Archiv für die Kategorie „Roundup“

Taking Shots: Trade Special

Montag, 20. Dezember 2010

Basketball Die beiden Trades, die die Orlando Magic am Samstag eingefädelt haben und über die auch hier schon ausführlich gebloggt wurde, schlagen überall hohe Wellen und sorgen für etliche Blogeinträge, Kommentare, Diskussionen und was sonst noch alles dazugehört, wenn ein Contender im Saisonverlauf seine Starting Five ordentlich durcheinanderwirbelt. Ein kleiner Überblick. (mehr…)

Taking Shots: 14.12.2010

Dienstag, 14. Dezember 2010

Basketball Es ist mal wieder soweit: Beinahe einen Monat nach der letzten Ausgabe von “Taking Shots” gibt es natürlich mehr als genug, was einer Erwähnung bedarf. Mit dabei sind u.a. die mehr als strauchelnden Detroit Pistons, der Backcourt in Denver, vielleicht-doch-Superstar Amare Stoudemire, Jarryd Bayless und natürlich Aktuelles aus der deutschen NBA-Blogosphäre. (mehr…)

NBA-Playoffs: Heimteams setzen sich durch

Mittwoch, 22. April 2009

Nachdem die NBA-Playoffs 2008/2009 vergangenes Wochenende mit drei Auswärtssiegen eröffnet wurden, zieht langsam aber sicher so etwas wie Normalität in die Endrunde ein.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gaben sich die gastgebenden Mannschaften keine Blöße.

Erwartungsgemäß besiegten die Cleveland Cavaliers in der Quicken Loans Arena die gastierenden Detroi Pistons mit 94:82 und führen die Erstrunden-Serie nun mit 2:0 Siegen an. Wie bereits beim 102:84-Auftakterfolg ließen die Cavs den Gästen aus „Motown“ lange Zeit keine Chance. Nach drei absolvierten Vierteln schien die Partie beim Stand von 77:50 entschieden. Doch Detroit nutzte die Abwesenheit von LeBron James, der bereits für die nächste Begegnung geschont werden sollte, zu einem 27:5-Lauf und verkürzte den Abstand zu Cleveland auf sieben Punkte.

„The King“ kehrte aufs Spielfeld zurück und sorgte dafür, dass die Pistons nur kurz an einer Sensation schnuppern konnten.

„Die ersten sieben Spielabschnitte dieser Serie haben wir einen eindrucksvollen Basketball gezeigt“, so der Superstar nach der Partie. „Wir lassen uns das durch ein schwaches letztes Viertel sicher nicht kaputt machen.“

Das Trio um James (29 Punkte, 13 Rebounds, sechs Assists), Delonte West (20 Zähler) und Mo Williams (21 Punkte, sieben Vorlagen) präsentierte sich als übermächtiger Gegner für eine zeitweise desolat auftretende Mannschaft aus Detroit. Richard Hamilton mit 17 sowie Rodney Stuckey mit 14 Zählern punkteten für die Pistons noch am häufigsten, benötigten für ihre Ausbeute jedoch ganze 31 Würfe aus dem Feld.

„Es will einfach nichts funktionieren, egal was wir auch unternehmen“, gab sich Antonio McDyess (acht Punkte, 11 Rebounds) nach der Begegnung ratlos. „Wir müssen ein perfektes Spiel abliefern, um gegen Cleveland gewinnen zu können.“

Gelegenheit dazu haben die Pistons am kommenden Freitag, wenn es in der Serie für Partie Nummer drei nach Detroit geht.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Roy dominiert Houston, Mutombo mit Karriere-Ende

Richtig spannend entwickelte sich währenddessen die Begegnung zwischen den Portland Trail Blazers und den Houston Rockets. Nachdem das Team aus dem Bundesstaat Oregon zum Playoff-Auftakt vor heimischem Publikum noch eine 81:108-Klatsche hinnehmen musste, hatten die Blazers vergangene Nacht das bessere Ende auf ihrer Seite.

Mit 107:103 besiegte Portland die Gäste aus Texas und glich die Erstrunden-Serie somit nach zwei Begegnungen wieder aus. Angeführt von einem überragenden Brandon Roy (42 Punkte, sieben Rebounds) konnten die Blazers ihre erste Playoff-Partie seit sechs Jahren gewinnen.

Roy war es auch, der in der spielentscheidenden Phase den Unterschied für seine Mannschaft ausmachte. Sechs Punkte erzielte der Shooting-Guard während der letzten zwei Minuten der Partie. Auf der Gegenseite war es Aaron Brooks (23 Punkte), der sein Team mit drei Verzweiflungs-Dreiern in den verbleibenden 30 Sekunden im Spiel hielt. Doch auf der Gegenseite verwandelten die Akteure der Tail Blazers ihre Freiwürfe sicher (neun von 12) und entschieden die Partie letztendlich knapp zu ihren Gunsten.

Insgesamt 12 Mal wechselte die Führung, 16 Mal wies die Begegnung einen ausgeglichenen Spielstand auf. Keine Mannschaft konnte sich im Verlauf der Partie mit mehr als acht Punkten absetzen.

Neben Roy trumpfte auf Seiten Portlands LaMarcus Aldridge mit 27 Punkten und 12 Rebounds auf. Bei Houston zeigte sich neben Brooks Von Wafer mit 21 und Ron Artest mit 19 Zählern am treffsichersten. Yao Ming blieb dagegen mit 11 Zählern (neben acht Rebounds) erstaunlich blass.

