Von: Dmitrij Karle
Bereits kurz nach Abschluss des Blockbuster-Trades zwischen den Dallas Mavericks und den Washington Wizards war klar, dieser Deal hat nur einen Gewinner: Dallas.
Doch eine erfolgreiche reguläre Saison mit vielen Siegen ist eigentlich nichts Neues für die texanische Franchise. Während der Spielzeit 2006/2007 gewann Dallas unglaubliche 67 Partien, die damals beste Bilanz der gesamten NBA. Doch schon in der ersten Runde der Playoffs wurde das Team unter dem damaligen Headcoach Avery Johnson von den Golden State Warriors auseinandergenommen. Die Horror-Serie ist nach wie vor fest im Bewusstsein der Mavs-Fans verankert. Dass Dirk Nowitzki am Ende der Saison als wertvollster Spieler der NBA gekrönt wurde, verkam zur Nebensache.
In der darauf folgenden Spielzeit konnte Dallas respektable 51 Siege einfahren. Doch schon wieder waren es die Playoffs, die den Mavericks einen Strich durch die Rechnung machten. Genauer gesagt die New Orleans Hornets um ihren Superstar Chris Paul, die Dallas am Weiterkommen hinderten.
In der vergangenen Saison erreichte die Mannschaft unter dem neuen Headcoach Rick Carlisle dann immerhin die Western-Conference Semi-Finals. Allerdings war das physische Auftreten der gegnerischen Denver Nuggets zu viel für Dallas. In fünf Spielen setzte sich der Konkurrent aus der Westen-Conference beinahe mühelos gegen die Mavericks durch.
Die Frage, die sich nun zwangsläufig stellt, lautet: Warum sollte es ausgerechnet in dieser Saison anders laufen?
Die Antwort liegt auf der Hand. Der Spielertausch, der Caron Butler, Brendan Haywood und DeShawn Stevenson nach Dallas brachte, hat die Mannschaft nicht nur deutlich stärker sondern auch um einiges widerstandsfähiger und härter gemacht. Und das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Auftreten während der Postseason.

Seit 2001 in der NBA: North-Carolina-Absolvent und Dallas-Center Brendan Haywood
Die Neuzugänge der Mavericks haben eine Dynamik in das Spiel der Texaner gebracht, die bisher stets vermisst wurde. Allen voran ist an dieser Stelle Swingman Caron Butler zu nennen. Ein reboundstarker Akteur, der noch bei den Wizards als Small Forward auflief und in Dallas als Shooting Guard gegnerischen Mannschaften das Fürchten lehrt. Mit seinen 2,01 Metern Körpergröße ist er in der Verteidigung schon jetzt für Dallas kaum zu ersetzen. Daneben greift er Dirk Nowitzki in der Offensive kräftig unter die Arme, indem er knapp 16 Punkte pro Partie aufs Parkett zaubert.
Der 2,13-Meter-Koloss Brendan Haywood sorgt daneben endlich für Konstanz auf der Center-Position - jahrelang der großen Schwachpunkt im Spiel der Mavericks. Erick Dampier wusste zwar an einem guten Tag durchaus zu überzeugen, doch gelang es ihm nur selten, seine Leistung über einen längeren Zeitraum zu bestätigen. Haywood dagegen erzielte für seinen neuen Arbeitgeber im Monat Februar knapp ein Double-Double im Durchschnitt (10,9 Punkte, 9,8 Rebounds), bei einer Trefferquote von über 60 Prozent.
In der Verteidigung ist Haywood eine Macht. Mit 2,08 Blocks pro Begegnung rangiert er zurzeit ligaweit auf dem dritten Rang in dieser Statistik. Gegenspieler wie Dwight Howard, Superstar der Orlando Magic, nennen ihn einen der besten Verteidiger der Liga. “Er ist definitiv eine große Verstärkung für uns”, so Dallas-Forward Shawn Marion. “Wir haben nun die Tiefe und verfügen über genügend Erfahrung, um mit jedem Gegner mitzuhalten.”
In Haywood und Dampier verfügt Dallas auf dem Papier über ein verheißungsvolles Center-Duo, dass zumindest ansatzweise mit dem Frontcourt der Lakers Schritt halten dürfte und auch mit der Physis der Nuggets zurechtkommen sollte. Mit Stevenson und Butler kann Coach Carlisle zudem zwei Verteidiger gegen Kobe Bryant stellen, nicht nicht völlig unterzugehen drohen.
Die Playoffs werden nun zeigen, ob die Mannschaft mittlerweile in der Lage ist, der starken Konkurrenz aus der Western-Conference die Stin zu bieten. Der Grundstein ist gelegt, das Team verfügt über alle nötigen Bausteine. Jetzt liegt es an den Spielern selbst.
