Archiv für die Kategorie „Spielbericht Dallas Mavericks“

Dallas Mavericks @ Denver Nuggets 95:109

Sonntag, 3. Mai 2009

Euphoriebremse für die Dallas Mavericks.

Im ersten Spiel der Conference-Semi-Finals gegen die Denver Nuggets musste das Team aus Texas am Ende eine deutliche 95:109-Schlappe einstecken. Die Mavs liegen zu Beginn der Serie „Best-of-Seven“ dadurch mit 0:1 Siegen im Hintertreffen.

Lange Zeit sah die körperbetonte Begegnung nach einer engen Angelegenheit aus. Viertel Nummer eins entschieden die Mavericks mit 24:16 zu ihren Gunsten, Denver wusste sich dabei phasenweise nur durch rüde Fouls zu helfen. Nach einem anschließenden 17:8 Zwischenspurt der Nuggets und dem Halbzeitergebnis von 47:51 hatten sich die Verhältnisse aber schnell wieder ausgeglichen. Im dritten Spielabschnitt konnte die Mannschaft von Rick Carlisle nochmals mit 66:64 in Führung gehen, bevor das Team komplett den Faden verlor.

Jason KiddWährend den letzten 15 Minuten der Partie häuften sich die individuellen Fehler auf Seiten der Mavs. Jason Kidd (Foto, 15 Punkte, vier Vorlagen), der über die komplette Serie gegen die San Antonio Spurs lediglich drei Ballverluste fabrizierte, verbuchte derer acht (!) gegen Denver. Völlig untypisch für den ansonsten so umsichtig agierenden Spielmacher. „Ich habe den Ball teilweise in die Zuschauerränge geworfen”, so Kidd anschließend. “Das darf mir nicht passieren.”

Insgesamt war die Truppe von Besitzer Mark Cuban für 20 Ballverluste verantwortlich. Ein Wert, mit dem keine Endrunden-Partie zu gewinnen ist. „Wir haben uns selbst geschlagen”, so Jason Terry nach der Begegnung, der selbst vier Mal den Ball verlor.

Ebenfalls ungewohnt für den bisherigen Playoff-Verlauf präsentierte sich die Bank der Mavericks. Terry erzielte zwar 15 Zähler für die zweite Garde seines Teams, doch daneben konnte kein Dallas-Einwechsel-Spieler mehr als sechs Zähler auf der Anzeigetafel vermerken. Ganz im Gegensatz zur Bank der Nuggets, die starke 39 Punkte zum Sieg ihrer Mannschaft beitrug.

Ein spielentscheidender Faktor der Partie war daneben die Punkteausbeute beider Mannschaften im Fast-Break. Denver schaltete stets blitzartig von Verteidigung in Offensive und beendete die Begegnung mit 29 Zählern nach schnellen Konterangriffen. Dallas dagegen konnte in dieser Statistik lediglich vier Punkte für sich verbuchen, auch dank der vielen Stockfehler von Kidd.

Nene HilarioGroße Defizite im Spiel der Mavericks wurden daneben unter den Brettern erkennbar. Erick Dampier (schwerfällig, drei Punkte, sechs Rebounds) und Ryan Hollins (unkonzentriert und übermotiviert, sechs Zähler, sechs Abpraller) hatten ihren Gegenspielern Nené (Foto, 24 Punkte, Karriere-Playoff-Bestleitungs) und Chris Andersen (11 Zähler, ebenfalls eine persönliche Bestmarke während der Endrunde, daneben fünf Blocks) offensiv wie defensiv nur wenig entgegenzusetzen. Vor allem Nené entwickelte sich bereits früh zum absoluten Albtraum-Matchup für Dampier, der dem gebürtigen Brasilianer in Sachen Athletik und Schnelligkeit nicht gewachsen war.

Dirk Nowitzki zeigte dagegen phasenweise ein ganz starkes Spiel und begann die Partie mit sechs Treffern bei sechs Versuchen aus dem Feld. Doch der Deutsche hatte gegen den „Birdman“ Andersen auch des Öfteren Schwierigkeiten, einen sauberen Wurf in der Offensive zu bekommen. Der achtfache All-Star beendete die Begegnung mit 28 Zählern und zehn Rebounds.

„Als ich mir nach dem Spiel die Statistik angeschaut habe, dachte ich, ich sehe nicht recht”, so Nowitzki über den Ausgang der Partie. „Ich hatte eher das Gefühl, wir hätten mit 30 Zählern Unterschied verloren. Jedes Mal, wenn wir die Chance hatten den Spielstand zu verkürzen, haben wir den Ball hergeschenkt.” 

Josh Howard zeigte währenddessen wie gewohnt mit 13 Punkten eine starke Anfangsphase, tauchte im späteren Spielverlauf jedoch völlig ab und beendete das Spiel mit lediglich 15 Zählern. Ende des ersten Viertels hatten Dallas und Howard dabei eine Schrecksekunde zu überstehen, als der 29-Jährige mit dem rechten Fuß umknickte. Nach kurzer Behandlung in der Umkleidekabine konnte Howard im zweiten Spielabschnitt aufs Parkett zurückkehren, doch wirkte er von da an längst nicht mehr so bissig wie zu Beginn der Partie.

Auf Seiten der Nuggets präsentierten sich neben Nené Carmelo Anthony mit 23 und J.R. Smith mit 15 Zählern auffällig. Chauncey Billups, Anführer der Truppe, durchlebte mit sechs Punkten und sechs Vorlagen dagegen einen eher ruhigen Arbeitstag.

Dallas muss währenddessen dringend den eigenen Spielaufbau in den Griff bekommen, um in der Nacht auf Mittwoch nicht bereits mit 0:2 Siegen ins Hintertreffen zu geraten. Daneben gilt es, das schnelle Umschalten der Nuggets von der Defensive in die Offensive effektiver zu unterbinden, sowie die Kreise von Nené unter dem Korb besser einzudämmen.

Viel Arbeit für Coach Carlisle und seine Jungs in ziemlich kurzer Zeit.

„Du kannst im Vorfeld soviel besprechen wie du willst”, gab Nowitzki über die Serie gegen Denver zu Protokoll. „Ich vermute, wir mussten heute hier einfach selbst die Erfahrung machen, wie es ist, in den Playoffs gegen die Nuggets zu spielen.”

„Jetzt liegt es an uns, im nächsten Aufeinandertreffen besser zu spielen.”

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks @ San Antonio Spurs 106:93

Mittwoch, 29. April 2009

Es ist vollbracht.

Die Dallas Mavericks stehen in der zweiten Runde der NBA-Playoffs 2008/2009.

Angeführt von einem starken Dirk Nowitzki, der mit 31 Punkten und neun Rebounds sein bestes Spiel der diesjährigen Endrunde ablieferte, besiegte das Team aus „Big D“ die Spurs mit 106:93 im AT&T Center zu San Antonio.

Die Serie „Best-of-Seven“ geht dadurch mit 4:1 an die Mavericks, die zum ersten Mal seit drei Jahren wieder in die Conference-Semi-Finals einziehen können. Dort trifft Dallas auf die Denver Nuggets oder die New Orleans Hornets (Stand der Serie: 3:1).

„Ich freue mich riesig für meine Jungs“, so Rick Carlisle, Headcoach der Mavericks, nach der Begegnung. „Es war ein turbulentes Jahr, aber uns sind einfach viele gute Dinge zum richtigen Zeitpunkt widerfahren. Die Mannschaft ist in den vergangenen Wochen zu einer verschworenen Einheit zusammengeschmolzen.“ 

Dallas zeigte im Duell mit dem großen Rivalen aus Texas von Beginn an eine überzeugende, teils souveräne Vorstellung. San Antonio entschied sich zu Spielbeginn, Nowitzki nicht zu doppeln, sondern im Eins gegen Eins zu verteidigen. Der Deutsche nutzte in der Folge seine neu gewonnenen Freiräume äußerst effektiv. Mit 11 Zählern im ersten Spielabschnitt erzielte er lediglich einen Punkt weniger als im vorhergegangenen Aufeinandertreffen beider Teams über die ganze Partie. Viertel Nummer eins ging dank Nowitzki mit 31:20 an Dallas.

Im folgenden Spielverlauf wussten die Mavericks ihren Vorsprung geschickt zu verteidigen, bevor die Spurs kurz vor Halbzeitpfiff noch einmal auf 48:52 verkürzen konnten. Bis dahin hatte die Dallas-Defense Tony Parker gut unter Kontrolle, der im Gegensatz zu seinen 31 Punkten in Hälfte eins der vierten Partie humane 12 Zähler für sich verbuchte.

Wer im dritten Viertel ein Aufbäumen San Antonios erwartet hatte, sollte sich gründlich täuschen. Mit 30:19 ging der Spielabschnitt an Dallas, den die Mavericks mit zwei Dreiern von Geburtstagskind Josh Howard (17 Punkte, acht Rebounds, 29 Jahre) und Jason Kidd (12 Zähler, fünf Vorlagen) zum 82:67 beenden sollten.

„Ich denke, Howard ist der MVP dieser Serie“, gab es nach dem Schlusspfiff ein dickes Lob von Carlilse. „Er hat großartig gespielt. Er war immer für uns zur Stelle und hat sich vor allem durch Aktionen ausgezeichnet, die nicht zwingend zu Punkten führten, aber dennoch äußerst wichtig für unser Spiel waren.“

In den letzten 12 Minuten der Partie waren es dann Nowitzki mit seinen typischen Würfen aus der Mitteldistanz und Jason Terry (19 Zähler, sieben von 14 aus dem Feld) mit zwei erfolgreichen Dreiern, die den Vorsprung der Mavericks konstant im zweistelligen Bereich hielten.