„Jetzt wissen wir was zu tun ist“, so Aldridge nach der Begegnung. „Wir müssen körperlich dagegenhalten und mit Selbstvertrauen agieren, um in den Playoffs ein Spiel zu gewinnen.“

Die zweitjüngste Mannschaft der Liga (nach den Golden State Warriors) bekommt am Freitag eine weitere Möglichkeit, zusätzliche Erfahrung in der Endrunde zu sammeln.

Auf Seiten der Rockets kam es im ersten Viertel der Begegnung derweil zu einem tragischen Zwischenfall. Center-Legende Dikembe Mutombo (bis dahin ohne Punkte) verletzte sich bei einem Zusammenprall mit Greg Oden (vier Zähler, vier Rebounds) so schwer am Bein, dass er das Spielfeld auf einer Trage verlassen musste.

Nach der Partie erklärte der gebürtige Kongolese seine Karriere für beendet: „Das wars mit Basketball.“

„Als ich mit der Verletzung auf dem Spielfeld lag, musste ich richtig weinen“, so Mutombo anschließend. „Doch in der Umkleidekabine entschied ich mich, positiv zu denken. Ich danke Gott für die wundervollen 18 Jahre, die ich in dieser Liga hatte.“

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Schützenhilfe für die Dallas Mavericks

Mittwoch, 15. April 2009

Alle Sorgen in Texas erwiesen sich als unbegründet.

Durch einen 125:112-Sieg der Los Angeles Lakers über die gastierenden Utah Jazz ist den Dallas Mavericks der siebte Rang in der Western-Conference nicht mehr zu nehmen.

Die Truppe von Phil Jackson machte vergangene Nacht von Beginn an klar, dass sie mit einem Erstrunden-Duell gegen die Jazz in den anstehenden Playoffs durchaus leben können. Kein Star wurde geschont, obwohl es für die Lakers um nichts mehr ging.

Gerüchte, wonach L.A. mit Absicht verlieren würde, um so in Runde eins der Endrunde auf die Dallas Mavericks zu treffen, wurden somit ins Reich der Märchen verbannt.

Doch es war lange knapp. Erst beim Stand von 78:76 aus Sicht der Lakers begann die Mannschaft, angeführt von Andrew Bynum mit 22 Punkten, davonzuziehen. Mit 91:83 ging es ins vierte Viertel, in dem der Vorsprung innerhalb von nur fünf Minuten auf 110:90 ausgebaut wurde. Die Partie war somit entschieden.

Neben Bynum stachen bei L.A. Pau Gasol mit 20, Lamar Odom mit 16 und Kobe Bryant ebenfalls mit 16 Zählern hervor. Utah hatte in Deron Williams (25 Punkte, 13 Vorlange) und Andrei Kirilenko (20 Zähler) seine stärksten Akteure.

Bereits am Wochenende kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen beider Teams in Los Angeles, wenn nach einer langen Saison endlich die Playoffs beginnen.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Boston vor Erstrunden-Duell mit Philly

Ebenfalls einen Vorgeschmack auf die Endrunde bekamen die Fans in Philadelphia, wo die 76ers die Boston Celtics empfingen. Nach der 98:100-Niederlage des Heimteams ist eine Erstrunden-Paarung beider Mannschaften in den Playoffs äußerst wahrscheinlich, jedoch noch nicht sicher.

Um diesem Duell aus dem Weg zu gehen, müssten die Sixers heute Nacht in Cleveland bei den Cavaliers gewinnen und gleichzeitig auf einen Ausrutscher der Chicago Bulls zuhause gegen die Toronto Raptors hoffen - äußerst unwahrscheinlich.

Angeführt von einem starken Paul Pierce (31 Punkte, darunter sieben von neun verwandelten Dreiern) entwickelte sich eine enge Partie, die von den Celtics erst im vierten Viertel entschieden wurde, als man Philadelphia lediglich 15 Zähler gewährte.

Auf Seiten der 76ers, die inzwischen sechs Spiele in Folge abgeben mussten, zeigte Andre Iguodala mit 25 Punkten und sieben Vorlagen eine ansprechende Partie.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Das Saison-Finale steht vor der Tür

Sonntag, 12. April 2009

Der Tag der Entscheidung rückt immer näher.

Während das Teilnehmerfeld der diesjährigen Playoffs seit Samstag bekannt ist, steht bisher noch keine Paarung für die ersten Begegnungen der Endrunde fest. Doch es zeichnen sich so langsam zarte Tendenzen ab.

Eine gute Nachricht gab es vergangene Nacht für alle Fans der Dallas Mavericks. Die Utah Jazz verloren überraschend ihr Heimspiel gegen die Golden State Warriors mit 108:118. Dadurch beträgt der Abstand zwischen den achtplatzierten Jazz und Dallas auf Rang sieben in der Western-Conference nun zwei Spiele. Bei noch drei verbleibenden Partien (@ New Orleans, vs. Minnesota, vs. Houston) in der regulären Spielzeit ein komfortabler Vorsprung könnte man meinen. Doch Utah besitzt den Tiebreaker gegen die Mavs. Dies bedeutet, wenn beide Mannschaften die gleiche Bilanz aufweisen, erklimmen die Jazz den siebten Rang. Daher muss Dallas noch mindestens zwei Spiele für sich entscheiden, um einem Erstrunden-Duell mit den Lakers sicher aus dem Weg zu gehen. Schaffen sie das nicht, hätte Utah immer noch seine beiden verbleibenden Partien (vs. L.A. Clippers, @ L.A. Lakers) zu gewinnen, was bei der aktuellen Form der Mannschaft von Jerry Sloan jedoch mehr als fragwürdig erscheint.

Durch einen 87:72-Sieg der Portland Trail Blazers bei den Los Angeles Clippers bleibt das Platzierungs-Gerangel um die Ränge zwei bis fünf im „Wilden Westen“ weiterhin völlig offen. Die zweitplatzierten Denver Nuggets trennt von den San Antonio Spurs auf Rang fünf lediglich eine Niederlage.

