Cleveland vor erstem Conference-Titel

Von: David Lorenz

In Cleveland kam es vergangene Nacht zu einer Vorentscheidung im Kampf um die beste Bilanz der Easter-Conference.

Durch einen 97:93-Sieg über Orlando führen die Cavaliers die Tabelle im Osten nun mit fünf Spielen Vorsprung auf die Boston Celtics an, die sich gleichzeitig in Chicago mit 127:121 geschlagen geben mussten.

Bei 15 ausstehenden Partien ist Cleveland der erste Conference-Titel in der Geschichte der Franchise wohl nicht mehr zu nehmen. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Cavs noch zehn Partien in der heimischen Quicken Loans Arena bestreiten und dort die ganze Saison über erst einmal verloren haben.

Da vergangene Nacht auch die Lakers patzten (93:94 gegen Philadelphia), sind die Cavaliers nun sogar im Besitz der besten Bilanz der Liga und haben gute Chancen, bis in die Finals mit dem Heimrecht im Rücken zu spielen.

Gegen Orlando war es einmal mehr LeBron James, der in der entscheidenden Phase der Partie die Verantwortung übernahm. Mit einem Dreier und zwei verwandelten Freiwürfen in in den letzten 47 Sekunden entschied der „King“ die Partie quasi im Alleingang. Dabei konnte er 43 Punkte, 12 Rebounds und acht Assists verbuchen.

Auf der Gegenseite kam Dwight Howard (13 Punkte, 15 Rebounds, sechs Blocks) in der Schlussphase gar nicht mehr zum Zug. Die Magic bevorzugten ihr Spiel von der Dreierlinie und zeigten deutlich, dass Howard nicht der „Go-to-Guy“ der Mannschaft ist. Darin wird auch der größte Unterschied zwischen James und dem Center Orlandos deutlich. Howard ist zwar in der Defensive ein wahres Monster, seine Zahlen bei den Rebounds und Blocks sind überragend, aber im Angriff ist er einfach auf die Pässe seiner Mitspieler angewiesen. Er selbst kann sich noch keine eigenen Würfe erarbeiten. So blieb Howard im letzten Viertel ohne Punkte. Wozu das dann führen kann wird deutlich, wenn Orlando seine Würfe von Außen nicht verwandelt.

Ganz anders James, der in jedem Angriff seiner Mannschaft den Ball in den Händen hält und so eine Partie in der Schlussphase dominieren kann. Falls sich die Cavaliers in den letzten Spielen der Saison keine groben Patzer mehr leisten sollten, sind sie ein sicherer Anwärter auf den ersten Platz in der Eastern-Conference und James der große Favorit auf den diesjährigen MVP-Award.

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