Beim Stand von 96:86 und einer restlichen Spieldauer von zweieinhalb Minuten waren die San Antonio Spurs geschlagen.

„Es ist eine Befreiung“, diktierte Kidd der versammelten Reporter-Riege nach dem Sieg seiner Mannschaft in die Notizbücher.

Dallas überzeugte vor allem durch eine gute Defensiv- und Reboundarbeit und konnte daneben mit 51,4 Prozent aus dem Feld (38 Treffer bei 74 Versuchen) und 50 Prozent von jenseits der Dreierlinie (zehn von 20 Würfen) eine starke Trefferquote aufweisen. Die Punktelast im Angriff wurde zudem äußerst gleichmäßig verteilt. Neben Nowitzki, Kidd, Terry und Howard beendeten J.J. Barea (zehn Punkte) und Erick Dampier (11 Zähler, 12 Rebounds) die Partie mit einer zweistelligen Punkteausbeute.

Ganz im Gegensatz zu den Spurs. Die Abhängigkeit der Mannschaft von Parker (erzielte letzten Endes 26 Punkten und 12 Vorlagen) und Tim Duncan (30 Zähler, acht Rebounds) war auch im fünften Aufeinandertreffen beider Teams nicht zu übersehen und zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Serie. Neben den beiden Stars der Truppe von Headcoach Gregg Popovich konnte abermals kein anderer Akteur im zweistelligen Bereich punkten.

Für San Antonio war es während der Ära Duncan erst das zweite Ausscheiden in Runde eins der Playoffs (zuvor gegen die Phoenix Suns im Jahr 2000, Duncan war damals verletzt). Daneben kann sich Dallas auf die Fahnen schreiben, die einzige Mannschaft der Liga zu sein, die den großen Rivalen in dessen eigener Halle aus der Endrunde kegelte. Nach 2006 gelang den Mavericks dieses Kunststück bereits zum zweiten Mal. Waren zu Beginn des Jahrtausends stets die Spurs der große Angstgegner der Mavericks, hat sich die Rollenverteilung inzwischen wohl endgültig umgekehrt.

„Sie waren das bessere Team, ganz einfach“, zeigte sich Popovich nach der Niederlage als fairer Verlierer.

Die Mannschaft von Besitzer Mark Cuban kann jetzt erst einmal in Ruhe den Geburtstag von Josh Howard feiern, dessen Party im Vergleich zum vergangenen Jahr nach dem Ausscheiden in Runde eins gegen die New Orleans Hornets deutlich fröhlicher ausfallen dürfte.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks gegen San Antonio Spurs 99:90

Sonntag, 26. April 2009

Tony Parker und Tim Duncan können es alleine nicht richten.

Auch 68 Punkte des Duos der San Antonio Spurs sollten an diesem Abend gegen eine ausgeglichene Mannschaftsleistung und ein frenetisches Publikum der Dallas Mavericks nicht ausreichen. Mit 99:90 bezwang die Truppe von Headcoach Rick Carlisle vergangene Nacht den ewigen Rivalen aus Texas. Dallas führt die Serie „Best of Seven“ nun mit 3:1 Siegen an und kann bereits am kommenden Dienstag den Einzug in die Conference-Semi-Finals durch einen Erfolg in San Antonio perfekt machen.

Doch dieser komfortablen Ausgangslage ging ein schweres Stück Arbeit voraus.

Von Beginn an narrte Parker die Dallas-Defense nach Lust und Laune. Ganz im Gegensatz zum vergangenen Duell beider Mannschaften, in dem der Shooting-Guard lediglich 12 Punkte erzielen konnte, fanden die Mavericks im vierten Aufeinandertreffen mit den Spurs kein Mittel gegen den Franzosen.

Parker verbuchte gegen Dallas 43 Zählern, davon 31 in Halbzeit eins (interne Playoff-Bestmarke von George Gervin eingestellt). Doch mit zunehmender Spieldauer fiel es dem 26-Jährigen sichtlich schwerer, die komplette Punktelast im Angriff seiner Mannschaft zu tragen. Das dritte Viertel beendete er mit lediglich vier Punkten, im Schlussabschnitt verbuchte er deren acht. Duncan konnte derweil an seinem 33. Geburtstag 25 Zähler und zehn Rebounds für sich verzeichnen. Doch kein anderer Akteur im Trikot San Antonios erzielte daneben mehr als sieben Punkte. Zusammengerechnet waren die Spurs-Akteure, die nicht Parker oder Duncan hießen, für nur 22  Zähler verantwortlich.

„Die Mavs haben im Angriff deutlich mehr Waffen als wir“, so Parker nach der Begegnung. „Unser Fokus ist limitiert auf Dirk und Jason Terry, und mit denen kommen wir bisher auch gut zurecht. Aber die anderen Jungs bringen uns um.“

Josh HowardDallas erbrachte somit den Beweis, dass Basketball noch immer ein Teamsport ist. Fünf Spieler der Mavs wiesen eine zweistellige Punkteausbeute auf, darunter Josh Howard (Foto) mit 28 Zählern am erfolgreichsten (sieben von 14 aus dem Feld, drei von sechs jenseits der Dreierlinie, 11 von 13 Freiwürfen).

„Was Josh unserer Mannschaft gibt, ist nicht ersetzbar“, so Carlisle anschließend über die starke Leistung Howards.

Dirk Nowitzki erwischte derweil einen rabenschwarzen Tag. Der achtfache All-Star wirkte phasenweise komplett verunsichert und schenkte ein ums andere Mal in Bedrängnis und von den Spurs gedoppelt den Ball her. Mit 12 Punkten und nur neun Versuchen aus dem Feld (bei vier Treffern) zeigte der Deutsche offensiv seine schwächste Partie während der Erstrunden-Serie gegen San Antonio. In der Verteidigung konnte er allerdings mit 13 Rebounds voll überzeugen.

„Die anderen Jungs sind heute für Dirk in die Bresche gesprungen“, äußerte sich Jason Kidd über die Leistung seiner Mannschaft. „So wie wir uns die ganze Saison über auf ihn verlassen konnten, konnte er sich heute auf uns verlassen. Ich glaube nicht, dass er jede Nacht 30 Zähler erzielen muss. Wir sehen momentan in dieser Serie, dass wir auch so gewinnen können.“

Dallas hatte es sich währenddessen selbst zuzuschreiben, dass die Partie überhaupt so spannend geriet. Beim Stand von 47:38 im zweiten Viertel vergab Jason Terry (zehn Punkte, lediglich drei Treffer bei 17 Versuchen aus dem Feld) einen offenen Fastbreak-Korbleger. San Antonio drehte in der Folge die Partie und ging mit einer 55:51-Führung in die Halbzeitpause.

Nach einem starken dritten Spielabschnitt, den Dallas mit 29:16 dominierte, fanden die Spurs Mitte des vierten Viertels abermals zurück in die Partie. Beim Stande von 87:84 aus Sicht der Mavs war die Begegnung wieder völlig offen.

Doch das Team aus “Big D” präsentierte sich während der finalen Spielminuten nervenstark. Der defensiv auffällige Ryan Hollins (acht Rebounds, drei Blocks) verbuchte zunächst per Slam-Dunk seine einzigen Punkte des Abends, bevor Nowitzki mit einem Korbleger und Howard durch fünf von sechs verwandelten Freiwürfen die Partie zu Gunsten der Mavericks entschieden. Auf der Gegenseite hatten die Spurs ihr Heil in Dreipunktwürfen gesucht, doch mit sieben Fehlwürfen während der letzten drei Minuten der Begegnung nicht gefunden.

Herauszuheben ist auf Seiten der Mavericks die Leistung von Kidd (17 Punkte, sieben Vorlagen, sieben Rebounds). Dallas’ Spielgestalter lenkte die Geschicke seiner Mannschaft derart umsichtig, dass er in 40 Minuten auf dem Parkett keinen einzigen Ballverlust produzierte. Zudem strahlte er zu jeder Zeit der Begegnung eine absolute Ruhe aus und integrierte geschickt alle Mavs-Akteure ins Spiel seiner Mannschaft.

Auch Erick Dampier wusste unter den Brettern zu überzeugen. Mit einer Intensität, die man in Dallas lange von ihm vermisst hatte, stürzte sich der Center in jeden Zweikampf und beendete die Partie mit zehn Punkten und sechs Rebounds. Antoine Wright lies sich derweil von seiner Degradierung in die zweite Garde der der Mannschaft nicht irritieren (J.J. Barea, neun Punkte, vier Vorlagen, startete erneut an seiner Stelle), und lieferte mit neun Zählern, darunter zwei ganz wichtige Dreier, eine ansprechende Leistung ab.

Die Mavericks haben nun alle Chancen in der Hand, einer durchwachsenen Saison mit dem Erreichen der zweiten Playoff-Runde endgültig eine positive Wende zu geben.

San Antonio muss sich hingegen etwas einfallen lassen, um die minimale Chance auf ein Weiterkommen zu wahren. Tony Parker und Tim Duncan sind dabei auf die Hilfe ihrer Team-Kameraden angewiesen. Ohne sie wird es nicht reichen.

 Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks gegen San Antonio Spurs 88:67

Freitag, 24. April 2009

Demontage des Erzrivalen.

Was die Dallas Mavericks gestern gegen die San Antonio Spurs ablieferten, wird als eine der besten Defensiv-Leistungen in die Geschichte der Mannschaft aus Texas eingehen.

88:67 hieß es am Ende zu Gunsten der Mavs, in einer Partie, die schnell entschieden war. Dallas trat derartig dominant auf, dass Headcoach Rick Carlisle seine Stars bereits früh für die nächste Begegnung schonen konnte. Mit J.J. Barea (13 Punkte, sieben Assists) stand nur ein Dallas-Akteur länger als 30 Minuten auf dem Parkett.