Dirk NowitzkiAus Sicht der Dallas Mavericks wären die Blazers sicherlich der willkommenste Erstrunden-Gegner, denn das Team von Dirk Nowitzki & Co. gewann während der laufenden Spielzeit alle drei Partien gegen die Mannschaft aus Oregon. Doch momentan lässt sich höchstens erahnen, welche Teams zu Playoff-Beginn aufeinander treffen werden.

Playoff-Paarungen im Westen nach heutigem Tabellenstand:

(1.) Los Angeles Lakers - (8.) Utah Jazz
(2.) Denver Nuggets - (7.) Dallas Mavericks
(3.) Houston Rockets - (6.) New Orleans Hornets
(4.) Portland Trail Blazers - (5.) San Antonio Spurs

Eastern-Conference: Ränge eins bis vier vergeben

Etwas deutlicher sieht es dagegen im Osten der Liga aus. Die Orlando Magic verabschiedeten sich durch eine 93:103-Niederlage gegen die Nets in New Jersey aus dem Rennen um den zweiten Rang der Eastern-Conference. Platz eins ist bereits an die Cleveland Cavaliers vergeben, die Boston Celtics werden die Saison auf dem zweiten Rang beenden. Platz vier der Tabelle, und damit der letzte Rang mit verbundenem Heimrecht in Runde eins der Playoffs, geht an die Altanta Hawks.

Kommen wir zum unsicheren Teil der Conference. Die Plätze fünf bis acht. Hier geht es äußerst eng zur Sache, es sind lediglich Tendenzen auszumachen. Durch einen  113:106-Sieg der Chicago Bulls über die Charlotte Bobcats und einer gleichzeitigen 102:106-Niederlage der Detroit Pistons bei den Indiana Pacers haben die siebplatzierten Bulls nun eine Partie Vorsprung vor den Pistons auf Rang acht. Auch die fünftplatzierten Miami Heat und die Philadelphia 76ers auf Rang sechs trennt lediglich eine Partie.

Playoff-Paarungen im Osten nach heutigem Tabellenstand:

(1.) Cleveland Cavaliers - (8.) Detroit Pistons
(2.) Boston Celtics - (7.) Chicago Bulls
(3.) Orlando Magic - (6.) Philadelphia 76ers
(4.) Atlanta Hawks - (5.) Miami Heat

Bis die reguläre Spielzeit am kommenden Mittwoch, den 15. April endet, dürfen also noch einige spannende Partien erwartet werden.

L.A. Lakers gegen Denver Nuggets 116:102

Freitag, 10. April 2009

Andrew Bynum ist zurück.

Andrew BynumNach seiner Knieverletzung am 31. Januar gab das Center-Talent beim 116:102-Sieg der Los Angeles Lakers im Spitzenspiel der Western-Conference über die gastierenden Denver Nuggets ein glänzendes Comeback. In 21 Minuten auf dem Parkett erzielte Bynum, für die ersten Fünf seiner Mannschaft auflaufend, 16 Punkte und pflückte sich daneben sieben Rebounds aus der Luft.

„Es fühlt sich toll an, wieder auf dem Platz zu stehen“, gab der 21-Jährige anschließend zu Protokoll. „Meine Mitspieler haben auf mich gewartet. Sie haben mir heute den Ball besonders oft zugepasst, um mich schnell wieder in ihr Spiel zu integrieren.“

Angeführt von Kobe Bryant (33 Punkte) und Pau Gasol (27 Zähler, 19 Rebounds) zogen die Lakers durch ihren 63. Sieg der Saison mit den Cleveland Cavaliers gleich, die allerdings noch eine Niederlage weniger auf dem Konto haben (15).

L.A.-Coach Phil Jackson nahm für Bynum Lamar Odom (sieben Punkte, neun Rebounds) aus der Startformation, um zu testen, wie das Zusammenspiel mit Gasol funktioniert. Der Spanier rückte wie zu Beginn der Saison von der Center-Position Bynums auf die des Power-Forwards.

„Es war großartig“, zeigte sich Gasol nach der Partie begeistert von der Rückkehr seines Team-Kameraden. „Fast war es so, als ob er nie weg gewesen wäre. Für ein Comeback nach so langer Zeit ohne Spielpraxis war es eine tolle Vorstellung von ihm. Das zeigt einfach, wie hart er während seiner Abwesenheit gearbeitet hat.”

Es ist zu erwarten, dass Los Angeles mit dieser Formation die Playoffs bestreiten wird und Odom als sechster Mann von der Bank aus ins Spiel kommt, wie bereits äußerst erfolgreich in der ersten Hälfte der laufenden Spielzeit geschehen.

Auf der anderen Seite verpasste Denver den vorzeitigen Titelgewinn der Northwest-Division. Für das Team aus dem Bundesstaat Colorado war es nach acht Siegen in Folge die erste Niederlage. Carmelo Anthonys 23 Punkte, sowie 19 Zähler von J.R. Smith und jeweils 17 Punkte durch Chauncey Billups und Nené sollten gegen den amtierenden Vizemeister der Liga am Ende nicht ausreichen.

Die Tabellensituation in der Western-Conference spitzt sich unterdessen immer weiter zu. Die Plätze zwei bis fünf trennt nur eine einzige Partie. Welche Teams zu Beginn der Endrunde letztendlich aufeinander treffen werden, ist noch völlig offen.

