Von: Malte Arndt
Es bleibt jedenfalls nach dieser Endrunde mehr denn je die Frage offen, weshalb sich Dwyane Wade dazu entschließen sollte, auch im kommenden Jahr das Trikot der Miami Heat überzustreifen. An Wade selber hat es nicht gelegen, dass man ein zu Saisonende schwächelndes Team wie Boston so stark gemacht hat. Was er für Leistungen gebracht hat, obwohl das gesamte Defensivkonzept der Celtics voll auf ihn ausgerichtet war, ist atemberaubend. Aber ein Spieler alleine kann mal ein Spiel gewinnen (was im vierten Spiel geschah), aber keine Serie. Und die Aussichten in Miami sind mau.
Über Michael Beasley habe ich in den vergangenen Wochen genug geschrieben und bin mittlerweile an dem Punkt, dass er niemals ein besonders wertvoller Spieler für einen Contender sein wird. Er wird vielleicht eine Variante Antoine Walker für arme (für arme deshalb, weil Walker es immerhin fertig brachte, ein paar Playoffserien als Leistungsträger zu gewinnen), aber nicht mehr. Ich gehe sogar so weit, dass ich sagen würde, dass kein Team mit Beasley als einem der drei besten Spieler den Titel holen wird. Die Bulls dürften noch immer mehr als froh sein, 2008 Rose und eben nicht Beasley an erster Stelle gepickt zu haben. Und die Verantwortlichen der Heat dürften sich immer noch fragen, warum sie im Februar nicht Beasley gegen Stoudemire getradet haben. Nicht, dass ich ein großer Befürworter Stoudemires bin, aber bei so einem Trade (im Gespräch waren wohl Haslem, Beasley und geschützter Erstrundenpick gegen Amar’e) überlege ich keine Sekunde.
Soweit also zu ihm. Aber auch der andere nominelle Leistungsträger im Frontcourt, Jermaine O’Neal, hat mal wieder gezeigt, dass er nur noch einen Bruchteil seines fürstlichen Vertrages wert ist. Ich will jetzt nicht näher auf seine persönliche Erstrundenserie gegen Boston eingehen, weil sie einfach nur noch peinlich war. Aber auch während der regulären Saison hat er immer wieder mit Unkonstanz geglänzt, teilweise völlig lustlose und lethargische Auftritte hingelegt und bei mir die Frage aufgeworfen, wieso er überhaupt noch Basketball spielt. Er wirkt völlig willenlos, ist meilenweit von dem Niveau entfernt, das er in alten Pacers-Zeiten hatte und geht momentan noch nicht einmal mehr als leicht überdurchschnittlicher Center durch. Kurz gesagt: Er steht vor den Trümmern seiner einst vielversprechenden Karriere.

Mittlerweile nur noch als "washed up" zu bezeichnen: Jermaine O'Neal
Vielversprechend begann für mich auch die Karriere von Mario Chalmers, der so etwas wie eine Perspektive auf der Eins zeigte und, normalen NBA-Gesetzen folgend, im Sophomore-Jahr eigentlich einen großen Sprung hätte machen müssen. Wie gesagt, eigentlich. Seine Saison hat mich insgesamt doch sehr enttäuscht - nicht nur, weil er sich im Vergleich zum Vorjahr kaum weiterentwickelt hat, sondern auch, weil Miami erst Rafer Alston ertradet (an dieser Stelle: Danke, Daryl Morey, dass Du ihn gegen Lowry verschifft hast!), um festzustellen, dass er mittlerweile völlig verbraucht ist und hinterher Carlos Arroyo starten lässt, der in der NBA in den seltensten Fällen wirklich überzeugen konnte. Es als Sophomore nicht zu einem deutlichen Leistungssprung zu schaffen, ist die eine schlechte Sache, von Carlos Arroyo aus der Starting Five verdrängt zu werden, die ganz andere. Nach zwei Jahren ist Chalmers immer noch nicht abschließend zu beurteilen, gewisse Anlagen sind auch da, aber das Gesamtbild sieht momentan nicht sonderlich gut aus.
