Transfermarkt: Schlagen die Dallas Mavericks noch mal zu?

Von: David Lorenz

josh-howardDer Monat Januar lief für die Dallas Mavericks alles andere als optimal. Von 15 Partien musste die Mannschaft aus Texas sieben Begegnungen abgeben. Mark Cuban, Besitzer der Franchise, zieht deshalb ernsthaft in Erwägung, kurz vor Transferschluss am 18. Februar noch einen Trade zu tätigen. Gerüchten zufolge würden die Mavs bei einem Spielertausch am liebsten Josh Howard (Foto) abgeben. (mehr…)

Knapp zwei Wochen vor Ende der Transferperiode ist die Gerüchteküche der NBA traditionell kräftig am brodeln. Vor allem die Dallas Mavericks erfreuen sich dabei der fragwürdigen Ehre, Gegenstand wilder Spekulationen zu sein. Doch das kommt nicht von ungefähr, schließlich hatte Mark Cuban persönlich vor wenigen Tagen öffentlich einen Trade in Erwägung gezogen.

Dem Team um Superstar Dirk Nowitzki fehlt es vor allem an einem offensivstarken Shooting-Guard für die Erste Fünf. Ein Job, den bislang weder J.J. Barea, noch Rookie Rodrigue Beaubois oder Josh Howard zufrieden stellend ausfüllen konnten (immerhin: beim 110:101-Sieg vor zwei Tagen über die Golden State Warriors machte Howard ein ordentliches Spiel und erzielte in 31:21 Minuten auf dem Parkett 19 Punkte). Darüber hinaus vermochte auch Jason Terry als Starter auf der Zwei nicht konstant zu überzeugen. Der Energizer ist deutlich effektiver, wenn er für Dallas von der Bank aus ins Spiel kommt.

Nun bietet die Liga den Mavericks eine Vielzahl an Transfer-Szenarien. Es ist kein Geheimnis, dass Caron Butler von den Washington Wizards, Andre Iguodala von den Philadelphia 76ers oder Kevin Martin von den Sacramento Kings aus den verschiedensten Gründen aktuell zu haben sind.

Vor allem auf Martin haben die Mavericks seit geraumer Zeit ein Auge geworfen. Der 27-Jährige ist zwar ein unterdurchschnittlicher Verteidiger und häufig verletzt, dafür jedoch ein begnadeter Scorer.

Dallas würde sich im Gegenzug am ehesten von Josh Howard trennen. Der ehemalige All-Star spielt aktuell mit 12,1 Punkten und 3,6 Rebounds pro Partie die schwächste Saison seiner sechsjährigen NBA-Karriere. Doch Howard ist für viele Mannschaften deswegen interessant, da er für die kommende Spielzeit lediglich eine Team-Option besitzt. Das bedeutet, sein Vertrag kann im Sommer 2010 von seinem aktuellen Arbeitgeber aufgelöst werden, wodurch notorisch klamme Mannschaften zukünftig eine Menge Geld einsparen könnten. Howard würde 2010/2011 rund 12 Millionen US-Dollar verdienen.

Seit dem Jahre 2000 Besitzer der Dallas Mavericks: Mark Cuban

Seit dem Jahre 2000 Besitzer der Dallas Mavericks: Mark Cuban

Um einen Tausch zu realisieren, würden sich die Mavericks auch von Akteuren wie James Singleton oder Quinton Ross trennen, die momentan in der Rotation von Headcoach Rick Carlisle keine Rolle spielen.

Auf der Gegenseite sind die Kings nicht mehr besonders interessiert an den Diensten ihres Topscorers der vergangenen Jahre. Ohne Martin im Kader gewann die Franchise aus Kalifornien zuletzt deutlich häufiger als mit ihm auf dem Parkett. Was auch am mangelhaften Zusammenspiel mit Super-Rookie Tyreke Evans liegt, der sich in Sacramento derzeit deutlich höherer Beliebtheit als Martin erfreut.

Die Geschichte der Mavericks in den vergangenen Jahren spricht für einen Trade. Mark Cuban ist berühmt dafür, gerne und häufig das Personal neben Nowitzki zu wechseln. Man denke nur zwei Jahre zurück, als er kurz vor Ende der Transferperiode Devin Harris für Jason Kidd nach New Jersey zu den Nets schickte. Und Cuban lässt zurzeit keine Zweifel darüber aufkommen, was er von den Leistungen seiner Mannschaft hält: „Ich bin nicht besonders glücklich, dass wir momentan derartig beschissen spielen.“

Wer Cuban kennt, der weiß, dass der exzentrische Multimillionär alles dransetzen wird, dies schnellstmöglich zu ändern.

(Photos by Keith Allison | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

4 Kommentare zu „Transfermarkt: Schlagen die Dallas Mavericks noch mal zu?“

  1. Dmitrij Karle sagt:

    Naja, die Mavs haben, außer einen “schwach-spielenden” Howard, kaum etwas etwas für die Stars (Iggy, Butler, Martin) anzubieten. Somit bezweifle ich, dass diese Teams ihre Top-Spieler so einfach abgeben werden.

  2. David Lorenz sagt:

    Bei Howard läge der Anreiz wie beschrieben ja auch eher in seinem “Expiring Contract”. Laut Marc Stein von ESPN hätten die Wizzards Howard und/oder Singleton/Ross genommen, aber nur, wenn die Mavericks dafür DeShawn Stevenson im Paket mit Butler verpflichtet hätten, was Dallas wiederum nicht wollte.

  3. Michael sagt:

    Ich finde, dass wenn sich die Gelegenheit bietet, den Trade durchzuführen.
    Was haben die Mavericks zu verlieren? Eigentlich nichts.
    Meister werden sie dieses Jahr sowieso nicht.

  4. Chris sagt:

    Naja, also wenn wirklich Butler zu haben wäre sollten die anderen Umstände egal sein. Butler ist ein derart guter Allrounder der nur relativ wenig Aufmerksamkeit bekommt weil er bei den Wizards spielt. Der hat Defense, Zug zum Korb, 3er, einfach alles. Da soltle man Stevenson locker verkraften, im Zweiel einfach buyout und ende.

    Kevin Martin wäre der Tod der Mavericks. Man kann doch nicht ernsthaft erwägen einen so hochbezahlten Spieler zu holen, der seit 2 Jahren durchweg verletzt ist. Das wäre eher die Aufgabe der Rockets ;)

Kommentieren