Von: David Lorenz
Die Boston Celtics sind wieder da. Und wie.
Nach ihrer Auftaktpleite in Runde zwei der NBA-Playoffs gegen die Orlando Magic war für die Mannschaft aus „Beantown“ vergangene Nacht Wiedergutmachung angesagt.
Und darum sollten sich Rajon Rondo und Eddie House (Foto) persönlich kümmern. Das Duo auf den Guard-Positionen zeigte gegen Orlando eine herausragende Vorstellung und führte die Celtics zu einem deutlichen 112:94-Erfolg über die gastierenden Magic. Rondo erzielte dabei mit 15 Punkten, 18 Vorlagen und 11 Rebounds sein drittes Triple-Double der laufenden Playoffs, während House mit 31 Punkten (11 Treffer bei 14 Versuchen aus dem Feld, darunter vier von vier erfolgreichen Dreiern) seine bisherige Karriere-Bestleistung einstellte.
„Ich habe in meinem Leben schon so einige Spieler heiß laufen sehen“, gab Magic-Headcoach Stan Van Gundy nach der Begegnung zu Protokoll. „Aber was die Celtics heute abgeliefert haben, das war einfach nur unglaublich. Sie konnten machen was sie wollten, wir sind ihnen nur hinterhergelaufen.“
Daran hatte auch Ray Allen mit 22 Zählern seinen Anteil. Auf Seiten Orlandos beendete kein Akteur die Partie mit mehr als 17 Zählern, in Rashard Lewis (17 Punkte, zehn Rebounds) und Dwight Howard (zwölf Zähler, zwölf Rebounds) hatten die Magic noch ihre erfolgreichsten Akteure.
„Wir reden hier vom amtierenden Meister“, so Howard anschließend über die Celtics. „Wenn ein Spieler nicht so gut spielen sollte, springen einfach die anderen in die Bresche.“
Damit dürfte er Paul Pierce gemeint haben, der während der Partie lediglich drei Punkte für sich verbuchen konnte und aufgrund von frühen Foulproblemen nur 16 Minuten im Einsatz war. Doch es gab ja noch House, der die Lücke im Scoring zu schließen wusste. Sehr zum Ärgernis seines Gegenübers Rafer Alston (sieben Punkte, fünf Vorlagen), der nach einem erfolgreichen Wurf von House diesen auf den Hinterkopf schlug.
„Ich habe meinen Wurf verwandelt, mich umgedreht und wollte zurück in die Verteidigung laufen. Da hat er mich auf den Kopf geschlagen“, beschrieb House die Szene nach der Partie. „Ich glaube, er war einfach nur frustriert, dass ich durch meine Dreier das Gleiche mit ihm gemacht habe.“
Der kleine Shooting-Guard befindet sich momentan in einer bestechenden Form. Über die vergangenen drei Partien der Celtics verwandelte House 18 Würfe bei 24 Versuchen aus dem Feld, darunter zehn von zwölf erfolgreichen Dreiern.
Wenn Samstagnacht Partie Nummer drei der Serie in Florida steigt, sollten die Magic schleunigst eine Antwort auf den Scharfschützen in Reihen des Meisters finden. Sonst dürfte House weitere Unsportlichkeiten auf Seiten Orlandos provozieren.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Schlagworte: Boston Celtics, Dwight Howard, Eddie House, Orlando Magic, Paul Pierce, Rafer Alston, Rajon Rondo, Rashard Lewis, Ray Allen, Stan Van Gundy