Was den Rest des Teams angeht: Udonis Haslem, Joel Anthony, Quentin Richardson oder sonstwer mögen meinetwegen halbwegs brauchbare Rollenspieler sein, aber sobald sich ein Team heutzutage in größerem Maße auf diese Spieler verlassen muss, weiß man, dass es nicht sonderlich erfolgreich sein wird. Wobei ich hier Haslem noch den geringsten Vorwurf machen will, weil er immer hunderprozentigen Einsatz zeigt und im speziellen Maße auch Richardson dafür danken will, die Boston Celtics aus einer viermonatigen Lethargie geweckt zu haben. Was dann auch viel darüber aussagt, was er sonst so gebracht hat.
Bleibt natürlich die Frage, was Dwyane Wade im Sommer dazu verleiten soll, einen neuen Vertrag bei den Heat zu unterzeichnen. Beasley, Jones, Cook und Chalmers stehen für die kommende Saison unter Vertrag (wobei ich stark bezweifel, dass bei James Jones die Team Option gezogen wird) - nicht gerade der Nucleus, der die Stars nach Florida lockt. Kritiker mögen behaupten, dass New York den auch nicht hat - stimmt, aber dafür hat man im Big Apple echte Basketballfans und ausverkaufte Hallen. Was sich dagegen in Miami auf den Rängen verliert, ist weder laut noch sonderlich emotional und erinnert auf fatale Art und Weise an ein Lakers-Publikum für sehr Arme. Wie dem auch sei, großartige Argumente (abgesehen vom Geld) hat Miami eigentlich nicht. Und damit bekommt man dann Spieler wie Carlos Boozer, aber ich hoffe inständig, dass sich Wade besinnt und nach Chicago geht. Ein Team mit Rose, Wade, Deng, Gibson, Noah? Abgesehen von dem Edel-Backcourt würde hier eine Defense warten, die auf einem Niveau mit den Celtics 2008 stehen könnte. Es wäre zu schön, um wahr zu sein…
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Schlagworte: Amare Stoudemire, Antoine Walker, Boston Celtics, Carlos Arroyo, Carlos Boozer, Chicago Bulls, Daequan Cook, Daryl Morey, Derrick Rose, Dwyane Wade, Indiana Pacers, James Jones, Jermaine O'Neal, Joakim Noah, Joel Anthony, Kyle Lowry, Los Angeles Lakers, Luol Deng, Mario Chalmers, Miami Heat, Michael Beasley, New York Knicks, Quentin Richardson, Rafer Alston, Taj Gibson, Udonis Haslem




Ist es fair, auf einer Mannschaft, die gerade eine ausgesprochen schwache Erstrunden-Playoffserie gespielt hat, herumzutrampeln? Meistens nicht, aber im Falle der Miami Heat schon. Es sieht jedenfalls überhaupt nicht gut aus, was sich derzeit im sonnigen Florida abspielt. Vielleicht sogar so mies, dass der NBA-Champion aus dem Jahre 2006 bald vor einem Trümmerhaufen steht. 
hi Malte
Wade bleibt (mit Sicherheit), Riley holt davor noch einen Max-PF a la Bosh/Boozer/Amare (mit Sicherheit) plus 6-8 neue Spieler (mit Sicherheit).
Alles in allem ein recht guter Nukleus imo.
Das ganze gefällt Riles dann so gut, dass er sich kurzerhand entschliesst, doch wieder zu coachen, was angesichts seiner neuesten Aussagen und seiner Vetragsverlängerung gestern
nicht sonderlich überraschend wäre.
Ansonsten decken sich viele deiner Analysen mit meinen von letzter Woche
http://nbachef.blogspot.com/2010/04/was-nun-miami.html
so dass ich mit dir in den meisten Punkten natürlich übereinstimme - ausser der Wade in Chicago-Geschichte. Wade + Rose in Chicago kann nicht funktionieren imo. Die Gründe würden hier den Rahmen sprengen, allein die simple Aussage dürfte aber (hoffentlich) kontrovers diskutiert werden.
Gruss
nbachef
Naja, also Wade kann es wirklich besser treffen. Selbst wenn ein guter PF kommen sollte, 6-8 neue Spieler ??? Also ich kann mich nicht dran erinnern wann man mal 6-8 Spieler in einer Offseason verpflichtne konnte die qualitativ gut waren. Ein gutes Team lässt sich nahezu nie in einer Offseason kaufen.