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Schlagworte: Avery Johnson, Brendan Haywood, Caron Butler, Chris Paul, Dallas Mavericks, Denver Nuggets, DeShawn Stevenson, Dwight Howard, Kobe Bryant, New Orleans Hornets, Orlando Magic, Phoenix Suns, Rick Carlisle, Shawn Marion, Washington Wizards




Die Dallas Mavericks gehören momentan zu den heißesten Teams der Liga. In den vergangenen 14 Partien gingen die Texaner nur einmal als Verlierer vom Parkett. Teams wie die Lakers, Magic oder Suns gehören zu den jüngsten Opfern der Mavericks. Doch ist die Mannschaft auch in der Lage, endlich in den Playoffs zu überzeugen und die Konkurrenz aus dem Westen auszuschalten? Eine Analyse. 
Wie immer ein klasse Bolg,
du hast bei deinen Neuzugängen allerdings einen vergessen: Shawn Marion. Der ist wenn es hier um die Playoffs geht ist er auch ein Neuzugang. Und noch einer der die angespochene Härte ins Team bringt. Wenn man jetzt sieht wie sehr sich Dallas verbessert hat und das Denver nicht soo stark spielt wie letztes Jahr glaube ich das Dallas als leichter Favoriet in eine mögliche Semi-Final Serie geht.
Naja es ging hauptsächlich erst einmal um den Deadline Trade und um das Trio: Butler-Haywood-Stevenson.
In meinen Augen hat Marion etwas nachgelassen, spielerisch gesehen. Ob er an seine Playoffs-Glanzzeiten von Phoenix anknüpfen kann, wo er sehr stark in der Verteidigung, vor allem gegen Dirk, gespielt hat, bleibt abzuwarten.
Und die Spieler, die von ihrer Athletik leben, sowie Marion, haben es natürlich gegen Ende ihrer Karriere immer schwerer. Und ich denke ich kann Marion dazu zählen.
Mit viel Glück sind die Conference Finals drin. Gegen die Lakers ist aber Schluss.
ich denk das diese Mavs das stärkste Mavs-Team der Franchise-Geschichte ist. Dieses jahr ist wirklcih alles möglich für die mavs. allerdings denke ich auch das es der letzte versuch sein wird….wenn es selbst mit so einem team nicht klappt, wird es nie was für nowitzki…
Ich denke das Shawn Marion nicht unbedingt schwächer geworden ist, er muss sich einfach nicht mehr so viel um die Offensive kümmern und wurde ja auch fast ausschließlich für die Defense geholt.
Seit Terry verletzt ist nimmt er ja auch wieder mehr Verantwortung in der Offensive auf und schießt 4 Würfe im Schnitt mehr und legt knapp 16 Punkte und 9 Rebounds auf - was nur knapp unter seinem Karriereschnitt ist. Klar lässt die Athletik auch bei ihm nach, aber andere Spieler schaffen es auch ihr Spiel darauf einzustellen.
Meiner Meinung hat Marion nicht nach gelassen, er hat eigendlich die ganze Saison nur Verteidigung gespielt. Aber das ist ja auch in Ordnung, scorer hat Dallas ja nun wirklich genug. Da es in dem Blog eben um die Playoffs geht und es vor allem darum geht das Dallas jetzt die Härte hat, die die letzten Jahre gefehlt hat, hätte ich es gut gefunden wen Marion noch mit drin gewesen wäre. Der Blog ist aber auch so schon sehr gelungen.
Das nenn ich mal Gedankenübertragung
Jap nur an meiner Gramatik sollte ich noch feilen, vieleicht hätte ich noch mal drüber schauen sollen bevor ich den Komentar speichere.
Ich sehe Marion auch als wichtige Stütze im Team der Mavs. Wenn auf der einen Seite DeShawn Stevenson und Caron Butler gegen Kobe Bryant gefordert sind, ist Marion auf der anderen Seite gegen Carmelo Anthony ganz ganz wichtig.
Nunja, ich wage mal zu behaupten, dass DeShawn Stevenson keine größeren Spielatneile in den Playoffs sehen wird. Falls Dallas irgendwann im Verlauf der Postseason auf die Lakers treffen sollte, haben sie mit Marion und Butler zwei gute Verteidiger gegen Bryant und das sollte auch reichen. Stevenson dürfte da nur im Notfall (Foul Trouble oder Verletzungen) wirklich relevante Minuten sehen, denke ich. Und was den Ausgang einer möglichen Serie angeht: Ich hasse es, im Vorfeld darüber zu spekulieren. Aber ich erinnere nur daran, dass Trevor Ariza die Lakers durch die ersten beiden Playoff-Runden gehievt hat (OK, eigentlich war das nur gegen Houston wirklich wichtig). Und ich erinnere auch daran, dass Ron Artest in den Playoffs völlig untergegangen und das Team trotz, und nicht wegen ihm erfolgreich war. Es wird nach den Eindrücken der letzten Wochen kein Selbstläufer für die Lakers sein, den Westen zu gewinnen. Ich sah sie im letzten Jahr deutlich weiter vorne und schon da gab es zwei knappe Serien. Aber naja, darüber kann man dann zu gegebener Zeit diskutieren…