigen Puzzleteile zusammenzufügen, um am Ende den ganz großen Preis abzuräumen. Genauso gut ist es aber möglich, dass sich in unserer Wahrnehmung mit dem Erfolg auch die Meinung über Spieler verändert. Niemand sagt, dass Danilo Gallinari, Ty Lawson oder Roy Hibbert irgendwann nicht als Stars gehandelt werden…</p>
<p>(Photos by <a href=" http://www.flickr.com/photos/keithallison/" target="_blank"><span><span>Keith Allison</span> </span></a>&amp; <span><span><a href="http://www.flickr.com/photos/9578077@N07/" target="_blank">GAMEFACE-PHOTOS</a></span></span><span> </span>| License: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">Attribution-Share  Alike 2.0 Generic</a>)</p>
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		<title>Ein Lichtblick im Dunkeln</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 11:37:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Arndt</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[ Es ist nicht leicht dieser Tage als Celtics-Fan. Häme allerorten, die das Ende der Big Three-Ära verkünden soll. Gruselige Heimniederlagen gegen die Suns oder Pacers. Übergewichtige, offenkundig sich nicht in Form gebracht habende Spieler. Wie schön, dass es wenigstens eine positive Nachricht aus Beantown zu übermitteln ist: Rajon Rondo macht den nächsten Schritt. 
Mag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-21552" title="Rajon Rondo" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2012/01/rondo_1.jpg" alt="Rajon Rondo" width="200" height="100" /> Es ist nicht leicht dieser Tage als Celtics-Fan. Häme allerorten, die das Ende der Big Three-Ära verkünden soll. Gruselige Heimniederlagen gegen die Suns oder Pacers. Übergewichtige, offenkundig sich nicht in Form gebracht habende Spieler. Wie schön, dass es wenigstens eine positive Nachricht aus Beantown zu übermitteln ist: Rajon Rondo macht den nächsten Schritt. <span id="more-21551"></span></p>
<p>Mag sein, dass es mir gerade nur auffällt, weil der Rest der Celtics einfach grottig spielt (dazu gibt’s die Tage mehr) und Rondo der einzige Akteur ist, der so etwas wie Normalform aufweist (gut, Ray Allen vielleicht auch noch). Fakt ist jedenfalls, dass man bei Rondo wirklich das Gefühl hat, er habe den Schritt zum echten Teamleader vollzogen. Dass dabei seine Statistiken nicht unbedingt besser aussehen bzw. auf dem konstant hohen Niveau verharren, mag da vielleicht irreführend sein. Aber auch sie zeigen, dass er mehr Verantwortung übernimmt, wenn man sich detailliert mit ihnen auseinandersetzt.</p>
<p>Dann erkennt man zum Beispiel, dass er momentan das Vorurteil widerlegt, er könne nicht scoren. Auch wenn ich nach wie vor der Meinung bin, dass Scoring ohnehin nie das erste Attribut sein sollte, nach dem man einen Basketballer (und gerade Aufbau) beurteilt, sehe ich doch ein, dass diese Saison jeder Punkt, den Rondo beisteuert, bitter nötig ist. Jeder konventionelle Statistikbogen weist hier schon die Steigerung von 10,6 Punkten pro Spiel im Vorjahr zu einem Karrierebestwert von 15 Punkten pro Spiel (Nr. 2 im Team) aus. Das bemerkenswerte daran kann man aber im selben Statistikbogen finden: Er benutzt kaum mehr Würfe, um auf diese Punkteausbeute zu kommen (11,2 bislang, 9,9 im Vorjahr), sondern findet bedeutend öfter den Weg an die Freiwurflinie. Zwar verwandelt er hier immer noch unterirdische 60% seiner Versuche, aber er hat wenigstens keine Angst mehr, den direkten Weg zum Korb zu suchen und die Freiwürfe in Kauf zu nehmen.</p>
<p>Auch <a href="http://www.hoopdata.com/player.aspx?name=Rajon%20Rondo" target="_blank">die relevanten Advanced Stats</a> weisen in diesem Bereich überall Steigerungen aus: Die Usage-Rate (gibt an, wie viele Angriffe der Spieler selber abschließt) liegt auf einem Allzeithoch von ca. 23%, was zwar im Ligavergleich nicht viel sein mag, im Gegensatz zur Vorsaison und zum vorherigen Bestwert aber satten Steigerungen von 4,7% bzw. 2,8% entspricht. Seine TS% liegt bei (durch die Freiwurfquote bedingt) 55,5%, ebenfalls Karrierebestwert (vorher 54,3%). Umso erstaunlicher, da er sich öfter den eigenen Wurf erarbeitet, statt – wie früher – im Halbfeld nur noch weit offene Würfe zu nehmen (das erste mal in seiner Karriere werden weniger als 30% seiner Treffer vorbereitet), wobei diese kreierten Würfe äußerst effektiv genommen werden: Entweder direkt am Korb (bzw. vor allem da, denn 5,7 Wurfversuche am Ring sind ebenfalls Karrierebestwert) oder aus der Mitteldistanz, aus der er schon immer solide getroffen hat (mit Ausnahme der Saison 09/10) und momentan<a href="http://www.hoopdata.com/shotstats.aspx?team=%25&amp;type=pg&amp;posi=PG&amp;yr=2012&amp;gp=0&amp;mins=0" target="_blank"> eine bessere Trefferquote aufweist</a> als Derrick Rose, Tony Parker, Tyreke Evans, Raymond Felton oder vielen anderen Point Guards, denen man initial einen besseren Wurf als Rondo bescheinigen will. Positiv ist hierbei anzumerken, dass diese Saison auch verdächtig viele Würfe unmittelbar nach einem Pick and Roll erfolgen – sollte er hier Konstanz entwickeln und das Abtauchen der Gegner unter den Screen effektiv bestrafen, eröffnet sich für ihn plötzlich eine völlig neue Dimension.</p>
<div id="attachment_21553" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-21553" title="Rajon Rondo" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2012/01/rondo.jpg" alt="Das Bild eines scorenden Rondos sieht man dieses Jahr öfter - zur Freude vieler Fans." width="500" height="402" /><p class="wp-caption-text">Das Bild eines scorenden Rondos sieht man dieses Jahr öfter - zur Freude vieler Fans.</p></div>
<p>So weit also zum Scoring. Dass seine Assists, wie es die reinen pro Spiel-Durchschnitte suggerieren, darunter leiden, ist wohl auch nur die halbe Wahrheit. Die Wurfmöglichkeiten, die Rondo nach wie vor generiert, werden nicht mehr so effektiv genutzt – wie die Regression sämtlicher Wurfstatistiken von Kevin Garnett, Paul Pierce oder Jermaine O’Neal verdeutlicht. Die Behauptung, er würde immer noch genauso viele offene Würfe kreieren, lässt sich mangels öffentlicher Zugänglichkeit des True Assist-Ratings nicht untermauern, liegt aber bei genauerer Betrachtung der Spiele nahe. Ebenso der Eindruck, dass Rondo tatsächlich aggressiv den Abschluss sucht, wenn er ein deutliches Mismatch hat, sich also voll aufs Punkten konzentriert und weniger darauf, möglichst viele Mitspieler in Szene zu setzen (was einen teilweise zur Weißglut treiben konnte).</p>
<p>Insgesamt wirkt das Spiel also reifer, Rondo scheint sich seiner Verantwortung und Rolle als Leader bewusst. Vielleicht lag es daran, dass Doc Rivers dieses Team <a href="http://www.slamonline.com/online/nba/2012/01/doc-rivers-boston-celtics-are-rajon-rondos-team-now/" target="_blank">öffentlich in die Hände von Rondo legte</a>, was zuvor so nie der Fall gewesen ist. Man kann natürlich gute Argumente dafür finden, dass Rondo mit Garnett schon seit geraumer Zeit der Co-Leader dieses Teams ist (z.B. seit seinen fabelhaften Playoffs 2010), jetzt ist er es auch in der öffentlichen Wahrnehmung – und das völlig zurecht. Wie wichtig er für dieses Team ist, sieht man ohnehin in jedem Spiel, wenn er nicht dabei ist oder auf der Bank sitzt, während Spieler wie E’Twaun Moore den Aufbau lenken und die Celtics immer wieder Würfe am Ende der Schussuhr nehmen müssen, es schlägt sich aber auch in den Statistiken nieder – sei es in den Win Shares (innerhalb des Team zweiter in der Offense, geteilter erster in der Defense und Erster insgesamt), <a href="http://bbmetrics.wordpress.com/mvp-ranking-2/" target="_blank">in den Player Wins</a> (wo er deutlich vor Garnett rangiert) oder <a href="http://www.82games.com/1112/1112BOS.HTM" target="_blank">diese hübsche Statistik</a> von 82games.com, die zeigt, dass es den Unterschied von (hochgerechnet) beinahe 20 Punkten (!!!) zwischen den Celtics mit und den Celtics ohne Rondo gibt. Mit anderen Worten: Es liegt bestimmt nicht an ihm, dass die Celtics derzeit im unteren Mittelfeld der Eastern Conference herumkrebsen und das ist ihm nach den ganzen Tradegerüchten sowie dem Verhalten von Danny Ainge doppelt und dreifach hoch anzurechnen.</p>
<p>(Photos by <a href=" http://www.flickr.com/photos/keithallison/" target="_blank"><span><span>Keith Allison</span> </span></a>&amp; <span><span><a href=" http://www.flickr.com/photos/michaelashipman/" target="_blank">Michaela Shipman</a></span></span><span> </span>| License: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">Attribution-Share  Alike 2.0 Generic</a>)</p>
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		<title>Ist die Magie zurück?</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 13:11:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Arndt</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[ Großes Theater um Dwight Howard, sportlich nach dem Erstrundenaus gegen die Atlanta Hawks im Nirwana des ganz gut, aber doch nicht gut genug angekommen, eine mehr als unsichere Zukunft – die Lage in Orlando während des Sommers und Herbsts war nicht gerade als rosig zu bezeichnen. Das hat sich binnen kürzester Zeit geändert – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-21545" title="Dwight Howard" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2012/01/howard1.jpg" alt="Dwight Howard" width="200" height="100" /> Großes Theater um Dwight Howard, sportlich nach dem Erstrundenaus gegen die Atlanta Hawks im Nirwana des ganz gut, aber doch nicht gut genug angekommen, eine mehr als unsichere Zukunft – die Lage in Orlando während des Sommers und Herbsts war nicht gerade als rosig zu bezeichnen. Das hat sich binnen kürzester Zeit geändert – auch nachhaltig? <span id="more-21544"></span></p>
<p>Ich gebe es zu, ich habe mir nie besonders viel aus den Magic gemacht. Klar, sie haben den besten Center der Liga in ihren Reihen, eine Ein-Mann-Defensive, die Gott weiß wie will Würfe pro Spiel beeinflusst. Trotzdem hat irgendwie immer der Respekt gefehlt, den ein vermeintliches Spitzenteam verdient gehabt hätte und der mit der Finalteilnahme 2009 kurzzeitig da war. Aber nur einen Sommer später wurde diese nach dem sang- und klanglosen Ausscheiden aus den Eastern Conference Finals trotz Heimvorteil gegen die Celtics in Frage gestellt: War der Gewinn der eigenen Conference tatsächlich Zeugnis eigener Stärke oder der Verletzung Garnetts? Selbst ohne ihn zwang Boston sie in ein siebtes Spiel; auch LeBron James‘ Cavaliers werden nach dessen Abschied, verbunden mit dem desaströsen Auftritt der Mannschaft seither, und den (Stand heute) fragwürdigen Crunchtime-Auftritten von James selbst , mittlerweile in einem völlig anderen Licht gesehen.</p>
<p>Wieso sollte überhaupt ein Team, das den Kader nur in der zweiten Reihe veränderte und, wie schon erwähnt, relativ deutlich von den Hawks in der ersten Playoffrunde 2011 eliminiert wurde, besser sein? Natürlich, abschließend wird diese Frage erst nach der Endrunde 2012 zu beantworten sein. Aus meiner Sicht ist zumindest eine Entwicklung als äußerst positiv zu betrachten – die des „anderen Big“ in der Starting Five der Magic.</p>
<p>Ryan Anderson wurde in den bisherigen zwei Saisonwochen schon oft gehyped, aber das völlig zurecht: Er ist der beste Long Range-Shooter in einem in dieser Hinsicht ohnehin außergewöhnlichen Team und einer der effektivsten Scorer. Dass seine Produktion bei vermehrter Spielzeit (und mehr Aufmerksamkeit im Gameplan des Gegners) nicht abreißt, beweist, dass er weit mehr ist als ein Rollenspieler von der Bank, den man besser nur für zwanzig Minuten ins Rennen schickt (aka Glen Davis). Im Gegenteil: Beinahe durchweg schnellen nicht nur seine reinen Statistiken, sondern auch seine Advanced Stats in die Höhe, je mehr er spielt – meistens mit der beste Indikator, wem wieviel Spielzeit zugestanden werden sollte. <a href="http://www.hoopdata.com/player.aspx?name=Ryan%20Anderson" target="_blank">Ein Blick auf seine Seite</a> bei hoopdata.com verrät: Seine True Shooting Percentage hat sich noch einmal deutlich verbessert, seine Usage Rate ist die zweithöchste der bisherigen Laufbahn, sein Turnoverrating sensationell (was seine Effektivität enorm erhöht), sein Shot Chart zeigt, dass er entweder direkt am Korb oder von Downtown punktet – und damit seine Fähigkeiten maximiert. Dass er sich keinen eigenen Wurf kreieren kann? Geschenkt. Die offenen Dreier kommen sowieso, sobald sein Gegenspieler bei Howard aushelfen muss, was beinahe zwangsläufig der Fall ist. Was im letzten Jahr in Dallas mit der Kombination Nowitzki/Chandler allerorten gelobt wurde – der eine kaschiert die Schwächen des anderen – hat Orlando in diesem Jahr mit Howard/Anderson.</p>
<div id="attachment_21546" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-21546" title="Ryan Anderson" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2012/01/anderson.jpg" alt="Ohne Wenn und Aber ist Ryan Anderson eine der Erfolgsgeschichten der bisherigen Saison" width="500" height="392" /><p class="wp-caption-text">Ohne Wenn und Aber ist Ryan Anderson eine der Erfolgsgeschichten der bisherigen Saison</p></div>
<p>Was meiner Meinung nach ebenso hilft: Man hat überbezahlte Altstars, die vor Jahren mal gut waren, den Magic aber nicht mehr geholfen haben, nach und nach aus der Rotation getilgt. Das fing mit dem Abgeben von Rashard Lewis und Vince Carter an, hat mit der Amnestierung von Gilbert Arenas Vertrag seinen Fortgang gefunden und momentan ist Hedo Turkoglu das einzige Relikt des alten Supporting Casts, der mit Howard die Finals erreichte und auf den oben genannte Erscheinungen zutreffen. Dass er dabei dieses Jahr sogar wieder etwas besser agiert als im gruseligen 2010/11er Auftritt, ist vielleicht Ironie des Schicksals, vielleicht aber auch ein besseres Einsetzen seiner Qualitäten im Teamgefüge. Defensiv hält er sich merklich öfter am Perimeter auf, was auf der einen Seite sein schwächeres Rebounding erklärt, auf der anderen Seite aber dafür sorgt, dass Turkoglu meistens Dirigent der Fastbreaks der Magier ist – und hierbei sowohl als Passgeber als auch als Vollstrecker von Downtown gefährlich ist. Im Halbfeld hingegen wird er zumindest gefühlt weniger eingebunden, was vielleicht auch ganz gut so ist.</p>