Dirk NowitzkiDirk Nowitzki, lediglich 26 Minuten im Einsatz, beendete die Partie mit 20 Zählern als Topscorer der Begegnung (starke acht Treffer bei 12 Versuchen aus dem Feld, sieben Rebounds). Somit endete die Serie von zwei Spielen in Folge, in denen der 30-Jährige die 20-Punkte-Marke nicht durchbrechen konnte. Neben dem Deutschen wussten Josh Howard (17 Zähler, acht Rebounds), sowie Jason Terry und Brandon Bass (jeweils zehn Punkte) zu gefallen.

“Das war heute eine großartige Leistung, offensiv wie defensiv. Doch ausschlaggebend war sicherlich unsere Verteidigung”, so Nowitzki, der vor der Partie als “Spieler des Monats April” der Western-Conference ausgezeichnet wurde.

Nach dem ersten Viertel führten die Mavericks bereits mit 27:16 und sollten in der Folge stets zweistellig in Front liegen. Zeitweise betrug der Vorsprung der Mavs 36 Punkte. Lediglich ein 25:13 Schlussviertel San Antonios lies die Niederlage auf dem Papier etwas milder erscheinen.

„Bitte habt ein bisschen Mitleid mit mir“, äußerte sich Gregg Popovich, Headcoach der Spurs, nach der Begegnung zur Klatsche seiner Mannschaft. „Diese Niederlage ist schlimm genug, da will ich mir nicht auch noch die Statistiken ansehen müssen”. Popovich nahm bereits Mitte des dritten (!) Viertels seine komplette Startformation vom Feld.

Tony Parker, in der Vergangenheit das Schreckgespenst der Mannschaft von Besitzer Mark Cuban, wurde in der Verteidigung das erste Mal während der laufenden Saison von den Dallas-Akteuren komplett unter Kontrolle gehalten. Parker, während dem zweiten Aufeinandertreffen beider Teams mit 38 Punkten noch Matchwinner San Antonios,  beendete die Partie mit mageren 12 Zählern (fünf von 14 aus dem Feld) - so viele hatte er am vergangenen Dienstag bereits Mitte des ersten Viertels auf seinem Konto. Dennoch war der Franzose mit dieser Ausbeute Topscorer seiner Mannschaft. 

Erick Dampier (zwei Punkte, neun Rebounds, drei Blocks) musste seiner Drohung, die er im Vorfeld der Partie geäußert hatte, keine Taten Folgen lassen. Der bullige Center auf Seiten der Mavs hatte versprochen, Parker mit dem ersten Ballbesitz der Begegnung per Foul auf die Bretter schicken zu wollen. Doch das war nicht von Nöten. Dampiers Nebenleute wussten den gegnerischen Spielmacher auch mit fairen Mitteln zu stoppen. Doch die Worte des 2,11-Meter-Kolosses hatten ihre Wirkung auf den Point-Guard anscheinend nicht verfehlt. Im ersten Viertel pflückte Dampier einen Korbleger-Versuch des 26-Jährigen blitzsauber vom Brett. Insgesamt dreimal während der ersten 12 Spielminuten wurde Parker mustergültig von einem Akteur der Mavs geblockt.

Neben dem Finals-MVP von 2007 punktete auf Seiten der Spurs lediglich Fabricio Oberto mit zehnPunkten zweistellig (und das zum größten Teil während der „Garbage-Time“, der Phase der Partie, in der bereits alles entschieden ist).

Tim Duncan stellte derweil mit vier Zählern (neben zwei Rebounds) einen persönlichen Negativ-Rekord auf. Nie zuvor gelangen dem Power-Forward in einer Playoff-Begegnung weniger Punkte, ebenso wie San Antonio nie zuvor eine Partie der Endrunde mit weniger Zählern beendete. „Das war ein schreckliches Spiel“, so Duncan anschließend. „Hoffentlich kann ich das nächste Mal meine Mannschaft besser anführen.“

Zur Halbzeit waren die Mavericks beim Stand von 46:30 ebenfalls  für einen neuen Rekord verantwortlich, allerdings im positiven Sinne: 30 zugelassene Punkte bedeuten auch statistisch gesehen die beste Verteidigungs-Leistung der Mannschaft zur Halbzeit einer Playoff-Partie.

Dallas führt die „Best-of-Seven“-Serie nun mit 2:1 Siegen an und kann in der Nacht auf Sonntag im vierten Aufeinandertreffen der Texas-Rivalen einen großen Schritt in Richtung Conference-Semi-Finals unternehmen. Jene Mannschaft, die in einer Serie mit 3:1 in Führung geht, kommt statistisch gesehen zu 76 Prozent auch eine Runde weiter.

„Unsere Aufgabe ist es nun, mit der gleichen Intensität ins nächste Spiel zu gehen“, so Carlisle nach der Partie. „Wir haben tollen Einsatz gezeigt und der Sieg war wichtig. Doch das war nur ein Schritt in die richtige Richtung.“

Partie Nummer vier findet ebenfalls im American Airlines Center zu Dallas statt, wo sich die Mavericks während der Saison als wahre Heim-Macht präsentierten (seit dem All-Star-Game mit einer Bilanz von 15:1 Siegen).

Es darf mit Spannung erwartet werden, ob San Antonio auf diese Klatsche eine Antwort findet.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks @ San Antonio Spurs 84:105

Dienstag, 21. April 2009

Da war es wieder, das längst überwunden geglaubte zweite Gesicht der Dallas Mavericks.

Nach einer starken ersten Partie gegen die San Antonio Spurs in Runde eins der Playoffs 2008/2009 setzte es vergangene Nacht eine schmerzhafte 84:105-Klatsche gegen den Erzrivalen aus Texas, der die Serie somit zum 1:1 ausgleichen konnte.

Die Fans der Mavericks dürften sich mit einem Déja-vu-Erlebnis konfrontiert sehen. Wie so oft in der vergangenen Saison folgte auf eine viel versprechende Vorstellung der Totalabsturz.

Die Mannschaft von Headcoach Rick Carlisle präsentierte sich wie ausgewechselt. Viel zu viele Einzelaktionen resultierten aus einem kaum vorhandenen Zusammenspiel der Dallas-Akteure.

Nach einem schwachen ersten Viertel, das mit 19:30 abgegeben wurde, konnte man vielleicht noch an den Auftaktsieg der Mavs denken, als die Mannschaft ähnlich mühsam in die Begegnung startete. Im zweiten Spielabschnitt, den Dallas mit 27:27 ausgeglichen gestalten konnte, keimte wieder etwas Hoffnung auf. Doch nach der Pause lief dann gar nichts mehr zusammen. Viertel Nummer drei, ansonsten eher Schlüsselabschnitt im positiven Sinne der Mannschaft, wurde mit 17:28 hergeschenkt und die Partie war beim Stand von 63:85 bereits entschieden.

Tony ParkerTony Parker (Foto), im ersten Spiel der Serie noch mit moderaten 24 Zählern von der Dallas-Defense einigermaßen im Zaum gehalten, präsentierte sich während der vergangenen Nacht wieder als absolute Nemesis der Mavericks. Mit 38 Punkten (16 von 22 verwandelten Würfen aus dem Feld) und acht Vorlagen spielte der Franzose praktisch ohne Gegenspieler und agierte im Angriff seiner Mannschaft nach Belieben.

„Ich habe versucht, mit viel Biss zu spielen“, so Parker nach der Partie. „Ein Sieg war für uns heute einfach Pflicht.“

Gregg Popovich, Headcoach San Antonios, konnte es sich sogar erlauben, Tim Duncan (13 Punkte, 11 Rebounds) nur 28 Minuten einzusetzen um ihn bereits für die kommende Begegnung zu schonen.

Vor allem an den Brettern zeigten sich die Spurs deutlich aggressiver als im ersten Spiel und dominierten gegen schwache Gäste die Rebound-Statistik mit 44:28 Abprallern.

Dirk Nowitzki blieb auf der Gegenseite während der zweiten Partie in Folge unter 20 Zählern. Der Deutsche spielte phasenweise ohne Selbstvertrauen und beendete die Partie mit 14 Punkten und einer ganz schwachen Wurfquote aus dem Feld von lediglich drei Treffern bei 14 Versuchen. Im dritten Viertel verletzte sich der 30-Jährige zu allem Übel auch noch am Daumen und musste mit einem Verband weiterspielen.

Kein Dallas-Akteur vermochte gegen die Spurs-Verteidigung mehr als 20 Punkte zu erzielen. Am erfolgreichsten präsentierte sich noch Jason Terry mit 16 Zählern, wofür er allerdings auch 15 Würfe aus dem Feld benötigte. Von den zuletzt gelobten J.J. Barea (fünf Zähler) und Brandon Bass (acht Punkte) war wenig zu sehen, Josh Howard, viel beschworener X-Faktor im Spiel seiner Mannschaft, tauchte mit lediglich sieben erzielten Zählern komplett ab.

Einzig Jason Kidd erreichte mit 14 Zählern, vier Rebounds, fünf Assists und drei Steals annähernd seine Normalform.

Trotz der unterirdischen Leistung ist die Ausgangssituation der Mavericks für die kommenden Partien komfortabel, schließt man eine Wiederholung der heutigen Vorstellung einmal aus. Durch den Auswärtssieg im ersten Spiel der Serie ist Dallas im Besitzt des Heimvorteils, sprich, wenn das Team von Besitzer Mark Cuban seine drei verbleibenden Heimspiele gewinnt, kommt es eine Runde weiter.

