Von: Dmitrij Karle
Am vergangenen Donnerstag teilte ein Sprecher Michail Prochorovs mit, dass sein Arbeitgeber Verhandlungen mit den Verantwortlichen der New Jersey Nets aufgenommen haben soll. Gegenstand der Gespräche war eine eventuelle Beteiligung des Russen am Bau der neuen Nets-Arena.
Der 2,06-Meter-Riese Prochorov gilt als begeisterter Basketball-Fan und misst sich gerne schon mal selbst mit den Spielern auf dem Parkett.
Laut der „Moscow Times“ wurde Prochorov im Juli auf die Gerüchte um eine mögliche Investition in New Jersey angesprochen. Prochorov lies daraufhin durchblicken, dass die Gespräche bisher sehr viel versprechend verlaufen seien.
„Die Möglichkeit besteht, dass wir die Finanzierung der Arena teilweise übernehmen werden“, kommentierte ein Sprecher Prochorovs den Sachverhalt. Wie viel der Russe bereit ist in den Bau der neuen Nets-Spielstätte zu investieren, bleibt allerdings noch offen. Schätzungen zufolge wird sich der Bau der „Barclays Arena“ auf etwa 800 Millionen US-Dollar belaufen.

Das Izod Center der New Jersey Nets wurde 1981 eröffnet
Wie der „Newark Star-Ledger“ im Juli berichtete, soll Nets-Eigner Bruce Ratner nach Moskau geflogen sein, um erste Gespräche mit dem russischen Milliardär zu führen.
Für die Finanzierung der Halle würde Prochorov Minderheitenanteile der Nets erhalten, wenn man den Quellen Glauben schenken darf. Den Umzug in die neue Arena ist für das Jahr 2011 geplant.
Keine der beiden Seiten ist momentan zu offiziellen Äußerungen bereit. Sowohl die Führungsetage der Nets als auch Michail Prochorov halten sich momentan noch bedeckt.
Dabei würde man das Geld in New Jersey dringend benötigen. Denn in den letzten Jahren sanken die Ticketeinnahmen um fast 30 Prozent, obwohl der Besucherrückgang bei nur drei Prozent lag. Das bedeutet, dass die Eintrittskarten preiswerter geworden sind. Um genau zu sein kosten z.B. die Dauerkarten für die kommende NBA-Spielzeit fast 30 Prozent weniger als es zu Anfang der vergangenen Saison der Fall war. Ein notwendiges Mittel, um die Zuschauer zu den Spielen der Nets zu locken.
Ein weiterer Nachteil für die Mannschaft aus New Jersey sind die Fernsehrechte, die an den Sender „YES“ verkauft wurden. Für die kommende Spielzeit erhält das Team nur 9,6 Millionen US-Dollar für die Übertragungsrechte der Nets-Spiele. Das sind fast 40 Prozent weniger als der geschätzte Marktwert. Und der aktuelle Kontrakt mit dem Sender läuft noch bis zum Ende der Saison 2013/2014.
Bleibt alles beim Alten, so wird das Team verkauft und könnte möglicherweise sogar „umgesiedelt“ werden – sprich, in eine andere Stadt umziehen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in New Jersey entwickelt. Man sucht verstärkt nach neuen Wegen, um aus der Krise herauszukommen. Optionen sind anscheinend vorhanden. Doch die finanzielle Lage des Klubs ist mehr als bescheiden.
Schlagworte: New Jersey Nets




So, nun ist es offiziell: Prochorov unterbreitet den Nets sein Angebot.
http://sports.espn.go.com/nba/news/story?id=4494932&campaign=rss&source=NBAHeadlines
Update: 24.09
Prochorov kauft die Nets für 200 Millionen US-Dollar
http://www.rotoworld.com/content/playerpages/player_main.aspx?sport=NBA&id=1045&ft=117819
Und der NBA-Blog war einer der ersten, der die News gebracht hat. Soviel Eigenlob muss sein
ok, aber dass die nets “umziehen” ist doch schon lange geplant…brooklyn