Von: David Lorenz
Man könnte meinen, in L.A. stand vergangene Nacht eine andere Lakers-Mannschaft auf dem Parkett als zwei Tage zuvor in Houston. Harte Defense, hundertprozentiger Einsatz, verbissener Kampf um jeden Rebound - Eigenschaften, mit denen die Kalifornier im Gegensatz zur peinlichen Pleite aus der vierten Partie wieder zu überzeugen wussten.
Trotz der Klatsche wollte Bryant nichts von einer Vorentscheidung in der Serie „Best of Seven“ wissen. „Wir spielen hier gegen keine Truppe von Trotteln. Mir ist es egal, wie viele Spieler bei ihnen fehlen, das ist ein hartes Team, eine Mannschaft voll von Wettkampf-Charakteren.“
Das Team von Meistermacher Phil Jackson wusste vergangene Nacht neben der richtigen Einstellung durch eine geschlossene Leistung als Einheit zu überzeugen. Sieben Akteure in Reihen L.A.’s beendeten die Partie mit einer zweistelligen Punkteausbeute, angeführt von Bryant mit 26 Zählern. Jackson konnte es sich aufgrund des deutlichen Spielstandes, bereits zur Halbzeit hieß es 64:39 aus Sicht der Lakers, erlauben, seinen Superstar nur 31 Minuten lang einzusetzen.
Früh wusste Los Angeles eine abermalige Galavorstellung von Seiten Aaron Brooks zu unterbinden. Im vorhergegangenen Spiel mit 34 Punkten noch Matchwinner, konnte der kleine Spielmacher der Rockets vergangene Nacht nur 14 Punkte für sich verbuchen, mit einer mageren Trefferquote von vier erfolgreichen Würfen bei 11 Versuchen aus dem Feld. Noch schlimmer erwischte es Ron Artest, der für neun Punkte stolze 15 Würfe aus dem Spiel benötigte. Die Verteidigung der Lakers arbeitete mit solcher Effizienz, dass die Rockets als Mannschaft lediglich 32 Prozent ihrer Versuche aus dem Feld verwandeln konnten.
„Heute war unsere Leistung das exakte Gegenstück zum Auftritt vom vergangenen Sonntag“, so ein frustrierter Rick Adelman (Foto), Headcoach des Teams, nach der Partie. „Wir hatten zu viele Ballverluste und haben schlecht geworfen. Wenn du den Ball gegen eine Mannschaft wie L.A. nicht besser schützen kannst, verlierst du. Und genau so ist es heute gekommen.“
Offensiv machte sich zudem das Fehlen von Yao Ming empfindlich bemerkbar. Ohne den Chinesen, der wegen eines gebrochenen Fußes seiner Mannschaft während den Playoffs nicht mehr zur Verfügung stehen wird, waren die Rockets im Angriff an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. Außer Brooks gelang es lediglich Luis Scola, mit 12 Zählern (neben 13 Rebounds) eine zweistellige Punkteausbeute zu verzeichnen. Spätestens gestern hat man als Fan der Rockets Tracy McGrady (Knie-OP) im Spiel der Mannschaft schmerzlich vermisst.
Bereits in der Nacht auf Freitag geht es für Houston um Alles oder Nichts. Gewinnt die Truppe aus Texas, erzwingt sie ein entscheidendes siebtes Spiel in Los Angeles. Verliert sie, geht es in den Urlaub.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Schlagworte: Aaron Brooks, Houston Rockets, Kobe Bryant, Los Angeles Lakers, Luis Scola, Phil Jackson, Rick Adelman, Ron Artest, Tracy McGrady, Yao Ming




Die Los Angeles Lakers rücken die Verhältnisse in den NBA-Playoffs 2008/2009 wieder zurecht. Mit
Da haben die Rockets im Spiel 4 wohl deutlich über ihren Möglichkeiten gespielt und Los Angeles deutlich darunter.