Dazu ist allerdings das andere Gesicht der Mannschaft nötig. Sonst sieht es für die Mavs auch im heimischen American Airlines Center düster aus, wo in der Nacht auf Freitag Spiel Nummer drei der Serie steigt.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks @ San Antonio Spurs 105:97

Sonntag, 19. April 2009

Ausrufezeichen beim Erzrivalen.

Die Dallas Mavericks nehmen den Schwung aus der regulären Saison mit in die Playoffs und besiegen zum Erstrunden-Auftakt die San Antonio Spurs mit 105:97 im gegnerischen AT&T-Center.

Somit steht es 1:0 in der „Best-of-Seven“-Serie zwischen beiden Mannschaften. Dallas entreißt durch den Auswärtssieg direkt im ersten Spiel des Texas-Showdowns San Antonio den Heimvorteil.

Für das Team von Headcoach Rick Carlisle war es der erste Erfolg in fremder Halle während einer Endrunden-Serie seit dem Western-Conference-Finale von 2006. Zuletzt mussten sich die Mavericks in den Playoffs neun mal in Folge auswärts geschlagen geben.

„Wir sind ein geduldiges, aber sehr hungriges Team“, äußerte sich Carlisle nach der Begegnung über seine Mannschaft. „Wir wussten, wie stark San Antonio hier spielt und haben nicht aufgegeben zu kämpfen, auch wenn es in der ersten Halbzeit lange nicht gut aussah.“

Und das tat es wirklich nicht.

Brandon BassDas erste Viertel verschlief Dallas direkt mit 18:29, bevor sich die Mannschaft, angeführt von einem ganz starken Brandon Bass (Foto), der im zweiten Spielabschnitt zehn seiner 14 Punkte erzielte, zur Halbzeitpause auf 45:49 herankämpfte. Viertel Nummer drei entwickelte sich ausgeglichen, mit Vorteilen auf Seiten der Mavericks. Nach einem Zwischenspurt der Spurs ging Dallas durch Jason Terry (12 Punkte) kurz vor Ende des Abschnittes mit 74:72 in Führung, bevor Tim Duncan (27 Punkte, neun Rebounds) noch auszugleichen wusste.

Beim Stande von 74:77 aus Sicht der Mavs machte Dallas ernst und zog durch einen 21:6-Lauf auf und davon. Erick Dampier (zehn Punkte, 11 Rebounds) zeigte während des finalen Viertels in der Verteidigung einen hervorragenden Job gegen Duncan, während J.J. Barea (13 Zähler) im Angriff der Mavs heiß lief und durch seine Schnelligkeit die Spurs ein ums andere Mal vor unlösbare Probleme stellte.

Als es San Antonio knapp vier Minuten vor Ende der Begegnung durch einen Dreier von Roger Mason (13 Punkte) noch mal gelang, auf 88:95 zu verkürzen, lag es an Dirk Nowitzki (19 Zähler, acht Rebounds), durch vier schnelle Punkte den Abstand wieder zu vergrößern und letzten Endes durch zwei erfolgreiche Freiwürfe den Endstand herzustellen.

Mit dem Schlusspfiff ließ sich Carlisle zu einer Geste der Genugtuung hinreißen, als er mit verbissener Miene die „Becker-Faust“ ballte. Ein emotionaler Ausbruch, den man während der laufenden Spielzeit das erste Mal beim stoischen Coach der Mavericks beobachten durfte.

Neben einer effektiven Verteidigung des alten Dallas-Schreckgespenstes Tony Parker (24 Punkte, acht Vorlagen), der ständig mit frischen Verteidigern traktiert wurde, war die Geschlossenheit der Mavs-Mannschaft der Schlüssel zum Sieg. In einer Begegnung, in der Nowitzki und Terry nicht ihren besten Abend erwischten, und Jason Kidd mit nur fünf Vorlagen (neben vier Punkten und acht Rebounds) erstaunlich uneffektiv auftrat, waren es Bass, Dampier, Barea und vor allem Josh Howard (25 Zähler), die die Scoring-Last auf mehreren Schultern verteilten. So beendeten sechs Dallas-Akteure die Partie mit einer zweistelligen Punkteausbeute.

Das schlug sich auch im direkten Bank-Vergleich beider Mannschaften nieder. Die Einwechselspieler der Mavs entschieden das Duell gegen die Spurs-Reserve mit 39:14 Zählern für sich.

Barea war es, der Parker von der Bank kommend in der Verteidigung die größten Probleme bereitete. Nachdem Antoine Wright (acht Zähler) dem Franzosen in Halbzeit eins noch 13 Punkte und sieben Vorlagen gestattete und früh mit Foulproblemen belastet war, machte es Barea nach der Pause besser. „Ich habe alles gegeben, ihm das Leben einfach so schwer wie möglich zu machen“, so der kleine Guard nach der Partie. Der Puerto Ricaner wusste zudem Parker innerhalb der letzten 20 Minuten der Partie zwei Offensiv-Fouls anzuhängen.

San Antonio überzeute vor allem durch eine überragende Dreierquote von 11 Treffern bei 14 Versuchen (78,6 Prozent), allein Ex-Maverick Michael Finley (19 Punkte) versenkte fünf Mal von Downtown ohne einen einzigen Fehlwurf. Hier gilt es für Dallas, schleunigst eine Lösung in der Verteidigung zu finden. Denn sonst wird nicht Parker, sondern die Dreier-Schützen der Spurs neben Duncan größter Faktor im Angriff San Antonios.

Für Nowitzki, der früh mit Foulproblemen zu kämpfen hatte und die letzten neun Minuten der ersten Halbzeit von der Bank aus verfolgen musste, war es nach 25 Partien in Folge das erste Spiel, in dem er an der 20-Punkte-Marke scheiterte. Bei einem Sieg in San Antonio dürfte das den achtfachen All-Star wohl kaum kümmern. 

Terry warnte derweil vor der zweiten Partie der Serie von Montag auf Dienstag. „Es wird hart. Es gibt neben Cleveland wahrscheinlichen keinen Ort in der Liga, wo es schwerer ist zu gewinnen als in San Antonio. Und das wird sich im nächsten Spiel nicht ändern.“

Solange die Mavericks ihre Heimspiele gewinnen, ist das gar nicht mehr nötig.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks gegen Houston Rockets 95:84

Donnerstag, 16. April 2009

Es ist vollbracht.

Durch einen 95:84-Sieg über die Houston Rockets und einer gleichzeitigen 98:105-Niederlage n.V. der New Orleans Hornets bei den San Antonio Spurs beenden die Dallas Mavericks die reguläre Spielzeit 2008/2009 auf dem sechsten Rang der Western-Conference.

In der ersten Runde der diesjährigen Playoffs kommt es nun zum Texas-Duell mit dem verhassten Nachbarn aus San Antonio.

In einer teilweise hart geführten Begegnung zogen die Mavs den gastierenden Rockets im letzten Viertel den Zahn. Nachdem sich das Team von Headcoach Rick Carlisle während des dritten Spielabschnitts zwischenzeitlich mit 14 Punkten im Hintertreffen befand, dominierte Dallas sein Gegenüber in den finalen zwölf Minuten der Partie mit 30:14.

Jason TerryJason Terry (23 Zähler, Foto) erzielte im vierten Viertel mit 14 Punkten genauso viele Zähler wie die gesamte Mannschaft der Rockets. Auf der Gegenseite gelang Yao Ming (23 Punkte, neun Rebounds) während der letzten 21 Minuten der Partie, durch Brandon Bass (sechs Zähler) hauteng verteidigt, kein einziger Punkt mehr. Der 26 cm kleinere und 27 kg leichtere Bass meldete den Chinesen völlig ab.

„Wir hatten auf einmal große Probleme, den Ball ordentlich zu bewegen“, so Yao nach der Partie. „Ich konnte meine Position im High-Post nicht ordentlich verteidigen, das geht auf meine Kappe.“

Durch einen Sieg hätte Houston die reguläre Saison auf dem zweiten Rang der Western-Conference abgeschlossen und den ersten Division-Titel seit 1994 eingefahren. Mit der Niederlage rutschen die Rockets dagegen auf Platz fünf der Tabelle ab, müssen in der ersten Runde der Playoffs gegen die Portland Trail Blazers antreten und haben dabei nicht einmal den Heimvorteil im Rücken.

Topscorer der Partie war derweil einmal mehr Dirk Nowitzki, der mit 30 Zählern und 15 Rebounds die 25. Partie in Folge mindestens 20 Punkte erzielte - die längste Serie aller NBA-Akteure während der laufenden Saison. Daneben verbuchte Jason Kidd mit 11 Zählern, 12 Vorlagen und zehn Rebounds das 103. Triple-Double seiner Karriere.

Josh Howard, nach seiner Pause gegen die Minnesota Timberwolves wieder ins Team gerückt, erwischte einen schwachen Start und vergab seine ersten sieben Würfe aus dem Feld. Doch während der Aufholjagd im dritten Viertel erzielte der 28-Jährige 13 Punkte und beendete die Partie mit 15 Zählern.

Auf der Gegenseite verbuchten neben Yao lediglich Kyle Lowry mit 15 und Ron Artest mit  zehn Zählern eine zweistellige Punktausbeute.

Nach der Begegnung reckte Terry stolz eine Hand mit fünf ausgestreckten Fingern in Richtung des Publikums, während die andere Hand eine Null formte. 50.

Für Dallas war es der 50. Sieg der Saison und die mittlerweile 9. Spielzeit in Folge, die mit mindestens 50 Erfolgen abgeschlossen wurde. In der Geschichte der NBA gelangen erst drei anderen Teams noch längere derartige Serien.

„Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt mehr Selbstvertrauen als die ganze Saison über“, gab sich Nowitzki angriffslustig im Bezug auf die anstehende Erstrunden-Serie mit den Spurs.

