Bibby bleibt in Atlanta, Johnson wird kein Piston

Von: David Lorenz

Mike BibbyDie Atlanta Hawks halten ihren Spielmacher. Mike Bibby (Foto) verlängert seinen auslaufenden Vertrag bei den Falken um drei weitere Spielzeiten. Derweil konnten sich die Detroit Pistons mit Avery Johnson auf keine Zusammenarbeit einigen und stehen stattdessen vor der Verpflichtung von John Kuester, bisherigem Assistant-Coach der Cleveland Cavaliers. (mehr…)

Die Zukunft des Mike Bibby liegt in Atlanta. Nach eineinhalb erfolgreichen Jahren bei den Hawks wird der Point-Guard in Kürze seinen auslaufenden Vertrag um drei weitere Spielzeiten verlängern. Dafür kassiert Bibby insgesamt stolze 18 Millionen US-Dollar. Als Free-Agent konnte sich der 31-Jährige einem Verein seiner Wahl anschließen. Doch aufgrund der weltweiten Finanzkrise, die ein höheres Gehalt für Bibby utopisch erscheinen lässt, sowie der guten sportlichen Perspektive in Atlanta, entschied sich der Point-Guard für einen Verbleib.

„Es gab viele Interessenten für Mike“ so Bibbys Spielerberater über seinen Schützling. „Doch er fühlt sich hier einfach wohl und will mit seiner Zusage ein positives Signal für das ganze Team setzen.“

Bibby, der erst im Februar 2008 per Spielertausch zu den Hawks stieß, erzielte in der abgelaufenen Saison durchschnittlich 14,9 Punkte und 5,0 Vorlagen pro Partie. Der Veteran hatte großen Anteil an Atlantas Playoff-Teilnahmen der vergangenen beiden Jahre, nachdem sich die Hawks neun Spielzeiten in Folge nicht für die Endrunde qualifizieren konnten.

Nach der Verpflichtung von Rookie Jeff Teague (Point-Guard) beim diesjährigen Draft und dem Trade, der Jamal Crawford nach Atlanta brachte, nimmt der Kader der Hawks durch die Vertragsverlängerung von Bibby langsam aber sicher Konturen an. Nun gilt es für das Management der Franchise aus dem Bundesstaat Georgia, die auslaufenden Verträge von Marvin Williams, Ronald Murray und Zaza Pachulia zu verlängern.

John KuesterIn Detroit steht man derweil kurz davor, nach der Entlassung von Michael Curry einen neuen Headcoach zu verpflichten. Dabei handelt es sich jedoch überraschenderweise nicht um Avery Johnson, sondern um John Kuester (Foto), bis dato Assistant-Coach der Cleveland Cavaliers.

Joe Dumars, General-Manager der Pistons, konnte sich mit Johnson nach zwei Tagen intensiver Verhandlungen über keinen Vertrag einigen. Zum einen strebte der „kleine General“ in Detroit ein Arbeitsverhältnis über vier Jahre mit einem Gehalt von vier bis fünf Millionen US-Dollar pro Spielzeit an. Dumars, der den neuen Coach nur über zwei Jahre an die Franchise binden will, war das deutlich zu hoch angesiedelt. Zum anderen schreckte die Pistons das verteidigungsorientierte Denken Johnsons ab, die mit dieser Saison und den Neuverpflichtungen von Ben Gordon und Charlie Villanueva ihren Schwerpunkt auf die Offensive legen wollen.

Die Liga gab währenddessen bekannt, dass die Gehaltsobergrenze der NBA-Teams, also die Summe, die eine Mannschaft jährlich auf ihre Spielergehälter verwenden darf, von 58,7 Millionen US-Dollar aus dem letzten Jahr auf 57,7 Millionen US-Dollar für die kommende Spielzeit gesenkt wird. Damit reagiert Commissioner David Stern auf die weltweite Finanzkrise. Für die Saison 2010/2011 wird der „Salary-Cap“ dann abermals herabgesetzt.

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