Lediglich die Lakers haben ihre Platzierung auf der Pole-Position schon gesichert. Und durch die Rückkehr Bynums darf die Mannschaft aus Kalifornien noch stärker eingeschätzt werden. Ein Albtraum-Matchup für jeden Gegner in Runde eins der diesjährigen Playoffs.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas-Konkurrenz nervenstark

Mittwoch, 8. April 2009

Vergangene Nacht gaben sich die Rivalen der Mavericks im Kampf um die Playoff-Platzierungen keine Blöße.

Doch es war zum Teil äußerst knapp.

Am spannendsten gestaltete New Orleans seine Partie gegen Miami. Erst nach Verlängerung konnte das Team um den abermals stark aufspielenden Chris Paul (26 Punkte, neun Rebounds, neun Assists, sechs Steals) Miami mit 93:87 bezwingen.

Mit der Schlusssirene der regulären Spielzeit verwandelte Rasual Butler (sieben Punkte, sechs Rebounds) einen Verzweiflungs-Dreier zum 79:79. Knapp neun Sekunden vor Ende der Extra-Zeit war es dann David West (20 Zähler, sechs Abpraller), der per Jump-Shot aus der Mitteldistanz zur vorentscheidenden 89:87-Führung der Hornets traf. 

Auf der Gegenseite konnte Dwyane Wade mit 32 Punkten, sechs Vorlagen und sieben Rebounds die Niederlage seiner Heat nicht verhindern und wurde zudem kurz vor Ende der Partie wegen heftigem Reklamierens vom Parketts gestellt. Neben Wade zeigte Rookie Michael Beasley mit 25 Punkten eine starke Partie für Miami.

Durch den Sieg hat New Orleans jetzt auch auf dem Papier die Qualifikation für die Endrunde sicher, was Headcoach Byron Scott sichtlich zufrieden stellte. „Die zweite Playoff-Teilnahme in Folge ist ein gutes Gefühl“, so Scott nach der Partie. „Ich habe meinen Jungs in der Umkleidekabine dazu gratuliert. Auch wenn es nicht das primäre Ziel unserer Saison war, muss man das erst einmal erreichen.“

Portland mit Aufholjagd

Ähnlich eng ging es derweil in Memphis zur Sache. Lange sah es nach einem überraschenden Sieg der Grizzlies über die Gäste aus Portland aus, doch letztendlich setzte sich das bessere Spielermaterial durch und die Trail Blazers gewannen die Partie mit 96:93.

Angeführt von Brandon Roy (24 Punkte) blies das Team aus Oregon mit Beginn der zweiten Halbzeit zur Aufholjagd. Der hart erarbeitete Vorsprung der Grizzlies schmolz in der Folgezeit von komfortablen 18 Zählern immer weiter zusammen, bis Portland schließlich acht Minuten vor Ende der Partie mit 77:76 in Führung ging.

Es entwickelte sich eine spannende Schlussphase mit ständig wechselnder Führung, bis Travis Outlaw (11 Zähler) 13 Sekunden vor dem Schlusspfiff einen Sonntagswurf im gegnerischen Korb unterbrachte und Memphis darauf keine Antwort mehr fand.

Bei den Grizzlies überzeugte neben Rudy Gay (19 Punkte) O.J. Mayo mit 31 Zählern. Für den Rookie war es bereits das siebte Mal in der laufenden Spielzeit, dass er die 30-Punkte-Marke durchbrechen konnte. Auf Seiten der Blazers zeigten neben Roy LaMarcus Aldridge und Rudy Fernandez mit jeweils 15 Zählern eine auffällige Partie.

San Antonio und Houston ohne Probleme, L.A. routiniert

Souveräner präsentierten sich dagegen die Spurs beim Angstgegner aus Oklahoma City. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge gegen den Liga-Neuling, wussten die Spurs beim jüngsten Duell beider Mannschaften mit 99:89 zu überzeugen.

In Houston kamen die Rockets derweil zu einem ähnlich deutlichen 93:83-Erfolg über die zuletzt so starken Orlando Magic. Das Center-Duell der vielleicht besten Big-Men der Liga ging mit 20 Punkten und 16 Rebounds deutlich an Yao Ming. Dwight Howard beendete auf der Gegenseite die Partie mit lediglich 13 Zählern und zehn Abprallern.

In Sacramento fuhren die Los Angeles Lakers unterdessen einen ungefährdeten 122:104-Sieg über die heimischen Kings ein.

An der Tabellenkonstellation im „Wilden Westen“ der NBA hat sich aufgrund der Tatsache, dass alle Spitzen-Teams siegreich waren, nichts geändert.

Heute Nacht kommt es im American Airlines Center in Dallas zum mit Spannung erwarteten Duell der Mavericks gegen Utah. Die Texaner haben dann die Chance, mit den Jazz auf den siebten Rang der Tabelle gleichzuziehen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Dienstag, 24. März 2009

Die Phoenix Suns geben einfach nicht auf.

Im Rennen um den achten Platz der Western-Conference und die damit verbundene Playoff-Qualifikation besiegte das Team aus Arizona vergangene Nacht die Denver Nuggets mit 118:115. Es war bereits der fünfte Erfolg in Serie für die im Westen aktuell auf Rang neun liegende Mannschaft aus der Pacific-Division. Der Abstand zu den Mavericks wurde somit auf drei Spiele verkürzt.

Gegen Denver war es Oldie Grant Hill (23 Punkte, zehn Rebounds, fünf Assists), der die eng geführte Begegnung am Ende entschied. Knapp eine Minute vor Schluss brachte der Forward seine Truppe per Jump-Shot mit 115:113 in Front. Sechs Sekunden vor Ende der Partie schnappte er sich dann den Rebound eines Wurfes von Chauncey Billups (20 Punkte, acht Vorlagen) und wurde von selbigem gefoult. Hill verwandelte einen Freiwurf zur 116:113-Führung. Der Rest war Ergebniskosmetik.