„Es ist großartig, mit solch einer Form in die Playoffs einzuziehen“, blies Carlisle nach der Partie ins selbe Horn. „Es garantiert dir zwar gar nichts, aber mit einem Sieg in die Endrunde zu gehen, gibt mir ein gutes Gefühl.“

Derby-Time!

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks gegen Minnesota Timberwolves 96:94

Dienstag, 14. April 2009

Das war knapp.

0,2 Sekunden vor Ende der Partie rettete Jason Terry (22 Punkte) den Dallas Mavericks per Jump-Shot einen hauchdünnen 96:94-Sieg über die Minnesota Timberwolves. Durch den Erfolg und einer gleichzeitigen Niederlage der New Orleans Hornets bei den Houston Rockets (66:86), hat Dallas ein Spiel vor Ende der regulären Saison wieder gute Karten auf das Erreichen des sechsten Ranges der Western-Conference.

Bei einem Sieg am Mittwoch zuhause gegen Houston und einer Niederlage der Hornets in San Antonio steigt die Mannschaft um einen Platz in der Tabelle nach oben. Gleichzeitig können die Mavs allerdings auch noch um einen Rang auf Platz acht abrutschen, falls die gestern ebenfalls siegreichen Utah Jazz (106:85 vs. Los Angeles Clippers) ihre letzte Partie in Los Angeles gegen die Lakers gewinnen sollten und Dallas gegen die Rockets gleichzeitig patzt.

Brisant dabei: Für L.A. geht es gegen die Jazz um nichts mehr, da sich die Cleveland Cavaliers vergangene Nacht mit einem 117:109-Sieg bei den Indiana Pacers die beste Bilanz der Liga sicherten. Phil Jackson wird also höchstwahrscheinlich einige Spieler schonen. Daneben  gibt es Gerüchte, die Lakers könnten gegen Utah extra verlieren, um in der ersten Runde gegen die Mavericks spielen zu dürfen, die der Mannschaft um Superstar Kobe Bryant in der Vergangenheit deutlich weniger Probleme bereitete als die Jazz.

Für Houston geht es in Dallas dagegen um den Titel der Southwest-Division und den damit verbundenen dritten Rang der Western-Conference.

Dass die Mavericks vor dem Saison-Finale noch alle Chancen in der Hand halten, in der ersten Runde der diesjährigen Playoffs den Lakers aus dem Weg zu gehen, verdanken sie neben Terry hauptsächlich Dirk Nowitzki. Mit 34 Punkten und neun Rebounds war der achtfache All-Star bester Akteur auf dem Parkett. Mit acht von 19 verwandelten Würfen aus dem Feld, zwei von drei Dreiern und starken 16 von 17 Versuchen jenseits der Freiwurflinie zeigte sich Nowitzki gegen die Timberwolves äußerst treffsicher.

Musste er auch.

Denn spannender konnte Dallas, das Josh Howard wegen anhaltender Probleme am Sprunggelenk schonte, die Partie nicht gestalten. Jeden Zähler von Nowitzki hatte das Team bitter nötig. Mit 26:18 ging das erste Viertel an die Mavs, und die Zuschauer im American Airlines Center rechneten bereits mit einem lockeren Sieg der Heimmannschaft. Doch Viertel Nummer zwei  wurde mit 25:14 komplett verpatzt. Halbzeitstand 40:43. Auch der dritte Spielabschnitt ging mit 31:28 an die Gäste aus Minnesota, bei denen Craig Smith mit 24 Punkten den auffälligsten Akteur stellte. Mike Miller verpasste daneben mit 18 Punkten, zehn Rebounds und neun Assists ein Triple-Double nur hauchdünn.

Im finalen Viertel blies Dallas dann zur Aufholjagd. Mit Erfolg. Kurz vor Abpfiff der Partie, beim Stand von 94:94, schnappte sich Erick Dampier (sechs Punkte, 13 Rebounds) unterm Korb den Ball von Sebastian Telfair (14 Zähler, 12 Vorlagen). Dallas nahm 2,7 Sekunden vor Schluss unverzüglich eine Auszeit. Dann kam der große Augenblick des Jason Terry, der nach Pass von Jason Kidd (sechs Punkte, sechs Rebounds, acht Assists) erst Telfair aussteigen lies um anschließend eiskalt per Sprungwurf aus etwa sechs Metern Korbentfernung zum Endstand zu versenken.

„Ich wusste einfach, dass ich treffen würde“, gab der Matchwinner nach der Partie zu Protokoll. „Das hatte ich im Blut.“

„Die Jungs haben sich nochmal zusammengerissen und registriert, was für sie alles auf dem Spiel stand“, so Mavs-Coach Rick Carlisle über die Schlussphase der Begegnung.

Es war am Ende ein glücklicher Sieg. Ohne Leidenschaft und mit wenig Einsatz präsentierten sich die Mavs, und eine Niederlage gegen Minnesota wäre am Ende durchaus verdient gewesen. Abermals unterschätze Dallas einen auf dem Papier schwächeren Gegner und hätte somit fast die guten Ergebnisse der vergangenen Woche entwertet.

Am Mittwoch zeigt sich im alles entscheidenden Duell mit den Houston Rockets, ob die Mavericks den Schalter noch einmal umlegen können und die reguläre Saison mit einem positiven Ergebnis und einer ordentlichen Platzierung über die Bühne gebracht werden kann.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

New Orleans Hornets vs. Dallas Mavericks 102:92

Montag, 13. April 2009

Dämpfer für die Dallas Mavericks.

Nach zuletzt drei überzeugenden Siegen in Serie musste sich das Team aus Texas am Sonntagabend den New Orleans Hornets mit 92:102 geschlagen geben.

Die Taktik aus dem 100:92-Erfolg über die Hornissen zwei Tage zuvor ging für die Mannschaft von Headcoach Rick Carlisle beim abermaligen Aufeinandertreffen beider Teams nicht auf. Während Freitagnacht die Dallas-Defensive Chris Paul schalten und walten lies, dafür aber seine Nebenleute erfolgreich verteidigte, hatte New Orleans’ Point-Guard am Sonntag wieder die volle Unterstützung seiner Mannschafts-Kameraden.

Mit 31 Punkten, 17 Vorlagen und neun Rebounds schrammte der 23-Jährige knapp an seinem siebten Triple-Double der Saison vorbei. Erfolgreichster Abnehmer von Pauls Pässen war dabei David West, der ebenfalls 31 Punkte für sich verbuchen konnte. Im Hinspiel der Mini-Serie zwischen Mavs und Hornets profitierte Dallas noch von einer durchwachsenen Leistung des Power Forwards, der für 20 Punkte 20 Würfe aus dem Feld benötigte. Beim gestrigen Sieg seiner Mannschaft versenkte West dagegen starke 14 von 21 Versuchen aus dem Feld.

Die Mavericks gestalteten das Spiel währenddessen über lange Zeit offen und waren keinesfalls chancenlos. Nachdem das erste Viertel mit 13:22 verschlafen wurde, startete Dallas, angeführt von einem starken Dirk Nowitzki (29 Punkte, 14 Rebounds), im zweiten Spielabschnitt eine Aufholjagd. Zur Halbzeitpause hieß es 44:45 aus Sicht der Mavs. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, 24 mal hieß es Gleichstand, 16 mal wechselte die Führung. Beim Stand von 79:79 ging es in den finalen Spielabschnitt.

Dann jedoch machte Paul ernst. Der beste Spielmacher der Liga punktete während den letzten 12 Minuten der Partie fast nach Belieben und lies die Dallas-Defensive mit 13 Zählern (vier von vier aus dem Feld, fünf von fünf jenseits der Freiwurflinie) in Viertel Nummer vier ein ums andere mal alt aussehen.

“Wir haben alles versucht”, resignierte Carlisle anschließend. “Egal ob gegen Double-, oder Triple-Teams, er fand immer einen Weg entweder selbst zu punkten oder den freien Mann zu finden. Das macht einen wirklich großen Spieler aus.”

Abermals wurde deutlich, warum New Orleans sieben der letzten neun Begegnungen mit den Mavericks für sich entschied. Im Kader der Texaner findet sich weit und breit kein Akteur, der Paul in der Defensive auch nur ansatzweise das Wasser reichen könnte.

“Auf einen Gegner wie Chris Paul musst du deine ganze Verteidigung einstellen”, gab Jason Terry (13 Zähler) nach der Begegnung zu Protokoll. “Man kann seine Punkte oder Vorlagen kaum verhindern. Er ist der Kopf der Schlange.  Aber um zu gewinnen, muss man ihn einer seiner beiden Eigenschaften berauben, Passen oder Punkten.”

Den Mavericks gelang keines von beiden.

Neben Nowitzki und Terry zeigten Josh Howard (15 Punkte) und Brandon Bass (13) für Dallas eine auffällige Partie, doch insgesamt bekam der Deutsche im Angriff der Mavs, bei denen nur acht Akteure zum Einsatz kamen,  zu wenig Unterstützung von seinen Nebenleuten.

Durch die Niederlage verpasste Dallas den Sprung auf Rang sechs in der Western-Conference und wird bei noch zwei ausstehenden Begegnungen die Hornets von selbigem wohl nicht mehr verdrängen können. Nur wenn die Mavericks ihre letzten beiden Partien der regulären Spielzeit für sich entscheiden (vs. Minnesota, vs. Houston), und New Orleans seinerseits zweimal patzt (@ Houston, @ San Antonio), erobert Dallas den sechsten Tabellenplatz.

