Vince Carter verstärkt Orlando

Von: David Lorenz

Vince CarterDie Blockbuster-Trades wollen einfach nicht abreißen. Nach Richard Jefferson und Shaquille O’Neal hat nun auch Vince Carter (Foto) einen neuen Arbeitgeber. Der athletische Superstar verlässt die New Jersey Nets in Richtung seiner Heimatstadt Orlando. Im Gegenzug trennen sich die Magic von zwei Akteuren ihrer Starting-Five aus den Finals gegen die Los Angeles Lakers. (mehr…)


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Von Langeweile kann während der langen Sommerpause keine Rede sein. Fast täglich wirbeln Spielerwechsel die Kader der NBA-Teams durcheinander. Vergangene Nacht wechselte Vince Carter zusammen mit Ryan Anderson von den New Jersey Nets zu den Orlando Magic. Im Gegenzug verlassen Courtney Lee, Rafer Alston und Tony Battie den Vizemeister der abgelaufenen Spielzeit und verstärken zukünftig die Nets.

„Jeder Spieler träumt von der Möglichkeit um die Meisterschaft zu spielen“, so Carter, nachdem er vom Tauschgeschäft erfahren hatte. „Für mich wird ein Traum wahr. Mit Orlando bietet sich mir endlich die Möglichkeit auf den Titelgewinn“. Der 32-jährige Small-Forward/Shooting-Guard, gebürtig aus Florida und sesshaft in Orlando, schnitt während seiner bisherigen Karriere mit den Nets und den Toronto Raptors stets unter ferner liefen ab.

Hedo TurkogluFür die Magic, die mit Lee ihren besten Verteidiger außerhalb der Zone verlieren, macht der Trade vor allem dann einen Sinn, wenn Hedo Turkoglu (Foto) nicht gehalten werden kann. Der Türke hat kürzlich von einer Ausstiegsklausel Gebrauch gemacht und kann nun unter deutlich verbesserten Konditionen einen neuen Vertrag unterschreiben. Bei welchem Team das der Fall sein wird, ist bisher noch nicht bekannt. Kehrt Turkoglu zu den Magic zurück, stellt sich die Frage, wie Orlando im Angriff mit Jameer Nelson, Carter, Rashard Lewis, Turkoglu und Dwight Howard agieren wird. Die Fülle an Optionen birgt zwangsläufig jede Menge Zündstoff, da nicht jeder dieser Stars die gewohnte Anzahl an Würfen erhalten kann.

Umso mehr schmerzt der Abgang von Lee, der als Defensiv-Spezialist offensiv kaum Anforderungen stellte. Aufgrund der Rückkehr Nelsons wiegt die Abgabe Alstons auf der Spielmacher-Position dagegen weniger schwer. Die Streetball-Legende hatte sich während den verlorenen NBA-Finals 2008/2009 gegen die Los Angeles Lakers mit Headcoach Stan Van Gundy überworfen. Nelson verfügt zudem über ein deutlich größeres Potenzial als Alston und ist in guter körperlicher Verfassung mit Sicherheit der bessere Spieler.

Für News Jersey hat der Deal vorrangig einen finanziellen Hintergrund. In der kommenden Saison sparen die Nets durch den Trade 16,5 Millionen US-Dollar an Spielergehältern ein, was die Franchise in eine aussichtsreiche Position auf dem Free-Agent-Markt (u.a. Chris BoshDwyane WadeSteve NashDirk Nowitzki und Amare Stoudemire) im kommenden Sommer bringt. Insgesamt vermeidet New Jersey über die kommenden vier Jahre, so lange hat Carter noch einen Vertrag, die Zahlung von 40 Millionen US-Dollar. Lee und Alston sind da willkommene Zugaben.

„Dieser Trade verschafft uns viele Möglichkeiten für die Zukunft“, so New Jerseys Präsident Rod Thorn über den Deal. „Vor allem langfristig können wir unser Team gezielt verstärken. Courtney Lee ist zudem ein junger, athletischer Spieler, der eine goldene Zukunft in dieser Liga vor sich hat. Rafer Alstons Qualitäten stehen außer Frage und Tony Battie wird uns mit seiner Erfahrung unter dem Korb unmittelbar weiterhelfen können.“

Im Anschluss an die Abgabe Carters verpflichteten die Nets mit Terrence Williams an elfter Stelle des diesjährigen Drafts einen vielseitigen Spieler, der die entstandene Lücke auf der Position des Small-Forwards schließen soll.

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1 Kommentar zu „Vince Carter verstärkt Orlando“

  1. Edu sagt:

    HELL YEAH!
    Endlich kommt Carter in eine Franchise, die um den Titel mitspielen kann.
    Ich war schon immer sein Fan und werde es auch weiter bleiben.
    Orlando ist damit einfach bestens gerüstet um die Lakers abzuservieren.
    Nichtsdestotrotz bleibt New Jerse meine Lieblingsfranchise, jetzt mit mehr Courtney Lee und Devon Harris.

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