<p>Soweit also die positiven Effekte der Strukturveränderung im Magic-Kader, denn bei aller Hochachtung, die ich vor dem bisherigen Saisonstart habe: Insgesamt hat man sich nirgends deutlich verbessert, teilweise eher noch verschlechtert. So war trotz aller Kritik die offensive Effizienz im letzten Jahr besser (um ca. zwei Punkte pro 100 Ballbesitze), der aktuelle Record von 6-3 speist sich vor allem aus Siegen gegen den Bodensatz der Liga. Die beiden echten Tests bisher (OKC und Chicago) gingen verloren, was einen faden Beigeschmack gibt. Dabei hat gerade die Klatsche gegen die Bulls (83:97) besonders weh getan, ging es hier doch gegen einen direkten Konkurrenten im Osten. Klar, dass die Magic als ein solcher überhaupt wahrgenommen werden, ist positiv und war vor der Saison nicht so zu erwarten. Ebenso, dass sich momentan das ganze Boohay um Howard etwas gelegt hat – wohl mit der größte Erfolg, den man über den gelungenen Start erzielen konnte. Hinter die eingangs erwähnte Frage der Nachhaltigkeit setzte ich dann aber doch lieber ein nicht zu kleines Fragezeichen – dafür muss man erstmal sehen, wie sich die Magic gegen wirklich starke Konkurrenz schlagen. Eine Antwort darauf sollte es noch diesen Monat geben, wenn man u.a. auf die Celtics, Pacers, Sixers, Blazers, Lakers und Spurs trifft und somit gegen (auf dem Papier) etliche stark einzuschätzende Mannschaften in ihrer jeweiligen Conference. Bleibt aus Magic-Sicht zu hoffen, dass die Entwicklung Andersons nicht die einzige positive Story der Saison bleibt…</p>
<p>(Photos by <a href="http://www.flickr.com/photos/keithallison/" target="_blank"><span><span>Keith Allison</span> </span></a>| License: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">Attribution-Share  Alike 2.0 Generic</a>)</p>
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		<title>Kurz vor dem Durchbruch?</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 20:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Arndt</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[ Klar, Washington, D.C. kennt jeder. Die Hauptstadt der Vereinigten Staaten kommt allerdings nur politisch wirklich in die Schlagzeilen, sportlich sieht es hingegen mau aus. Einzig die NHL-Franchise der Capitals macht positiv von sich reden, während die Wizards seit dem Abstieg von Gilbert Arenas zur Witzfigur zum Bodensatz der Liga gehören. Fragt sich: Wie lange [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-21541" title="Javale McGee" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2012/01/mcgee.jpg" alt="Javale McGee" width="200" height="100" /> Klar, Washington, D.C. kennt jeder. Die Hauptstadt der Vereinigten Staaten kommt allerdings nur politisch wirklich in die Schlagzeilen, sportlich sieht es hingegen mau aus. Einzig die NHL-Franchise der Capitals macht positiv von sich reden, während die Wizards seit dem Abstieg von Gilbert Arenas zur Witzfigur zum Bodensatz der Liga gehören. Fragt sich: Wie lange noch? <span id="more-21540"></span></p>
<p>Die schnelle Antwort lautet natürlich, dass es noch mindestens diese Saison sein wird, die man ganz unten verbringt. Dafür bürgt alleine der katastrophale Saisonstart mit fünf Niederlagen in Folge – darunter auch bittere Abreibungen wie die mit 21 Punkten der Milwaukee Bucks (sic!). Man müsste also eigentlich ganz schnell das Buch zuklappen, sich andere Mannschaften rauspicken und diese näher begutachten. Man kann aber auch im Detail schauen, was für eine Basis die Wizards gelegt haben.</p>
<p>Da wäre zuallererst natürlich der Franchise-Spieler (jedenfalls wird er als das in Washington verkauft) John Wall. Vor einem Jahr ist er mit allem Hype der Welt in die Liga gestürmt, bedient die nach wie vor hohe und populäre Nachfrage nach scorenden Einsern ohne Distanzwurf und fliegt seitdem in Washington unter dem Radar der ganz großen Medien. Das liegt mit Sicherheit auch damit zusammen, dass Wall nicht ganz die teils überhöhten Erwartungen erfüllt hat, die an ihn als Heilsbringer der Washingtoner Franchise gestellt wurden. Während seine Athletik natürlich phänomenal ist und er auch durchaus die Spielübersicht hat, um den völlig freien Mann zu finden und ihm aus vollem Tempo den Ball bilderbuchmäßig zu servieren, fehlt vor allem der Sprungwurf. Der wird zwar aus der Mitteldistanz durchaus mit Selbstvertrauen gesucht, was die katastrophalen Wurfquoten (ab 10 Fuß Entfernung in den niedrigen 20%-Bereichen) allerdings keineswegs rechtfertigen. Auch seine Verteidigungsarbeit lässt zu wünschen übrig, immer mal wieder ziehen Gegenspieler an ihm vorbei, als sei er schlicht abwesend – was auf seine geistige Verfassung in diesen Momenten auch zutrifft. Ebenso ärgerlich ist sein Abtauchen in der Crunchtime – gestern zum Beispiel produzierte er in der Schlussphase eines engen Spiels gegen die Celtics mehrere Turnover, die das Spiel maßgeblich mitentschieden.</p>
<p>Alles in allem passt wohl der Vergleich mit Russell Westbrook am besten – nur dass dieser der deutlich bessere Verteidiger ist und der Sprungwurf zumindest bis zu Beginn dieser Saison besser klappte. Die wackeligen Crunchtime-Vorstellungen zeichnet beide aus, aber Westbrook hat hier Durant als Assistenten. Wall muss Nacht für Nacht die heiße Hand füttern, ob sie nun Nick Young, Andray Blatche oder Joe Crawford gehört – keine optimalen Voraussetzungen, um gerade enge Spiele zu gewinnen. Washington fehlt also vor allem der Scorer, der in brenzligen Situationen gesucht werden kann. Young kann das sicherlich, ganz bestimmt sogar – schließlich ist es ja das einzige, wofür er bezahlt wird (oder hat jemand eine andere relevante Fähigkeit bei ihm entdeckt?). Leider ist er für den Posten der ersten Angriffsoption bei weitem nicht konstant genug. Dennoch, in einem guten Team ist er der Schütze, der jedes Doppeln in der Zone, jedes Kollabieren der Defense ob eines Wall’schen Drives bestrafen kann. Mehr darf man allerdings nicht wirklich von ihm verlangen und vielleicht hätte er in der Rolle dann auch genug Energie, um sich mal in irgendeiner Form in der Verteidigung einzubringen.</p>
<div id="attachment_21542" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-21542" title="John Wall" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2012/01/wall.jpg" alt="John Wall ist zweifellos die Zukunft der Wizards auf der Eins - aber taugt er auch als Franchise-Spieler?" width="500" height="385" /><p class="wp-caption-text">John Wall ist zweifellos die Zukunft der Wizards auf der Eins - aber taugt er auch als Franchise-Spieler?</p></div>
<p>Andray Blatche ist seit Jahren die Unkonstanz in Person, kann in gewissen Spielen aber wie ein All Star aussehen. Sein Wurf reicht bis kurz vor die Dreierlinie, aus dem Face Up hat er einige gute Finten im Reprtoire, wobei sein komisch anzusehender, aber immer wieder funktionierender Spin Move sicherlich seine erste Option ist. Dazu kann er gut rebounden, wenn er denn gerade Lust hat – und das ist das Problem. Seine Einstellung war noch nie die beste, was immer wieder für Schlagzeilen gesorgt hat. Blatche möchte gerne wie ein Star bezahlt und behandelt werden, streut dafür aber erschreckend häufig mal ein „2-13 aus dem Feld, vier Rebounds, vier Turnover, acht übersehene, völlig freie, wild winkende Mitspieler“-Spiel ein. Auch hier gilt ähnliches wie bei Young: Im richtigen Team, wenn er die dritte, vierte Option ist und nicht mehr so oft den Ball in die Finger kriegt, kann er richtig gut sein, sollte sein Ego mitspielen. Momentan trägt er in Washington zu viel Verantwortung, als dass er seiner eigentlichen Rolle wirklich gerecht werden könnte.</p>
<p>Ein richtiges Juwel haben die Wizards mit JaVale McGee. Sehr athletisch, irrsinniger Rebounder, extrem starker Shotblocker. Zwar wirkt er noch nicht so in der Defensive wie z.B. Tyson Chandler (er macht hier seine Mitspieler noch nicht wirklich besser), aber sonst hat er alle Anlagen, um ein defensiver Anker zu werden, was diesem Team nur gut tun kann. Auch offensiv ist er sehr pflegeleicht und lebt vor allem von Abprallern sowie seinen zwei, drei Hook-Shots, die er pro Spiel anbringt. Neben Wall ist McGee wohl der zweite Eckpfeiler der „neuen“ Wizards, der metertief im Boden verankert ist – und das auch völlig zurecht. Ebenso ein Juwel könnten die Zauberer in Jordan Crawford haben, den man letztes Jahr den Hawks klaute und der als Scorer von der Bank seine Bestimmung schon gefunden hat. Natürlich sind die Würfe eines so jungen Spielers nicht nur gut gewählt, aber er scheut sich nicht, sie zu nehmen und das von Anfang an. Instant Offense von der Bank ist in der modernen NBA absolut unerlässlich und die Wizards scheinen hier ihre Version von Jason Terry schon gefunden zu haben. Auch andere Bankspieler wie Kevin Seraphin, Chris Singleton  oder Trevor Booker sind schon ordentliche Rollenspieler, die ihren Part kennen. Rookie Jan Vesely ist hingegen noch nicht so recht einzuschätzen, wurde aber schon im Draft als athletischer Prospect eingestuft, der sich noch entwickeln muss. Da die Position des Power Forward bestimmt nicht die bestbesetzte der Wizards ist, könnte hier viel Spielzeit winken.</p>
<p>Oder auch nicht, wenn man sich diverse Mockdrafts ansieht. Die führen nämlich erschreckend viele Power Forwards weit vorne, wo die Wizards ja auch landen werden und die auf der Position auch Bedarf haben. Aber auch Harrison Barnes z.B., der als wohl bester Flügelspieler des Jahrgangs gelten darf, würde ein großes Loch im Kader der Zauberer stopfen. So oder so – sollte Washington weiter viele Spiele verlieren, könnten sie am Ende mit einem hohen Draftpick und einem weiteren Puzzleteil, das dem Kader dann hinzugefügt wurde, doch gewinnen. Auch die Optionen auf dem FA-Markt sind kurz- wie langfristig rosig, nachdem man nahezu alle Spieler garantiert nur die nächsten zwei Jahre unter Vertrag hat (außer Andray Blatche, der aber zu einem moderaten Preis bezahlt wird) und noch den Vertrag von Rashard Lewis bei Bedarf amnestieren kann. Das Management hat ganze Arbeit geleistet, um hier flexibel zu sein und nebenher einige Bausteine eines potentiellen Gewinners bereits zu sammeln. Was fehlt, ist der ganz große Star oder wenigstens Sidekick zu Wall – die Chancen stehen nicht schlecht, dass er 2012 kommt.</p>
<p>(Photos by <a href="http://www.flickr.com/photos/keithallison/" target="_blank"><span><span>Keith Allison</span> </span></a>| License: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">Attribution-Share  Alike 2.0 Generic</a>)</p>
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		<title>Less Rose, better Team</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 04:59:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Spaltofski</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Die beste Bilanz der letzten Saison, den amtierenden &#8220;MVP&#8221; im Team, einen &#8220;Coach of the Year&#8221; in seinem ersten Jahr und die Conference Finals hinter sich. Die Bullen klopfen nach vielen Jahren Mittelmaß wieder an der Ligaspitze an – und müssen sich trotzdem von ihrem Helden lösen um erfolgreich zu sein. Eine Vorstellung und Analyse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-full wp-image-21009" title="Derrick Rose" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/03/derrick-rose.jpg" alt="Derrick Rose" width="200" height="100" />Die beste Bilanz der letzten Saison, den amtierenden &#8220;MVP&#8221; im Team, einen &#8220;Coach of the Year&#8221; in seinem ersten Jahr und die Conference Finals hinter sich. Die Bullen klopfen nach vielen Jahren Mittelmaß wieder an der Ligaspitze an – und müssen sich trotzdem von ihrem Helden lösen um erfolgreich zu sein. Eine Vorstellung und Analyse der Chicago Bulls 2011/2012.<span id="more-21497"></span></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Starting Five</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong></strong><strong>PG - Derrick Rose - #1</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong></strong></p>
<div id="attachment_21498" class="wp-caption alignleft" style="width: 75px"><img class="size-full wp-image-21498 " title="Derrick Rose" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/rose.png" alt="Derrick Rose" width="65" height="90" /><p class="wp-caption-text">Rose</p></div>
<p>In den Verhandlungen über den neuen Spielervertrag wurde eine Regel geschaffen, die es einem jungen Spieler ermöglicht, mehr Geld beim Abschließen eines Vertrags zu verdienen, wenn der betreffende Spieler zweimal in einem All-NBA Team stand, zweimal All-Star-Starter war oder die MVP-Auszeichnung erhalten hat. Dass diese Regel nach Derrick Rose benannt wurde, sagt viel über den Wert des jungen Guards für sein Team aus. Dabei ist es nicht einmal seine Leistung, die ihn so besonders für die Bulls macht, es ist seine Einstellung. Sein hartes Arbeiten, seine Bescheidenheit und, was wohl das Wichtigste ist, sein unbedingter Siegeswille.</p>
