Von: Dmitrij Karle
Die Dallas Mavericks reagieren damit auf die sportliche Achterbahnfahrt der vergangenen Wochen. Zwar benötigt der Deal mit den Wizards noch die Zustimmung der Liga, doch beide Mannschaften haben sich Berichten zufolge bereits geeinigt. Der Tausch wird Dallas zwar einiges an zusätzlichen Spielergehältern kosten, dafür erhält man jedoch in Caron Butler und Brendan Haywood zwei Akteure, die ein hohes spielerisches Potenzial mit sich bringen.
Der Vertrag von Small-Forward Butler endet nach der NBA-Saison 2010/2011 und sichert ihm in der nächsten Spielzeit 10,5 Millionen US-Dollar zu. Der zweifache All-Star soll in Dallas Josh Howard ersetzen, der die Erwartungen der Franchise zuletzt nicht erfüllen konnte. In allen wichtigen Statistiken verschlechterte sich der Wake Forest-Absolvent in seiner nun schon siebten NBA-Saison. Und mit knapp 10,9 Millionen US-Dollar ist Howard im Vergleich zu seinen Leistungen eindeutig überbezahlt.
Center Brendan Haywood befindet sich derweil in seinem letzten Vertragsjahr und spielt eine sehr solide Saison. Haywood ist ein hervorragender Rebounder. Mit 10,3 Abprallern pro Partie befindet sich der 2,13 Meter große Koloss unter den zehn besten Reboundern der NBA und ist darüber hinaus zweitbester Offensiv-Rebounder (4,1 Offensive-Rebounds pro Begegnung) der gesamten Liga. Die Mavericks werden im Sommer darüber entscheiden müssen, ob sie Haywood weiter verpflichten wollen oder nicht.
Das einzige Manko für Dallas stellt DeShawn Stevenson dar. Der Veteran (neun Jahre Liga-Erfahrung) aus Fresno spielte in der Rotation der Wizards zuletzt keine Rolle mehr. Stevenson machte in letzter Zeit zunehmend Schlagzeilen abseits des Feldes. Unkluge Entscheidungen auf dem Parkett bestätigten sein Image als Bad Boy der Liga. Sein Vertrag endet wie der von Butler nach der Saison 2010/2011 und sichert ihm etwas mehr als vier Millionen US-Dollar in der kommenden Spielzeit zu.
Um die Gehälter innerhalb des Tausches anzugleichen, verlassen Dallas neben Howard wohl auch Drew Gooden, James Singleton und Quinton Ross.

2009/2010 mit 16,9 Punkten und 6,7 Rebounds pro Partie: Caron Butler (rechts)
Howard in Dallas gescheitert
Die Karriere von Josh Howard verlief nicht immer reibungslos in den vergangenen sechseinhalb Spielzeiten in Dallas. Im Jahr 2007 wurde er zwar zum ersten Mal ins All-Star-Game berufen, doch ab diesem Zeitpunkt ging es für den vielseitigen Athleten nur noch bergab. Nach Ende der Spielzeit 2006/2007 gab Howard öffentlich zu, regelmäßig Marihuana zu konsumieren. Darüber hinaus wurde er während einer Sportveranstaltung mit einem Handy gefilmt, wie er sich respektlos verhielt, als die amerikanisch Nationalhymne gespielt wurde. In dieser Saison, nach einer Knöcheloperation im vergangenen Sommer, hatte Howard große Schwierigkeiten, an seine Form aus vergangenen Tagen anzuknüpfen.
Drew Gooden war bislang zwar ein wertvoller Spieler für die Mavericks. Doch sein Gehalt von 4,5 Millionen US-Dollar wird für die Angleichung der Gehälter benötigt, um den Trade mit Washington zu realisieren.
TNT-Analytiker Charles Barkley und Steve Smith befürworten bereits den Zug der Mavericks. Barkley ist der Ansicht, dass Butler und Jason Kidd wie für einander geschaffen sind. Smith meint, dass dieser Trade Dallas deutlich verstärken sollte.
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Schlagworte: Brendan Haywood, Caron Butler, Charles Barkley, Dallas Mavericks, DeShawn Stevenson, Drew Gooden, James Singleton, Jason Kidd, Josh Howard, Quinton Ross, Steve Smith, Washington Wizards




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Ein wirklicher Paukenschlag. Damit wird Dallas wohl zu einem echten Contender. Ich hoffe sehr, dass die Mavs die Talfahrt der letzten Wochen endlich stoppen können.
Nun ist es amtlich:
http://sports.espn.go.com/dallas/nba/news/story?id=4912262
Damit beginnt in Washington offiziell der Umbau des Teams! Ich bin gespannt, wer als nächster gehen darf.