Ehrlich gesagt glaube ich auch, dass Wade in Miami bleibt. Dazu kommt dann noch Bosh/Boozer und ein paar solide Rollenspieler und man hat einen vernünftiges Team. Im übrigen ist Miami als Stadt auch ungemein attraktiv. Ich bin mir sicher, dass Bosh z.B. lieber ins warme Miami als nach Chicago geht (am besten wäre natürlich er bleibt bei den Raptors
)
Das New Yorker Publikum als gut zu beschreiben, ist wirklich völlig an den Haaren herbeigezogen. Ich war noch vor zwei Wochen beim Spiel Knicks gegen Miami und die Stimmung war einfach nur unterirdisch. Die Hälfte der Leute sind irgendwelche Touris und kenen noch nicht einmal die Basketball Regeln.
Erstmal, ein sehr guter Artikel!
Ich kann dir in allen wichtigen Punkten zustimmen und möchte, auch als Bulls Fan, vor allem auf die Bulls-Wade Thematik eingehen:
Was würde dagegen sprechen, nach Chicago zu gehen?
Sowohl Rose als auch Wade sind athletische, dominante Spieler mit Zug zum Korb. Wade kann es, Rose muss es (mangels Scorer bei den Bulls). Hier würde die Gefahr bestehen, dass sie zu ähnlich spielen würden und sich damit im Backcourt gegenseitig behindern.
Der Wechsel des Team “verletzt” in der Regel die eigene “Marke”, die man sich in “seiner” Stadt aufgebaut hat. In Miami ist Wade der alleinige Publikumsliebling (soweit man das vom Miami Publikum behaupten kann) und Hoffnungsträger. In Chicago gibt es schon einen “Messias”, manche (dominante) Spieler würden damit vielleicht nicht zurecht kommen.
Chicago hat nach meinem Geschmack ein sehr launisches und instabiles Management. Die Schlagzeilen über Paxson, Forman & Co. werfen kein gutes Licht auf die Führungsetage der Bulls. Dazu das ständige Hinterfragen Del Negros (nach 5 Niederlagen soll er gefeuert werden, nach 5 Siegen ist er der Held), der meiner Meinung nach einen super Job in Chicago gemacht hat und den ich für absolut fähig und kompetent halte (auch wenn ich damit gegen den Strom schwimme :D). Für mich war der Rauswurf Del Negros ein Fehler, ich habe zumindest ansatzweise eine Entwicklung der Mannschaft erkennen können (Noah, Gibson).
Was würde dafür sprechen, nach Chicago zu gehen?
Wade ist in Chicago geboren. In der NBA meistens ein wichtiger Fakt wenn es darum geht wo man sich vorstellen könnte zu spielen. Er hat einen Bezug zur Stadt, einen Bezug zum Team. Obwohl nie in Chicago gespielt sprechen jetzt schon viele von einer möglichen “Rückkehr” - er wäre willkommen, und das nicht nur auf rein sportlicher Ebene.
Chicago hat, im Gegensatz zu den Heat, bereits Spieler Potenzial zu bieten und ist nicht auf 6-8 neue, gute (!) Spieler angewiesen: Ein junger, hunriger, All Star Point Guard Rose, ein aufstrebender, talentierter Noah, dazu Talente wie Gibson oder Johnson. Er würde in ein Team wechseln, nicht eines mit neu aufbauen müssen. Chicago funktioniert, im Rahmen der momentanen Möglichkeiten (Verletzungspech, auf den Free Agent Markt ausgerichteter Kader etc.). Bei Miami scheint der Motot eher zu stottern wenn man sich die Möglichkeiten der Mannschaft auf dem Papier und dann in den Spielen anschaut.
