Von: David Lorenz
Die Philadelphia 76ers mischen weiterhin munter die Playoffs auf.
Vergangene Nacht gewann das Team aus Pennsylvania bereits die zweite Partie in der Erstrunden-Serie gegen die deutlich favorisierten Orlando Magic.
Doch es war richtig knapp. Durch einen Korbleger von Thaddeus Young (Foto) zwei Sekunden vor Ende der Begegnung sicherten sich die 76ers einen 96:94-Erfolg über die Gäste aus Flordia. Somit übernimmt Philadelphia völlig überraschend die 2:1-Führung in der Playoff-Serie.
„Es war der wichtigste Wurf meines Lebens“, so Young nach der Begegnung. „Und er war äußerst glücklich“. Der erst 20-Jährige Power-Forward zog während der letzten Aktion der Partie energisch in die Zone, fand keine Anspielstation und vertändelte fast den Ball. Dann, eine schnelle Drehung um Dwight Howard, bester Shot-Blocker der Liga, Treffer versenkt per Korbleger.
Für Young waren es in der Begegnung erst die Punkte fünf bis sechs, doch das dürfte ihm letzten Endes herzlich egal gewesen sein.
Philadelphia entwickelt sich mit seinem schnellen und athletischen Spiel so langsam aber sicher zum Albtraum-Matchup für Orlando. Dabei hatte niemand vor der Serie mit knappen Spielausgängen gerechnet. Die Sixers schlitterten mit sechs Niederlagen aus sieben Partien völlig außer Form in die Playoffs. Doch mittlerweile agiert die Truppe von Headcoach Toni DiLeo sehr selbstbewusst und kann mit zwei weiteren Siegen zum ersten Mal seit der Vizemeisterschaft im Jahre 2001 eine Endrunden-Serie für sich entscheiden.
Bester Mann im Trikot Philadelphias war einmal mehr Andre Iguodala mit 29 Punkten und sieben Rebounds. Daneben überzeugte Andre Miller mit 24 Zählern, neun Abprallern und sieben Vorlagen. Auf Seiten der verunsichert wirkenden Magic beendete Howard die Partie mit 36 Punkten, 11 Rebounds und drei Blocks.
„Wir wurden über 30 Minuten böse ausgespielt“, so Stan Van Gundy, Headcoach Orlandos, nach der Partie. „Wir hatten Glück, am Ende überhaupt eine Chance auf den Sieg zu bekommen. Außer Dwight hat bei uns niemand offensiv etwas auf die Reihe bekommen.“
Während der ersten beiden Begegnungen waren es noch die Magic, die zweimal einen großen Vorsprung zum Ende der Partie verspielten. Gestern lagen die Sixers zeitweilig mit 17 Punkten in Front, bevor Orlando sieben Sekunden vor Schluss durch zwei Freiwürfe von Howard das Spiel ausgleichen konnte.
Doch Young hatte an diesem Abend das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite.
„Das war ein großer Sieg für uns“, so DiLeo anschließend. „Die Magic haben richtig Druck gemacht, doch wir haben weiterhin selbstsicher agiert und zum Ende die wichtigen Spielzüge erfolgreich abgeschlossen. Kompliment an meine Mannschaft.“
Spiel vier der Serie steigt in der Nacht auf Montag ebenfalls im Wachovia Center von Philadelphia, wenn die Sixers weiterhin an alte Glanzzeiten erinnern wollen.
Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
Schlagworte: Andre Iguodala, Andre Miller, Dwight Howard, Orlando Magic, Philadelphia 76ers, Stan Van Gundy, Thaddeus Young, Toni DiLeo



