Von: David Lorenz
Nach der schwächsten Saison seiner Karriere mit den Detroit Pistons im vergangenen Jahr, gilt es für Allen Iverson für die kommende Spielzeit, seinen guten Ruf wieder herzustellen. Wo dies der Fall sein wird, ist noch nicht bekannt. Glaubt man jedoch den Worten von Michael Heisley, General-Manager der Memphis Grizzlies, kommen dafür nur noch drei Teams in Frage: Memphis selbst, die Miami Heat und die Charlotte Bobcats.
„Ich denke, die besten Chancen hat momentan Miami, da Dwyane Wade und Iverson gerne zusammenspielen würden und er dort sportlich gesehen die beste Perspektive vorfindet“, so Heisley gegenüber ESPN.com. „Doch auch wir sind noch mit ihm und seinem Agenten in Verhandlungen.“
Laut Heisley kommen die Bobcats als weiteres Team deswegen in Frage, da deren Headcoach Lary Brown nach seiner Zeit mit Iverson in Philadelphia bei den 76ers trotz einiger Auseinandersetzungen dazu bereit wäre, den exzentrischen Guard abermals zu coachen.
Dwyane Wade (Foto), dem seit gestern ein Angebot auf vorzeitige Vertragsverlängerung in Mami vorliegt, äußerste sich jüngst überschwänglich zur Personalie Iverson. „A.I. ist einer der besten Spieler, die jemals in der NBA ein Trikot übergestreift haben. Ein Spieler, der offensiv immer noch jede Partie dominieren kann. So jemanden übergeht man nicht einfach, wenn er zu haben ist.“
Allerdings hat der 34-jährige Iverson aufgrund der weltweiten Finanzkrise und seinem ramponierten Ruf aus der vergangenen Saison schlechte Karten auf einen lukrativen Vertrag. So dürften fünf Millionen US-Dollar, die ihm die Grizzlies laut Heisley für das kommende Jahr bieten, schon das Maximum für den MVP der Saison 2000/2001 darstellen. Auch in Miami würde Iverson lediglich einen Einjahres-Vertrag vorgelegt bekommen, da die Heat für den kommenden Sommer und die bis spätestens dahin fällige Vertragsverlängerung mit Wade ihren kompletten finanziellen Spielraum benötigen.
Es gilt nämlich aus unwahrscheinlich, dass Wade die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Miami unterschreibt. „Ich habe keine Eile, das ist allgemein bekannt“, so der Goldmedaillen-Gewinner von Peking. Realistischer ist es, dass „D-Wade“ die sportliche Entwicklung der Heat abwartet, und dann gegebenenfalls im kommenden Sommer einen neuen, lukrativen Vertrag mit dem Champion der Saison 2005/2006 unterschreibt. „Wie gesagt, ich bin hier glücklich und ich will hier bleiben“, macht er gleichzeitig allen Anhängern der Mannschaft aus Florida Mut.
Toronto will Jack
Derweil sind die Toronto Raptors auf der Suche nach einem Backup-Point-Guard für Jose Calderon fündig geworden. Die Mannschaft aus Kanada unterbreitete Jarrett Jack (Foto) von den Indiana Pacers ein Angebot für die kommenden vier Jahre, das dem 25-jährigen Spielmacher rund 20 Millionen US-Dollar einbringen würde. Jack, der in der vergangenen Spielzeit mit 13,1 Punkten, 4,1 Vorlagen und 3,4 Rebounds seine beste Saison als NBA-Profi absolvierte, hat den vorläufigen Vertrag der Raptors bereits unterschrieben. Die Pacers haben nun sieben Tage Zeit, um mit dem Angebot gleichzuziehen und Jack doch noch in Indiana zu halten.
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Lange war es ruhig um Allen Iverson (Foto), der noch ohne Team für die nächste Spielzeit dasteht. Doch langsam kommt Bewegung in die Personalie. So hat sich der Interessenten-Kreis mittlerweile wohl auf drei Mannschaften reduziert, die Iverson ein Angebot unterbreiten wollen. Auch aus Toronto und um Dwyane Wade gibt es Neuigkeiten zu vermelden.