In Chicago muss Rose im Moment Spielmacher und Scorer in Personalunion spielen, mit Wade könnte er sich (endlich) auf den Spielmacher konzentrieren. Beim NBA Draft 2009 bzw. auch danach wurde Rose vor allem für sein uneigennütziges Spiel gelobt, der Blick für den Nebenmann, der Wille zu gewinnen und nicht der Wille Stats zu sammeln. Wenn es bei Gordon, Deng & Co lief hat man dies in Ansätzen gesehen. Ausdünnung des Kaders und Verletzungen führten aber häufig dazu, dass er punkten musste (!) um die Bulls im Spiel zu halten. Mit Wade könnte er den idealen Konterpart finden. Der Spielstil beider ist ein zweischneidiges Schwert - Vielleicht behindern sie sich, vielleicht harmonieren sie und würden damit auch im Spiel, nicht nur auf dem Papier, den besten (und da lege ich mich fest
) Backcourt aller NBA Teams stellen.
Wade ist dominant. Rose muss es nicht!
Ein Punkt bei dem ich mir nicht ganz sicher bin:
Ich gebe zu, ich kenne mich beim Salary Cap nur relativ “grob” aus. Ich weiß, dass die Bulls ihren Kader für den Free Agent Markt ausgedünnt haben und viele auslaufende Verträge besitzen oder ertradet haben. Die Gehälter der Spieler bekomme ich auch noch gerade so zusammen. Was ich nicht weiß (und das wäre ein weiterer Grund, der Chicago attraktiv machen würde), ob es möglich wäre neben Wade noch einen der genannten PFs zu verpflichten oder ob das den Salary Cap der Bulls sprengen würde.
Amare war ja schon während der Season im Gespräch als Trade Objekt, Bosh wäre meiner Meinung nach der beste Deal, den man neben / außer Wade machen könnte (und je nachdem auch hoffentlich machen wird!), Boozer scheint mir persönlich (aber das ist rein spekulativ) noch am ehesten finanzierbar. Natürlich stehen noch einige Spieler aus der zweiten Free Agent Reihe zur Verfügung und wären sicherlich auch interessant für Chicago, ein PF dieser Güte würde Wade die Entscheidung jedoch mehr als einfach machen - Rose, Wade, Deng, Bosh, Noah hätte einen Hauch von All Star und wäre mit Sicherheit ein großer Titelanwärter.
Vielleicht kann sich dazu jemand äußern, der mehr Durchblick bei den Finanzen hat
Gruß Dominik
Also Ich würd es Bombe finden wenn Dirkules nach Chicago geht,mit nem Minimum Vertrag oder so
Geld hat Dirk genug,möglich wär es und er ordnet ja alles dem Titel unter
Noah,Nowitzki,Deng,Wade & Rose = sofort Conferencefinal Kandidat
Aber mal schauen was der Sommer so bringt
Vl geht Nowe auch fürs Minimum nach Orlando ! !
Nowitzki wird wohl kaum fürs Minimum irgendwo hingehen. Zumal Dallas ja auch noch den ungarantierten Vertrag von Dampier hat, mit dem sie einen guten Spieler verpflichten können (und ich hasse es, dass man für Spieler wie Dampier zumindest Borderline-All Stars kriegen kann. Vor zehn Jahren wäre das noch undenkbar gewesen).
Und zu Wade: Miami hat den Vorteil des warmen Wetters und eines recht niedrigen Steuersatzes, weshalb die Stars hier das meiste Geld behalten können. Aber sportlich macht ein Verbleib Wades meiner Meinung nach keinen Sinn, selbst wenn man jemanden wie Boozer (und erneut: Ich hasse es, dass jemand wie Boozer einen Max-Contract kriegen wird, weil der FA-Markt völlig durchdrehen wird) holt. Dann hat man Wade, Boozer, Beasley, Chalmers und drittklassige Rollenspieler. Glückwunsch, damit fliegt man immer noch in der ersten Runde raus. In Chicago hätte Wade ein Team, das mit ihm wohl sofort zu den Titelkandidaten im Osten aufsteigen würde, auch wenn man natürlich abwarten müsste, wie die Kombination Rose/Wade harmonieren würde. Ich bin da aber eher auf Dominiks Seite, dass das gut harmonieren würde (und noch besser, sobald Rose einen sicheren Dreier entwickelt - auf dem Weg war er ja schon).