Gleichzeitig muss das Team von Besitzer Mark Cuban auch nach hinten schauen, wo die achtplatzierten Utah Jazz, mit lediglich einem Erfolg weniger auf dem Konto, lauern. Die Mannschaft aus Salt Lake City bestreitet seine letzten Begegnungen zuhause gegen die Los Angeles Clippers und auswärts bei den Los Angeles Lakers, und würde mit zwei Siegen und einer gleichzeitigen Pleite der Mavericks noch auf Rang sieben vorrücken.

Dallas hält trotz der heutigen Niederlage noch alle Trümpfe in der Hand, eine stark durchwachsene Saison zumindest auf dem siebten Platz zu beenden um somit den gefürchteten Lakers in Runde eins der Playoffs aus dem Weg zu gehen.

Auf Chris Paul und seine Hornets würden die Mavericks frühestens in den Conference-Semi-Finals treffen. Gott sei Dank.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks vs. New Orleans Hornets 100:92

Samstag, 11. April 2009

Perfektes Timing.

Rechzeitig zur entscheidenden Phase der regulären Spielzeit zeigen die Dallas Mavericks ihren besten Basketball der Saison. Vergangene Nacht bekamen dies die New Orleans Hornets durch einen überzeugenden 100:92-Sieg zu spüren.

Mit dem Erfolg über den Angstgegner und einer gleichzeitigen Niederlage Utahs in San Antonio (99:105) rücken die Mavs nach acht langen Wochen auf den ersehnten siebten Rang in der Western-Conference vor. Doch es ist noch mehr drin. Das Team von Headcoach Rick Carlisle ist nun im Besitz der gleichen Bilanz wie die Hornets. Beim abermaligen Aufeinandertreffen beider Teams am Sonntag in New Orleans kann Dallas noch einen Platz in der Tabelle gutmachen.

Nach dem dritten überzeugenden Sieg der Mavericks in Folge zeigte sich Dirk Nowitzki (25 Punkte, sieben Rebounds) angriffslustig: „Wirklich starke Teams können öfter als drei Mal in Serie gewinnen. Wir haben jetzt zuhause ziemlich gut gespielt, doch der wirkliche Test wartet auswärts am Sonntag. Das wird die wichtigste Begegnung der Saison.“

Die Texaner haben jetzt alle Trümpfe in der Hand. Gewinnen sie die letzten drei Partien der regulären Spielzeit (Sonntag @ New Orleans, Montag vs. Minnesota, Mittwoch vs. Houston), startet das Team vom sechsten Rang in die Playoffs.

„Wir spielen zurzeit so, als ob die Endrunde für uns in diesem Jahr einfach früher begonnen hätte“, wusste Nowitzki eine Erklärung für den Leistungssprung der Mavericks in den vergangenen Wochen.

Gegen New Orleans avancierte derweil einmal mehr Josh Howard zum Matchwinner im American Airlines Center. Anhaltende Beschwerden am Sprunggelenk konnten den ehemaligen All-Star nicht an 25 Punkten und 11 Rebounds hindern. Howard hat in den vergangenen Partien endlich wieder die Rolle im Team eingenommen, die er während der Spielzeit 2005/2006 so überzeugend ausfüllen konnte: Anführer in der Defensive, effektiver Scorer im Angriff.

„Alle Spieler im Team sind heute aggressiv zu Korb gegangen“, lobte Howard währenddessen seine Teamkameraden. „Jeder hat für sich die richtigen Entscheidungen im richtigen Moment getroffen.“

Dass es gegen New Orleans nicht zu einem deutlich höheren Sieg kam, hatte Dallas dem eigenen Schlendrian und Chris Paul von der Gegenseite zu verdanken. Nach dem ersten Viertel lagen die Mavs bereits mit 30:17 in Front, zur Halbzeitpause stand es 49:39. Mit Beginn des letzten Spielabschnittes sah Dallas mit einer 77:61-Führung bereits wie der sichere Sieger aus, bevor erwähnter Schlendrian Einzug hielt.

Paul, der die Partie mit 42 Punkten (davon 17 Zähler im Schlussabschnitt), neun Rebounds und sieben Vorlagen beendete, stellte die Verteidigung der Mavs wie so oft in der Vergangenheit vor fast unlösbare Probleme. Per Dreier verkürzte der Point-Guard eine Minute vor Ende der Partie auf 89:93 aus Sicht der Hornissen. Doch im Gegenzug machte Nowitzki alles klar. Der Deutsche zog zielstrebig zum gegnerischen Korb und wurde von James Posey (fünf Punkte) gefoult. Die fälligen Freiwürfe verwandelte Nowitzki standesgemäß sicher und der Widerstand der Hornets war gebrochen.

Für „Dirkules“ war es das 22. Spiel in Folge mit mindestens 20 erzielten Punkten - längste Serie aller Akteure der Liga während der laufenden Spielzeit.

Neben Howard und Nowitzki zeigten Jason Terry (18 Punkte) und Jason Kidd wie gewohnt starke Leistungen für Dallas. Kidd hatte in der Verteidigung zwar wie so oft große Probleme mit seinem Gegenüber Paul, doch überzeugte er dafür selbst in der Offensive. 15 Vorlagen (neben sieben Rebounds) standen am Ende für den 36-Jährigen zu Buche. Seine einzigen drei Punkte der Partie erzielte Kidd per Freiwürfe in den letzten 26 Sekunden der Begegnung.

Brandon Bass (acht Punkte) griff sich derweil 13 Rebounds aus der Luft - eine neue persönliche Karriere-Bestleistung des Power-Forwards. Insgesamt ging das Duell unter den Brettern mit 54:38 Abprallern an die Mavericks (davon 20 in der Offensive).

Auf Seiten der Gäste punktete neben Paul lediglich David West mit 20 Zählern zweistellig. Für New Orleans war es die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Partien. Die Formkurve der Hornets zeigt steil nach unten.

Ganz im Gegensatz zu der von Dallas.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas Mavericks gegen Utah Jazz 130:101

Donnerstag, 9. April 2009

„Jetzt haben wir unser eigenes Schicksal in der Hand.“

Rick Carlisle, ansonsten eher als reservierter Zeitgenosse bekannt, konnte mit seiner Freude kaum hinterm Berg halten: „Was für eine Nacht.“

Mit 130:101 prügelten die Mavericks die gegnerischen Utah Jazz förmlich aus der Halle und verbuchten somit den letzten nötigen Erfolg, der den Texanern nun auch auf dem Papier eine Playoff-Teilnahme zusichert. Daneben hat Dallas jetzt die allerbesten Karten, während den restlichen vier Partien der regulären Spielzeit noch ein oder zwei Plätze in der Tabelle der Western-Conference gutzumachen.

Angeführt von einem starken Dirk Nowitzki (31 Punkte, sieben Rebounds) ließen die Mavs ihren Gegnern aus Salt Lake City von Anfang an keine Chance. Jedes Viertel entschied Dallas für sich, nach dem ersten Spielabschnitt stand es bereits 28:17.

„Es ist äußerst ungewöhnlich, wenn man während einer Partie jedes Viertel abgibt“, zeigte sich Utahs Coach Jerry Sloan nach der Begegnung frustriert. „Sie haben uns das ganze Spiel über beherrscht.“

Josh Howard, der zuletzt so oft den Unterschied für die Mavs ausmachte, konnte trotz seiner Sprunggelenksverletzung spielen. Und wie. Neben 13 Punkten und acht Rebounds erzielte der bissige Small-Forward einen persönlichen Karriere-Rekord von sieben Steals. Dallas klaute den Jazz insgesammt 16 Mal den Ball - neue Saison-Bestmarke. Ende des ersten Viertels kassierte Howard einen Schlag von Utahs Ronnie Brewer (16 Punkte) ins Gesicht und musste mit einer Platzwunde vom Feld. Doch das hielt den 28-Jährigen nicht davon ab,  später wieder ins Spielgeschehen einzugreifen.

„Solange mir meine Augäpfel nicht herausfallen oder ich nicht halb tot bin, spiele ich weiter“, so Howard nach der Partie.

An diesem Abend zeigte jeder der neun eingesetzten Mavs-Akteure eine engagierte Leistung, doch Howard war ganz deutlich der emotionale Führer auf dem Parkett. „Sein Auge war in der zweiten Halbzeit fast komplett zugeschwollen, doch er hat uns weiter gepusht“, so ein beeindruckter Carlisle anschließend.

Nowitzki benötigte für seine 31 Punkte lediglich 18 Würfe aus dem Feld. Der 30-Jährige baute somit seine Serie auf 21 Spiele in Folge mit mindestens 20 erzielten Zählern aus. Als die Jazz im dritten Viertel gefährlich nahe auf neun Punkte an Dallas herankamen, erzielte der Deutsche 12 Zähler in Serie.

Jason Terry führte die starke Bank der Mavericks mit 21 Punkten an und versenkte in den letzten 35 Sekunden des ersten Viertels zwei aufeinander folgende Dreier - Utah zeigte sich daraufhin früh demoralisiert. Insgesamt erzielten die Dallas-Ersatzspieler 63 Zähler - ein herausragender Wert.

J.J. Barea setzte seinen Höheflug aus den vergangenen Wochen fort und beendete die Partie mit 18 Punkten und neun Vorlagen (Saison-Rekord). Auffällig: Jeder Spieler der Mavs zeigte in der Defensive vollen Einsatz. Aggressiv wurden Passwege zugemacht und sich nach jedem Ball gehechtet. „Aus meiner Sicht war heute entscheidend, dass wir Utah in der Verteidigung wirklich stoppen konnten“, so Barea nach der Begegnung. „Wenn wir dazu in der Lage sind, präsentieren wir uns als komplett anderes Team.“

Dazu trugen auch Erick Dampier mit zehn Zählern und zehn Rebounds sowie James Singleton mit elf Punkten und sechs Abprallern bei. Jason Kidd zeigte sich mit fünf Zählern, zehn Vorlangen und sechs Rebounds gewohnt vielseitig. Utah hatte in Deron Williams mit 18 Punkten und 12 Assists seinen stärksten Akteur.  