<p>Es ist bezeichnend, dass Rose vor und nach der vergangen Saison keinen Superstar neben sich gefordert hat. Getreu dem Motto &#8220;Ich will gewinnen und das mache ich mit den Spielern, die mir zur Seite gestellt werden - <em>&#8220;Chicago speaks for itself, I will not recruit any other player to join me&#8221;.</em> Eine alte und fast schon romatische Einstellung zum Spiel. Ob diese Einstellung in Zeiten von Teams wie den Heat,  den Knicks und den Clippers, von Spielern die Trades fordern uns sich nur großen Teams anschliesen wollen, eine Chance hat wird (auch) die nächste Spielzeit zeigen.</p>
<p class="MsoNormal">Dabei ist die vermeintlich größte Stärke des Teams tragischerweise auch seine größte Schwäche – die Abhängigkeit von Rose, oder kurz: eine zweite Lösung.</p>
<p class="MsoNormal">In der regulären Saison mag ein Spieler wie Rose gegen viele schwächere Teams die Bulls aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten tragen. Dass dies aber eben auch seine Nachteile mit sich bringt, konnte man in den Conference Finals gegen die Miami Heat letztes Jahr sehr gut beobachten. Schaltet man Derrick Rose aus, schaltet man auch die Bulls aus. Und das wird sich nicht wiederholen dürfen, möchte man wirklich ernsthaft um den Titel mispielen. Es ist also im Sinne des Teams, dass Rose sich etwas zurücknehmen kann (!), nicht mehr alleine das Spiel seines Teams tragen muss. Mit der Verpflichtung von Richard Hamilton könnte dieser Prozess innerhalb des Teams erste Früchte tragen.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>SG - Richard Hamilton - #32</strong></p>
<p class="MsoNormal">
<div id="attachment_21499" class="wp-caption alignleft" style="width: 75px"><img class="size-full wp-image-21499" title="Richard Hamilton" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/hamilton.png" alt="Hamilton" width="65" height="90" /><p class="wp-caption-text">Hamilton</p></div>
<p>Hamilton entpricht im Prinzip nicht den Erwartungen an &#8220;den&#8221; Shooting Guard neben Derrick Rose, den sich alle erhofft hatten. Er ist alt, kann sich kaum einen eigenen Wurf erarbeiten und er ist nicht besonders athletisch – aber er kann trotzdem die zweite Lösung sein. Und zwar anders, als viele das vermutet haben.</p>
<p class="MsoNormal">Bereits in seinem ersten Spiel für die Bullen im Preseason Game gegen die Indiana Pacers konnte man erkennen, warum &#8220;Rip&#8221; so wertvoll für Chicago sein wird. Zugegeben, es war nicht besonders schwer die Leistungen, besser das Leistungsvermögen, von Keith Bogans auf eine so grausame und schöne Weise zugleich in Erinnerung zu rufen. Bogans, der defensive Shooting Guard, ein Spot-Up Shooter der in der Ecke auf den offenen Dreier wartet – und diesen leider häufig nicht trifft.</p>
<p class="MsoNormal">Was ist also das Geheimnis von Hamilton, was wird ihn so wichtig für die Bullen machen ?</p>
<p class="MsoNormal">Bewegung! Trotz seines Alters bewegt sich Hamilton immer noch unglaublich viel in der Offensive. Kaum ein Spieler versteht es so wie &#8220;Rip&#8221; mit schnellen Sprints und Tempowechseln Freiräume und Unordnung im gegnerischen Defensivverbund zu schaffen. Was er an Athletik vermissen lässt, zahlt er mit Erfahrung zurück. Hamilton ist ein Spieler, der so ziemlich jedes Defensivsystem der letzten Jahre gesehen und für die meisten davon eine Lösung gefunden hat.</p>
<p class="MsoNormal">Mit seiner Beweglichkeit, die man bei Bogans so schmerzlich vermisst hatte, macht er das Team insgesamt besser. Durch Hamilton werden Spieler wie Deng und Korver mehr offene Würfe bekommen, Spieler wie Rose und Brewer mehr Platz um zum Korb zu ziehen, Spieler wie Boozer und Noah bessere Positionen um aufzuposten.</p>
<p class="MsoNormal">Kurz, Hamilton bringt zwar nicht die individuelle Klasse des erhofften Shooting Guards mit, macht aber das Team aufgrund seiner Spielweise insgesamt besser.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>SF - Luol Deng - #9</strong></p>
<p class="MsoNormal">
<div id="attachment_21500" class="wp-caption alignleft" style="width: 75px"><img class="size-full wp-image-21500" title="Luol Deng" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/deng.png" alt="Deng" width="65" height="90" /><p class="wp-caption-text">Deng</p></div>
<p>Deng ist so etwas wie der Allround Spieler in den Reihen der Bulls und wird wohl auch in der kommenden Saison diese Rolle spielen. Jumper, Cuts, Dreier – er ist flexibel und das macht ihn für Chicago so wichtig. Aber auch Deng kann und wird sich anpassen (müssen). In weiser Vorraussicht hat der Brite während des Lockouts nach eigener Aussage an seinem Dreier gearbeitet. Diesen wird er mit Hamilton im Team wohl öfter und vor allem erfolgreicher nutzen können als dies in der letzten Saison der Fall war. In dieser Hinsicht ist Deng aber schon längere Zeit ein Phänomen – ein Spieler, der die Mehrheit seiner Würfe einen Meter vor der Dreierlinie nimmt, hat sich, vorsichtig ausgedrückt, nicht zwischen dem Mitteldistanzwurf und dem Dreier entscheiden können.</p>
<p class="MsoNormal">Zu einem echten Problem könnten aber aufgrund der spielintensiven Saison Dengs Einsatzzeiten werden. Zwar könnte er mit 26 im besten Alter für die Bulls sein, 39 Minuten pro Partie bringen aber bei so vielen Spielen in kurzer Zeit mehr Risiko als Nutzen. Dabei könnte sich der Draftzugang Jimmy Butler als kleine Entlastung anbieten, der im ersten Preseason Game gegen die Pacers bereits zeigen konnte, dass er durchaus in der höchsten amerikanischen Basketballliga einen Nutzen haben kann. Zusammen mit dem doch sehr eindimensionalen Dreierschützen Korver könnte er Deng etwas Entlastung während der Saison bescheren.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>PF - Carlos Boozer - #5</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong></strong></p>
<div id="attachment_21501" class="wp-caption alignleft" style="width: 75px"><img class="size-full wp-image-21501" title="Carlos Boozer" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/boozer.png" alt="Boozer" width="65" height="90" /><p class="wp-caption-text">Boozer</p></div>
<p>Wenn diese Spielzeit für einen Spieler der Bulls zur Belastungsprobe werden kann, dann heißt dieser wohl Carlos Boozer. Schon in der letzten Saison hatte Boozer mit Verletzungen und einer  hohen Erwartungshaltung an ihn zu kämpfen. Die verkürzte und dadurch sehr spielintensive Saison wird ihn forden, was das Verletzungsrisiko wiederum erhöht und zu Leistungseinbrüchen führen kann.</p>
<p class="MsoNormal">Das Problem für die Bulls besteht unglücklicherweise darin, dass man auf Boozer angewiesen ist, mehr noch als dies in der letzten Saison der Fall war. Im Idealfall knüpft er an seine Leistungen bei den Jazz an. Dass er mit deutlich weniger Kilos zum Training Camp erschienen ist, lässt diesbezüglich ein wenig Hoffnung keimen.</p>
<p class="MsoNormal">Emotional und in der Kabine bleibt Boozer was er ist: ein Leader. Ein Spieler, der sich freuen kann, der sich ärgern kann und dessen Einstellung man leider immer seltener findet. Boozer wird sich aber beweisen müssen und hat mit Gibson einen äußerst talentierten, defensiv orientierten Power Forward im Rücken, der zum einen Boozers Schwächen in der Defensive etwas kaschieren kann, auf der anderen Seite aber auch ständig dazu lernt und um Minuten kämpfen wird. Sollte Boozer entäuschen droht ihm womöglich sogar die Amnestie am Ende der Saison, um Gibson einen guten, langfristigen Vertrag zu ermöglichen und einen weiteren starken Spieler zu verpflichten.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>C - Joakim Noah - #13</strong></p>
<p class="MsoNormal">
<div id="attachment_21502" class="wp-caption alignleft" style="width: 75px"><img class="size-full wp-image-21502" title="Joakim Noah" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/noah.png" alt="Noah" width="65" height="90" /><p class="wp-caption-text">Noah</p></div>
<p>Joakim Noah, die Seele des Teams. Kein Spieler der Bulls zeigt eine ähnliche Leidenschaft auf dem Spielfeld, kein Spieler trägt sein Herz so auf der Zunge. Noah ist eine Säule im Team, ein unermüdlicher Arbeiter, ein Kämpfer am Brett. Diese Eigenschaften machen ihn neben Boozer zum emotionalen Leader im Team, zu einem Lautsprecher auf dem Spielfeld. Ein Spieler, den eine Mannschaft braucht, wenn sie zurückliegt.</p>
<p class="MsoNormal">Leider stimmen Noahs Leistungen nicht immer mit seiner Motivation überein. Gerade in den Playoffs werden die Bulls einen Frontcourt brauchen, der auch auf der Centerposition gefährlich ist. Die Kunst, seine Motivation und Aggresivität endlich auch in Punkte umzusetzen, wird wohl eine der Aufgaben Noahs während der Saison sein.</p>
<p class="MsoNormal">Und dabei wird sich wohl alles beim großen Franzosen auf die Frage runterbrechen lassen, ob seine Entwicklung vom Clown der Liga zu einem der besten Center weitergeht - oder doch schon aufhört.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Bench &#8220;Mob&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>PF - Taj Gibson - #22</strong></p>
<p class="MsoNormal">
<div id="attachment_21503" class="wp-caption alignleft" style="width: 75px"><img class="size-full wp-image-21503" title="Taj Gibson" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/gibson.png" alt="Gibson" width="65" height="90" /><p class="wp-caption-text">Gibson</p></div>
<p>Gibson ist der wohl wichtigste Spieler der, von Fans liebevoll &#8220;Bench Mob&#8221; getauften, zweiten Reihe der Bullen. Defensiv orientiert, spielt Gibson einen Basketball, der perfekt in das System von Coach Thibedeau passt. Jung, lernfähig, defensivstark – nicht Wenige sehen in ihm inzwischen einen besseren Power Forward als Carlos Boozer.</p>
<p>Für die Bulls heißt es diesen starken Spieler zu nutzen solange sie noch die Gelengenheit dazu haben, Gibson ist beliebt unter den Teams und öfter von Gerüchten bezüglich eines Trades umgeben. Die kurze, intensive Saison wird Gibson zu Gute kommen, auch um Werbung in eigener Sache zu betreiben. Ein solcher Spieler hat einen großen Vertrag verdient – die Frage ist: wird er ihn bei den Bulls bekommen?</p>
<p class="MsoNormal"><strong>SG - Ronnie Brewer - #11</strong></p>
<p class="MsoNormal">
<div id="attachment_21504" class="wp-caption alignleft" style="width: 75px"><img class="size-full wp-image-21504" title="Ronnie Brewer" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/brewer.png" alt="Brewer" width="65" height="90" /><p class="wp-caption-text">Brewer</p></div>
<p>Mit Bogans teilte sich Brewer letztes Jahr die Postion des Shooting Guards. Als einer der besten Perimeter Verteidiger des Teams steht Brewer bei Coach Thibedeau hoch im Kurs und erhielt gerade gegen spielstarke, schnelle Gegenspieler häufig Einsatzzeiten. Offensiv ist Brewer leider kaum zu gebrauchen, als Cutter und Fastbreak Spieler ist er ebenso eindimensional wie Korver in seinem Catch &amp; Shoot.</p>
<p>Die Würfe, die er nimmt, sind dementsprechend selten und treffen noch seltener ihr Ziel. In meinen Augen war es dennoch richtig an Brewer festzuhalten (es gab Gerüchte um ein Sign &amp; Trade mit Jamal Crawford), situationsabhängig ist er ein sehr nützlicher Spieler – Punkte werden allerdings andere sammeln (müssen).</p>
<p class="MsoNormal"><strong>PG - C.J. Watson - #7</strong></p>
<p class="MsoNormal">
<div id="attachment_21505" class="wp-caption alignleft" style="width: 75px"><img class="size-full wp-image-21505" title="CJ Watson" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/watson.png" alt="Watson" width="65" height="90" /><p class="wp-caption-text">Watson</p></div>
<p>Watsons Spitzname ist &#8220;Quiet Storm&#8221; und dieser Name trifft es meiner Meinung nach sehr gut. Er ist der schüchterne Denker und Lenker der zweiten Reihe und hält das Team am Leben, wenn Derrick Rose Foulprobleme bekommt oder wenig trifft.</p>
<p>Als guter Verteidiger und Dreierschütze mit viel Spielübersicht und vernünftigen Entscheidungen ist Watson der ideale Backup auf der Position des Point Guards - auch weil sich mit ihm die meisten Teams auf ein anderes Offensivspiel einstellen müssen.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>C - Omer Asik - #3</strong></p>
<p class="MsoNormal">
<div id="attachment_21506" class="wp-caption alignleft" style="width: 75px"><img class="size-full wp-image-21506" title="Omer Asik" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/asik.png" alt="Asik" width="65" height="90" /><p class="wp-caption-text">Asik</p></div>
<p>Asik hat eine solide Saison hinter – und eine Saison voller Chancen vor sich. Die Kinderkrankheiten junger Center – schwaches Selbstbewusstsein, fehlende Spielübersicht und Schnelligkeit, Beherrschung des eigenen Körpers – scheinen weitgehend abgelegt. Defensiv ist Asik mittlerweile ein fester Bestandteil des Teams, nicht umsonst besteht die defensiv stärkste Fünf der vergangen Saison nicht aus Boozer und Noah, sondern aus Gibson und Asik.</p>
<p>Auch wegen seinem Alter wird Asik seine Minuten bekommen, und auch wie bei Gibson wird sich früher oder später die Frage stellen, ob man ihn halten kann. In Zeiten, in denen ein bestenfalls mittelmäßiger Center wie Kwame Brown 7 Millionen Dollar Gehalt kostet, wird Asik wohl oder übel ein mögliches Tradeobjekt.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>SF - Kyle Korver - #26</strong></p>
<p class="MsoNormal">
<div id="attachment_21507" class="wp-caption alignleft" style="width: 75px"><img class="size-full wp-image-21507" title="Kyle Korver" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/korver.png" alt="Korver" width="65" height="90" /><p class="wp-caption-text">Korver</p></div>
<p>Kyle Korver wird gebracht, wenn die Bulls hoffnungslos hinten liegen und durch seine Dreier unbedingt rankommen müssen, oder wenn sie soweit vorne liegen, dass sie auf die fehlende Defensivarbeit Korvers verzichten können. Das fasst, zugegeben etwas überspitzt, den Spieler Korver zusammen.</p>
