Von: Dmitrij Karle
25. Kwame Brown, PF-C (Draftjahr: 2001)
Statistiken: 495 Spiele, 6,8 Punkte, 5,4 Rebounds
College: -
NBA-Teams: Wizards, Lakers, Grizzlies, Pistons
Bester Spieler im Draft: Pau Gasol (Pick #3)
Kwame Brown ist nicht der schlechteste Spieler der letzten 25 Jahre. Doch er ist und bleibt der schlechteste Nummer 1 Pick in dieser Zeitspanne. Und kein geringerer als Michael Jordan höchst persönlich traf die Entscheidung, das High-School-Talent an erster Stelle zu ziehen. Nicht gerade das ruhmreichste Kapitel in Jordans ansonsten so glanzvoller Karriere. Dabei hätte Brown mindestens ein Jahr College gut getan. Und die Möglichkeit war da, als Brown ein Angebot der Universität von Florida angenommen hatte. Doch die NBA lockte den damals 19-Jährigen Brown zu sehr, und er entschloss sich, direkt am NBA-Draft teilzunehmen. Er war zu unreif und noch nicht bereit für das Abenteuer NBA. In seinem Rookie-Jahr kam der 2,11 Meter große Power-Forward/Center lediglich auf 4,5 Punkte und 3,5 Rebounds pro Partie.
24. Michael Olowokandi, C (1998)
Statistiken: 500 Spiele, 8,3 Punkte, 6,8 Rebounds
College: Pacific
NBA-Teams: Clippers, Timberwolves, Celtics
Beste Spieler im Draft: Dirk Nowitzki (Pick #9) und Paul Pierce (#10)
Michael Olowokandi aka der “Kandi-Man” ist nur deshalb nicht der schlechteste Pick auf dieser Liste, weil er erst im Alter von 17 Jahren mit dem Basketball anfing. Bei den Los Angeles Clippers, wo er fünf seiner neun NBA-Spielzeiten bestritt, konnte Olowokandi nicht das zeigen, was sich alle von ihm erhofft hatten. Zahlreiche Verletzungen besorgten den Rest. Der Nigerianer absolvierte 2001/2002 seine beste Saison. Olowokandi erzielte in 80 Partien (79 davon als Starter) im Schnitt 11,1 Punkte, 8,8 Rebounds und 1,8 Blocks. Seine Karriere bei den Clippers beendete er aufgrund einer Knieverletzung. In der Folge unterschrieb er unter Marktwert bei den Wölfen aus Minneapolis. 2006/2007 beendete Olowokandi seine NBA- Karriere bei den Boston Celtics. Olowokand bleibt einer der schlechtesten Nummer 1 Draft-Picks in der Geschichte der NBA. Positives gab es nur aus seiner Collegezeit zu vermelden, als seine Trickotnummer “retired” wurde, sprich nicht mehr vergeben wird. Immerhin etwas.
23. Blake Griffin, PF (2009)
Statistiken: -
College: Oklahoma
NBA-Teams: Clippers
Bester Spieler im Draft: Tyreke Evans (Pick #4)
Zurzeit muss sich Blake Griffin mit Rang 23 begnügen. Der Clipper-Rookie zog sich während der Preseason eine schwerwiegende Knieverletzung zu. Zuvor konnte Griffin in der Summer-League andeuten, dass er durchaus in der Lage ist, mit seinem Können Aufsehen zu erregen. Folgerichtig wurde er mit der Auszeichnung zum Summer-League-MVP geehrt. Abwarten heißt hier die Devise. Griffin bekommt in der kommenden Saison seine Chance und bleibt dann hoffentlich vom Verletzungspech verschont.
22. Greg Oden, C (2007)
Statistiken: 82 Spiele, 9.4 Punkte, 7.3 Rebounds
College: Ohio State
NBA-Teams: Trail Blazers
Bester Spieler im Draft: Kevin Durant (Pick #2)
Greg Oden ist nun offiziell schon seit drei Jahren in der NBA. Doch bestritten hat er lediglich 82 Spiele, sprich, eine volle Saison. Die Gründe dafür waren viele Verletzungen, die Oden immer wieder weit zurückwarfen. Ähnlich wie bei Griffin hatte sich die Rookie-Saison der Center-Hoffnung aufgrund einer schweren Knieverletzung um eine Spielzeit verschoben. In der aktuellen Saison schien dann endlich alles nach Plan zu laufen, als es im Dezember gegen die Lakers abermals passierte: Oden brach sich die linke Kniescheibe und musste vom Feld getragen werden. Zufall? Oder sind seine Knie tatsächlich nicht dem Ligaalltag gewachsen? Die kommende Saison wird es zeigen.
