Von: David Lorenz
Die New York Knicks um General-Manager und Präsident in Personalunion, Donnie Walsh, können auch in der anstehenden Saison auf ihre beiden Publikumslieblinge zurückgreifen - und das sogar ohne die Chancen auf eine mögliche Verpflichtung von LeBron James im Sommer 2010 zu schmälern. Nate Robinson (Foto) und David Lee unterschreiben jeweils einen Vertrag für die kommende Saison. Combo-Guard Robinson wird für diesen Zeitraum 2,9 Millionen US-Dollar einstreichen, während Power-Forward Lee stolze sieben bis acht Millionen US-Dollar auf sein Konto überwiesen bekommen wird (prämienbedingt).
Beide Akteure hätten sich auch einem neuen Team anschließen können. Doch aufgrund einer speziellen Regelung (Lee und Robinson waren so genannte „Restricted Free-Agents“), die besagt, dass New York mit jedem Angebot durch eine andere Mannschaft hätte gleichziehen dürfen um Robinson und Lee bei den Knicks zu halten, bekam keiner der beiden Spieler eine offizielle Offerte von der Konkurrenz vorgelegt.
Aus diesem Szenario entwickelte Walsh eine Hinhalte-Taktik, die sich über den kompletten Sommer hinzog. Die Knicks wollten Robinson und Lee (Foto) auf keinen Fall einen Vertrag anbieten, der länger als ein Jahr von Gültigkeit gewesen wäre. Dadurch erhält sich Walsh die Flexibilität unter der zulässigen Gehaltsobergrenze der Liga (dem so genannten „Salary-Cap“), um im kommenden Sommer möglicherweise LeBron James, Dwyane Wade, Chris Bosh oder Amare Stoudemire zu verpflichten.
Die Kehrseite der Medaille liegt in der Tatsache, dass Lee und Robinson im Sommer 2010 dann zu so genannten „Unrestricted Free-Agents“ werden, die sich somit einem Club ihrer Wahl anschließen dürfen, ohne dass die Knicks ihnen noch Steine in den Weg legen könnten.
Dennoch: Headcoach Mike D’Antoni dürfte nach der Vertragsverlängerung ein Stein vom Herzen gefallen sein. Ohne Lee (2008/2009 mit durchschnittlich 16,0 Punkten und 11,7 Rebounds pro Partie) und Robinson (2008/2009 mit durchschnittlich 17,2 Punkten und 4,1 Vorlagen pro Begegnung) wäre New York wohl kaum mit einem konkurrenzfähigen Team in die anstehende Spielzeit gestartet.
Murray nach Charlotte
Noch eine Erfolgsmeldung für die Charlotte Bobcats. Nur einen Tag nach der Vertragsverlängerung von Spielmacher Raymond Felton hat die Mannschaft von Headcoach Larry Brown Ronald „Flip“ Murray verpflichtet. Murray hatte als sechster Mann der Atlanta Hawks im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 12,2 Punkten pro Partie großen Anteil am Erfolg der Falken (Einzug in Runde zwei der Playoffs).
Bei den Bobcats erhält der 30-jährige Shooting-Guard für die kommende Saison rund zwei Millionen US-Dollar. Seine Aufgabe wird wohl wie in Atlanta darin bestehen, das Spiel Charlottes mit möglichst vielen Punkten von der Bank kommend zu unterstützen.
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