„Ich hatte das Gefühl, nicht gut gespielt zu haben“, gab sich der 36-Jährige nach der Partie gewohnt selbstkritisch. „Ich hatte viele Ballverluste und konnte einige Korbleger nicht verwandeln. Am Ende war ich einfach bemüht, aktiv ins Spielgeschehen einzugreifen.“

Auf Seiten der Nuggets, die zuvor selbst fünf Spiele in Folge gewinnen konnten, spielten neben Billups Carmelo Anthony mit 29 Punkten und Kenyon Martin mit 18 Zählern und neun Rebounds auffällig. Bei den Suns zeigten außer Hill Jason Richardson (22 Punkte) und Steve Nash (15 Zähler, neun Assists) eine starke Partie.

Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von Shaquille O’Neal, der wegen Foulproblemen lediglich 24 Minuten auf dem Parkett stand. Doch die hatten es in sich. O’Neal zeigte sich nervenstark und verwandelte sieben von acht Freiwürfen und erzielte sechs seiner 19 Punkte in den letzten fünf Minuten der Partie.

„Ich bin bekannt dafür, meine Freiwürfe dann zu verwandeln, wenn unser Team sie braucht“, zeigte sich Shaq anschließend betohnt selbstbewusst. „Wenn wir konzentriert in eine Partie gehen, können wir immer so spielen wie heute.“

Und das wäre für die Suns auch von Nöten, wollen sie die nächsten drei Begegnungen erfolgreich gestalten. Dann geht es nämlich gegen die Portland Trail Blazers und zweimal gegen die Utah Jazz. Und das innerhalb von nur vier Tagen. Geht Phoenix aus diesen Partien relativ unbeschadet heraus, kann es am 5. April in Dallas zu einem richtigen Endspiel um den achten Platz der Western-Conference kommen.

Zusammenfassung der Partie:

Wachablösung in der Southwest-Division

Montag, 23. März 2009

Im Texas-Duell konnte sich Houston vergangene Nacht bei den Spurs in San Antonio hauchdünn mit 87:85 durchsetzen. Durch den Sieg ziehen die Rockets mit einer Bilanz von 47 Siegen bei 25 Niederlagen vorerst am Champion von 2007 (45:24) vorbei auf den ersten Rang der Southwest-Division.

Diese Entwicklung hatte sich bereits angebahnt. Bei Houston zeigt die Formkurve steil nach oben, 16 der vergangenen 20 Partien konnte die Mannschaft von Headcoach Rick Adelman zuletzt gewinnen. Den Spurs hingegen fehlt der verletzte Manu Ginobili (Sprunggelenk) an allen Ecken und Enden. Bei sieben der letzten 13 Begegnungen musste San Antonio den Platz als Verlieren verlassen.

Im gestrigen Schlagabtausch machte derweil ein anderer Argentinier den Unterschied: Luis Scola. 19 Punkte und 17 Rebounds konnte der Power-Forward für sich verbuchen, darunter die letzten fünf Punkte der Rockets. Zweimal brachte Scola seine Mannschaft nach einem Rückstand per Korbleger wieder in Front, beide Male von Yao Ming (13 Punkte, acht Rebounds) vorbereitet.

Normalerweise sieht das Setplay der Rockets Scola auf dem High- und Yao auf dem Lowpost vor. In der letzten Minute der Partie tauschten beide ihre Positionen, was die Spurs so verwirrte, dass Scola zweimal zu einem freien Korbleger kam.

Auf die Frage, wie oft Houston in der laufenden Saison diesen Spielzug bereits angewandt hatte, antwortete Adelman nach der Partie knapp: „zweimal.“

Brisant: San Antonio hatte über Jahre hinweg die Rechte an Scola, konnte sich aber nie zu einer Verpflichtung des 28-Jährigen durchringen und gab ihn im Sommer 2007 per Trade an die Rockets ab. Scola, der seit dem All-Star-Weekend bereits 11 Double-Doubles erzielte, schien aus dieser Konstellation seine ganz eigene Motivation zu beziehen.

„Wir haben uns in der entscheidenden Phase der Partie drei dicke Patzer in der Verteidigung erlaubt“, gab sich auf der Gegenseite Spurs-Coach Gregg Popovich enttäuscht.

San Antonio hatte einmal mehr in Tim Duncan (23 Punkte) und Tony Parker (22 Zähler, 12 Assists) seine stärksten Akteure, doch beide vergaben zusammen 29 von 46 Würfen aus dem Feld. Bei den Rockets konnte neben Scola Ron Artest mit 24 Punkten überzeugen.

Doch wie so oft in der laufenden Saison überdrehte Artest und versuchte in der Offensive zuviel alleine. „Unsere Spieler müssen verstehen, dass sie nicht die ganze Scoring-Last auf ihre Schultern nehmen können“, so Adelman anschließend. „Ron spielt wirklich aggressiv und wir müssen schauen, dass wir ihm vermehrt freie Würfe verschaffen und er sie sich nicht alleine kreieren muss.“

Gegen San Antonio hatte das allerdings keine Auswirkung auf den Ausgang der Partie. Denn da gab es ja noch die neu geschaffene Yao-Scola-Combo.

Zusammenfassung der Partie:

Mavericks Konkurrenz siegt geschlossen

Donnerstag, 19. März 2009

Obwohl Dallas spielfrei hatte, war es keine gute Nacht für die Mavericks.

Die gesamte Konkurrenz im Kampf um die Plätze drei bis acht der Western-Conference konnte ihre Spiele gewinnen - zum Teil äußerst knapp und mit viel Glück.

