NBA-Champions 2008/2009: Los Angeles Lakers

Von: David Lorenz

Kobe BryantEs ist vollbracht. Die Los Angeles Lakers um ihren Superstar Kobe Bryant (Foto) gewinnen nach einem deutlichen Erfolg im fünften Aufeinandertreffen mit den Orlando Magic die NBA-Meisterschaft der Spielzeit 2008/2009. Dank eines starken zweiten Viertels waren die Weichen bereits früh auf einen Sieg der Lakers gestellt, die somit den 15. Titel ihrer glorreichen Vereinsgeschichte bejubeln können. (mehr…)




Kobe Bryant ist am Ziel seiner Träume angelangt. Sieben lange Jahre nach der letzten Meisterschaft mit den Los Angeles Lakers besteigt der Superstar abermals den Thron der besten Basketballliga der Welt - und dieses Mal ohne die Hilfe von Shaquille O’Neal. Dank eines deutlichen 99:86-Erfolges im fünften Spiel der NBA-Finals 2008/2009 über die Orlando Magic (4-1 nach Siegen) dringt Bryant endgültig in den illustren Kreis der NBA-Legenden vor und gilt spätestens seit vergangener Nacht als einer der besten Spieler in der Geschichte der Liga.

„Es fühlt sich an wie ein Traum“, so die Nummer 24 der Lakers im Anschluss an die Partie. „Mir ist eine Zentnerlast von den Schultern gefallen. Hier und jetzt diesen Erfolg feiern zu können und auf all die harte Arbeit in der Vergangenheit zurückzublicken, ist der schönsten Momente meiner Karriere.“

Phil JacksonDer All-Star lies mit 30 Punkten, sechs Rebounds, fünf Vorlagen, zwei Steals und vier Blocks keinen Zweifel daran aufkommen, wer die MVP-Trophäe der Finalrunde letzten Endes mit nach Hause nehmen sollte. Nach der enttäuschenden Vizemeisterschaft aus dem vergangenen Jahr gegen die Boston Celtics hat Bryant sich und seine Lakers zudem endgültig rehabilitiert und seinem Coach Phil Jackson (Foto) somit die lang ersehnte zehnte Meisterschaft beschert. Jackson kann durch den Titelgewinn einen Championship-Ring mehr als Bostons Trainer-Legende Red Auerbach aufweisen und ist nun der erfolgreichste Coach aller Zeiten in der Geschichte der NBA.

„Ich werde heute Nacht eine Zigarre auf Red rauchen, so wie er es gewollt hätte“, gab Jackson nach der Begegnung zu Protokoll. „Er war eine großartige Person.“

„Für uns ist es eine ganz besondere Ehre, zusammen mit Phil seine historische zehnte Meisterschaft erkämpft zu haben“, zeigte sich Bryant voller Stolz über das Geleistete.

Trevor ArizaDer Spielverlauf im fünften Schlagabtausch zwischen Magic und Lakers ist derweil schnell erzählt. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (28:26 aus Sicht Orlandos) vermochte L.A. im zweiten Spielabschnitt durch mehrere erfolgreiche Dreipunktwürfe von Trevor Ariza (Foto) und Derek Fisher eine deutliche 56:46-Halbzeitführung herauszuarbeiten, die in der Folge nie wirklich in Gefahr geraten sollte. Neben Bryant zeigten auf Seiten der Lakers Pau Gasol (14 Punkte, 15 Rebounds, vier Blocks), Lamar Odom (17 Zähler, zehn Abpraller) und Ariza (15 Punkte, fünf Vorlangen) eine starke Partie. Insgesamt vermochten fünf Akteure im Trikot L.A.’s zweistellig zu punkten.

Dwight HowardAuf der Gegenseite lieferten die Magic vor heimischem Publikum eine enttäuschende Vorstellung ab. Dwight Howard (Foto) zog gegen den Frontcourt der Lakers abermals den Kürzeren und beendete die Partie mit lediglich 11 erzielten Punkten bei mageren neun Versuchen aus dem Feld. Topscorer auf Seiten Orlandos war derweil Rashard Lewis mit 18 Zählern, für die er jedoch 19 Würfe aus dem Spiel heraus benötigte. Von jenseits der Dreierlinie konnte Lewis gerade mal drei von 12 Versuchen verwandeln. Daneben erzielte kein Spieler der Magic mehr als 12 Zähler. Mit lediglich acht von 27 versenkten Dreipunktwürfen erbrachte Orlando eindrucksvoll den Beweis, dass noch keine Meisterschaft von „Downtown“ entschieden werden konnte.

„Ich denke wir haben aufopferungsvoll gekämpft“, so Magic-Headcoach Stan Van Gundy auf der anschließenden Pressekonferenz. „Doch L.A. hatte heute einfach auf jede unserer Aktionen die passende Antwort parat.“

„Es tut einfach nur weh“, zeigte sich Dwight Howard derweil am Boden zerstört. „Wir müssen aus dieser Niederlage lernen. Manchmal bedarf es zunächst dem Scheitern, bevor man ein Gewinner werden kann.“

Währenddessen kannte die Freunde der Lakers keine Grenzen mehr. Ausgelassen feierten Mannschaft, Betreuer und Coaching-Staff im Champagner-Regen den Gewinn des 15. Titels der Vereinsgeschichte.

„Ich kann kaum glauben, dass wir es endlich geschafft haben“, so ein überglücklicher Kobe Bryant im Kreise seiner feiernden Mitspieler.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

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4 Kommentare zu „NBA-Champions 2008/2009: Los Angeles Lakers“

  1. Michael sagt:

    Yes!!!
    Kobe hat es endlich erreicht, der erste Titel ohne Shaq!
    Herzlichen Glückwunsch an das Team und auch an Phil Jackson, den erfolgreichsten Coach der NBA-Geschichte.
    4:1 war eindeutiger als ich erwartet habe, an den Titel habe ich jedoch immer geglaubt.
    Lehne ich mich zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, wenn das Team so bestehen bleibt, schaffen sie die Titelverteidigung?
    Grüße an alle Lakersfans…

  2. David Lorenz sagt:

    @ Michael: Hätte Lee im zweiten Spiel den Alley-Oop-Korbleger reingemacht und Howard im vierten mindestens einen seiner Freiwürfe getroffen, hätte alles ganz anders ausgesehen. War knapper als das 4:1 jetzt aussieht.

    Du lehnst Dich mit deiner Behauptung keinesfalls zu weit aus dem Fenster. Kann L.A. Odom oder Ariza halten, bestenfalls natürlich beide, wird im Westen abermals kein Weg an den Lakers vorbeiführen. Zudem gibt die Meisterschaft eine Menge an zusätzlichem Selbstvertrauen und vor allem für die jungen Spieler wertvolle Erfahrung.

  3. Arndt sagt:

    schön hier auch mal nur positive statements bzgl. der lakers/Champs zu lesen, auf anderen blogs geht ja selbst auf dem Höhepunkt der Saison die Suche nach dem “Haar in der Suppe” weiter.

  4. Stefan Stahl sagt:

    Naja, seit Magic Johnson war ich nie mehr so ein richtiger Fan der Lakers, aber trotz allem muss man ihnen natürlich den gebührenden Respekt für diese Leistung zollen.

    Ich frage mich allerdings auch, ob es außer den Magic (trotz ihres Erfolgs in den POs) nicht vielleicht doch noch mit einem anderen Gegner eine größere Herausforderung für die Lakers gegeben hätte…

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