Dallas hat nun die gleiche Bilanz wie die siebtplatzierten Jazz, bei noch vier ausstehenden Partien. Weil New Orleans auf Rang sechs liegend gestern eine Niederlage einstecken musste (100:105 zuhause gegen Phoenix), beträgt der Abstand zwischen Dallas und den Hornets nur eine Partie. Da die Mavericks noch zweimal gegen New Orleans antreten müssen, ist nun sogar Platz sechs der Tabelle in unmittelbarer Reichweite.

Restprogramm der Konkurrenten:

Dallas: vs. New Orleans, @ New Orleans, vs. Minnesota, vs. Houston Utah: @ San Antonio, vs. Golden State, vs. L.A. Clippers, @ L.A. Lakers New Orleans: @ Dallas, vs. Dallas, @ Houston, @ San Antonio

Dallas hat demzufolge den einfachsten Spielplan der drei Teams.

„Das war der größte Sieg der Saison für uns“, gab sich Terry währenddessen euphorisch. „Jetzt wissen wir, dass wir in den Playoffs sind. Mit welcher Platzierung wir die Spielzeit abschließen werden, liegt jetzt an uns. Wir werden unsere Chancen nutzen.“

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Phoenix @ Dallas 116:140

Montag, 6. April 2009

Die Dallas Mavericks können endlich für die Playoffs planen.

Mit 140:116 wurden Sonntagabend die Suns aus Phoenix demontiert. Für die Texaner war es der lang ersehnte Befreiungsschlag nach einer Saison voller Höhen und Tiefen und die fällige Wiedergutmachung für eine peinliche 102:107-Niederlage in Memphis.

Dallas hat nun einen komfortablen, vier Spiele umfassenden Vorsprung auf die neuntplatzierten Suns. Zudem sind die Mavs im Besitz des Tiebreakers, da drei von vier Partien  aus der regulären Spielzeit gegen die Mannschaft aus der Pacific-Division gewonnen wurden. Dies bedeutet, dass Dallas die restlichen fünf Saisonspiele verlieren müsste um noch aus den Playoff-Rängen zu rutschen. Phoenix hätte gleichzeitig fünf Mal in Folge zu gewinnen.

„Wir müssen immer noch ein Spiel gewinnen, um die Qualifikation zu erreichen“, trat Headcoach Rick Carlisle nach der Partie erst einmal auf die Euphoriebremse. „Dennoch, wir haben ein äußerst gefährliches Team und werden alles daran setzen, in der Tabelle noch ein Stück nach oben zu klettern.“

Das direkte Duell der Kontrahenten geriet im ausverkauften American Airlines Center derweil zum Schaulaufen der Mavericks vor ihren begeisterten Anhängern. Während Phoenix das erste Viertel mit 33:39 noch relativ ausgeglichen gestalten konnte, dominierten die Mavs Abschnitt zwei mit 42:26 und lagen zum Halbzeitpfiff mit 81:59 in Front - Saisonrekord für die meisten Punkte in einer Halbzeit.

Der Ausgang der Partie war in der Folge nur noch Formsache. Doch die Begegnung bot weiteren Raum für Rekorde. Jason Kidd erzielte in lediglich drei Vierteln auf dem Parkett neben 19 Punkten überragende 20 Assists (Saison-Bestmarke und Vereins-Rekord) und verdrängte somit Magic Johnson vom dritten Rang der ewigen Vorlagen-Statistik der NBA.

1. John Stockton: 15.806 Assists
2. Mark Jackson: 10.334 Assists
3. Jason Kidd: 10.148 Assists
4. Magic Johnson: 10.141 Assists
5. Oscar Robertson: 9.887 Assists 

Kidd verbuchte daneben mit 16 Assists in einer Halbzeit einen weiteren clubinternen Meilenstein.

34 Vorlagen und 15 verwandelte Dreier bedeuten zudem ebenfalls interne Rekorde für die laufende Spielzeit der Mavericks.

Insgesamt punkteten bei Dallas sieben Spieler zweistellig - noch eine Saison-Bestmarke. Angeführt wurden die Mavs-Akteure dabei einmal mehr von Dirk Nowitzki, der 28 Punkte erzielte und starke zehn von zwölf Würfen aus dem Feld verwandelte (in lediglich 29 Minuten Einsatzzeit). Für den Deutschen war es bereits die 20. Partie in Folge mit mindestens 20 erzielten Punkten - aktuell die längste Serie der NBA.

Unterstützung bekam Nowitzki von Rückkehrer Josh Howard (24 Punkte), Jason Terry (18), Brandon Bass (14), J.J. Barea (12, für Antoine Wright in der Startformation) und James Singleton (zehn). Howard sorgte auch für das Highlight der an spektakulären Szenen reichen Partie, als er mit der Schlusssirene des zweiten Viertels einen Wurf tief aus der eigenen Hälfte verwandelte. An diesem Abend lief einfach alles für Dallas. Sogar der 3000-US-Dollar-Wurf eines Fans von der Mittellinie in der Halbzeitpause fand sein Ziel.

„Wir waren immer davon überzeugt, dass wir mit allen Spielern an Bord über eine gute Truppe verfügen“, so Nowitzki nach der Begegnung. „Leider hatten wir immer wieder mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen, aber das ist Teil dieses Spiels. Wenn sich Josh weiterhin in dieser Form präsentiert und auch die anderen Jungs fit bleiben, sind wir als Mannschaft schwer zu schlagen.“

Wie treffsicher sich der Vizemeister der Saison 2005/2006 gegen das Team aus Arizona präsentierte, belegen folgende Statistiken: 60 % Trefferquote aus dem Feld, 60 % Trefferquote von der Dreierlinie und 92 % Trefferquote von der Freiwurflinie - außergewöhnlich. Phoenix hatte dem nichts entgegenzusetzen.

Auf Seiten der chancenlosen Suns spielten Grant Hill mit 23, sowie Leandro Barbosa mit 24 Zählern am auffälligsten. Für Phoenix beendeten ebenfalls sieben Akteure die Partie mit einer zweistelligen Punktausbeute.

Dallas hat nun die Möglichkeit, in der Tabelle doch noch den ersehnten Sprung auf den siebten Rang zu vollziehen. Die abschließenden fünf Partien der Saison bestreitet das Team zuhause gegen Utah, New Orleans, Minnesota und Houston, daneben auswärts abermals gegen New Orleans.

Vor allem das Duell gegen die siebtplatzierten Jazz am kommenden Mittwoch dürfte zum vorgezogenen Endspiel um Rang sieben avancieren. Damit würde Dallas in der ersten Runde der Playoffs ein Aufeinandertreffen mit den Los Angeles Lakers verhindern.

„Ich habe unseren Jungs vor dem Spiel gesagt, dass es in dieser Liga kein anderes Team gibt, das einen ähnlichen Saisonverlauf erlebt hat wie wir“, so Coach Carlisle. „Die Höhen und Tiefen, die Erfolgsserien, die großen Siege und die harten Niederlagen. All das bereitet dich auf eine Partie wie die heutige vor. Wenn jeder mit voller Konzentration und Energie bei der Sache ist, es fällt mir schwer die richtigen Worte zu finden, aber dann können magische Dinge passieren. Wir schauen, dass wir weiter auf dieser Welle reiten.“

An Selbstvertrauen dürfte es den Dallas Mavericks für die kommenden Aufgaben nicht mangeln.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

Dallas @ Memphis 102:107

Samstag, 4. April 2009

Es ist das alte Spiel, das die Dallas Mavericks in der laufenden Saison mit ihren Fans treiben.

Nach zuletzt zwei Siegen und der damit verbundenen Hoffnung, die Saison wenigstens einigermaßen ordentlich über die Bühne zu bringen, kassierten die Mavs vergangene Nacht eine peinliche 102:107-Pleite gegen die Memphis Grizzlies.

Doppelt bitter: Da gleichzeitig die Rivalen der Texaner, Utah gegen die Timberwolves (102:103), Houston in Los Angeles (81:93) und New Orleans gegen Golden State (103:111) patzten, wurde leichfertig die Chance auf eine bessere Platzierung in der Western-Conference vergeben.

Und jetzt könnte sogar das Erreichen der Playoffs noch einmal ernsthaft in Gefahr geraten. Phoenix, das seine Partie gegen die Sacramento Kings mit 139:111 gewinnen konnte, verkürzte den Abstand von Rang neun zu den achtplatzierten Mavericks auf drei Partien. Am Sonntag kommt es zum direkten Duell der Kontrahenten im American Airlines Center - eine Begegnung mit Endspielcharakter.

Gegen Memphis zeigte Dallas wie schon so oft in dieser Saison, dass es dem Team schwer fällt, einen vermeintlich unterlegenen Gegner ernst zu nehmen. „Da kannst du sagen was du willst“, so ein frustrierter Antoine Wright (fünf Punkte) nach der Partie. „Im Vorfeld haben wir viel von einer besseren Platzierung in der Tabelle gesprochen. Wenn Du dann gegen die Grizzlies so auftrittst, waren das nichts mehr als leere Worte.“

Auch das verletzungsbedingte Fehlen von Josh Howard (Sprunggelenk), der zuletzt stark aufspielte, darf nicht als Entschuldigung für die Niederlage herhalten. Memphis erzielte in der ersten Halbzeit 61 Punkte, beendete die Partie mit einer Trefferquote von 53,8 Prozent und stellte fünf Spieler, die zweistellig punkteten. „Unentschuldbar“, so Wright. „Dafür haben wir alle die Verantwortung zu übernehmen.“

Auch Dirk Nowitzki konnte mit 35 Punkten und neun Rebounds die Schwächen in der Defensive nicht ausgleichen. Neben dem All-Star punkteten auf Seiten der Mavericks Erick Dampier (zehn), J.J. Barea (zehn), Brandon Bass (zehn) und Jason Terry (16) zweistellig. Jason Kidd beendete die Partie mit neun Punkten und zehn Assists. Bei den Grizzlies agierten Rudy Gay mit 27 Zählern neben zehn Rebounds sowie Mike Conley mit 25 Punkten am stärksten.