<p>Von seiner Spielanlage ist Korver nicht unbedingt schlecht, nur eben sehr eindimensional: Catch &amp; Shoot, am besten offen und von jenseits der Dreipunktelinie. Seine Einsatzzeiten werden sich in der kommenden Saison wohl mehr beschränken, mit Jimmy Butler und Richard Hamilton sind zwei Spieler zum Team gestoßen, die im Gegensatz zu Keith Bogans und Rasual Butler an den Minuten von Korver noch weiter kratzen werden.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>SF - Jimmy Butler - #21</strong></p>
<div id="attachment_21508" class="wp-caption alignleft" style="width: 75px"><img class="size-full wp-image-21508" title="Jimmy Butler" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/butler.png" alt="Butler" width="65" height="90" /><p class="wp-caption-text">Butler</p></div>
<p>An Position 30 im diesjährigen Draft gezogen, ist Jimmy Butler bereits in seinem ersten Spiel für die Bulls gegen die Indiana Pacers zu einer kleinen Überraschung geworden.</p>
<p>Die Erwartungen an ihn waren für einen Rookie entsprechend gering.</p>
<p>Er zeigte jedoch eine sehr ansprechende Leistung und mit ein wenig Erfahrung wird Butler Luol Deng entlasten und wichtige Minuten auf der Bank verschaffen können.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>PF - Brian Scalabrine - #24</strong></p>
<div id="attachment_21510" class="wp-caption alignleft" style="width: 75px"><img class="size-full wp-image-21510" title="Brian Scalabrine" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/scalabrine.png" alt="Scalabrine" width="65" height="90" /><p class="wp-caption-text">Scalabrine</p></div>
<p>Was soll man zu Brian Scalabrine sagen. Er hat als einziger Bulle einen Ring und ist ansonsten das Maskottchen des Teams&#8230;  mehr oder weniger.</p>
<p>Spielzeit erhält Scalabrine praktisch keine, es sei denn, es soll absichtlich gefoult werden.</p>
<p>Solange die spielerische Qualität im Team ausreicht kann man sich aus Motivationsgründen Scalabrine wohl leisten – getreu dem Motto &#8220;Chemistry, Baby!&#8221;</p>
<p class="MsoNormal"><strong>PG - John Lucas III. - #15</strong></p>
<div id="attachment_21517" class="wp-caption alignleft" style="width: 70px"><img class="size-full wp-image-21517" title="John Lucas" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/lucas2.png" alt="Lucas" width="60" height="92" /><p class="wp-caption-text">Lucas</p></div>
<p>John Lucas ist zwar nicht das Maskottchen wie Kollege Brian Scalabrine, aber auch eher die letzte (eher noch die allerletzte) Option in der Rotation der Mannschaft aus dem US-Bundesstaat Illinois.</p>
<p>Der bereits 29-jährige Lucas (im letzten Jahr lediglich zehn Minuten auf dem Parkett) wird wohl nur bei Verletzungen oder sehr hohen Führungen des eigenen Teams zum Einsatz kommen, den Rest der Zeit wird er zusammen mit dem &#8220;Bench Mob&#8221; wegen Derrick Rose Highlights ausrasten, kräftig das Handtuch schwingen und einfach eine gute Zeit haben.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Coach &amp; Front Office</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Coach – Tom Thibodeau</strong></p>
<p class="MsoNormal">
<div id="attachment_21537" class="wp-caption alignleft" style="width: 70px"><img class="size-full wp-image-21537 " title="Tom Thibodeau" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/tom-thibodeau.png" alt="Tom Thibodeau" width="60" height="89" /><p class="wp-caption-text">Thibodeau</p></div>
<p>Bereits in seinem ersten Jahr hat &#8220;Thibs&#8221; einem Team mit vielen neuen Spielern nicht nur bedingungslosen, defensiven Teambasketball eingetrichtert, sondern auch ganz nebenbei die beste Bilanz der Liga und den COTY Award eingeheimst. Dabei ist nicht nur das Ergebnis ansich beachtlich, sondern vor allem die Art und Weise, wie dieses erzielt wurde. Die Bulls lassen mit ihrem System kaum Punkte zu und zermürben die meisten Gegner durch ihre gandenlose Teamdefense. Jeder Spieler spielt für den anderen.</p>
<p class="MsoNormal">Es wird nun die Aufgabe Thibodeaus sein, das Team auf die Erwartungen der kommenden Spielzeit einzustellen und das System weiter zu verfeinern. Grundsätzlich wird sich an der Spielweise der Bulls nichts ändern, durch Hamilton spielen sie nicht anders – nur effektiver.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>General Manager - Gar Forman, John Paxson</strong></p>
<p class="MsoNormal">&#8220;<em>We&#8217;re letting the market come to us</em>&#8221; – Unter diesem Statement aus dem Frontoffice der Bulls lässt sich die diesjährige Free Agency zusammenfassen. Eine solche Aussage lässt natürlich viele der  euphorisierten Fans der Vorsaison nicht unbedingt in Jubelstürme ausbrechen. Immer wieder geisterten große Namen wie Dwight Howard und Joe Johnson (wobei hier eigentlich eher der Vertrag gemeint sein dürfte) durch die Medien und Kommentare der Fans. Aus dem Front Office der Bullen hörte man nichts. &#8220;Teilnahmslosigkeit&#8221; spotteten die einen – &#8220;Besonnenheit&#8221; beruhigten die anderen.</p>
<p class="MsoNormal">Und tatsächlich macht die Politik der ruhigen Hand gerade bei den Bulls viel Sinn. &#8220;Never change a winning team&#8221; – Durch viel Bewegung kann auch viel Unruhe entstehen. Diesen Fehler haben Forman und Paxson bisher vermieden. Ich persönlich bin ein großer Freund dieser Sportpolitik, auch wenn sie das Risiko beinhaltet,  Chancen zu verpassen. Getreu dem Motto: Große Schritte in der Krise, kleine Schritte im Erfolg.</p>
<p class="MsoNormal">Fassen wir zusammen, viele neue Spieler, ein neues Trainerteam, ein junges Team, viele Verletzte – und trotzdem die beste Bilanz der Liga?</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Ausblick &amp; Prognose</strong></p>
<p class="MsoNormal">Ja, die beste Bilanz der Liga – aber nicht unbedingt das beste Team der Liga. Das haben vor allem die Playoffs (auch gegen Indiana und Atlanta) gezeigt. Es ist nicht immer nur die eigene Stärke, sondern oft auch die Schwäche der anderen, die einen Erfolg wie den der Bulls so beeindruckend machen. Chicago war das richtige Team zur richtigen Zeit. Große Teams wie Boston oder New York waren im Umbruch, alle Spiele gegen Miami wurden mehr oder weniger sehr knapp gewonnen. Hätte es schlechter laufen können, wenn man nur zweiter oder dritter in der Liga geworden wäre? Ja.</p>
<p class="MsoNormal">Zu dieser Erkenntnis sind, so hoffe ich jedenfalls, auch die Verantwortlichen und Spieler der Bullen gekommen. Ich würde zwar nicht soweit gehen, zu behaupten, dass die Conference Finals zu früh in der Entwicklung der Mannschaft kamen – ich würde aber auch nicht davon ausgehen, dass diese jetzt die Regel sind. Die Bulls sind ein relativ junges Team und haben noch zwei, drei Jahre Zeit, um mit dem jetzigen Team an ihrem Ziel, im United Center endlich wieder ein Banner zu hissen, zu arbeiten. Im Gegensatz zu vielen anderen Teams liegt der Fokus in Chicago demnach auf der Entwicklung des Teams, nicht auf der Veränderung.</p>
<p class="MsoNormal">Das Team hat gegen Miami seine größte Schwäche aufgezeigt bekommen: die Abhängigkeit von Rose. Wie die Saison verlaufen wird und ob man wieder die Conference Finals ereichen kann, wird davon abhängen, ob man das Spiel mehr von Rose lösen kann. Mit Hamilton wurde dafür der Grundstein gelegt. Jetzt ist es an den Spielern, damit etwas anzufangen.</p>
<p class="MsoNormal"><span>(Photos by </span><a href="http://www.flickr.com/photos/keithallison/" target="_blank">Keith Allison </a><span>| License: </span><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">Attribution-Share Alike 2.0 Generic</a><span>)</span></p>
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		<title>Mission Titelverteidigung</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 06:02:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Lorenz</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Zum ersten Mal in der Geschichte der texanischen Franchise starten die Dallas Mavericks als Titelverteidiger in die neue Saison. Aufgrund teils gröberer Umbauarbeiten am Kader wird den Mavs vom Großteil der US-amerikanischen Expertenriege eine erfolgreiche Titelverteidigung nicht zugetraut. Zu Recht? Pünktlich zum Saisonstart nehmen wir das Team aus Dallas etwas genauer unter die Lupe. 
Zugegeben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-18424" title="Dirk Nowitzki" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2010/02/dirk-nowitzki3.jpg" alt="Dirk Nowitzki" width="200" height="100" />Zum ersten Mal in der Geschichte der texanischen Franchise starten die Dallas Mavericks als Titelverteidiger in die neue Saison. Aufgrund teils gröberer Umbauarbeiten am Kader wird den Mavs vom Großteil der US-amerikanischen Expertenriege eine erfolgreiche Titelverteidigung nicht zugetraut. Zu Recht? Pünktlich zum Saisonstart nehmen wir das Team aus Dallas etwas genauer unter die Lupe. <span id="more-21475"></span></p>
<p>Zugegeben, ein richtiger Umbruch sieht anders aus. Zwar haben mit Tyson Chandler (New York Knicks), Caron Butler (Los Angeles Clippers), J.J. Barea (Minnesota Timberwolves), DeShawn Stevenson (Ziel noch unbekannt) und Peja Stojacovic (Karriere-Ende) gleich mehrere Säulen der Meistermannschaft die Dallas Mavericks verlassen, doch wurden statt junger Talenten erfahrene Veteranen als Ersatz verpflichtet. Das Management der Texaner versuchte sich für die anstehende Saison im dem Kunststück, gleichzeitig jede Menge Gehaltskosten für die Saison 2012/2013 einzusparen, dennoch ein schlagkräftiges Team für die aktuelle Runde aufs Parkett zu schicken. Dem Ziel, im kommenden Sommer finanziell in der Lage zu sein, Dwight Howard oder Deron Williams nach Dallas zu locken, fielen Chandler, Barea &amp; Co. zum Opfer, da General Manager Donnie Nelson und Besitzer Mark Cuban lediglich Verträge mit der Gültigkeit von nur einem Jahr an die Free-Agents aushändigen wollten (nach aktueller Lage ist Dallas im Sommer 2012 zum ersten Mal in der Ära Nowitzki unter dem Salary Cap, der zulässigen Gehaltsobergrenze).</p>
<p>Gerüchten zufolge war man sogar bereit, Tyson Chandler 20 Millionen US-Dollar für die anstehende Saison zu bezahlen (damit würde er mehr verdienen als Dirk Nowitzki, der 2011/2012 19 Millionen US-Dollar einstreicht), doch der verletzungsanfällige Center entschied sich verständlicherweise für die langfristig sichere Alternative und unterschrieb für 58 Millionen US-Dollar für vier Jahre bei den Knicks.</p>
<p>Ebesowenig war Dallas gewillt, an Barea 19 Millionen US-Dollar für die kommenden vier Spielzeiten zu überweisen - dies übernehmen stattdessen zukünftig die T-Wolves (über Sinn oder Unsinn dieser Verpflichtung lässt sich natürlich streiten, oder auch nicht, wenn man weiß, dass der General-Manager in Minnesota auf den Namen David Kahn hört und zur Guard-Position ein spezielles Verhältnis pflegt).</p>
<p>Doch genug zu den Beweggründen der Mavs, ihre Meistermannschaft in großen Teilen zu sprengen (was aus meiner Sicht durchaus Sinn macht, da man nicht früh genug an die Zeit nach Nowitzki denken kann, und dafür muss definitiv ein neuer Superstar nach Dallas, will man weiterhin eine gewichtige Rolle in der NBA spielen). Kommen wir zur aktuellen Mannschaft des amtierenden Meisters. Ich will versuchen, jede Position im Kader der Mavs unter die Lupe zu nehmen, auf Stärken und Schwächen hinzuweisen und eine Prognose zu wagen, wie sich die Mannschaft bei der Mission Titelverteidigung schlagen wird.</p>
<p><strong>Point Guard</strong></p>
<p>Der ewige Jason Kidd. Wie oft hatte man den zukünftigen Hall-of-Famer schon als zu alt und als zu langsam abgetan. Zu Unrecht, wie er in den vergangenen Playoffs eindrucksvoll beweisen konnte. Vor allem defensiv gegen körperlich überlegene Genger vermochte sich Kidd ein ums andere Mal auszeichnen, von der umsichtigen Spielleitung und dem sicheren Distanzwurf ganz zu schweigen. Doch Kidds Spielanteile werden speziell in der regulären Spielzeit, die 66 Partien in nur vier Monaten vorsieht, von Headcoach Rick Carlisle wohl deutlich zurückgeschraubt werden.</p>
<p>Dafür steht mit Delonte West eine Neuverpflichtung im Kader, die nicht nur günstig ist (1,4 Millionen US-Dollar für die kommende Saison), sondern auch das Prädikat eines Point Guards verdient - im Gegensatz zum abgewanderten Barea oder zum eher aufs Punkten ausgelegten Rodgrigue Beaubois. West hat den Vorteil, dass er neben einer gewissen Härte und Erfahrung auch Vorzüge in der Defensive mitbringt. Leider war der 28-Jährige in den vergangenen drei Spielzeiten häufig verletzt, dennoch ist er eine sinnvolle Verstärkung und gute Ergänzung zu Kidd. West und Kidd werden sich demnach auch die größten Spielanteile auf der Eins teilen.</p>
<p>Beaubois wird eher die Aufgaben eines Barea aus der vergangenen Saison übernehmen (und wird demzufolge auch immer wieder gemeinsam mit Kidd auf dem Spielfeld stehen), und das ist primär Scoring statt Ballverteilung. Der Franzose muss darüber hinaus endlich den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen, um dem gegebenen Talent sowie den hohen Erwartungen in Dallas zu entsprechen. Jerome Randle, mit starken Auftritten in den beiden Preseason-Niederlagen gegen Oklahoma City, wird, falls er überhaupt einen Kadeplatz erhält, nicht über die Rolle eines absoluten Reservisten hinauskommen. Spektakulär anzuschauen ist der 1,78-Meter-Wirbelwind allemal (Drew Neitzel lasse ich hier einmal außen vor, da ich stark davon ausgehe, dass er bald aus dem Kader gestrichen wird / keine Einsatzzeit bekommt).</p>
