Cavaliers entgehen Playoff-Aus

Von: David Lorenz

Mo WilliamsDie Hoffnung stirbt zuletzt. Dank eines überragenden LeBron James und einer Leistungsexplosion von Mo Williams (Foto) verkürzt Cleveland durch den Erfolg über Orlando die Serie „Best of Seven“ auf 2-3 Siege aus Sicht der Cavaliers und erzwingt somit eine sechste Partie gegen die Magic in den Eastern-Conference-Finals. (mehr…)

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Die Erleichterung auf Seiten Clevelands war nach dem 112:102-Sieg über die gastierenden Orlando Magic deutlich zu spüren. „Das war unser wichtigstes Spiel der Saison“, so LeBron James nach der Partie gegenüber der versammelten Presse. „Siegen oder nach Hause fahren, so hieß heute unsere Ausgangssituation. In solch einer Begegnung darfst du das eigene Publikum nicht enttäuschen. Wir haben so hart gespielt wie wir nur konnten.“

LeBron JamesAngesichts des drohenden Playoff-Aus war dies auch von Nöten. James (Foto) persönlich hatte mit einem Triple-Double wie gewohnt den größten Anteil am Sieg seiner Mannschaft. 37 Punkte, 14 Rebounds und 12 Assists konnte der amtierende MVP der Liga für sich verbuchen. Allein 17 Zähler erzielte er im spielentscheidenden vierten Viertel, das Cleveland mit 34:23 für sich zu entscheiden wusste.

„Die Intensität seines Spiels ist nicht von dieser Welt“, kommentierte Daniel Gibson die Leistung seines Mitspielers im Anschluss an die Partie. „Wenn er so auftrumpft, kannst du nichts gegen ihn unternehmen. Wir als Mannschaft werden ihm bedingungslos folgen.“

Zum ersten Mal während der Serie gegen Orlando konnte sich der „King“ dabei auf seine Nebenleute verlassen. Wie über die gesamte reguläre Saison sowie die ersten beiden Runden der NBA-Playoffs 2008/2009 wussten James’ Mitspieler aus der erhöhten Aufmerksamkeit, die dem Superstar von Seiten der gegnerischen Verteidigung zuteil wurde, ihren Profit zu schlagen. Allen voran Mo Williams, der im bisherigen Serien-Verlauf noch so enttäuschend agiert hatte. 24 Punkte steuerte der All-Star dem Erfolg seiner Mannschaft bei, darunter sechs von neun erfolgreich verwandelten Dreiern. Auch Zydrunas Ilgauskas (16 Zähler), Delonte West (13) und Gibson (11) beendeten die Partie mit einer zweistelligen Punkteausbeute.

„LeBron konnte seine Nebenleute gut ins Spiel einbinden und hat in der entscheidenden Phase der Partie selbst das Heft in die Hand genommen“, zeigte sich selbst Mickael Pietrus von der Gegenseite beeindruckt. „Das ist es, was einen großartigen Spieler ausmacht.“

Stan Van Gundy„Sie verdienen diesen Sieg“, musste sogar Stan Van Gundy (Foto), Headcoach Orlandos, nach der Partie neidlos anerkennen. „Wir haben heute eher schwach gespielt und hatten dennoch die Chance auf einen Erfolg“. Die Magic vermochten im zweiten Spielabschnitt einen 22-Punkte-Rückstand auf Cleveland aufzuholen, doch am Ende sollte es dank James’ überragendem letzten Viertel nicht zum Sieg der Truppe aus Florida reichen.

Auf Seiten Orlandos absolvierten die üblichen Verdächtigen Hedo Turkoglu (29 Punkte, sechs Rebounds), Dwight Howard (24 Zähler, zehn Abpraller) und Rashard Lewis (15 Punkte, acht Rebounds) eine auffällige Partie. Nach dem clubinternen Playoff-Rekord von 17 verwandelten Dreipunktwürfen aus der vorangegangenen Partie vermochten die Magic vergangene Nacht lediglich acht ihrer 25 Versuche von „Downtown“ zu verwandeln.

Kommenden Sonntag geht die Serie nun abermals nach Orlando, wo die Magic mit einem Sieg ihren ersten Einzug in die NBA-Finals seit 14 Jahren perfekt machen können. Auf der anderen Seite werden die Cavaliers alles nur Erdenkliche unternehmen, ein siebtes Spiel in der heimischen Quicken Loans Arena zu erzwingen.

Daniel Gibson ist sich dessen mehr als sicher: „Wir werden hierher zurückkommen.“

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

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