Von: David Lorenz
Das Spiel der Denver Nuggets bei den New Orleans Hornets kam einer Hinrichtung gleich.
Mit 121:63 demütigte das Team von Headcoach George Karl die Mannschaft aus dem „Big Easy“ und stellte mit 58 Punkten Differenz den Rekord für den deutlichsten Endrunden-Sieg in der Geschichte der NBA ein. „Ich hätte nie gedacht, dass in den Playoffs ein Sieg mit 58 Punkten Vorsprung möglich ist“, so Carmelo Anthony (Foto) von den Nuggets nach der Begegnung.
Beim Stand von 3:1 in der Serie „Best of Seven“ hat Denver nun drei Matchbälle auf den Einzug in die Conference-Semi-Finals, wo die Truppe aus Colorado entweder auf Dallas oder San Antonio treffen würde.
Unterdessen war die New Orleans Arena bereits im dritten Viertel fast menschenleer, die Zuschauer konnten es nicht mehr ertragen. Von Beginn an leisteten die Hornets keinerlei Widerstand und wurden Viertel für Viertel von Denver überrannt.
Nachdem die Mannschaft um Chris Paul (im schlechtesten Spiel seiner Karriere: vier Punkte, sechs Vorlagen, sechs Ballverluste) die vorangegangene Partie noch mit 95:93 gewinnen konnte, und in New Orleans so etwas wie Aufbruchsstimmung herrschte, wurden die Träume der Hornets bereits im ersten Spielabschnitt mit 35:15 brutal zerstört.
„Jedes Mal, wenn wir etwas versucht haben, hatten sie die bessere Antwort parat“, so Paul zur Leistung des Gegners. „Denver hat seine Taktik in Perfektion umgesetzt.“
Die Nuggets hielten New Orleans bei einer Quote von schwachen 31,5 Prozent aus dem Feld und erzwangen daneben 27 Ballverluste. „Ihre Verteidigung war fantastisch“, lobte Hornissen-Headcoach Byron Scott den Kontrahenten anschließend. „Das war unser schlechtestes Spiel seit ich hier arbeite. Das war das schlechteste Basketballspiel das ich je von uns gesehen habe. Und das ausgerechnet in den Playoffs.“
Sieben Spieler im Kader der Nuggets beendeten die Partie mit einer zweistelligen Punkteausbeute, angeführt von Anthony (26), Chauncey Billups (17) und Linas Kleiza (14).
Auf Seiten der Hornets war David West mit 14 Punkten Topscorer seiner Mannschaft, gefolgt von James Posey mit 12 Zählern.
Das Team aus dem Bundesstaat Louisiana war neben der eingestellten Negativ-Marke für die wenigsten Punkte in einer Playoff-Partie für weitere Minus-Rekorde verantwortlich. Nie zuvor verwandelte eine Mannschaft weniger Versuche aus dem Feld (17), warf seltener auf den Korb (54 mal), hatte weniger Assists in einer Begegnung (10) und Punkte in der zweiten Halbzeit (24).
„Ich glaube nicht, dass wir schon einmal so eine Defense gezeigt haben“, zeigte sich Coach Karl von der Gegenseite währenddessen voll des Lobes über seine Mannschaft. „Wenn du so verteidigst, läuft es im Angriff von alleine.“
Ob sich New Orleans zum fünften Aufeinandertreffen beider Teams in der Nacht auf Donnerstag in Denver von dieser historischen Schlappe erholen kann, darf mehr als bezweifelt werden. Zumal die Hornets auswärts bereits Spiel eins und zwei der Serie deutlich abgeben mussten.
Den Nuggets winkt dagegen die erste gewonnene Playoff-Serie seit 15 Jahren.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Schlagworte: Byron Scott, Carmelo Anthony, Chauncey Billups, Chris Paul, Dallas Mavericks, David West, Denver Nuggets, George Karl, James Posey, Linas Kleiza, New Orleans Hornets, San Antonio Spurs




Die Denver Nuggets überschwemmen
die Hornets und das in New Orleans!!!!!!!!!!
!!!UNGLAUBLICH!!!
Selten gab es so etwas zu feiern für Nuggetsfans.
Es passte alles… Eine riesen Deffense… Tolle Blocks… Traumhafte Layups…
Das ganze noch 5x und die Meisterschaft ist sicher;)
Das Potenzial der Truppe ist wirklich enorm, bei mir läuft gerade die Wiederholung der Partie.
Fast jeder Akteur im Kader der Nuggets kann scoren, daneben Jones, Andersen, Billups und Martin, die starke Verteidiger sind.
Kommt es zum Zweitrunden-Duell zwischen Denver und Dallas, müssen sich die Mavs von ihrer allerbesten Seite präsentieren, um eine Chance aufs Conference-Final zu haben.