<p><strong>Bewertung:</strong> Grundsolider Spielaufbau, viel Erfahrung &amp; Übersicht, wenig Athletik (von Beaubois einmal abgesehen).</p>
<div id="attachment_21067" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-21067" title="Rodrigue Beaubois" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/03/beaubois1.jpg" alt="Geht in seine dritte Saison mit den Dallas Mavericks: Rodrigue Beaubois" width="500" height="310" /><p class="wp-caption-text">Geht in seine dritte Saison mit den Dallas Mavericks: Rodrigue Beaubois</p></div>
<p><strong>Shooting Guard</strong></p>
<p>Hier sticht natürlich zunächst die Verpflichtung von Vince Carter ins Auge, die von den meisten Experten und Fans äußerst kritisch betrachtet wird. Auch ich habe den inzwischen 34-Jährigen in den vergangenen Jahren mit großem Argwohn beobachtet. Carter brachte streckenweise wenig bis garnichts aufs Parket, was größtenteils mit einer verschobenen Wahrnehmung seiner eigenen Fähigkeiten zusammenhing. Doch genau hier liegt der springende Punkt. Wie Shawn Marion im vergangenen Jahr, könnte Carter den Mavericks durchaus weiterhelfen, falls er wie “The Matrix” eine völlig neue Rolle in Dallas akzeptiert. Und mit Rolle meine ich hier Rollenspieler. Wurfanzahl drastisch reduzieren und offensiv nur dann übernehmen, wenn es bei den primären Scorern der Mavs (Nowitzki &amp; Jason Terry) einmal nicht läuft. Offensives Potential ist immernoch vorhanden, muss aber in geringerer Dosis und cleverer als zuletzt in Phoenix sowie in Orlando eingesetzt werden (sprich, keine wilden 1-gegen-1-Aktionen oder gut verteidigte Dreier, sondern Anspiele durch Kidd konzentriert verwerten). Dann, und nur dann kann Carter den Mavs weiterhelfen. Ich gehe davon aus, dass der achtfache All-Star als Starter für Dallas auflaufen wird, damit Terry weiterhin von der Bank all das bringen kann, was ihn immernoch zu einem der besten “Sixth Men” der Liga macht: Scoring, vorallem in entscheidenen Situationen gegen Ende des Spiels.</p>
<p>Noch eine Sache zu der Carter-Verpflichtung: Ich sehe Rudy Fernandez durchaus kritisch und halte nicht besonders viel vom doch sehr eindimensionalen Spanier, doch hätte man hier aus meiner Sicht auch auf den aktuellen Europameister setzen können, allein wegen des Alters (26). Allerdings wäre Fernandez’ Vertrag noch bis 2013 gelaufen und hätte dem Shooting Guard 2012/2013 rund 2,2 Millionen US-Dollar garantiert, was man in Dallas aus oben genannten Gründen verhindern wollte. Deswegen war die Entscheidung, Fernandez ohne entsprechenden Gegenwert nach Denver abzugeben, wohl eher finanzieller Natur (Carter besitzt lediglich einen garantierten Einjahres-Vertrag über 3 Millionen US-Dollar für 2011/2012).</p>
<p>Hinter Carter und Terry hat Coach Carlisle noch eine weitere, dann doch etwas jüngere Alternative auf der Position des Shooting Guards: Dominique Jones. Der 23-Jährige, in der vergangenen Saison nur sporadisch eingesetzt, hat, wie bereits im Sommer 2010, eine ordentlich bis starke Vorbereitung gezeigt. Er würde den Mavs vorallem Athletik und Schnelligkeit bringen, die Terry und Carter so nicht mehr vorzuweisen haben. Doch es bleibt abzuwarten, ob und wie viele Spielanteile Jones unter Carlisle erhält.</p>
<p><strong>Bewertung: </strong>Gewohnt starkes Scoring von der Bank (Terry), Carter weit über seinem Zenit. Könnte funktionieren, gegen Backcourts wie der von OKC aber deutlich unterlegen.</p>
<div id="attachment_21341" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-21341" title="Jason Terry" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/05/terry.jpg" alt="Der ewige Energizer von der Bank: Jason &quot;der Jet&quot; Terry" width="500" height="394" /><p class="wp-caption-text">Der ewige Energizer von der Bank: Jason &quot;der Jet&quot; Terry</p></div>
<p><strong>Small Forward</strong></p>
<p>Hier hatte ich zunächst große Hoffnungen in Corey Brewer gesetzt, den Mavericks so etwas wie Jugend in Kombination mit Defense und Athletik zu geben. Doch der “Drunken Dribbler” wurde wohl ebenso wie Fernandez aus finanziellen gründen an Denver abgegeben (Brewer hätte für die Spielzeit 2012/2013 noch rund 3,3 Millionen US-Dollar erhalten). Deswegen wird hier wohl weriterhin hauptsächlich Shawn Marion die Spielanteile abgreifen, von dem man weiß, was man bekommt: Ordentliche bis starke Defense, unorthodoxe, teils unkontrollierte Offense mit soliden Wurfquoten.</p>
<p>Ich gehe außerdem davon aus, dass Neuzugang Lamar Odom viel auf beiden Forward-Positionen rotieren wird, damit er auch gemeinsam mit Nowitzki auf dem Feld stehen kann. Und hier wird es dann interessant. Odom, der Transfer-Coup der Mavericks schlechthin, gibt der Mannschaft ganz neue Möglichkeiten in der Offensive. Der neben LeBron James meiner Meinung nach vielleicht vielseitigste Spieler der Liga kann aufposten, werfen, rebounden sowie den Ball bringen und verteilen. Ich bin schon sehr darauf gespannt, was gegnerische Teams gegen ein Tandem aus Nowitzki und Odom unternehmen werden. Sobald sich beide aufeinander eingestellt haben, kann das wirklich interessant werden. Headcoach Carlisle meinte bereits überschwänglich, man hätte in Marion, Nowitzki und Odom das beste Forward-Trio der Liga, dem ich so ersteinmal nicht widersprechen kann (auf dem Papier betrachtet zumindest nicht).</p>
<p><strong>Bewertung:</strong> Marion ist nominell der einzige Smal Forward der Mavs. Durch Odoms Fähigkeiten kann hier aber einiges enstehen. Sehr vielseitig besetze Position, vielleicht etwas langsam und nicht besonders explossiv (aber das gilt ja bekanntlich für fast den kompletten Mavericks-Kader). Eventuell sollte hier noch ein Dreier-Spezialist nachverpflichtet werden.</p>
<div id="attachment_15388" class="wp-caption aligncenter" style="width: 537px"><img class="size-full wp-image-15388  " title="Shawn Marion" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2009/10/shawn-marion2.jpg" alt="Shawn Marion verdient in der anstehenden Saison rund 8,2 Millionen US-Dollar" width="527" height="325" /><p class="wp-caption-text">Shawn Marion verdient in der anstehenden Saison rund 8,2 Millionen US-Dollar</p></div>
<p><strong>Power Forward</strong></p>
<p>Mit Dirk Nowitzki steht der unbestritten beste Power Forward der Liga in Reihen der Mavericks. Dazu kommt der bereits angesprochene Odom, der basketballtechnisch alles mitbringt und auch und vor allem abseits des Feldes / in der Umkleidekabine eine wichtige Rolle übernehmen wird. Odom könnte zumindest in dieser Hinsicht Chandler ersetzen, da er unglaublich wertvoll für den Zusammenhalt einer Mannschaft ist (man frage nur einmal Kobe Bryant).</p>
<p>Für Nowitzki wird es in dieser Saison hauptsächlich darum gehen, ob er diesen unbedingten Siegeswillen nach der gewonnenen Meisterschaft beibehalten kann, oder ob er doch ein Stück weit “satt” geworden ist. Auf der anderen Seite dürfte das Vertrauen Nowitzkis in die eigenen Fähigkeiten nie größer gewesen sein. Wie viele unglaublich wichtige Würfe er in den vergangenen Playoffs für Dallas versenkt hat und wie stark er in entscheidenden Situationen auftrumpfen konnte, dürfte ihm ein Prädikat einhandeln, das jahrelang Kobe Bryant für sich beansprucht hatte: “Clutchest Player alive”. Ich gehe davon aus, dass Nowitzki körperlich nicht abbauen wird. Eventuell wird ihn Carlisle ob des brutalen Spielplans desöfteren schonen, doch wenn es darauf ankommt, wird Nowitzki zur Stelle sein.</p>
<p>Hinter dem Deutschen und Odom ist Brian Cardinal dritter nomineller Power Forward der Mavs. Der “Custodian” ist der einzige Free-Agent, mit dem man in Dallas verlängert hat - zu moderaten 1,4 Millionen US-Dollar für die anstehende Saison. Die Kultfigur der Mavericks wird auch 2011/2012 all das machen, was sie am besten kann: harte Fouls austeilen, Offensivfouls aufnehmen, mit dem eigenen Trikot den Hallenboden aufwischen und daneben einfach Dirks bester Kumpel sein.</p>
<p><strong>Bewertung:</strong> Das Prunkstück der Mavericks. Extrem gut und tief besetzt. Auch hier fehlt lediglich talentierter Nachwuchs und etwas Athletik. Das Duo Nowitzki &amp; Odom sucht in der NBA seinesgleichen.</p>
<div id="attachment_21477" class="wp-caption aligncenter" style="width: 600px"><img class="size-full wp-image-21477" title="Lamar Odom" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/lamar-odom.jpg" alt="Ab sofort im Trikot der Dallas Mavericks: Lamar Odom" width="590" height="354" /><p class="wp-caption-text">Ab sofort im Trikot der Dallas Mavericks: Lamar Odom</p></div>
<p><strong>Center</strong></p>
<p>Die unbestrittene Schwachstelle der Mavericks und durch den Abgang von Chandler bedingt der Grund dafür, dass Dallas nicht zu den ganz heißen Titelaspiranten zu zählen ist. Brendan Haywood mag ein solider Rebounder und überdurschnittlicher Shotblocker sein, aber im Vergleich zu Chandler ist er ein emotionaler Eisklotz und daneben nicht gerade mit feinmotorischen Fähigkeiten gesegnet. Wie oft Haywood mit verträumtem Blick Bälle vertändelt, und dann gemächlich zurück in die Verteidung schlackst, ist zum Teil frustrierend.</p>
<p>Da hinter Haywood mit Ian Mahinmi und Brandan Wright (nominell ein Power Forward, ich rechne aber damit, dass er in Dallas hauptsächlich auf der Fünf eingesetzt wird) zwei junge, athletische, aber leider auch recht fehleranfällige Profis lauern, ist hier noch Nachbesserungsbedarf vorhanden (eventuell Joel Przybilla, der noch ohne Verein für die kommende Spielzeit dasteht). Den Luxus, Mahinmi oder Wright über die Saison mit viel Spielzeit aufzubauen, werden sich die Mavericks wohl eher nicht leisten können. Hier gilt es für Coach Carlisle, eine Rotation zu finden, die das Spiel der Mavericks möglichst wenig beschädigt. Alternativ wird wahrscheinlich immer mal wieder Nowitzki zusammen mit Odom und Marion auflaufen, so dass Dallas streckenweise ohne echten Center agiert (Stichwort &#8220;Small Ball&#8221;).</p>
<p><strong>Bewertung: </strong>Große Schwachstelle in einem ansonsten tief besetzen Team aus Dallas. Hier muss GM Donnie Nelson nachbessern, falls man wieder um die Meisterschaft mitspielen will.</p>
<div id="attachment_21478" class="wp-caption aligncenter" style="width: 600px"><img class="size-full wp-image-21478" title="Brendan Haywood" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/brendan-haywood.jpg" alt="2011/2012 mit unfassbaren 36,2 Prozent von der Freiwurflinie: Brendan Haywood" width="590" height="369" /><p class="wp-caption-text">2011/2012 mit unfassbaren 36,2 Prozent von der Freiwurflinie: Brendan Haywood</p></div>
<p><strong>Ausblick &amp; Prognose:</strong></p>
<p>Es fällt mir schwer, vorauszusagen, wo die Mavericks am Ende der Saison stehen werden. Ich gehe davon aus, dass sie die reguläre Saison unter den drei besten Teams im Westen beenden, auch wenn das eine sehr sehr enge Angelegenheit werden kann, da viele Mannschaften (Dallas, Clippers, Lakers, Spurs, Grizzlies, evtl. Portland) ungefähr auf dem selben Niveau anzusiedeln sind (OKC sehe ich als einzige Truppe den anderen Teams einen Schritt voraus).</p>
<p>Verstärkungsbedarf besteht wie angesprochen auf der Position des Centers. Nach den Abgängen von Stojakovic und Stevenson sollte darüberhinaus noch ein solider Dreierschütze verpflichtet werden, der für das System der schnellen Ballrotation der Mavericks so wichtig ist.</p>
<p>In den Playoffs hängt dann wieder vieles von Nowitzki ab, der 2011/2012 sogar noch abgebrühter agieren dürfte. Bleiben die Mavericks vom Verletzungspech verschont (was im Angesicht des sehr hohen Altersdurchschnitt fraglich ist) und entwickelt sich schnell ein ähnlich starker Teamgeist wie in der vergangenen Saison (wovon ich ausgehe), sind die Conference-Finals meiner Meinung nach drin. Mehr wäre allerdings eine Überraschung, aber mit Überraschungen kennen sich die Texaner ja bestens aus.</p>
<p><span>(Photos by </span><a href="http://www.flickr.com/photos/keithallison/" target="_blank">Keith Allison </a><span>| License: </span><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">Attribution-Share Alike 2.0 Generic</a><span>)</span></p>
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		<title>Wide, Wide West</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 14:03:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Arndt</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[ Wenn ein Superstar zu einem neuen Team getradet wird, verändert sich naturgemäß die Landschaft der NBA – nicht umsonst kassieren Spieler wie Paul die höchsten Gehälter, weil sie ihre Mitspieler wesentlich besser machen. Dass Paul aber im Westen geblieben ist, könnte sich als genialer Schachzug erweisen – ist dieser doch nach Jahren der Lakers-Vorherrschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-21472" title="Los Angeles Clippers" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/clippers.jpg" alt="Los Angeles Clippers" width="200" height="100" /> Wenn ein Superstar zu einem neuen Team getradet wird, verändert sich naturgemäß die Landschaft der NBA – nicht umsonst kassieren Spieler wie Paul die höchsten Gehälter, weil sie ihre Mitspieler wesentlich besser machen. Dass Paul aber im Westen geblieben ist, könnte sich als genialer Schachzug erweisen – ist dieser doch nach Jahren der Lakers-Vorherrschaft offener denn je. <span id="more-21471"></span></p>
