Von: Dmitrij Karle
Es war ihm anzusehen. Greg Oden, Center-Hoffung der Portland Trail Blazers und Nummer 1 Pick im NBA Draft 2007, war gegen Ende der vergangenen NBA-Saison ausgelaugt und sichtlich frustriert über sein mäßiges Auftreten für seinen Arbeitgeber. Die zahlreichen Verletzungen und die hohen Erwartungen wurden dem 2,13-Meter-Riesen, der in Indianapolis geboren wurde, teilweise zum Verhängnis. Man vermisste nun seine Unbekümmertheit. Stattdessen erlebten viele Fans einen nachdenklichen Greg Oden, der in sich gekehrt war.
Auch Oden selbst wollte und konnte es nicht mehr bestreiten, dass der Druck ihm anscheinend sehr zugesetzt hatte. Und deshalb, nach der Erstrundenniederlage gegen die Houston Rockets in den Playoffs 2008/2009 (Odens Statistiken: 16.0 Minuten, 5.0 Punkte, 4.3 Rebounds, 0.8 Blocks), entschied er sich etwas Abstand zu nehmen, um den Kopf frei zu bekommen.
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Oden kehrte zurück nach Columbus und absolvierte das Summer-School Programm an seiner Uni „Ohio State“. Auch an seinem Spiel wird der 21-Jährige am Campus Gelände arbeiten. Denn es gibt noch viel zu tun. In einem Interview mit Yahoo Sports ließ Oden erst kürzlich verlauten, dass die Liga in der kommenden Saison eine neue und verbesserte Version von ihm zu Gesicht bekommt.
„Sie werden einen Spieler sehen, der das Spiel dominieren wird“, so Oden während des Interviews. „Sie (Portland) haben mich aus einem bestimmten Grund gedraftet. Und ich werde die Erwartungen erfüllen.“
Die Aussagen strotzen nur vor Selbstbewusstsein. Um seine Zuversicht zu steigern, besuchte Oden einen Sport Psychologen. Weiterhin half ihm Brian Grant (Foto), der im Oktober 2006 seine Karriere beendet hat und an Parkinson leidet, mit zahlreichen Tipps weiter. Zusammen feilten sie an seinem Spiel.
„Er (Brian) sagte mir: Es wird immer Spieler geben, die besser, größer und schneller sind als du. Trotz dessen sollte man auf dem Spielfeld sein Bestes geben. Oden weiter: „Er hat es schon alles erlebt. Ich kann ihn immer wieder anrufen, wenn ich Hilfe benötige.“
Greg Oden verpasste seine Rookie-Saison aufgrund einer Mikrofraktur am rechten Knie. Sein Debüt Anfang letzter Saison verlief kaum besser, als Oden sich eine Verletzung am rechten Fuß zuzog. Ein Anlass für alle Kritiker, Oden als den nächsten Bill Walton oder Sam Bowie abzustempeln.
Es war wie eine Verwandlung. Das warme Lächeln verschwand. Teammitglieder versuchten ihn vergebens aufzumuntern. Oden kehrte nach ein Paar Wochen aufs Parkett zurück. Doch eine weitere Verletzung zwang ihn einen Monat lang zu pausieren. Genau zu dem Zeitpunkt, als Oden sich langsam wohl zu fühlen schien. Oden sollte Brandon Roy (Foto) und LaMarcus Aldridge helfen die Mannschaft zu tragen. Und wieder einmal durfte er nur zusehen.
„Wenn man an erster Stelle gezogen wird, dann erwarten sie Resultate“, erklärte Oden. „Ich habe mit Sicherheit den enormen Druck verspürt. Ich fühlte, dass man von mir eine „LeBron James’sche-Dominanz“ erwartet hat.“
Greg Oden ist kein LeBron James. Aber er muss auch beweisen, dass er kein Michael Olowokandi ist.
„Ich werde meinen Zielen treu bleiben, gleichgültig ob jemand etwas anderes sagt“, so Oden. „Ich versuche mich von dem Medienrummel um mich herum zu distanzieren. Ich lese nichts mehr über mich. Es ist ein richtiger Schritt.“
Nichtsdestotrotz werden alle Augen auf den jungen Center der Blazers gerichtet sein. Das Lächeln ist wieder da, und auch seine lockere Art. Er hat Selbstvertrauen getankt und ist stärker geworden, sowohl physisch als auch innerlich. Er hat ein Ziel vor Augen. Die Saison 2009/2010 kann also ruhig kommen. Oder?
Schlagworte: Bill Walton, Brandon Roy, Brian Grant, Greg Oden, Houston Rockets, LaMarcus Aldridge, LeBron James, Michael Olowokandi, Portland Trail Blazers, Sam Bowie




Die noch junge Karriere des Greg Oden (Foto) lief bisher alles andere als optimal. Verletzungen und zu hohe Erwartungen in sich selbst hinderten den Center am Durchbruchin der NBA. Doch das soll sich nun ändern. Mit neuem Selbstvertrauen will Oden in die kommende Saison gehen und allen Kritikern beweisen, dass er zu Recht von Portland 2007 an erster Stelle gedraftet wurde.
Oden war und ist immer noch ein geiler spieler, dieses jahr wird er es hoffentlich packen. ich drück die daumen
Sehr schöner Einstand von Dmitrij.
Ich freue mich auf die nächsten Artikel!
Ich drück dem guten Greg auf jedenfall die Daumen das er diese Saison mehr Glück hat. Das Zeug zum Superstar hat er auf jedenfall und ausserdem ist der Typ noch megasympathisch.
Ich gehe jeden Tag auf eure Seite um die neuesten Geschenisse aus der NBA zu erfahren und freue mich über jeden Artikel, weil sie wirklich gut und informationsreich geschrieben sind. Zusätzlich noch die Artikel von Dmitrij machen diese Seite noch besser!! Echt Stark!! Weiter so!!