Orlando beendet Saison der Celtics

Von: David Lorenz

Dwight HowardDie NBA-Playoffs 2008/2009 werden einen neuen Champion hervorbringen. Der amtierende Meister, die Boston Celtics, mussten sich im siebten Spiel der Confenrece-Semi-Finals gegen die Orlando Magic deutlich geschlagen geben und verpassen somit die mögliche Titelverteidigung. Zu stark präsentierte sich das Kollektiv aus Florida um Dwight Howard (Foto). (mehr…)


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Am Ende war es eine deutliche Angelegenheit. Angeführt vom überragend aufspielenden Hedo Turkoglu (25 Punkte, neun Treffer bei 12 Versuchen aus dem Feld, darunter vier von fünf Dreiern, fünf Rebounds 12 Assists) besiegte Orlando die Celtics in deren eigener Halle mit 101:82. Von spieltendscheidendem Charakter waren dabei die Viertel eins und vier, die mit 27:17, bzw. mit 35:21 an die Truppe aus dem Sonnenstaat gingen.

„Ich würde gerne behaupten, dass wir exakt so gespielt haben, wie ich mir das im Vorfeld vorgestellt hatte“, gab ein sichtlich zufriedener Stan Van Gundy, Headcoach der Magic, nach der Partie zu Protokoll. „Aber um ehrlich zu sein, wir haben sogar noch besser gespielt. Ich war noch nie in meiner Karriere glücklicher über einen Sieg als heute. Mit 19 Punkten Differenz auswärts ein siebtes Spiel zu gewinnen, dazu beim amtierenden Champion - da kann man von einem großen Sieg sprechen.“

Der Erfolg Orlandos hatte neben der Galavorstellung Turkoglus zwei Gründe: eine ausgeglichene Leistung als Team und von jenseits der Dreipunktelinie eine überragende Trefferquote. Neben dem Türken vermochten vier weitere Akteure in Reihen der Magic zweistellig zu punkten. Rashard Lewis beendete die Partie mit 19 Zählern, Dwight Howard mir deren 12 (neben 16 Rebounds und fünf Blocks). Insgesamt wusste Orlando 13 von 21 Dreiern zu verwandeln, für eine Quote von 61,9 Prozent - eine bemerkenswerte Leistung.

Ray AllenGanz im Gegensatz zum Auftreten der teils müde wirkenden Celtics. In Abwesenheit des „Energizers“, Kevin Garnett (Knie), konnte Boston während der Serie gegen Orlando die Intensität einer Partie selten über 48 Minuten auf konstant hohem Level halten. Zwar fand Ray Allen (Foto) vergangene Nacht mit 23 Punkten nach zuletzt ganz schwachen Auftritten wieder zu seinem Wurf, doch vom Rest der Kelten kam offensiv einfach zuwenig. Paul Pierce, MVP der vergangenen Finals, beendete die Partie mit mageren 16 Zählern (vier von 13 aus dem Feld), Glen „Big Baby“ Davis konnte 13 Punkte für sich verbuchen. Der gegen Chicago noch so dominant agierende Rajon Rondo knüpfte mit zehn Punkten und zehn Vorlagen nahtlos an meist durchwachsene Vorstellungen im Duell mit den Magic an.

Auf der Gegenseite herrschte derweil eitel Sonnenschein.

„Als ich das erste Mal vom Gewinn der Meisterschaft gesprochen habe, hat man mich hier ausgelacht“, so Howard über die Perspektiven seiner Mannschaft. „Ich glaube fest daran, dass wir den Titel holen können. Wir werden nicht aufgeben, bis wir dieses Ziel erreicht haben. Ein starkes Team, ein hervorragender Coach, haufenweise Talent - wir verfügen über alle nötigen Puzzleteile. Jetzt liegt es an uns, durch harte Arbeit dieses Ziel zu erreichen. Es ist noch ein langer Weg, aber ich bin äußerst hungrig.“

Um den nächsten Schritt zum Titelgewinn zu unternehmen, muss Orlando in den Eastern-Conference-Finals zunächst den großen Favoriten aus Cleveland besiegen, die Cavaliers um LeBron James.

„Cleveland hat im bisherigen Playoff-Verlauf in einer eigenen Liga gespielt“, so Van Gundy über den kommenden Gegner. „Aber darüber können wir uns ab morgen Gedanken machen. Heute genießen wir einfach diesen Erfolg.“

Und das haben sich die Orlando Magic auch redlich verdient.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

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