21. Andrea Bargnani, PF-C (2006)
Statistiken: 278 Spiele, 13,4 Punkte, 4,7 Rebounds
College: Italien
NBA-Teams: Raptors
Bester Spieler im Draft: Brandon Roy (Pick #7)
Andrea Bargnani hat ohne Zweifel in den vergangenen dreieinhalb Jahren NBA hart an seinem Spiel gearbeitet. Bargnanis Wurf ist für einen Big-Men seiner Größe (2,13 Meter) vom Allerfeinsten. Viele vergleichen ihn mit dem deutschen Star Dirk Nowitzki. Doch bis er solche Parallelen rechtfertigen kann, muss Bargnani noch einiges verbessern. Seine Verteidigung ist höchstens als durchschnittlich zu bewerten. In wichtigen Situationen verweigert der Italiener oft den Wurf. Ganz im Gegensatz zu Nowitzki. Nichtsdestotrotz spielt Bargnani aktuell seine bislang beste NBA-Saison. Im Juli 2009 einigten sich die Raptors mit ihrem Hoffnungsträger auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung in Höhe von 50 Millionen US-Dollar.
20. Joe Smith, PF (1995)
Statistiken: 995 Spiele, 11,2 Punkte, 6,6 Rebounds
College: Maryland
NBA-Teams: Warriors, 76ers, Timberwolves, Pistons, Bucks, Bulls, Nuggets, Cavaliers, Thunder, Hawks
Bester Spieler im Draft: Kevin Garnett (Pick #5)
Zehn verschiedene Teams in 14 Jahren NBA - nicht gerade das, was man von einem Nummer 1 Pick erwartet. Zu Beginn seiner NBA-Karriere spielte Joe Smith sogar einen respektablen Basketball bei den Golden State Warriors. Doch schon während seiner dritten NBA-Saison tauschten die „Krieger” Smith zu den 76ers. Danach ging seine Karriere den Bach herunter. An seine Glanzzeiten in Golden State vermochte Smith nie wieder anzuknüpfen. Momentan steht er bei den Atlanta Hawks unter Vertrag. In gut neun Minuten Einsatzzeit pro Spiel erzielt Smith knapp drei Punkte und drei Rebounds im Schnitt. Nicht unwahrscheinlich, dass er seine Karriere nach dieser Saison beenden wird.
19. Andrew Bogut, C (2005)
Statistiken: 315 Spiele, 12,6 Punkte, 9,0 Rebounds
College: Utah
NBA-Teams: Bucks
Bester Spieler im Draft: Chris Paul (Pick #3)
Andrew Bogut ist beileibe kein enttäuschender Top-Draft-Pick. Doch das Management der Milwaukee Bucks verpasste 2005 die Chance, einen der besten Point-Guards der Liga mit dem ersten Pick zu draften: Chris Paul. Auch ein Deron Williams wäre noch zu haben gewesen. Zahlreiche Verletzungen hinderten Bogut in den ersten Jahren seiner Karriere am Durchbruch. Er ist mittlerweile jedoch ein grundsolider Starting-Center und jeden Abend für ein Double-Double gut. Superstar-Potenzial ist allerdings nicht vorhanden.
18. Danny Manning, PF (1988)
Statistiken: 883 Spiele, 14,0 Punkte, 5,2 Rebounds
College: Kansas
NBA-Teams: Clippers, Hawks, Suns, Bucks, Jazz, Mavs, Pistons
Bester Spieler im Draft: Mitch Richmond (Pick #5)
Danny Manning war auf der College-Ebene einer der spektakulärsten Basketballspieler des Landes. Doch seine Profi-Karriere gestaltete sich eher holprig. In Mannings Rookie-Saison absolvierte er lediglich 26 Spiele aufgrund eines Kreuzbandrisses. Seine beste Spielzeit hatte er im Jahr 1992/1993, als Manning im Schnitt 22,8 Punkte pro Partie aufs Parkett zaubern konnte. Eine All-Star-Nominierung sollte in dieser Saison seine Leistungen krönen. 1997/1998 gewann er dann den Sixth-Man-Award. In durchschnittlich 26 Minuten erzielte der 2,08 Meter große Forward 13,5 Punkte pro Partie. Am Ende der Saison 2002/2003 beendete Manning seine NBA-Karriere. Er arbeitet inzwischen erfolgreich als Trainer und Berater an seiner früheren Universität von Kansas.