Denver konnte einen Zehn-Punkte-Rückstand im letzten Viertel der Partie gegen Memphis noch drehen und war am Ende mit 111:109 siegreich. Houston setzt sich erst nach zwei Verlängerungen mit 106:101 gegen die stark ersatzgeschwächten Pistons durch, während New Orleans die Timberwolves ganz knapp mit 94:93 besiegen konnten.

Daneben kam Portland zu einem 95:85-Erfolg bei den Pacers und Phoenix setzte sich in einem Offensiv-Spektakel mit 126:116 gegen Philadelphia durch. Somit verkürzen die Suns auf Rang neun liegend den Abstand zu den achtplatzierten Mavs auf vier Siege.

Die Texaner haben es derweil heute Nacht selbst in der Hand, wieder Boden gut zu machen. Allerdings wartet eine ganz schwere Aufgabe auf Dallas. Es geht nach Atlanta gegen die Hawks, die aktuell mit sechs Siegen in Folge neben Cleveland das heißeste Team der Liga stellen.

Die Mavericks müssen dabei weiterhin auf Josh Howard verzichten, dessen Sprunggelenks-Verletzung ihm schwer zu schaffen macht. Erst hieß es, der Small-Forward wäre spätestens in zwei Wochen wieder einsatzfähig, zur Not auch mit Kortison-Spritzen. Doch mittlerweile scheint sogar ein Ausfall für die komplette reguläre Spielzeit möglich. Dies könnte auch den Tauschwert Howards stark beeinträchtigen, falls sich die Mavericks im Sommer von dem 28-Jährigen per Trade trennen wollen.

Zwar ist die Bilanz der Mavs ohne Howard in den letzten Partien mit vier Siegen bei zwei Niederlagen ordentlich, doch ein gutes Abschneiden in der Tabelle der Western-Conference kann ohne eine zuverlässige dritte Scoring-Option im Angriff neben Dirk Nowitzki und Jason Terry kaum erreicht werden.

Nach der Partie in Atlanta geht es für Dallas zunächst zu den Pacers nach Indiana, bevor die Mavericks im heimischen American Airlines Center die Warriors und die Nuggets empfangen. Um das Saisonziel von 50 Siegen erreichen zu können, müssen die Texaner neun ihrer letzten 14 Partien gewinnen. Eine gute Gelegenheit also, gegen die Hawks direkt damit zu beginnen. 

Sefolosha vermiest Popovich-Jubiläum, Mutombo erteilt Lehrstunde

Dienstag, 17. März 2009

Die Verpflichtung von Thabo Sefolosha erweist sich für Oklahoma City als absoluter Volltreffer. Beim überraschenden 78:76-Sieg über San Antonio erzielte der Neuzugang von den Chicago Bulls 12 Punkte und drei Steals. Daneben blockte der Schweizer in der Schlusssekunde einen Dreier von Tony Parker (28 Zähler) und sicherte somit seiner Mannschaft den Sieg.

In den letzten fünf Spielen klaute der Defensiv-Spezialist seinen Gegnern im Durchschnitt 3,2 Bälle pro Partie. Seit Sefolosha für die Thunder aufläuft, hat er seinen Punkteschnitt von 4,5 auf 11,5 pro Begegnung gesteigert. Oklahoma City, zuvor das schlechteste Team der Liga, konnte mit dem Eidgenossen zudem sechs der letzten elf Spiele gewinnen.

Angeführt von Kevin Durant (25 Punkte) vermiesten die Thunder Spurs-Coach Gregg Popovich dessen Jubiläum im 1000. Spiel auf der Trainerbank der Texaner. Dabei lag San Antonio zeitweise mit 17 Punkten in Führung.

„Das ist der größte Alptraum eines Coaches“, zeigte sich „Pop“ ob der unnötigen Pleite enttäuscht. „Wir haben alle zusammen diese Niederlage zu verantworten.“

“Not in my House”

In New Orleans trat währenddessen eine lebende Legende zurück ins Rampenlicht. Weil Yao Ming wegen einer Grippe aussetzen musste, lief Dikembe Mutombo beim 95:84-Sieg seiner Rockets über die Hornets für die erste Fünf seiner Mannschaft auf. In knapp 25 Minuten auf dem Parkett verbuchte der 42-Jährige einen Punkt, sechs Rebounds und drei Blocks (alle gegen den 20 Jahre jüngeren Julian Wrigth). Das berühmte Fingerwackeln durfte dabei natürlich kein einziges Mal fehlen.

„Ich habe nur deswegen mit meinem Finger gewackelt, um eine kleine extra Verschnaufpause zu bekommen“, gab Mutombo nach der Partie mit einem Grinsen im Gesicht zu Protokoll. „Ich bin alt, ich muss nicht die ganze Zeit den Platz hoch und runter rennen.“

Bei Houston punkteten sechs Spieler zweistellig, Ron Artest mit 18 Zählern am häufigsten. Auf der Gegenseite war es einmal mehr Chris Paul, der mit 29 Punkten und 11 Assists für New Orleans zu überzeugen wusste.

Durch die Niederlage und einem gleichzeitigen Sieg Portlands (103:92 @ Memphis) tauschen die Hornets und die Trail Blazers die Plätze fünf und sechs in der Tabelle der Western-Conference. Denver konnte mit einem 121:96-Sieg zuhause über New Jersey den vierten Platz verteidigen, während das Polster der zweit platzierten Spurs auf Houston nur noch drei Spiele beträgt. 

Der Westen spielt verrückt

Sonntag, 15. März 2009

Die Tabelle der Western-Conference erinnert in diesen Tagen stark an die der Fußball Bundesliga. Mit jedem Spieltag gibt es gravierende Änderungen.