Eine andere Variante, die mir aber ziemlich unrealistisch erscheint: Wade forciert ein Sign and Trade zu Dallas, die eben Dampier und noch irgendwelche Lückenfüller (Beaubois?) und Draftpicks nach Miami schicken. Ist zwar ein grausam schlechter Trade, aber Miami hätte dann wenigstens noch etwas für Wade bekommen und es dürfte niemand bestreiten, dass Wade ziemlich genau der Spieler ist, der Dallas fehlt. Aber wie gesagt, halte ich für ziemlich unrealistisch und habe die Idee nur bei Bill Simmons aufgeschnappt.
Letztlich zu den anderen Themen: Das Publikum in New York ist recht begeisterungsfähig, sobald das Team mal vernünftig spielt. Dass die Stimmung nicht mehr ganz so prächtig ist, wenn die Regular Season kurz vor dem Ende steht und das Team bei 30 Siegen rumdümpelt, ist auch verständlich. Aber ich erinnere nur an den MSG in den Neunzigern oder selbst in der aktuellen Saison, als bspw. McGrady sein Comeback gab. Sicher nicht die lauteste Arena, aber allemal besser als das, was in Miami geboten wird. Und Chicago hat 31,86 Mio. Dollar auf der Gehaltsliste für 2010/11 stehen, während der Salary Cap wohl bei 56,1 Mio Dollar liegen wird (http://sports.espn.go.com/nba/news/story?id=5099980). Chicago kann also einen Max-Contract anbieten und den Rest des Kaders dann mit Rookies usw. auffüllen. Fest unter Vertrag stehen übrigens Deng, Hinrich, Noah, Rose, Gibson und James Johnson, was sportlich sehr gute Argumente sind.
Mich wundert, dass ihr alle nur von Wade sprecht, wohin er hingehen könnte und warum. Dabei lasst ihr wohl ausser Acht, dass ein gewisser James auch auf dem Markt ist. Und vorstellbarer wäre es, dass Riley James verpflichtet und dann sogenannte Rollenspieler. Jetzt könnte man meinen, dass Wade/James vielleicht nicht ausreichen könnte, aber wenn man nur mal nach Cleveland schaut und die Entwicklung der Mannschaft betrachtet, ist es einfach nur unglaublich. Ich kann mir sogar vorstellen, dass andere Spieler von selbste nach Miami kommen, wenn sie sehen, dass Wade und James dort spielen, d.h. natürlich auch vielleicht noch einen Lee verpflichten ohne Max Vertrag.
Zudem sucht James einen Stadt, die seinen Vorstellungen entspricht: popularitätssteigernd, tax free und der Bekanntheitsgrad der Stadt selbst.
Ich kann mir vorstellen, dass das Management der Knicks unnötig Capspace geschaffen hat, weil keiner der Stars hingehen wird. Ich glaube auch das Lee, der einzig gute Spieler im Team, von dort weggehen wird, vor allem weil es letztes Jahr schon sehr lange gedauert hat, bis sich beide Parteien einigen konnten. Und Lee ist mindenstens genauso begehrt, wie ein James oder Bosh. Daher gehe ich auch davon aus, dass Lee Ausschau halten wird.
ps. Es gibt ja noch die Möglichkeit, dass James nach Chi-Town wechselt. Jetzt da er sowieso seine Nummer zur 6 ändern wird, stellt es kein Problem dar, in der Mannschaft seines Idols spielen zu können und Chicago bietet mehr als nur ein Wade, die Mannschaft wäre mit James schon komplett. Ein völliges umstrukturieren der Mannschaft ist in Chicago nicht nötig.
Ich persönlich denke, dass James in Cleveland bleibt. Mit oder ohne Titelgewinn dieses Jahr. Anfangs habe ich die Spekulationen um mögliche Wechsel noch interessiert verfolgt, nach zig Sympathiebekundungen, Liebeserklärungen & Co nehme ich es ihm einfach nicht mehr ab, dass er weg wollen könnte
Es mag stur klingen, aber ich habe ihn für mich aus dem Free Agent Markt schon ausgeklammert.
James braucht das Alleinstellungsmerkmal, er ist eine “Marke” in Cleveland, die Leute vergöttern ihn - kurzum, in Cleveland ist James der King, im wahrsten Sinne des Wortes.