17. Pervis Ellison, PF-C (1989)
Statistiken: 474 Spiele, 9,5 Punkte, 6,7 Rebounds
College: Louisville
NBA-Teams: Kings, Bullets, Celtics, Sonics
Bester Spieler im Draft: Tim Hardaway (Pick #14)
Pervis Ellison war ein Star am College. Er führte die Universität von Louisville zur zweiten Meisterschaft ihrer Geschichte und wurde im selben Jahr zum “Most Outstanding Player” gewählt. Das gelang in der Folge lediglich Carmelo Anthony 2003. Im Jahre 1989 zogen die Sacramento Kings Ellison an erster Stelle im Draft. Aaufgrund einer schweren Verletzung verpasste Ellison 48 Spiele und wurde nach nur einer Saison in Richtung Washington abgegeben. In seiner zweiten Spielzeit bei den Bullets konnte er endlich überzeugen. Dank 20 Punkten und 11 Rebounds im Schnitt wurde Ellison mit dem „Most-Improved-Player”-Award ausgezeichnet. Nach der überzeugenden Spielzeit 1991/1992 konnte der Center nie wieder ähnlich starke Leistungen abrufen. Mehrere Knieverletzungen waren unter anderem die Ursache dafür, dass Ellison seine NBA-Karriere 2001 für beendet erklären musste. Momentan ist er als Coach tätig.
16. Derrick Coleman, PF (1990)
Statistiken: 781 Spiele, 16,5 Punkte, 9,3 Rebounds
College: Syracuse
NBA-Teams: Nets, 76ers, Hornets, Pistons
Bester Spieler im Draft: Gary Payton (Pick #2)
Nach einer erfolgreichen College-Karriere startete Derrick Coleman stark in seine erste Saison als Rookie der New Jersey Nets und gewann am Ende prompt den Award für den besten Neuling der Liga, als er im Schnitt 18,4 Punkte und 10,2 Rebounds auflegen konnte. In den kommenden vier Spielzeiten schaffte es Coleman gleich dreimal, einen Schnitt von mindestens 20 Punkten und zehn Reboundszu verbuchen. 1994 wurde er dann ins All-Star-Team berufen, das einzige Mal in seiner 15-jährigen NBA-Laufbahn. Während seiner letzten Saison bei den Nets (1994/995) verschlechterte sich die Situation um Coleman. Der neu eingestellte Headcoach Butch Beard bezeichnete die „Primadonna” als „faul” und „unfähig ein Team zu führen”. Daraufhin tradete die Nets Coleman für Shawn Bradley zu den 76ers. Nach dem Tausch war Coleman nicht mehr der selbe Spieler. Schlagzeilen produzierte er nur noch abseits des Feldes dank einer unprofessionellen Einstellung, Gewichtszunahmen und einer langen Polizeiakte. Nach seiner NBA-Karriere eröffnete Coleman einen Coffee-Shop in einem Detroiter Einkaufszentrum.
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Kwame Brown, Tim Duncan (Foto) und Greg Oden haben alle etwas gemeinsam: jeder von ihnen wurden an erster Stelle im NBA-Draft seines Jahrgangs gezogen. Doch nicht alle Nummer 1 Picks konnten die hohen Erwartungen ihrer Teams erfüllen. Der NBA-Blog hat die Top-Rookies der vergangenen 25 Jahre durchleuchtet und einer umfangreichen Bewertung unterzogen.
Lustig, sind nur Power-Forwards und Center.
Eines kann ich verraten. In dieser Zeitspanne wurden NUR (!) zwei Guards an erster Stelle gezogen!!
Wie sehr man sich doch nach Big-Men sehnt
Und beide haben es, meiner Meinung nach, verdient
Unglaublich, wie vielseitig und vor allem wie umfangreich die Seite in den letzten Tagen und Wochen geworden ist. Respekt und Danke dafür!
Verdammt guter Bericht. Mehr davon. Grüße aus good old Tübingen. Der Binder
Einfach Top die Seite!
Wirklich immer sehr schöne Berichte, weiter so!
Hm, ich verstehe nicht wirklich, wie man Bogut hinter Pervis Ellison einstufen kann. Dessen Karriere haben wir alle aus gutem Grund schon beinahe vergessen und abgesehen von dem einen starken Jahr war da auch wirklich nicht viel, was beeindruckend gewesen wäre. Bogut hat immerhin seine dritte gute Saison nacheinander, die ich lieber nehme als ein gutes Jahr von Ellison.
richtig gut was ihr hier abliefert