<p>Man konnte schon Carmelo Anthony fragen, warum er nicht lieber in der Western Conference geblieben ist: Klar, Denver ist nicht ein annähernd so großer Markt wie New York, aber wie clever ist es, in eine Conference zu wechseln, in der sich zwei der besten Spieler dieser Dekade in einem Team zusammengeschlossen haben? In der mit den Boston Celtics und Chicago Bulls zwei weitere Powerhouses sitzen, die es mit jedem auch über sieben Spiele aufnehmen können? Zu einem Team zu gehen, das den freigeschaufelten Capspace jetzt also in die Troika Chandler/Stoudemire/Anthony investiert hat und nur eine Knieverletzung der beiden big Men vom absoluten Mittelmaß entfernt ist? Allein diese Fragen sollten Anlass genug gewesen sein, sich das zweimal zu überlegen. Vielleicht hat Chris Paul genau das gemacht – anders kann ich es mir kaum erklären, dass er (neben New York, das aber keine Assets besaß) nur Teams aus dem Westen als potentielle Arbeitgeber auswählte.</p>
<p>Klar, der Westen wurde seit 2000  im Wesentlichen von drei Teams geprägt: Den Los Angeles Lakers, die ihn abgesehen von einer Schwächeperiode nach Shaqs Abgang dominierten; den Spurs und den Mavericks, die aber nur einmal gut genug waren, um alle anderen in die Schranken zu weisen (2006) und dann ihr Team aus Veteranen lange genug beisammen halten konnten, bis die Lakers und Spurs nicht mehr ganz so gut waren (2011). Genau das ist auch der Grund, weshalb man hier Paul nur beglückwünschen kann: Alle oben genannten Teams sind auf dem absteigenden Ast und auf der Suche nach einer neuen Identität. Dallas hat – für einen Meister ungewöhnlich – die Rotation durcheinandergewürfelt, zwei Starter und einen Energizer von der Bank abgegeben, dafür Veteranen geholt, die diese Lücken kurzfristig schließen sollen. Natürlich weiß jeder, dass hier ab 2012 neue Stars spielen sollen oder wenigstens das Team deutlich umgebaut wird – klare Zukunftsaussichten sehen anders aus. San Antonio fehlt die Präsenz von Duncan, der zwar immer noch auf hohem Niveau spielt, aber nur noch ein Schatten früherer Tage ist. Man hat ein schlagkräftiges Team, keine Frage – aber eben eines, das in den Playoffs wohl keinen tiefen Run mehr im Tank hat.</p>
<p>Bleiben die Lakers, die mit Kobe Bryant und dessen Abstieg zu kämpfen haben. Natürlich ist Bryant immer noch besser als vieles, was sonst in der Liga im Backcourt rumläuft. Nur hat er seit 2009 den Titel des besten Shooting Guards, in den Playoffs seinen Drive verloren und zeigt sich vor allem als wild ballernder Jumpshooter, dessen langsamer Niedergang sich vor allem zwischen den Zeilen ausdrückt. Seine TS% befindet sich seit Jahren in freiem Fall, seine Wurfversuche direkt am Korb sind in der letzten Saison dramatisch zurückgegangen (von fünf auf 3,5 pro Spiel), seine Assist-Turnover-Ratio sah auch schon deutlich besser aus und der Distanzwurf will auch nicht mehr so recht fallen. Sein Co-Star Pau Gasol ist ebenfalls schon über 30, hat zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren einen fantastischen Choke Job in den Playoffs hingelegt und wurde nur durch David Sterns Wahnsinn davor gerettet, getradet zu werden (vorerst). Bleibt Andrew Bynum, der offensiv noch reifen muss, aber als Eckpfeiler eines neuen Teams taugt – damit aber in Los Angeles allein auf weiter Flur stehen dürfte. Der Salary Cap ist auch dank des Rentenvertrags von Bryant zugebaut, sodass man nicht prognostizieren kann, ob die Lakers in zwei Jahren überhaupt noch zur Spitze des Westens gehören.</p>
<div id="attachment_21473" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-21473" title="Chris Paul" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/paul.jpg" alt="Chris Paul hat gut lachen, sollte er doch über die nächsten Jahre um den Finals-Einzug mitspielen können." width="500" height="372" /><p class="wp-caption-text">Chris Paul hat gut lachen, sollte er doch über die nächsten Jahre um den Finals-Einzug mitspielen können.</p></div>
<p>Das alles eröffnet natürlich die Möglichkeiten für andere Teams, die Vorherrschaft im Westen zu übernehmen. Logischster Kandidat sind die Oklahoma City Thunder, immerhin letztjähriger Conference-Finalist. An sich hat man schon sehr viele Bausteine beisammen und muss nur noch punktuell nachbessern. Ein Scorer von der Bank zum Beispiel, nachdem sich James Harden als fähiger Spieler erwiesen hat, der aber erst einmal in den Rhythmus des Spiels finden muss, was ihn eher disqualifiziert für diesen Job. Zudem kann man voll auf die Entwicklung setzen – dass sich Westbrook einen Jumpshot aneignet, dass sich Durant dazu entschließt, seine Mitspieler offensiv besser zu machen, statt eine Art Inselkinddasein zu führen, dass sich Serge Ibaka auch offensiv weiterentwickelt (was für die Thunder so unendlich wichtig wäre). Ähnliches lässt sich über die Grizzlies sagen, die zwar nicht ganz so jung sind, aber die Thunder schon ins siebte Spiel zwangen – ohne ihren vermeintlich besten Spieler.</p>
<p>Es eröffnet aber auch sofort interessante Optionen für die Clippers. Die Starting Five ist über jeden Zweifel erhaben, von der Bank kann man noch Mo Williams, Randy Foye, Eric Bledsoe und Ryan Gomes ins Rennen schicken. Signt man noch für die Low Level Exception einen Big Man (Anforderungsprofil: Center, kann körperlich dagegen halten, fällt nicht auf jeden Pumpfake rein) – sagen wir einen Jason Collins – hat man da auch schon viel Tiefe beisammen. Oder man tradet Mo Williams gegen entsprechende Hilfe, da man spätestens mit der Rückkehr Bledsoes wohl einen Guard entbehren kann. Es ist zweifellos das beste Team, in dem Paul bisher spielen durfte. Griffin ist die athletische, besser reboundende Superstar-Variante von David West, Caron Butler der bessere Trevor Ariza, wenn man den Vergleich mit den Hornets suchen will. Ein Spielertyp wie DeAndre Jordan auf Center hat Paul bisher immer zu nutzen gewusst und neben ihm im Backcourt braucht es eigentlich nur einen Shooter – wie Chauncey Billups, Mo Williams oder Randy Foye. Das andere Team aus L.A. kann schon dieses Jahr weit, weit vorne im Westen landen und die Führungsrolle in der Stadt übernehmen.</p>
<p>Besser noch: Man wird die nächste Offseason in Ruhe Zeit haben, den Kader weiter auszugestalten. Man kann Griffins Vertrag verlängern, da sein Buddy DeAndre Jordan auch langfristig gebunden ist und man Chris Paul im Team hat. Man kann, so meine Einschätzung, auch Chris Pauls Vertrag verlängern, da es aller Voraussicht nach 2013 keine bessere Situation für ihn geben wird – die Lakers werden immer noch unter Kobes Vertrag leiden, die Bulls brauchen ihn nicht, die Knicks werden ihn kaum verpflichten können, da man jetzt schon drei dicke, langfristige Verträge im Gehaltsbuch stehen hat. New Jersey hat Williams oder, sollte dieser nicht mehr da sein, sportlich nichts vorzuweisen. Die Mavericks und Celtics hätten den Capspace, aber wohl kaum etwas, was sofortigen sportlichen Erfolg verspricht (und Boston hat Rondo bis 2014 unter Vertrag), sollte Howard nicht zu den Mavericks kommen. Es wird jedenfalls schwer zu erklären sein, warum Paul von den Clippers weg wollte, wenn sich nichts dramatisch ändert.</p>
<p>Insofern kann man die Clippers und Paul nur beglückwünschen: Sie haben den Grundstein für eine langjährige Position in der Spitze der Western Conference gelegt, die in mehreren (Conference) Final-Teilnahmen und unter Umständen einer großen Rivalität mit den Thunder enden könnte. Man nutzt die Gunst der Stunde, um sich klar zu positionieren, wo so viele andere noch nach ihrem Zukunftskonzept suchen (was auch die zweite Reihe des Westens betrifft: Portland, Houston, Phoenix, Denver). Am Ende könnte dieser Trade nicht nur die Landschaft der NBA, sondern auch ihre Geschichtsbücher ändern – vorbei die Zeiten, als die Clippers eine Lachnummer waren. Her mit dem Team, das aus heutiger Sicht sehr viel eher die nächste Meisterschaftsparade durch Downtown LA führen lassen wird als die Lakers. Und vor allem: Her mit den Western Conference Playoffs 2012, die kaum zu prognostizieren sein werden.</p>
<p>(Photos by <a href="http://www.flickr.com/photos/rmtip21/" target="_blank"><span><span>RMTip21</span> </span></a>&amp; <span><span><a href="http://www.flickr.com/photos/tulanesally/" target="_blank">Tulane Public Relations</a></span></span><span> </span>| License: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">Attribution-Share  Alike 2.0 Generic</a>)</p>
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		<title>Trade Killing</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 10:41:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Spaltofski</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Ein Blockbuster Trade, eine Mannschaft auf der Suche nach einem Neuanfang, wütende Teambesitzer  und Commissioner David Stern. Wer hätte gedacht, dass es so einfach ist, die National Basketball Association in ihren Grundfesten zu erschüttern. Wer hätte gedacht, dass es nach dem Lockout noch schlimmer werden könnte. Ein Kommentar.
Als die ersten Twitter Meldungen gestern Abend durchs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-full wp-image-17787" title="Chris Paul" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2010/01/chris-paul1.jpg" alt="Chris Paul" width="200" height="100" />Ein Blockbuster Trade, eine Mannschaft auf der Suche nach einem Neuanfang, wütende Teambesitzer  und Commissioner David Stern. Wer hätte gedacht, dass es so einfach ist, die National Basketball Association in ihren Grundfesten zu erschüttern. Wer hätte gedacht, dass es nach dem Lockout noch schlimmer werden könnte. <em>Ein Kommentar.</em><span id="more-21463"></span></p>
<p class="MsoNormal"><em></em>Als die ersten Twitter Meldungen gestern Abend durchs Netz huschten, war schnell klar: Das kann etwas ganz Großes sein.</p>
<p class="MsoNormal">Es war schon länger bekannt, dass die Lakers Interesse am vielleicht besten Point Guard der Liga hatten. Gestern Abend wurde dann aber offenbar Nägel mit Köpfen gemacht. Unter Einbeziehung der Houston Rockets sollte Chris Paul seine Talente nach Los Angeles bringen. Ein Blockbuster Trade! Und so verwundert es nicht, dass selbst gestandene NBA-Experten innerhalb kurzer Zeit gleich diverse Trade-Szenarien twitterten, erst Andrew Bynum und Lamar Odom, dann Pau Gasol und Odom. Die Nervosität war groß.</p>
<p class="MsoNormal">Blicken wir zunächst auf den geplanten Trade und die Motive der Teams:</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Los Angeles Lakers</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong></strong>Die Lakers wollten Paul – und sie hätten ihn auch bekommen. Der Verlust Gasols und Odoms wäre bei der Aussicht eines langjährigen Engagements Pauls wohl mehr als zu verschmerzen gewesen. Mit Kobe Bryant würden die Lakers zurecht auf den wohl besten Backcourt der NBA blicken dürfen. Mit Bynum hätte man noch immer einen kompetenten Spieler im Low-Post – und eventuell einen Spieler, der in den &#8220;Paul-Howard&#8221; Träumen eine Rolle spielen könnte. Was Paul für die Lakers sein könnte braucht wenig Fantasie: Einen Spieler, der aufgrund seinen Anlagen den alternden Kobe Bryant als Franchise Spieler ablösen würde, und – als einer von wenigen – wahrscheinlich auf Augenhöhe.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Houston Rockets</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong></strong>Die Rockets hätten als wichtiger Zulieferer für die Hornets im Trade mitgewirkt. Nach Jahren im Mittelmaß sah man endlich die Gelegenheit sich von großen Verträgen und kleinen Talenten zu trennen (Kevin Martin, Luis Scola, Goran Dragic) und endlich einen Franchise Spieler (Gasol) an Land zu ziehen. Für Houston macht dieser Trade durchaus Sinn. Für die Hornets unattraktiv aufgrund seines Alters wäre Gasol der Spieler gewesen, den Houston so lange vermisst und gesucht hat: Ein Ankerpunkt, ein Allstar, ein Spieler der das Team führen kann.</p>
<p class="MsoNormal">Die Aussicht auf die Playoffs im starken Westen mit Gasol klingt nicht nur attraktiv – sie ist es auch.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>New Orleans Hornets</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong></strong>Die Hornets hätten für Paul all das bekommen, was sie sich erhofft hatten. Mit Kevin Martin, Luis Scola und Lamar Odom drei gestandene Spieler, die zwar nicht als Franchise Spieler taugen, über die das Spiel der Hornets aber laufen kann. Mit einem Spieler wie Goran Dragic und möglichen Picks hätte man zudem das nötige Talent gehabt um einen Neuanfang nach Paul auch perspektivisch zu gestalten. Ein Team mit solchen Spielern kann auf Anhieb wieder um die Playoffs mitspielen. Zudem ist Attraktivität etwas, dass gerade die Hornets schon alleine aus wirtschaftlichen Gründen unbedingt brauchen (New owner anyone?)</p>
<p class="MsoNormal">Hätte, wäre, würde – Der Trade scheiterte aber noch in der Nacht. Mehrere Teambesitzer, allen voran Dan Gilbert von den Cleveland Cavaliers, hatten sich teils lautstark (&#8221;trade is a travesty&#8221;) bei David Stern über den Tausch beschwert – und hatten damit Erfolg.</p>
<p class="MsoNormal">Stern folgte den Teambesitzern und verhängte das Veto der Liga über den Trade. Laut einigen Teambesitzern stünde dieser Spielertausch für all das, was den Lockout ausgelöst hatte: Die Superstars der Liga wechseln in die großen Städte, die kleinen Teams müssen sich mit dem Mittelmaß zufrieden geben – bezahlen dieses aufgrund des Konkurrenzdrucks zwischen den Teams zu hoch – und haben als Folge finanzielle Probleme. Voila, Gründe für den Lockout.</p>
<p class="MsoNormal">
<div id="attachment_21464" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><img class="size-full wp-image-21464 " title="Chris Paul" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/3347703295_3df3556d16_b.jpg" alt="Chris Paul" width="580" height="375" /><p class="wp-caption-text">Geplatzter Deal: Chris Paul wird zukünftig nicht für die Los Angeles Lakers auflaufen</p></div>