Und meiner Meinung nach wird er einen Teufel daran tun und diese Umgebung verlassen.
In Miami gäbe es ein UND, in Chicago gäbe es ein UND, in New York wahrscheinlich auch bei dem Cap Space. In Cleveland gibt es James. Ein O’Neal oder Jamison sind zwar starke Spieler, neben James gehen sie aber in Cleveland unter was Popularität angeht.
Die Einschätzung von Lee kann ich nicht teilen. Er ist ein guter Center, zweifelsohne. Ihn auf eine Stufe mit James oder Bosh zu stellen halte ich für falsch. Auch bei dieser Qualität gibt es noch Unterschiede.
Chicago halte ich für unrealistisch was James angeht. Das Vorrunden Duell hat da nur nochmal den Stempel drauf gesetzt. Noah mag James nicht, James mag Noah nicht, niemand will in Cleveland Urlaub machen etc.
Bulls und James - das passt einfach nicht. Zumal bei den Bulls immer noch über allem der Geist von Michael Jordan schwebt und viele Experten vermuten, dass alleine deswegen James nicht in die Windy City gehen wird. Er will die 1 im Team sein, nicht die 1b - Vergleiche mit Jordan würde es geben - so oder so. Und er möchte einen solchen Verlgeich nicht verlieren.
Ich hoffe jedenfalls, dass er NICHT zu den Bulls geht. Auch wenn ich mir da viele James Fans als Feinde mache, ich persönlich kann nicht sehr viel mit ihm anfangen. Wie kann ich einen Spieler bewundern, der wegen seines Hollywood Films die WM sausen lässt?
Für mich ist er schon ein Stück weit Selbstdarsteller - und wird deswegen Cleveland nicht verlassen!
Gruß Dominik
wäre interessant mal nen Artikel mit Einschätzung zu Nowitzkis Situation zu lesen…
Mittlerweile sollte selbst Dirk gecheckt haben dass er mit den Mavs (leider) nie seinen Ring bekommen wird…
Preisfrage an alle Träumer und nba Live Manager unter Euch: wieviele (zu jenem Zeitpunkt) SUPERSTARS (All-NBA oder All-Star Kaliber) in den letzten 15 Jahren haben ihrem alten Team den Rücken gekehrt und via FREE AGENCY bei einem neuem Team angeheuert ?
(Spoiler Alert: beim Abzählen sind weniger als 50% der Finger an einer Hand notwendig).
Eure Phantasie in Ehren, aber ihr unterschätzt die mangelnde Dynamik des Marktes in diesen Situationen imho. Das System ist extra so ausgelegt, dass jedes ‘Heimteam’ weitaus mehr Kohle bieten kann als jedes interessierte ‘Auswärtsteam’ - und ‘Money talks’ bekanntlich !
PS: der Gewinner des Preisrätsels gewinnt ein handsigniertes Jim McIlvaine All-Star Jersey.
nbachef
@Mike: check mal hier http://bit.ly/cA7jQy
Ich weiß, dass nur Shaquille O’Neal ‘97 und Hill 2000 (?) via Free Agency die Jerseys gewechselt haben. Aber trotzdem gab es eher selten Situationen, in denen ein Superstar bei so einem miesen Team war wie Wade in Miami. Das rückt das alles in eine etwas andere Perspektive, finde ich. Wenn es nur ums Geld geht, sind aber alle bei ihren derzeitigen Vereinen am besten aufgehoben, das ist auch klar.
@nbachef
Ehrlich gesagt weiß ich nicht wie du das meinst mit dem Rücken zukehren. Also meiner meinung nach sind das viel mehr als das zu erscheinen vermag. Da gäbe es z.B. Rasheed Wallace(Pistons via Free Agency zu den Celtics), Elton Brand(Clippers zu 76ers), Baron Davis(GSW zu Clippers) und die oben erwähnten von Malte.
Er meinte “All-NBA oder All-Star Kaliber”, was auf Wallace, Brand und Davis zum Zeitpunkt des Wechsels nicht mehr zutraf.
