Eine Mikrowelle für Dallas

Von: David Lorenz

Von WaferDie Dallas Mavericks haben sich jüngst noch einmal verstärken können. Vergangenen Mittwoch unterschrieb Von Wafer (Foto) einen Vertrag über zehn Tage beim aktuellen Tabellenführer der Southwest-Division. Wafer könnte in Dallas das Loch auf der Shooting-Guard-Position stopfen, da Caron Butler momentan nicht einsetzbar ist und die Alternativen auf der Zwei äußerst rar gesät sind. Eine Analyse. (mehr…)

Dieser Mann hat nicht umsonst den Spitznamen “Microwafer”. Wenn Von Wafer das Spielfeld betritt, läuft er binnen Sekunden heiß. So jedenfalls in der vergangenen Saison, als der Shooting-Guard in 63 Partien für die Houston Rockets durchschnittlich 9,7 Punkte in nur 19 Minuten Einsatzzeit verbuchen konnte.

Die Dallas Mavericks können aktuell einen Mann wie Wafer sehr gut gebrauchen, weswegen sie ihn jüngst mit einem Vertrag über zehn Tage ausstatteten. Momentan kann Headcoach Rick Carlisle nicht auf die Dienste von Caron Butler zurückgreifen, da dieser kritisch auf ein Medikament reagierte und noch ausfällt. Zwar wird der zweifache All-Star bald zurück in der Mannschaft erwartet, doch bis dahin klafft eine große Lücke auf der Position des Shooting-Guards. In den vergangenen beiden Begegnungen, gegen die Lakers und Hawks, startete überraschend DeShawn Stevenson auf der Zwei. Doch dessen Qualitäten liegen zurzeit ausschließlich in der Defensive.Im Angriff hat Stevenson seinen einst soliden Wurf im Laufe der Saison komplett verloren. J.J. Barea und Rookie Rodrigue Beaubois haben zwar beide ihre Vorzüge, doch liegen diese eher im Spielaufbau bzw. ebenfalls in der Defensive, statt in einem konstanten Scoring.

Wafer, der vergangene Nacht gegen Atlanta noch nicht zum Einsatz kam, sollte demnach bald die Chance auf Spielanteile erhalten. Zwar gilt der 24-Jährige als schwierig und egoistisch, doch könnte er für Dallas zur wertvollen Scoring-Option avancieren. Zu seinem Nachteil ist Wafers alte Rolle bei den Rockets in Dallas schon vergeben. Jason Terry ist die erste Option auf der Bank und der Energizer der Mavericks. Für einen Job als Starter dürfte es vorerst nicht reichen, doch Chancen, sich im Training bei Coach Carlisle zu empfehlen, sind definitiv vorhanden. Der Chefstratege der Mavericks dürfte über jede zusätzliche Option auf der Shooting-Guard-Position dankbar sein. Und Wafer, der in 109 NBA-Partien bereits für die Rockets, Clippers, Lakers, Trail Blazers und Nuggets zum Einsatz kam, verfügt über einen guten Wurf von außen (2008/2009 mit 39 Prozent von jenseits der Dreierlinie) und ist zudem durchaus athletisch.

Wafer würde, vorausgesetzt er hinterläßt in den nächsten Tagen einen guten Eindruck, das Spiel der Mavericks zudem deutlich flexibler gestalten. Butler, der bislang für die Mavericks auf der Zwei startete, ist eigentlich ein gelernter Small-Forward. Mit Wafer an Bord könnte Butler vermehrt zwischen der Zwei und der Drei rotieren. Wafer wiederum könnte sich seine Spielanteile mit Terry teilen, womit Carlisle zwei starke Offensiv-Optionen auf der Bank sitzen hätte, die er jederzeit bringen könnte.

Gegen den Durchbruch Wafers bei den Mavericks spricht jedoch seine fehlende Spielpraxis. Der 1,96-Meter-Mann stand zu Beginn der Saison beim griechischen Erstligisten Olympiakos Piräus unter Vertrag. Dort konnte er jedoch nicht überzeugen und man trennte sich schnell im beidseitigen Einvernehmen. In der Folge spielte er bei einigen NBA-Teams vor, doch zu einem Engagement sollte es nirgendwo kommen, da Wafer mit permanenten Rückenproblemen zu kämpfen hatte.

Vielleicht erhät Wafer schon am morgigen Sonntag eine Chance, wenn die Dallas Mavericks im heimischen American Airlines Center gegen die New Orleans Hornets antreten. Es liegt dann an ihm, ob er seine Chance auf ein neues Engagement in der besten Basketball-Liga der Welt wahrnehmen kann.

(Photo by gr1fter | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

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3 Kommentare zu „Eine Mikrowelle für Dallas“

  1. Arndt sagt:

    ich dachte sein spitznahme käme irgendwie von seiner frisur her
    *g*

  2. nbachef sagt:

    In China ist ein Sack Reis umgefallen…

  3. Martin sagt:

    Als Mavs Fan les ich sowas immer gerne, keep it up!

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