Von: David Lorenz
Da waren es nur noch zwei.
Die „Big Three“ der Boston Celtics, Paul Pierce, Ray Allen und Kevin Garnett (Foto), Herzstück der Meister-Mannschaft aus dem letzten Jahr, könnte am 25. März bei der 82:84-Niederlage gegen die Orlando Magic das letzte Mal während der laufenden Saison gemeinsam auf dem Parkett gestanden haben.
Garnett, an den Folgen einer Knieverletzung vom 19. Februar laborierend, kam in den vergangenen beiden Monaten der regulären Spielzeit lediglich viermal zum Einsatz.
Zunächst wurde erwartet, die Celtics würden ihren Führungsspieler angesichts einer sicheren und hohen Platzierung in der Tabelle der Eastern-Conference lediglich für die anstehende Endrunde schonen. Doch wie es aussieht, handelt es sich um weit größere Schwierigkeiten.
„Es ist noch nicht offiziell, dass er uns in den kompletten Playoffs fehlen wird“, so Bostons Headcoach Doc Rivers. „Ich sehe momentan nur einfach nicht, wie eine Rückkehr funktionieren sollte. Ich hoffe, ich liege da falsch, aber ich sehe es einfach nicht.“
Anscheinend hat Garnett anhaltende Probleme, im Training die volle Intensität zu gehen. Am gestrigen Donnerstag musste Rivers den 32-Jährigen während einer Einheit vom Parkett holen, da das Bein des elfmaligen All-Stars komplett dicht machte. Als der Power-Forward sich nicht gegen die Zwangspause sträubte, wusste Rivers, dass es ernst war.
„Er hat einfach alles dafür gegeben, zum Playoff-Beginn wieder in die Mannschaft zu rücken“, so der Coach. „Ich glaube, er wollte nicht, dass ich bemerke unter welchen Schmerzen er trainiert.“
Der amtierende „Defensive-Player-of-the-Year“ verbuchte während der Saison 2008/2009 in 57 Partien 15,9 Punkte, 8,5 Rebounds, 2,5 Vorlagen, 1,1 Steals und 1,2 Blocks pro Spiel.
„Ich bin am Boden zerstört“, äußerte sich Team-Kollege Allen zu der Nachricht. „Denn jetzt bricht die Phase der Saison an, auf die wir das ganze Jahr gewartet haben.“
„Er ist ohne Frage der Anführer dieses Clubs“, so Paul Pierce über seinen Mitspieler. „Er würde uns auch helfen, wenn er einfach auf der Bank sitzt und uns anfeuert. Doch ich bin mir sicher, dies würde hart für ihn. Kevin ist so wettkampforientiert, einfach nur zuzuschauen könnte gewaltig an ihm nagen.”
Ob die Boston Celtics ohne ihren „emotionalen Führer“ die Meisterschaft verteidigen können, darf zumindest bezweifelt werden.
Schlagworte: Boston Celtics, Doc Rivers, Kevin Garnett, Orlando Magic, Paul Pierce, Ray Allen




[...] allem beim Rebound machte sich das Fehlen von Kevin Garnett (anhaltende Knieprobleme) auf Seiten Bostons an allen Ecken und Enden bemerkbar. [...]