<p class="MsoNormal"><strong>Warum sollte man dann ein ernstes Problem mit diesem Veto haben?</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong></strong>Weil die Liga damit so ziemlich jeden Grundsatz über Bord wirft, der für einen funktionierenden Wettbewerb notwenig ist. Das Recht, das Team perspektivisch auszurichten, das Recht, Spieler ins eigene Team zu holen – oder ganz einfach im Fall der New Orleans Hornets: das Recht, nicht dabei zusehen zu müssen, wie das Team vor die Hunde geht.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Warum erlaubt die Liga &#8220;Pau Gasol für Kwame Brown&#8221;, aber diesen Trade nicht?</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong></strong>Die Aufregung, auch die der Teambesitzer, erinnert kurioserweise ein wenig an den Trade Pau Gasols von dem Memphis Grizzlies zu, eben (!), den Los Angeles Lakers. Dass sich dieser Deal aus heutiger Sicht sowohl für die Lakers (mit Gasol gewannen die Lakers wieder den Titel) als auch für die Grizzlies (viele talentierte Spieler, Playoff Kandidat im Osten) ausgezahlt hat wird dabei oft übersehen.</p>
<p class="MsoNormal">Bei all den Spekulationen der letzten Zeit um die Hornets und Paul ist ein Paket aus Martin, Scola, Odom, Talenten und Picks so ziemlich das beste Angebot, dass sich die Hornissen erträumen durften. Man hätte auf einen Schlag wieder ein Team aus teils namenhaften Spielern, man könnte sofort wieder um die Playoffs im starken Westen mitspielen. Kurz, man hätte wieder eine Perspektive, die aufgrund der ewigen &#8220;Causa Paul&#8221; schon lange am bröckeln war.</p>
<p class="MsoNormal">Im Vorfeld wurde immer wieder kommuniziert, dass die Hornets, auch ohne Besitzer, Paul traden dürfen. Bisher hielten diese, trotz wildester Gerüchte, an ihm fest. Viele Teambesitzer hatten damit offensichtlich bisher kein Problem. Doch jetzt, wo ein Trade auf dem Weg ist, ist der Aufschrei groß – ein falsches Spiel.</p>
<p class="MsoNormal">Dass einige Teambesitzer, allen voran Dan Gilbert, noch Wut im Bauch haben, weil sie mit ihren Teams Stars wie James oder Chris Bosh nicht halten konnten – und anders als Denver oder Utah – diese ohne jeden Gegenwert ziehen lassen mussten, dürfte klar sein. Das rechtfertig aber keinenfalls, dass dafür ein anderes Team, in diesem Fall die Hornets, &#8220;bluten&#8221; muss und nicht die Chance bekommt, das Beste aus dem angkündigten Weggang Pauls zu machen.</p>
<p class="MsoNormal">Der Protest der Teambesitzer ist auch nicht das eigentliche Problem. Gerade in der NBA beschwert man sich bekanntlich sehr gerne und sehr viel (Hi @ Lockout). Schlimmer wiegt hier eindeutig die Rolle Sterns, der diesem unverhältnissmäßigen Protest der Teambesitzer zugestimmt und das Veto über diesen Trade verhängt hat. Dieser Eingriff wird die NBA noch lange beschäftigen und gerade die Fragen aufwerfen, welche auch während des Lockouts immer wieder Gesprächsthema waren: Welchen Wert haben kleine Teams und ist Wettbewerb überhaupt erwünscht?! Stern hat hier den ersten Schritt gemacht, für mich persönlich aber in die falsche Richtung.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Fazit</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong></strong>Im Moment spricht einiges dafür, dass die Fans der Hornets Chris Paul jetzt 66 Spiele lang zu Grabe tragen dürfen - um dann mit ansehen zu müssen, wie das eigene Team in der Bedeutungslosigkeit verschwindet und so schnell wahrscheinlich auch nicht mehr auftaucht - Ein Armutszeugnis für die Liga.</p>
<p class="MsoNormal"><span>(Photos by </span><span><a href="http://www.flickr.com/photos/keithallison/" target="_blank">Keith Allison</a></span><span> </span><span>| License: </span><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">Attribution-Share Alike 2.0 Generic</a><span>)</span></p>
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		<title>Offseason-Preview: Central und Atlantic-Division</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 13:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Arndt</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[ Die Saison ist gerettet, seit gestern steht sogar der Spielplan und NBA-Fans haben ihren ganz persönlichen Adventskalender um einen Tag auf den 25. Dezember erweitert. Nur gut, dass bis dahin genügend Gesprächsstoff vorhanden sein wird – welches Signing clever war, welcher Spieler den Joe Johnson „WTF??? So viel Geld???“-Preis abräumt und wer neuer Contender [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-21457" title="Press Conference" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/press-conference.jpg" alt="Press Conference" width="200" height="100" /> Die Saison ist gerettet, seit gestern steht sogar der Spielplan und NBA-Fans haben ihren ganz persönlichen Adventskalender um einen Tag auf den 25. Dezember erweitert. Nur gut, dass bis dahin genügend Gesprächsstoff vorhanden sein wird – welches Signing clever war, welcher Spieler den Joe Johnson „WTF??? So viel Geld???“-Preis abräumt und wer neuer Contender ist. Mittendrin: Natürlich wir. <span id="more-21456"></span></p>
<p>Der Gehalt dieser Mini-Reihe meinerseits ist allerdings fragwürdig – schließlich geht es darum, den GMs der Liga hier so etwas wie Rationalität, ökonomische Vernunft und Beachtung der Team-Needs zu unterstellen. Da es aber nach wie vor die gleichen Leute sind, die es in Phoenix lustig finden, ein Team aus Steve Nash und Small Forwards zu basteln, die in Minnesota wertvolle Trade-Assets und Talente für Brad Miller verschenken oder die Joe Johnson Maximum-Verträge anbieten, werden meine Gedankengänge mit dem, was tatsächlich ab Ende dieser Woche passieren wird, wenig bis nichts zu tun haben. Vielmehr darf das alles so verstanden werden, dass ich aufzeigen will, wo der Schuh drückt, wer diese Offseason investieren kann/will/muss, um sein Team auf ein neues Level zu heben und wer sich lieber bedeckt halten sollte. Ohne weitere Umschweife begeben wir uns in die schwächste Division, die die NBA derzeit zu bieten hat – das ehemalige Stahlbad Central Division.</p>
<p><strong>Chicago Bulls</strong><br />
Gleich vorneweg der Sieger der Division 2011 und 2012, die Bullen aus Chicago. Dass es vor allem darum geht, die letzten Mosaiksteine auf dem Weg zum Titel zu finden, sollte jedem klar sein – dass genau das der schwierigste Part sein kann, allerdings auch. Dallas zum Beispiel musste mehr oder weniger geschlagene neun Saisons rumdoktern, bis man alles beisammen hatte. Nun hoffen wir mal, dass es in Chicago nicht so lange dauern wird – auch wenn die verpasste Gelegenheit, O.J. Mayo in der letzten Saison aus Memphis zu klauen, nichts positives verspricht. Womit wir schon beim Thema wären: Der Zwei. Spielte hier ehemals der beste aller Zeiten, sind die Shooting Guards in Chicago das größte Sorgenkind, da sie vor allem auf Verteidigen fixiert sind, offensiv aber das Spiel kaum breiter machen. Zwar hat Keith Bogans eine Art Distanzwurf im Repertoire, der aber nur unregelmäßig fallen will. Kyle Korver ist eher auf der Drei zu Hause und der Streaky Shooter, Ronnie Brewer der beste  Athlet und Verteidiger des Trios, besitzt aber einen Wurf, der aus Frankensteins Gruselkabinett stammen könnte. Was aber alle drei nicht können: Auch mal den Spielaufbau übernehmen, Entlastung für MVP Derrick Rose schaffen. Ideal wäre also jemand, der alle genannten Eigenschaften vereint und bereit ist, für die Mid-Level Exception in Illinois anzuheuern.</p>
<p>Wie Dennis Spillmann <a href="http://go-to-guys.de/Wordpress/2011/12/03/go-to-guys-wired-1/" target="_blank">im Podcast auf go-to-guys.de</a> aber schon sagte, wäre ein solcher Spieler vermutlich All Star und daher nicht zu bezahlen (oder er heißt O.J. Mayo und versauert auf der Bank der Grizzlies). Gehen wir also die Optionen durch, die der FA-Markt zu bieten hat und fangen beim Ex-Bullen Jamal Crawford an. Dieser wäre zwar nicht gerade der überragende Verteidiger, würde aber sonst alles mitbringen, was man sich in Chicago vom Zweier erhofft. Plus überbordendes Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, ein Team zum Sieg zu ballern oder eigenständig zweistellige Führungen zu verspielen. Sicherlich eine reizvolle Option, zumal er als Scorer von der Bank kommen könnte – eine Rolle, die in Chicago bislang verwaist ist. Die Frage ist nur, ob Crawford tatsächlich bereit ist, für 20 Millionen über vier Jahre zu unterschreiben, wenn er wohl woanders auch mehr kriegen könnte (an dieser Stelle ein Dankeschön an die Gehaltsuntergrenze im CBA). Die Frage stellt sich bei Jason Richardson eher nicht, aber genau betrachtet ist er vor allem ein guter Schütze, der aber auch nicht die Konstanz in Person ist. Weder seine Verteidigung, noch sein Spielaufbau sind überdurchschnittlich, dazu hat er in Orlando deutliche Probleme gezeigt, sich seienn eigenen Wurf zu kreieren. Ich denke, hier wäre der Name spektakulärer als das letzliche Resultat und vor allem sehe ich nicht, dass Orlando ihn ziehen lassen müsste, solange noch Howard in Florida spielt. Das Premiumpaket Arron Afflalo ist Restricted Free Agent und somit nur ein theoretisches Gedankenspiel, was mich zu meiner persönlich favorisierten Lösung bringt: Shannon Brown.</p>
<p>Zugegeben, Brown ist nicht der Spieler, der sich reihenweise eigene Würfe erarbeiten kann und auf den ersten Blick ist er vor allem ein ähnlicher Spielertyp wie Rose – klein, aber unglaublich athletisch und mit ausgeprägtem Drang zum Korb. Damit wird man ihm aber nicht gerecht, da er zuletzt auch aus der Distanz regelmäßig seine Würfe traf und als Aushilfs-Aufbau der Lakers auftrat. Auch seine Verteidigung ist auf einem guten Niveau, weshalb sich Tim Thibodeau weiterhin nur damit beschäftigen müsste, Carlos Boozer in der Team-Defense zu verstecken. Da Chicago momentan auch langfristig die besseren Titelperspektiven als L.A. bietet, könnte das reichen, um Brown aus Kalifornien in den Norden zu lotsen und damit das Loch auf der Zwei zwar nicht namhaft, aber effektiv gestopft zu haben. Die namhafte Variante wäre wohl, Vince Carter zu verpflichten – aber das wünsche ich allen Chicago-Fans nicht, die schon in der Prä-Rose-Ära genug unter Eddy Curry und Konsorten gelitten haben.</p>
<div id="attachment_21458" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-21458" title="Shannon Brown" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/brown.jpg" alt="gerne übersehen, könnte Shannon Brown tatsächlich der Spielertyp sein, den die Bulls bislang vermissen." width="500" height="364" /><p class="wp-caption-text">Gerne übersehen, könnte Shannon Brown tatsächlich der Spielertyp sein, den die Bulls bislang vermissen.</p></div>
<p><strong>Cleveland Cavaliers</strong></p>
<p>Praktischerweise kann man gleich auf der Position bleiben, wenn man nach Handlungsbedarf in Cleveland sucht. Der besteht nämlich definitiv, da man keinen einzigen Zweier im Kader hat, sollte man Anthony Parker nicht resignen, wovon ich mal ausgehe. Im Gegensatz zu den Bulls geht es aber in Cleveland darum, talentierte Spieler zu kriegen, die sich noch entwickeln können – auf dem Free Agent Markt fallen einem da dann spontan Marcus Thornton und Nick Young ins Auge. Problem an der Geschichte: Ihren gegenwärtigen Teams ergeht es nicht viel anders, zudem sind beide Free Agents. Und da das Front Office in Sacramento eh unberechnbar ist, wie Diskussionen über das Wiederverpflichten von Samuel Dalembert zeigen (prima Idee, wenn man nicht schon DeMarcus Cousins hätte), glaube ich auch nicht, dass sie Marcus Thornton einfach so ziehen lassen, unabhängig davon, dass er nur bedingt zu Tyreke Evans passt und John Salmons ebenfalls im Kader steht. Zudem müssen die Kings noch Geld ausgeben, da sie momentan deutlich unterm Gehaltsminimum liegen – keine rosigen Aussichten für die Ideallösung. Nick Young könnte da schon eher klappen, aber vermutlich müsste man für ihn gnadenlos überbezahlen, damit die ebenfalls sich im Rebuild befindlichen Wizards ihn ziehen lassen.</p>
<p>Der Vorteil der Cavaliers: <span style="text-decoration: line-through;">Sie können noch traden, indem sie zum Beispiel J.J. Hickson oder Anderson Varejao anbieten</span> (Die Cavaliers haben im Juni Hickson bereits für Omri Casspi und einen Erstrundenpick nach Sacramento getradet). Wie ich <a href="http://www.nba-blog.de/offseason-2011/wendepunkte/" target="_self">schon im Draft-Rückblick schrieb,</a> muss ja irgendwie Spielzeit für Tristan Thompson gefunden werden und Varejao dürfte bei sämtlichen Contendern ein Wunschspieler sein, für den man brauchbares in Retour bekommen könnte. Sonst heißt es in Cleveland eher abwarten, Spieler entwickeln, eventuell Baron Davis abgeben oder seinen Vertrag amnestieren und darauf hoffen, dass man 2012 wieder einen Top-Pick kriegt. Harrison Barnes würde sich momentan in Ohio ganz hervorragend machen…</p>
<p><strong>Detroit Pistons</strong><br />
Gibt es eine traurigere Geschichte als den Verfall der Pistons seit 2008? Das Iverson-Desaster, die katastrophalen Verträge für Ben Gordon, Charlie Villanueva und Rip Hamilton, Verletzungspech und keine klare Linie im Team, letztlich die Revolte gegen Ex-Coach Jon Kuester. Mittlerweile ist man am Bodensatz der Eastern Conference angelangt, muss sich jetzt aber berappeln und sehen, dass man ein Team mit Zukunft aufbaut. Ein erster Schritt in diese Richtung war sicherlich der Draft von Brandon Knight, ein anderer, dass man den Überfluss auf den Flügeln mit den Vertragsenden von McGrady und Prince etwas ausdünnen konnte. Handlungsbedarf besteht eher unter den Körben, wo man mit Greg Monroe zwar einen sehr talentierten Center hat, daneben aber nur noch den alten Haudegen Ben Wallace und den irgendwann in seiner Entwicklung stehen gebliebenen Jason Maxiell vorweisen kann. Problem an der Sache: Die Capsituation sieht nicht so rosig aus, sollte man Jonas Jerebko und/oder Rodney Stuckey, die beide Restricted Free Agents sind, behalten. Zumindest Stuckey könnte entbehrlich sein – je nachdem, was man von Knight hält und wieviel Vertrauen man Will Bynum entgegen bringt. Aber es wird das Geld fehlen, um auf die ganz großen Big Men zu schauen und es fehlt an Strahlkraft, um weniger namhafte, aber effiziente Spieler zu locken. Vielleicht wäre Carl Landry eine Variante, sollte New Orleans auf seine Dienste verzichten wollen. Sonst muss wohl eher eine Übergangslösung (Aaron Gray?) gefunden werden, bis man im Draft oder auf dem FA-Markt wirklich fündig wird.</p>