Durch die 129:140-Niederlage in Miami rutschen die Utah Jazz trotz zuletzt 12 Siegen aus 14 Spielen auf den siebten Rang ab, während sich die Denver Nuggets mit einem 107:94-Heimsieg über die Los Angeles Clippers um einen Platz auf Rang sechs verbessern können.

Trotz der Niederlagen der Rockets (85:88 gegen San Antonio) und der Hornets (79:97 @ Chicago) können beide Teams vorerst Rang drei und vier halten. Jedoch hat Houston lediglich eine Niederlage weniger auf dem Konto als die acht platzierten Mavericks.

Neue Hoffnung schöpfen derweil die Suns. Durch einem 106:95-Heimsieg über Oklahoma City verkürzt Phoenix den Abstand zu Dallas auf fünf Siege. Immer noch ein dickes Polster könnte man meinen, doch die Mavs müssen heute Abend gegen die Lakers in L.A. antreten und Phoenix verfügt über das deutlich leichtere Restprogramm. Immerhin trägt Dallas acht seiner letzten zwölf Partien im heimischen American Airlines Center aus.

In Stein gemeißelt scheint im „Wilden Westen“ derzeit nur der erste Platz der Lakers. Auch die Spurs können mit vier Spielen Vorsprung auf Rang drei relativ sicher mit dem Heimvorteil bis Runde zwei in den diesjährigen Playoffs rechnen.

Die Ränge drei bis acht, eventuell auch Platz neun, gleichen hingegen einer Lotterie. Man darf sich also auf einen ähnlich spannenden Endspurt im Westen freuen wie in der vergangenen Saison.

Pistons überraschen, Rockets marschieren

Dienstag, 10. März 2009

Auch außerhalb Miamis wurde vergangene Nacht in der NBA einiges geboten. Gleich vier Partien springen dabei ins Auge.

Bleiben wir zunächst in der Eastern-Conference. Seit Allen Iversons Verletzung (Rücken) spielen die Pistons wie ausgewechselt. Der 98:94-Sieg über den Favoriten aus Orlando war bereits der fünfte Erfolg im sechsten Spiel ohne „The Answer“. Drei Siege für das Team aus “Motown” kamen dabei gegen Division-Tabellenführer zustande. Richard Hamilton, für Iverson in die Starting-Five gerutscht, spielte gegen die Magic ganz stark auf und beendete die Partie mit 29 Punkten und 14 Vorlagen (Karriere-Bestleistung).

Aus Sicht der Dallas Mavericks kam die Partie der Hornets gegen die Hawks zu einem freudigen Ergebnis. Atlanta konnte New Orleans mit 89:79 bezwingen. Die längste Siegesserie der Hornets in der laufenden Saison (sieben Erfolge) beendete dabei der zuletzt etwas formschwache Joe Johnson fast im Alleingang. 30 Punkte verbuchte der Shooting-Guard in 41 Minuten auf dem Parkett. Bei New Orleans spielte Chris Paul mit 24 Zählern und zehn Assists gewohnt stark.

Brooks überzeugt, Fernandez verletzt

Im Westen der Liga bewiesen die Rockets abermals ihre starke Form. Mit 97:95 wurde der Rivale aus Denver bezwungen. Seit fest steht, dass Tracy McGrady für den Rest der Saison ausfällt (Knie), spielt Houston äußerst konstant und konnte von den vergangenen zehn Partien acht für sich entscheiden. Aaron Brooks, für den nach Orlando abgegebenen Rafer Alston auf die Position des startenden Point-Guards gerückt, zeigte mit 19 Punkten abermals eine starke Partie. Denver hingegen befindet sich in einer Mini-Krise und verlor bereits die dritte Partie in Folge.

Eine unschöne Szene gab es derweil in Portland. Beim deutlichen 111:94-Sieg der Trail Blazers über die Los Angeles Lakers foulte Trevor Ariza Portlands Rudy Fernandez bei einem Korbleger-Versuch Ende des dritten Viertels derart heftig, dass der Spanier zehn Minuten lang auf dem Platz behandelt werden musste. Anschließend ging es für Fernandez auf einer Trage ins nächste Krankenhaus. Brandon Roy führte seine Mannschaft währenddessen mit 27 Punkten zu einem wichtigen Sieg im Kampf um die Playoff-Ränge. Für die Lakers war es bereits die siebte Niederlage in Folge im Rose Garden der Trail Blazers.

Der Spieltag wurde durch einen 110:99-Sieg der Washington Wizards über die Minnesota Timberwolves komplettiert.

Shaq gegen Howard, Billups kehrt heim

Mittwoch, 4. März 2009

Aus Sicht der Dallas Mavericks gab es vergangene Nacht zwei interessante Partien.

Im Duell der aktuell formstärksten Center der Liga besiegten Dwight Howards Orlando Magic Shaquille O’Neals Phoenix Suns mit 111:99. Daneben konnten die Detroit Pistons den dritten Sieg in Folge verbuchen. Mit 100:95 wurde Rückkehrer Chauncey Billups und seine Denver Nuggets bezwungen.

In Orlando lieferten sich Howard (21 Punkte, acht Rebounds) und O`Neal (19 Zähler, 11 Abpraller) ein heißes Duell, das alle Erwartungen erfüllte. Magic-Coach Stan Van Gundy wollte sogar eine Schwalbe Shaqs gegen seinen Center ausgemacht haben. „Ich war wirklich geschockt“, so Van Gundy. „Und ziemlich enttäuscht. Shaquille sollte einfach stehen bleiben und weiterspielen, so wie es unser Center die ganze Nacht über gemacht hat.“

 

Bei den Suns gab Steve Nash (20 Punkte, acht Assists, sieben Rebounds) nach drei Partien, die er wegen einer Knöchelverletzung aussetzen musste, sein Comeback. Auf Seiten Orlandos spielte Rashard Lewis mit 29 Punkten und 12 Rebounds am stärksten.

