Von: David Lorenz
Lange gab es in Los Angeles Zweifel am Gesundheitszustand und der übriggebliebenen Motivation von Phil Jackson nach dem Gewinn seiner zehnten Meisterschaft als Headcoach. Doch die Sorgen der Lakers-Fans erwiesen sich als unbegründet. Der „Zen-Meister” wird seinen Vertrag in L.A., der noch eine Spielzeit läuft, erfüllen.
„Nach ausführlichen Gesprächen mit meinem Arzt bin ich davon überzeugt, die kommende regulären Saison und die Playoffs an der Seitenlinie der Lakers bestreiten zu können. Von mir aus kann es losgehen”, so der 63-Jährige gegenüber ESPN.com.
Auch die Neuverpflichtung von Ron Artest (Foto) hat wohl einen nicht unerheblichen Teil dazu beigetragen, Jackson für eine weitere Spielzeit zu motivieren. Der stoische Stratege ist seit der Zusammenarbeit mit Dennis Rodman bei den Chicago Bulls dafür bekannt, mit schwierigen Charakteren umgehen zu können. Auch Artest äußerste sich voller Hochachtung über seinen zukünftigen Headcoach. „Ich bin sein größter Fan und kann es kaum erwarten, ihn von meinen Qualitäten zu überzeugen.”
An den Gerüchten, Jackson würde zukünftig bei einigen Auswärtspartien L.A.’s aufgrund der beschwerlichen Reisen die Regie an Assistant-Coach Kurt Rambis abgeben, ist laut General-Manager Mitch Kupchak nichts dran. „Während unseren Gesprächen wurde klar, dass dieses Szenario für ihn nicht in Frage kommt”, so Kupchack.
Jackson wird im letzten Jahr seines Vertrags mit Los Angeles geschätzte 12 Millionen US-Dollar verdienen.
Während die Zukunft des erfolgreichsten Coaches in der Geschichte der NBA somit gesichert ist, brodelt die Gerüchteküche der Liga derweil munter weiter. So lies Stephon Marbury (Foto) verlauten, seinen auslaufenden Vertrag bei den Boston Celtics nicht verlängern zu wollen. Wohin der Weg des exzentrischen Point-Guards in Zukunft gehen wird, ist derzeitig noch Gegenstand wilder Spekulationen.
Dafür stehen die Celtics vor der Verpflichtung von Rasheed Wallace, der in den vergangenen Tagen aufs Heftigste von Bostons Management umworben wurde. Wallace ist Free-Agent und kann die Detroit Pistons ohne Gegenwert verlassen. Die Personalie Wallace könnte jedoch auf Kosten von Glen „Big Baby” Davis‘ Zukunft in „Bean Town” gehen, der imFalle einer Verpflichtung von „Sheed” den Meister der Saison 2007/2008 wohl verlassen würde. Interesse bekundeten bereits New York, Memphis, San Antonio, Detroit und seit Kurzem auch die Dallas Mavericks.
In Portland reagiert man derweil umgehend auf die plötzliche Absage von Hedo Turkoglu. So haben die Blazers David Lee (Foto) von den Knicks für die kommende Saison wohl ein Angebot unterbreitet. Portland ist in der Lage, dem Power-Forward für die nächsten fünf Spielzeiten rund 50 Millionen US-Dollar zu zahlen. Allerdings hat New York das Recht, bis zum 15. Juli mit jedem Angebot an Lee gleichzuziehen. Dann müsste der 26-Jährige im „Big Apple” bleiben.
Währenddessen kommt Bewegung in die Trainerfrage bei den Pistons. Eindeutiger Favorit auf die Position des Headcoaches ist nach der Vertragsauflösung mit Michael Curry Ex-Maverick Avery Johnson (Foto). Der „kleine General” wird sich in Kürze zu Gesprächen mit Detroits Manager Joe Dumars treffen. Die Tendenz geht dabei Gerüchten zufolge klar in Richtung einer zukünftigen Zusammenarbeit.
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Derzeit läuft es wie geschmiert in der „Stadt der Engel”. Kurz nach der Verpflichtung von Ron Artest gab Phil Jackson (Foto) bekannt, seinen Vertrag bei den Los Angeles Lakers für die kommende Saison erfüllen zu wollen. Neuigkeiten und Gerüchte gibt es auch aus Boston, Portland, New York und Detroit.