<p><strong>Indiana Pacers</strong></p>
<p>Nach zwei Kellerkindern findet sich in der Central Division dann doch noch ein ernsthafter Playoff-Anwärter. Die Pacers haben ihr größtes Need – einen fähigen Spieler im Backcourt neben Darren Collison – durch den Trade für George Hill adressiert. Zwar könnte der Backcourt noch etwas Tiefe vertragen, zum Beispiel in der Form eines Spielertyps á la DeShawn Stevenson, aber im Großen und Ganzen kann man sich hier mit Hill, Collison (trotz eher mittelprächtiger Saison), Rush und George gut aufgestellt sehen. Thema des Sommers werden wohl eher die Big Men, da die Verträge von Jeff Foster und Josh McRoberts, immerhin letztjähriger Starter als Power Forward, ausgelaufen sind. Im Gegensatz z.B. zu Detroit hat Indiana aber auch genügend Platz unterm Salary Cap, um qualitativ hochwertige Free Agents in den Hoosier State zu locken. Zwar taucht man nicht in den Gerüchten um die absolute Top-Riege der Center auf, aber was sollte Indiana eigentlich davon abhalten, zum Beispiel das Risiko David West in Kauf zu nehmen? Der zweimalige All Star würde, sofern sein Kreuzbandriss gut verheilt, den Pacers deutlich weiterhelfen und sie vom Borderline-Playoffteam zu einem recht sicheren Postseason-Teilnehmer machen. Außerdem wird man sich in Indiana die Frage stellen, wie oft man eine realistische Chance hat, einen Spieler seines Kalibers auf dem freien Markt zu finden und ihn dann noch zu den Pacers zu holen. Auch der schon erwähnte Carl Landry würde zu Indiana passen, könnte aber ein zu großes Rebounding-Loch klaffen lassen, da auch Center Roy Hibbert nicht gerade beherzt an den Brettern zu Werke geht. Zudem stellt sich die Frage nach entsprechenden Backups – Jason Smith oder Aaron Gray (ebenfalls beide Ex-Hornets) sind auf dem Markt und würden sich gut machen.</p>
<p><strong>Milwaukee Bucks</strong><br />
Die Enttäuschung der letzten Saison hat seinen wohl wichtigsten Move bereits gemacht – Corey Maggette und John Salmons wurden in einem Dreier-Trade abgegeben, der Stephen Jackson nach Milwaukee brachte. Zudem ist man endlich den Vertrag von Dauerpatient Michael Redd los, was den Salary Cap spürbar entlastet. Zwar wird man kein großartiger Spender auf dem Markt sein, aber das muss man auch gar nicht – schließlich hat man so schon das Potential, um die letzten Playoffplätze mitzumischen. Das Hauptaugenmerk wird eher darauf liegen, dem Backcourt etwas Tiefe zu verleihen und gegebenenfalls die Reserven auf den großen Positionen etwas aufzupäppeln, seit Andrew Bogut nicht mehr der verletzungsresistenteste ist. Hierbei bleibt aber abzuwarten, wie man mit Restricted Free Agent Luc Richard Mbah a Moute verfährt. Der Kameruner ist ein Arbeiter, wie er im Buche steht – offensiv zwar gänzlich ungeeignet, dafür aber ein überaus starker Verteidiger und Rebounder. Interessant wäre es aus Sicht der Bucks aber allemal, vielleicht etwas Capspace zu opfern und einen Run auf Thaddeus Young zu starten, der ebenfalls Restricted Free Agent ist. Stephen Jackson würde dann auf die Zwei rücken, man hätte z.B. mit Carlos Delfino immer noch einen potenten Backup und einen überdurchschnittlichen Offensivrebounder mit Young, der das einsammeln könnte, was Jennings in einem seiner Wurfrausche auf den Ring setzt. Weitere mögliche Kandidaten sind für mich T.J. Ford, dessen Wert dramatisch gefallen ist, der Milwaukee kennt und wohl günstig zu haben wäre, Willie Green als Universal-Backup im Backcourt, Acie Law als risikoreichere Backup-Variante für Jennings oder Josh Howard sowie Earl Clark als Small Forwards. Sollten hier brauchbare Spieler gefunden werden, könnte man durchaus um die Plätze Sechs, Sieben oder Acht mitspielen.</p>
<div id="attachment_21459" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-21459" title="Rajon Rondo" src="http://www.nba-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/rondo.jpg" alt="Der Trubel um Chris Paul und Dwight Howard verdeckt, dass ein Abschied von Rajon Rondo ebenfalls eines der größeren Offseason-Themen werden könnte" width="500" height="402" /><p class="wp-caption-text">Der Trubel um Chris Paul und Dwight Howard verdeckt, dass ein Abschied von Rajon Rondo ebenfalls eines der größeren Offseason-Themen werden könnte</p></div>
<p><strong>Boston Celtics</strong><br />
Zu alt, zu verletzungsanfällig, nicht mehr gut genug – wenn es um die Titelambitionen der Celtics geht, kriegt man vor allem das zu hören. Ob es auch das ist, was GM Danny Ainge glaubt – das wird den Verlauf dieser Offseason maßgeblich beeinflussen. Die brodelnde Gerüchteküche, dass Chris Paul unter allen Umständen nach Boston geholt werden soll, deutet jedenfalls eher darauf hin, dass man sich einen letzten Run auf die Meisterschaft zutraut und dafür das bestmögliche Personal aufbieten will. Das Problem an der ganzen Sache: Das Interesse auf der einen Seite, Paul zu holen und auf der anderen Seite, Rondo in jedem Fall zu opfern, um selbigen zu kriegen, treibt natürlich einen tiefen Graben in das Verhältnis Rondo &lt;-&gt; Management. Selbst wenn Chris Paul nicht kommt, wäre Rondo wohl kaum tragbar, nachdem man ihn auch schon in Oklahoma City und Oakland angeboten hat. Das wiederum würde einem eventuellen Neuaufbau im Wege stehen, deren zentraler Bestandteil Rondo eigentlich sein sollte. Dementsprechend schwer ist zu prognostizieren, was passieren wird, aber am ehesten wird man es noch einmal mit einem Run auf den Titel probieren.</p>
<p>Problem hierbei ist natürlich die extrem aufgeblähte Gehaltsliste, obwohl gerade einmal acht Spieler unter Vertrag stehen (inklusive Rookies). Vorrangiges Ziel wird es also sein, zum einen kreativ zu handeln und die Mid Level-Exception mit Bedacht einzusetzen. Größte Löcher im Kader sind ein solider Backup auf den Flügeln sowie eine verletzungsresistente, defensive Präsenz unter den Körben, da hier auf Jermaine O’Neal wenig Verlass ist. Gerade letztere wird aber nur schwer zu finden sein, weshalb es hier wohl eher in die Niederungen eines Jason Collins, Josh Powell oder Joel Przybilla gehen dürfte. Auf dem Flügel gibt es dagegen einige Kandidaten – die Optimallösung wäre wohl Grant Hill, aber auch Shane Battier, Anthony Parker oder DeShawn Stevenson würden das Anforderungsprofil erfüllen. Dazu muss man sich mit den eigenen Free Agents auseinandersetzen, wobei der Verbleib von Pavlovic, Arroyo und Wafer als unwahrscheinlich gelten darf. Glen Davis und Jeff Green haben sich auch nicht gerade in die Herzen der Fans gespielt mit pomadigen Auftritten im vergangenen Jahr, dürften aber unter den gegebenen Umständen gute Resign-Kandidaten sein. Der ist Delonte West in jedem Fall und ich hoffe inständig, dass er in Boston verbleibt. Die große Frage wird aber definitiv sein, was mit Rajon Rondo passiert.</p>
<p><strong>New Jersey Nets</strong><br />
„Alles für Deron!“ – unter dieses Motto kann man die Offseason der Nets stellen. Primäres, sekundäres und tertiäres Ziel wird es sein, den All Star-Aufbau zum Bleiben zu bewegen, indem man ihm einen konkurrenzfähigen Kader zur Seite stellt. Da auch genügend Platz unterm Cap vorhanden ist, dürfen wir hier einige spektakuläre Signings erwarten. Priorität hat wohl die Verpflichtung eines Big Man, der zu Brook Lopez passt und der durchaus Tyson Chandler heißen könnte. Chandler würde den Nets jedenfalls defensiv enorm weiterhelfen und hier alles ausgleichen, was Brook Lopez eben nicht so gut kann. Eine andere Option wäre Nene Hilario, der zwar auch kein sagenumwobener Rebounder und Verteidiger ist, dafür offensiv im Lowpost gerne zu Werke geht und hier den Nets eine neue Option geben könnte. Billiglösungen wären Samuel Dalembert oder, wenn man die Vier stärken will, Josh McRoberts. Oder man schafft es doch, Dwight Howard zu ertraden und damit den ganz großen Jackpot zu knacken.</p>
<p>Unabhängig davon sollte aber auch auf den Flügeln nachgebessert werden. Sollte man Howard kriegen, würden vor allem die Spieler Sinn machen, die ich schon bei den Celtics genannt habe. Aber auch Arron Afflalo würde den Backcourt der Nets deutlich bereichern, ebenso vielleicht Tayshaun Prince als Small Forward. Nur ist eben die Frage, ob Prince nicht lieber zu einem Contender gehen will, der die Nets ohne Howard definitiv nicht sein werden. Daher würde auch ein Resigning von Sasha Vujacic Sinn machen, der auch den Aufbau übernehmen und auf beiden Guard-Positionen eingesetzt werden kann. Bei Kris Humphries fürchte ich, dass er das typische Contract Year-Phänomen ist und darüber hinaus ja auch genug Wirbel im Privatleben hat – was natürlich trotzdem ein Team nicht davon abhalten wird, ihn völlig überzubezahlen.</p>
<p><strong>New York Knicks</strong><br />
Nachdem man das teamintern wichtigste Vorhaben dieser Offseason, nämlich die Verpflichtung von Carmelo Anthony, schon abgeschlossen hat, geht es jetzt darum, den Kader dieses Jahr eingiermaßen ausgeglichen zu gestalten, Talente zu sichten und 2012 die letzte Stufe auf dem Weg in die Spitzenklasse der Eastern Conference zu zünden. Auffälligstes Defizit ist auch hier die Absenz eines defensiven Ankers, weshalb ich hier endlich mal wieder Namen wie Dalembert ins Spiel bringen darf. Kostengünstigere Varianten sind die, die ich schon bei den Celtics vorgeschlagen habe, oder zum Beispiel Chuck Hayes, der durchaus für einen Teil der MLE zu haben wäre. Daneben wären sicherlich auch der eine oder andere Shooting Guard nicht schlecht, nachdem Advanced Stats-Liebling Landry Fields plötzlich doch nicht mehr so toll spielte, wie er es ohne Anthony tat (sei es die Rookie Wall oder einfach nur der überraschende Fakt, dass durchschnittliche Spieler in weniger durchschnittlichen Teams eher auffallen als in überdurchschnittlichen). Dabei geht es aber auch eher um die Billig-Lösungen, da immer noch satte 60 Millionen Dollar in den Gehaltsbüchern stehen. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass z.B. Grant Hill zu den Knicks geht, da diese doch noch ein Stück weit von einer realistischen Titelchance entfernt sind. Es wird im MSG vor allem ein Übergangsjahr, was sich auch in dieser Offseason äußern sollte. Wer diese aber dennoch detailliert verfolgen will, sollte <a href="http://www.nyknicksjournal.com/" target="_blank">im New York knicks Journal vorbeischauen</a> (alle anderen Basketballinteressierten natürlich auch), wo man immer auf dem neuesten Stand sein dürfte.</p>
<p><strong>Philadelphia 76ers</strong><br />
Was für die Knicks gilt, gilt auch für die Sixers – nur, dass man wohl dauerhaft im Mittelmaß gefangen bleibt. Jedenfalls erlaubt der Capspace keine großen Sprünge; man wird sich wohl eher darauf konzentrieren, Restricted Free Agent Thaddeus Young zu halten. Das ist aber auch völlig in Ordnung, da man ein gutes Fundament an jungen Spielern hat und, was wohl viele wieder vergessen haben, einen ordentlichen Run in der zweiten Saisonhälfte hinlegte. Verstärkungen sind aufgrund der gegebenen Umstände eher im Detail zu suchen: Ein weiterer Flügelspieler hier, ein Backup-Aufbau da. Problematisch ist vielleicht, dass mit Spencer Hawes und Tony Battie die beiden einzigen Center Free Agents sind (Hawes allerdings Restricted), weshalb hier wohl wenigstens ein Resigning erfolgen wird. Interessant wird sein, ob man dem in Ungnade gefallenen, aber talentierten Marreese Speights eine echte Chance als dauerhafter Back Up bietet oder ob man sich doch noch nach einer Billiglösung (Theo Ratliff?) umsieht.</p>
<p><strong>Toronto Raptors</strong><br />
Ein Team, das von der Klasse her in die Central Division gehört. Baustellen gibt es eigentlich überall, wobei der Backcourt mit Calderon, Bayless, Barbosa und DeRozan noch so etwas wie das „Prunkstück“ des Teams darstellt. Im Frontcourt sieht es dagegen ganz mau aus, was Verteidigung und Rebounding angeht. Solange Amir Johnson hier keinen Quantensprung hinlegt, wird das auch so bleiben und zu allem Überfluss ist mit Reggie Evans der mit Abstand beste Rebounder des Teams Free Agent. Ein bisschen Capspace hat man zur Verfügung, um dieses klaffende Loch zu stopfen und vielleicht eine Lösung zu finden, dass der startende Small Forward nicht auf den Namen Sonny Weems oder Linas Kleiza hört. Bei der Kaderpolitik der Raptors würde es mich aber nicht wundern, wenn letztlich Al Thornton Starter auf der Drei wird, nachdem man ihm einen Katastrophenvertrag gegeben hat. Ganz egal, was man anstellt: In Toronto gehört eigentlich der Großteil des Kaders ausgemistet und ein Neuanfang gestartet.</p>
<p>(Photos by <a href="http://www.flickr.com/photos/ericrichardson/" target="_blank"><span><span>ericrichardson</span> </span></a>&amp; <span><span><a href="http://www.flickr.com/photos/keithallison/" target="_blank">Keith Allison</a></span></span><span> </span>| License: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">Attribution-Share  Alike 2.0 Generic</a>)</p>
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