Warmer Empfang für Rückkehrer

In Detroit wurden die Zuschauer derweil Zeuge einer feinen Geste. Der Hallensprecher der Pistons stellte Billups von den gegnerischen Nuggets wie in alten Zeiten mit dem berühmten „B-B-B-B-Billups“ vor. Der Point-Guard, der zu Beginn der Saison im Tausch für Allen Iverson Detroit nach sechs Jahren in Richtung Denver verließ, zeigte sich ob des Jubels der Zuschauer sichtlich gerührt. „Ich kann das Spiel getrost vergessen“, so Billups über die Niederlage. „Aber die Ovationen und der warme Empfang der Fans werden mir ewig in Erinnerung bleiben.

Billups erzielte mit 34 Punkten gegen sein Ex-Team eine neue persönliche Saison-Bestleistung. Doch in Abwesenheit von Carmelo Anthony (interne Sperre) und einer schwachen Vorstellung von Kenyon Martin (lediglich sechs Punkte und drei Rebounds) hatten die Nuggets den Pistons unter den Körben wenig entgegenzusetzen. Für das Team aus Motor-City zeigten sich Richard Hamilton (21 Punkte) und Tayshaun Prince (23) am stärksten.

Seit Hamilton wieder in der ersten Fünf aufläuft, haben die Pistons gegen Boston, Orlando und nun gegen Denver gewonnen. Allen Iverson wird laut Coach Michael Curry nach seiner verletzungsbedingten Pause (Rücken) von der Bank ins Spiel kommen.

Zusammenfassung der Partie:

Beide Ergebnisse sind hilfreich für die Playoff-Hoffnungen der Mavericks. Die Plätze drei bist acht in der Western-Conference liegen aktuell nur um zwei Niederlagen auseinander. Zeit für Dallas, einen Zwischenspurt zu starten. Betrachtet man jedoch die Leistung gegen Oklahoma City und schaut sich die kommenden Gegner an, San Antonio, New Orleans, Washington, Phoenix, Portland, können einem berechtige Zweifel kommen.

Phoenix ohne Chance in L.A.

Freitag, 27. Februar 2009

Wie sich die Zeiten doch ändern.

Noch 2006 und 2007 schickten die Phoenix Suns die Rivalen aus Los Angeles jeweils in der ersten Runde der Playoffs nach Hause. Das Team aus Arizona beendete damals die regulären Spielzeiten  als beste Mannschaft der Liga, während sich die Lakers gerade noch so für die Endrunde qualifizieren konnten.

Knapp zwei Jahre später hat sich das Blatt komplett gewendet. Los Angeles stellt aktuell das beste Team der Liga, während die Suns, momentan auf Platz neun der Western-Conference liegend, zum ersten mal in der Ära Steve Nash die Playoffs verpassen würden.

Und der Klassenunterschied wurde auch beim 132:106-Sieg der Lakers über Phoenix vergangene Nacht mehr als deutlich. Begünstigt durch die Verletzungen vom Amare Stoudemire (Auge) und Nash (Knöchel) ließ die Mannschaft um Superstar Kobe Bryant (22 Punkte, acht Assists) den Suns keine Chance und entschied jedes Viertel für sich.

„Sie sind nicht mehr das Teamt von damals“, so Bryant nach der Partie. „Ich wünschte sie wären es noch, dann hätte mir der Sieg deutlich mehr Genugtuung verschafft.“

Ohne ihren Spielmacher hatte die Truppe aus der Wüste dem amtierenden Vize-Meister nichts entgegenzusetzen. Kein Spieler der Suns konnte die 20-Punkte-Marke durchbrechen. Am auffälligsten spielten noch Leandro Barbosa mit 18 und Nash-Ersatz Alando Tucker mit 16 Zählern. Shaquille O’Neal, beim All-Star-Game zusammen mit Bryant noch zu MVP-Ehren für die Mannschaft des Westens gekommen, zeigte mit 12 Punkten und sieben Rebounds eine unauffällige Partie.

Auf Seiten der Lakers spielten neben Bryant Lamar Odom (23 Punkte, neun Rebounds) und Pau Gasol (16 Zähler, neun Rebounds) gewohnt stark. In Halbzeit zwei ließ Coach Phil Jackson über weite Strecken der Partie von seinen Stars lediglich Odom auf dem Parkett und gab der zweiten Garde eine Menge Spielzeit.

„Sie sind einfach ein verdammt gutes Team“, zeigte sich Suns-Coach Alvin Gentry nach der Partie beeindruckt. „Sie spielen eine großartige Zonen-Verteidigung und haben den Passweg auf Shaq sehr effektiv zugestellt. Ohne Steve war es heute schwer, die Bälle an unsere Spieler zu verteilen. Er macht das Spiel für unsere Jungs viel einfacher und ermöglicht jedem offene Würfe.“

Randnotizen: Los Angeles entschied bisher alle drei Vergleiche mit Phoenix in der laufenden Saison für sich. +++ Mit 70 Punkten in Halbzeit eins verpassten die Lakers den Saison-Rekord von 72 Zählern in einer Halbzeit nur knapp. +++ L.A.’s Reserve entschied das Duell gegen die Ersatzspieler der Suns mit 58:37 für sich. +++ Steve Nash fehlen noch drei Zähler bis zur 13.000-Punkte-Karriere-Marke.

Zusammenfassung der Partie: