Dallas Mavericks setzen Ausrufezeichen

Von: David Lorenz

Jason KiddSo sieht eine gelungene Wiedergutmachung aus. Die Dallas Mavericks um Jason Kidd (Foto) haben vergangene Nacht die Lakers im Staples Center von Los Angeles eindrucksvoll besiegt. Dank einer im Vergleich zur Auftaktpleite gegen die Washington Wizards stark verbesserten Defensive, sowie einer ausgeglichenen Leistung im Angriff, dominierten die Mavs phasenweise das Spielgeschehen gegen den amtierenden NBA-Champion. Eine Analyse. (mehr…)

Alles, was den Dallas Mavericks bei der Niederlage gegen die Washington Wizards noch zu einem erfolgreichen Auftritt fehlte, zeigte die Mannschaft von Headcoach Rick Carlisle beim deutlichen 94:80-Sieg in der vergangenen Nacht über die Los Angeles Lakers.

Eine knochenharte Verteidigung, die L.A. zu 19 Ballverlusten und einer Trefferquote von nur 39,5 Prozent aus dem Feld zwang. In der Defensive machte sich erstmals die Verpflichtung von Shawn Marion voll bezahlt, der dank seiner Athletik den Frontcourt der Lakers vor grobe Probleme stellte. Kobe Bryant gelangen gegen Dallas lediglich 20 Zähler, für die 19 Würfe aus dem Feld benötigte. Unter den Brettern machten zudem Dirk Nowitzki und Erick Dampier mit jeweils zehn eingesammelten Rebounds, sowie Kris Humphries mit sieben Abprallern eine gute Figur.

Hatte gegen Los Angeles allen Grund zur Freude: Dallas-Forward Shawn Marion

Hatte gegen Los Angeles allen Grund zur Freude: Dallas-Forward Shawn Marion

Im Angriff ließen die Mavericks endlich ihr massiv vorhandenes Talent aufblitzen und zeigten im Gegensatz zur Washington-Pleite ihre Vielseitigkeit. War Nowitzki im Duell mit den Wizards noch alleine für die gesamte Punktelast im Spiel seiner Mannschaft verantwortlich, so konnte er sich gegen die Lakers auf seine Nebenleute wie Marion (18 Punkte), Jason Terry (16) und J.J. Barea (12) verlassen. Nowitzki selbst beendete die Partie als Topscorer mit 21 Punkten. Jason Kidd erwischte zudem nach seiner schwachen Leistung gegen Washington einen guten Tag und legte seinen Mitspielern 11 Assists auf.

Das größte Plus im Spiel der Mavs waren allerdings die zugesprochenen Freiwürfe. Dank konsequentem Zug zum Korb durften die Dallas-Akteure insgesamt 32 Mal an die Linie - was in starken 25 Treffern resultierte. Als Belohnung durften die Mavs den ersten Sieg im Staples Center gegen die Lakers seit zweieinhalb Jahren feiern.

Dementsprechend zufrieden gab sich auch Chef-Stratege Carlisle im Anschluss an die Partie. „Mir hat heute von Beginn an die Art unseres Auftretens gefallen. Wir hatten die kollektive Entschlossenheit und die nötige Aggressivität, wofür wir mit den vielen Freiwürfen belohnt wurden. Der Schlüssel zum Erfolg liegt für uns in einer intensiven Verteidigungs-Arbeit auf konstantem Niveau.“

Die Mavericks erhalten bereits heute Nacht die Gelegenheit, an ihren starken Auftritt anzuknüpfen, wenn es ebenfalls in Los Angeles gegen die Clippers geht. Diese Partie sollte Dallas aber mindestens genauso ernsthaft angehen wie die Begegnung mit den Lakers. Denn wie es enden kann, wenn man einen Gegner in der stärksten Basketball-Liga der Welt unterschätzt, hat die Partie gegen Washington eindrucksvoll gezeigt.

Zusammenfassung der Partie:

(Photos by Keith Allison | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

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