Wäre nur noch die Frage, wie man Pippens Wechsel 1998 von den Bulls zu den Rockets sieht. Wären meiner Meinung nach eher drei, die per Free Agency das Team gewechselt haben. Und Duncan war 2000 ja auch kurz davor…
Achso, dann sind das natürlich wirklich nicht viele, mir fällt jetzt spontan noch Steve Nash ein, der zur Saison 04/05 zu den Suns wechselte. Dann fällt mir noch Dennis Rodman ein, der zu den Lakers wechselte und wie ja bereits erwähnt Shaq. Ich hab auch 3 Leute.
@Malte
Ich glaube Hill spielte nicht mehr auf All Star Nievau als er wechselte.
Grant Hill war damals einer der Stars der Liga, als er zu Orlando wechselte. Hat ja auch einen Max-Contract bekommen damals. Nash war damals nicht auf All NBA-Niveau, Rodman war es nie (begnadeter Verteidiger und Rebounder, aber mehr eben nicht). Es geht hier ja nur um absolute Supersttars zum damaligen zeitpunkt und das wären dann meiner Meinung nach O’Neal, Pippen und Hill. Aber nicht, dass wir uns hier jetzt um das McIlvaine-jersey streiten - ich trete es freiwillig ab
Ach nein darum geht es nicht, meinetwegen kann er es sogar behalten. Aber zu Nash, ich hab grad gesehen, dass er schon zu Zeiten der Mavericks All Star gewesen ist und Rodman jetzt runterzuspielen ist auch ein wenig fraglich. Spiele gewinnt man bekanntermaßen mit Defense und Rodman hat sehr viel zum 2. Three Peat der Bulls beigetragen. Wie dem auch sei, bevor wir uns die ganze Zeit streiten, soll er endlich enthüllen, wer denn gemeint war.
Hm, ich sollte aufhören, Ironie in Kommentaren zu verwenden
Nur zu Rodman mal kurz: Toller Spieler, keine Frage, aber wenn ich ihn als Superstar deklariere, muss ich auch einen Michael Redd als solchen sehen. Der kann nämlich auch offensiv fast alles, ist dafür defensiv grausam. Quasi ein umgekehrter Rodman. Was die beiden unterscheidet, sind fünf Meisterschaften, sehe ich auch. Aber beide konnten einen bereich des Spiels sehr gut und den Rest eben nicht.
Grant Hill (Ben Wallace und Chucky Atkins) wurde 2000 getradet…guter Deal für Detroit imo
Scottie Pippen auch (Roy Rogers + Draft Pick), in einem komischen S&T…skandalös damals
http://i.cdn.turner.com/sivault/si_online/covers/images/1999/0215_large.jpg
Ich hab also nur Shaq und (mit Abstrichen) Nash (weil All-Star)…lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
Um vielleicht auf die Miami-Situation zurück zu kommen, welcher FA würde e.M.n. am Besten passen, vorausgesetzt Wade bleibt daheim, und warum ?
Die Situation in Miami ist schwierig. Wenn Wade bleibt und ein All-Star kommt, z.B. Boozer, was passiert dann? Dann hat man Wade, Boozer, Beasley und Chalmers. Das reicht für die Playoffs, mehr aber auch nicht. Groß angreifen kann man mit so einem Team nicht. Wade könnte auch auf Geld verzichten und sich mit ca. 10 Mio im Jahr begnügen. Wenn ein weiterer All-Star das auch so sieht, dann hätte man genügend Geld um das Team sinnvoll zu verstärken.
Wade könnte auch nach Chicago gehen. Mit Ihm wären sie wirklich sehr stark. Rose-Wade-Deng-Gibson-Noah, das könnte was mit den Conference-Finals werden….
“Ein Team mit Rose, Wade, Deng, Gibson, Noah? Abgesehen von dem Edel-Backcourt würde hier eine Defense warten, die auf einem Niveau mit den Celtics 2008 stehen könnte”.
Bis zu der Aussage ein guter Artikel. Aber eine Mannschaft mit Rose wird defensiv nie auf das Niveau der Celtics 2008 kommen. Zwischen Rose und Rondo liegen Defensiv Welten. Und da Rose im Sommer weder seine Defenceskills wesentlich verbessern konnte noch seinen Wurf von downtown (knapp über 25%) besteht kein Grund anzunehmen, dass es diesen Sommer gelingen könnte…