News: Ben Wallace nicht nach Phoenix

Von: David Lorenz

Ben WallaceNach ereignisreichen Tagen gönnt sich die NBA eine Auszeit. Aus der vergangenen Nacht sind keine Blockbuster-Trades oder spektakuläre Gerüchte zu vermelden. Zeit genug, um auf die kleineren Ereignisse der besten Basketball-Liga der Welt einzugehen. So wurde Ben Wallace (Foto) aus seinem Vertrag mit Phoenix entlassen - gegen eine fürstliche Stange Geld. (mehr…)

Ben Wallace kann sich einen neuen Arbeitsgeber suchen, oder die Basketballschuhe nach einer langen und erfolgreichen Karriere endgültig an den Nagel hängen. Der 34-Jährige Power-Forward, erst kürzlich zusammen mit Sasha Pavlovic im Tausch gegen Shaquille O’Neal von den Cleveland Cavaliers nach Phoenix gekommen, wird von den Suns ausbezahlt und aus seinem Vertrag entlassen. Wallace hätte im nächsten Jahr 14 Millionen US-Dollar Gehalt eingestrichen. Nun erhält er von Phoenix 10 Millionen US-Dollar, fällt nicht mehr unter deren „Salary-Cap“ und muss für diese Summe keinen Finger krumm machen.

Die Entscheidung von Seiten der Suns wurde bereits vorausgesagt, da das Team in Wallace eine eher geringe sportliche Unterstützung sieht und für die kommende Saison primär Kosten sparen will. Wallace selbst hatte zuvor öffentlich Rücktrittsgedanken geäußert. Aufgrund vieler Verletzungen war ihm zuletzt der Spaß am Basketball abhanden gekommen.

Ob der ehemalige „Defensive-Player-of-the-Year“ es noch einmal wissen will, hängt auch davon ab, welche Teams an einer Verpflichtung von Wallace Interesse haben. Gerüchten zufolge sind die Detroit Pistons nicht abgeneigt, ihren besten Verteidiger aus dem Meisterschaftsjahr 2004 wieder unter Vertrag zu nehmen.

Boozer erwartet Trade

Carlos BoozerNeuigkeiten gibt es auch von Carlos Boozer (Foto). Der Power-Forward der Utah Jazz, dessen Vertrag in Salt Lake City nur noch eine Spielzeit läuft, erwartet, dass seine Mannschaft ihn noch vor Saisonbeginn per Spielertausch abgeben wird. Ein Trade Boozers ergibt aus Sicht der Jazz in zweierlei Hinsicht Sinn. So würde die Mannschaft von Headcoach Jerry Sloan jetzt noch einen entsprechenden Gegenwert für den All-Star erhalten, während er im Sommer 2010 Utah einfach verlassen könnte. Zudem müssen die Jazz dringend Platz unter ihrer zulässigen Gehaltsobergrenze schaffen, da die Portland Trail Blazers Paul Millsap jüngst ein Angebot unterbreitet haben.

Würden die Jazz Boozer abgeben, der im kommenden Jahr 12,7 Millionen US-Dollar verdient, hätte man die Möglichkeit, mit der Offerte der Blazers an Millsap gleichzuziehen (32 Millionen US-Dollar über die nächsten vier Spielzeiten) und den 24-Jährigen Power-Forward in Salt Lake City zu halten. Da Boozer und Millsap die gleiche Position bekleiden, könnte der Verlust einer der beiden verkraftet werden. Und die Jazz haben sich anscheinend für den Verbleib von Millsap entschieden.

„Das Management hat mir mitgeteilt, dass sie zukünftig eine andere Richtung einschlagen wollen, und das habe ich zu akzeptieren“, äußerte sich Boozer selbst zu den Gerüchten. „Wir sind uns einig darüber, ein neues Team für mich zu suchen, bei dem meine Familie und ich glücklich werden können. Ich gehe also davon aus, dass ich schon bald getradet werde.“

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