Hauptgrund für die wackelige Defensive und die damit verbundene Niederlage der Mavs war einmal mehr das schwache Reboundverhalten. Mit 45:32 dominierte Memphis diese Statistik. Drei Minuten vor Ende der Partie, bei einem ausgeglichenen Spielstand, war für Dallas noch alles drin. Doch abermals verfiel die Mannschaft in ein altes Verhaltensmuster, mit dem kein Spiel zu gewinnen ist. Sechs der letzten acht Dallas-Würfe waren Dreier - nur einer davon fand sein Ziel.

Im Gegenzug zeigten die jungen Grizzlies den erfahrenen Mavericks, wie ein Spiel in der Schlussphase entschieden wird. Mit aggressivem Zug zum Korb und den damit verbundenen Freiwürfen.

„Wir hatten hier die Möglichkeit auf einen Sieg“, gab sich Dampier anschließend frustriert. „Doch wir haben sie leichtfertig vergeben. Man darf in dieser Liga kein Team unterschätzen.“

„Eine ganz schmerzvolle Niederlage“, assistierte Nowitzki. „Mit oder ohne Josh, wir müssen einen Weg finden, solche Spiele zu gewinnen.“

Da Howards Einsatz gegen Phoenix noch fraglich ist, und er nach eigenen Aussagen auch für die Playoffs nicht zu hundert Prozent fit sein wird, wäre am Sonntag ein guter Zeitpunkt, direkt damit anzufangen.

Zusammenfassung der Partie:

Miami @ Dallas 96:98

Donnerstag, 2. April 2009

Diese Partie versprühte Playoff-Atmosphäre.

In einer hart umkämpften, teils ruppig geführten Begegnung behielten die Dallas Mavericks am Ende die Oberhand und besiegten die Miami Heat mit 98:96.

22 Mal wechselte die Führung, neun Mal war das Spiel ausgeglichen. Die Spielentscheidende Szene trug sich 2,3 Sekunden vor dem Schlusspfiff zu, als Josh Howard (20 Punkte, acht Rebounds) beim Stand von 97:96 ein Offensiv-Foul von Rookie Mario Chalmers (18 Zähler) aufnahm.

„Er hat mich auf seine rechte Seite gelockt, doch ich bin einfach stehen geblieben und habe meine Position verteidigt“, äußerte sich Howard zu der Szene. „Chalmers hat mich über den Haufen gerannt und ich bekam den Foulpfiff.“

Miami foulte im Gegenzug Jason Terry (13 Punkte), der einen von zwei Freiwürfen verwandeln konnte. Dwyane Wade (23 Punkte, sechs Assists) kam in der letzten Sekunde der Partie, von Jason Kidd (drei Punkte, 11 Assists) hauteng verteidigt, nicht mehr rechtzeitig zum Abschluss und verfehlte seinen Wurf zudem.

„Wir haben heute als Mannschaft großartig verteidigt“, so Matchwinner Howard nach der Partie. „Alle Spieler auf dem Parkett haben gut kommuniziert und jeder hat heute mit einer Menge Energie gespielt.“ Allen voran der Foward selbst, der im zweiten Spiel nach seiner Zwangspause wegen einer Sprunggelenksverletzung den Unterschied ausmachte.

Howard verbuchte zwei seiner drei Steals in den letzten sechs Minuten der Partie, als die Mavericks einen 87:91-Rückstand  wettmachen konnten. Dallas bekam vor allem Wade, Topscorer der Liga, während der Schlussphase immer besser in den Griff.

„Wir haben einen Weg gefunden, ihn zu stoppen“, so Mavs-Headcoach Rick Carlisle anschließend. „Und das war auch nötig. Am Ende waren es Courage und Einsatz, denen wir diesen Sieg zu verdanken haben.“

Courage und Einsatz, beides nicht unbedingt Eigenschaften, mit denen man üblicherweise die Mavericks in Verbindung bringt. Doch Howard sorgte neben seiner Entlastung im Angriff vor allem für den nötigen Biss in der Defensive, um so eine Partie zu gewinnen.

Fleißigster Punktesammler auf dem Parkett war derweil Dirk Nowitzki, der die Partie mit 30 Zählern beendete. Neben dem Deutschen, Howard und Terry punktete Brandon Bass für Dallas mit zehn Zählern zweistellig. Auf Seiten Miamis spielten außer Wade und Chalmers Michael Beasley mit 17, Jermaine O’Neal mit 12 und Daequan Cook mit 13 Punkten auffällig.

Für die Mavericks war es bereits der zehnte Sieg in Folge über Miami bei einer Begegnung aus der regulären Saison. Nach den NBA-Finals der Saison 2005/2006 hatte Wade seinen ersten Auftritt in Texas, da er die Partien aus den vergangenen beiden Spielzeit verletzt aussetzen musste.

Über die Rückkehr zu der Stätte seines größten Triumphes meinte der Goldmedaillen-Gewinner von Peking nur lapidar: “Ich dachte vor der Partie, die Mavericks-Fans würden mich etwas lauter ausbuhen.”

Da vergangene Nacht auch die Phoenix Suns ihr Heimspiel gegen die Houston Rockets mit 114:109 gewinnen konnten, beträgt der Abstand zwischen Dallas auf Rang acht und dem Team aus Arizona auf Platz neun weiterhin vier Siege. Doch bei lediglich sieben ausstehenden Partien dürften die Mavericks so langsam für die Playoffs planen.

Zum direkten Duell der beiden Kontrahenten kommt es am Sonntag, wenn Dallas im heimischen American Airlines Center die Suns empfängt. Zuvor müssen die Texaner am Freitag noch bei den Memphis Grizzlies antreten.

Gelegenheit also, in dieser Woche alles klar zu machen.

Zusammenfassung der Partie:

Dallas @ Minnesota 108:88

Mittwoch, 1. April 2009

„Ein komplett anderes Team.”

So beschrieb James Singleton (11 Punkte, sieben Rebounds) die Mavericks nach ihrem deutlichen 108:88-Sieg über Minnesota mit Josh Howard (14 Punkte, sechs Rebounds) zurück in der ersten Fünf.

Howard musste zuvor wegen einer Sprunggelenksverletzung 11 Partien pausieren, von denen Dallas fünfmal als Verlierer vom Platz ging. Gegen die Timberwolves lieferte er vergangene Nacht  in 22 Minuten auf dem Parkett ein starkes Comeback ab.

„Ein großartiger Sieg“, so der Forward anschließend. „Ich bin einfach raus gegangen und habe die Dinge umgesetzt, von denen ich weiß, wie sie funktionieren.“

Headcoach Rick Carlisle blies ins gleiche Horn: „Von den zwei oder drei Situationen, in denen Josh nach einer Verletzung zurück ins Team kam, hat die Mannschaft immer extrem profitiert. Es war fast wie ein spiritueller Effekt für uns.”

Neben der Rückkehr des 28-Jährigen kam Dallas zugute, dass Jason Terry (21 Punkte) endlich wieder von seinem geliebten Platz auf der Bank ins Spiel kommen konnte. In den vergangenen Partien musste „Jet“ stets in der ersten Fünf aushelfen, weil diese über zuwenig Feuerkraft im Angriff verfügte. Mit Howard zurück in der Startformation kann sich Terry wieder auf seine äußerst effektive Rolle als sechster Mann konzentrieren.

„In einer optimalen Lage sind wir dann, wenn wir Terry als zusätzlichen Antreiber von der Bank aus in eine Partie schicken können“, so Carlisle nach der Begegnung.

Bester Mann auf dem Platz war einmal mehr Dirk Nowitzki mit 23 Punkten und 12 Rebounds. Für den Deutschen war es bereits das 17. Spiel in Folge, in dem er mindestens 20 Punkte erzielte - aktuell die längste Serie unter allen Akteuren der NBA.

Neben Nowitzki, Terry und Howard wusste Jason Kidd mit acht Punkten und 13 Assists zu überzeugen. Auf Seiten der Timberwolves präsentierten sich Rookie Kevin Love mit 23 Punkten und 12 Rebounds, sowie Mike Miller mit 15 Zählern und acht Abprallern am auffälligsten.

„Wir haben in den vergangenen Tagen ein paar harte Niederlagen wegstecken müssen“, gab Nowitzki nach der Partie zu Protokoll. „Diesen Sieg heute haben wir definitiv gebraucht.”

Nachdem Dallas das erste Viertel mit 36:21 für sich entschied, kam Minnesota in der folgenden Spielzeit nie näher als auf zehn Punkte an die Texaner heran. Schon früh ging es lediglich um die Höhe des Erfolges.

Für die Mavericks war es nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Cleveland und Denver der 44. Saisonsieg bei 30 Niederlagen. Der Abstand auf die neuntplatzierten Suns aus Phoenix beträgt bei acht ausstehenden Saisonspielen nun vier Partien.

Heute Nacht geht es für Dallas direkt weiter im Programm, dann gastieren die verhassten Miami Heat im heimischen American Airlines Center. Donnerstag wird sich dann zeigen, wie gut Howards Sprunggelenk zwei aufeinander folgende Partien verkraftet hat.

„Wir werden alle den Atem anhalten und hoffen, dass er in Ordnung ist“, so Carlisle.