Von: David Lorenz
Am Ende wird für Jason Kidd alles auf eine Frage herauslaufen: Geld oder Perspektive? Unterschreibt die Point-Guard-Legende bei den Dallas Mavericks einen neuen Vertrag, kann Kidd mit Abstand das meiste Geld verdienen. Nur die Franchise aus Texas ist dazu imstande, Kidd ein deutlich höheres Gehalt als die fünf bis sechs Millionen US-Dollar zu bezahlen, die er bei einem anderen Club verdienen könnte. Für einen Verbleib in Dallas spricht daneben, dass der 36-Jährige dort die alleinige Verantwortung über den Spielaufbau inne hält und die Zusammenarbeit mit Headcoach Rick Carlisle in der abgelaufenen Saison gut funktionierte.
Allerdings hätte Kidd bei einer anderen Mannschaft die besseren Chancen, im Herbst seiner Karriere doch noch einen Titel zu gewinnen. Interesse bekundeten mittlerweile nicht nur die Los Angeles Lakers und die Boston Celtics, sondern daneben auch die Cleveland Cavaliers. Kidd ist für so ziemlich jede Mannschaft der Liga eine Verstärkung, ob startend oder von der Bank kommend, ob hauptverantwortlich für den Spielaufbau oder als Mentor für ein Nachwuchs-Talent.
Jüngst ließen auch die Portland Trail Blazers und die New York Knicks durchsickern, dass man Kidd gerne verpflichten würde. In beiden Mannschaften könnte der 1,93-Meter-Mann junge Teams mit seiner ungeheuren Erfahrung unterstützen und lenken. Für New York spräche zudem, dass Kidd dort über ein Haus verfügt und fast sieben Jahre im benachbarten New Jersey spielte. Außerdem machte der Veteran nie einen Hehl aus seiner Liebe zum „Big Apple“. Unter Headcoach Mike D’Antoni könnte Kidd daneben offensiv sein volles Repertoire ausschöpfen und enorm vom schnellen Spiel der Knicks profitieren - und andersherum.
Für die Mavericks ist die Situation um den Spielgestalter derweil nicht die einzige Baustelle. Auch Brandon Bass (Foto), auf dem große Hoffnungen für die Zukunft ruhen, kann sich für die kommende Saison einem neuen Team anschließen. Die Orlando Magic haben bereits angekündigt, dem 24-jäjrigen Kraftpaket ein Angebot unterbreiten zu wollen. Gerüchten zu Folge will die Mannschaft aus Florida nach der Verpflichtung von Vince Carter auch Rasheed Wallace, ebenfalls Free Agent, aus Detroit von den Pistons nach Orlando locken.
Oberste Priorität hat für Dallas daher die Weiterverpflichtung von Kidd und Bass. Doch daneben schauen sich General-Manager Donnie Nelson und Besitzer Mark Cuban auch nach anderen Spielern, vorzugsweise nach Akteuren auf der Point-Guard- und Center-Position um. Als mögliche Neuzugänge gelten Raymond Felton von den Charlotte Bobcats, Chris Kaman oder Marcus Camby von den Los Angeles Clippers, Andre Miller aus Philadelphia von den 76ers, Marcin Gortat von den Orlando Magic oder Rafer Alston, Neuverpflichtung von den New Jersey Nets.
Als mögliche Tauschobjekte in einem Trade werden immer wieder Jerry Stackhouse und Erick Dampier genannt, deren Verträge beide im Sommer 2010 auslaufen und die im Mannschaftsgefüge als entbehrlich gelten.
Der 1. Juli darf also mit Spannung erwartet werden.
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Ab 1. Juli ist es soweit: Jason Kidd (Foto) hat die Qual der Wahl. Der zukünftige „Hall-of-Famer“ kann sich einem von mehreren Teams anschließen, die um seine Dienste buhlen. Interesse haben bereits mehrere Mannschaften bekundet, darunter absolute Titel-Kandidaten. Doch auch die Chancen der Mavericks auf eine Weiterverpflichtung ihres Spielmachers stehen nicht schlecht.