Von: Dmitrij Karle
Die Milwaukee Bucks erhalten neben Corey Maggette noch den Zweitrunden Pick (#44) der Warriors im NBA-Draft 2010, der schon morgen im Madison Square Garden zu New York stattfinden wird.
John Hammond, General-Manager der Bucks, war sichtlich zufrieden mit der Entscheidung, den 30-jährigen Maggette ins Boot zu holen. “Corey hat seine Scorer-Qualitäten in seiner NBA-Karriere unter Beweis gestellt. Wir sind erfreut darüber, solch einen Spieler in unseren Reihen zu haben.”

Ellis
Maggette avancierte in seinem zweiten und letzten Jahr in Golden State zum zweitbesten Punktesammler (19,8 Punkte pro Spiel) hinter Monta Ellis (25,5 Punkte). Der Forward durchbrauch außerdem zum ersten Mal in seiner elf Jahre andauernden NBA-Karriere die 50-Prozent-Marke bei den Treffern aus dem Feld (51,6 Prozent). Maggettes Zug zum Korb stellt einen weiteren positiven Aspekt seines Spiels dar. Der 1,98-Meter-Mann stand in der vergangenen Saison pro Spiel knapp acht Mal an der Freiwurflinie, und ließ somit Spieler wie Manu Ginobili von den Spurs (6,7 Freiwürfe pro Spiel) oder den Celtic Paul Pierce (5,9) weit hinter sich.
Auf der anderen Seite verdient Maggette in den nächsten drei Spielzeiten fast 31 Millionen US-Dollar. Was nicht gerade wenig ist für einen Spieler seiner Klasse. Ob er im System von Bucks-Coach Scott Skiles aufblühen kann, bleibt abzuwarten. Maggette neigt zum egozentrischen Überdrehen, das nicht gerade förderlich für die offensiven Pläne von Skiles sein dürfte. Das System basiert auf viel Ballbewegung und Perimeterspiel. Und sowohl das eine als auch das andere beherrscht Maggette kaum. Lediglich 26 Prozent seiner Dreier fanden in der letzten Saison ihr Ziel.

Salmons
Andererseits wird Bucks-Forward John Salmons aus seinem Vertrag aussteigen und den Free-Agent Markt testen. Salmons, der mitten in der Saison 2009/2010 aus Chicago nach Milwaukee wechselte, absolvierte 30 Partien für seinen neuen Verein und beendete die Saison als bester Scorer der Bucks (19,9 Punkte pro Spiel). Somit ist es fast ausgeschlossen, dass sich die Wege von Salmons und Milwaukee noch einmal kreuzen, da nun Maggette seinen Platz eingenommen hat.
Die Warriors bekommen in Person von Charlie Bell einen grundsoliden Shooting-Guard, der mit seinem Dreipunktewurf im System von Don Nelson durchaus einen Chance hat zu überleben. Bell steht noch zwei Jahre unter Vertrag und verdient knapp acht Millionen US-Dollar. Dan Gadzuric ist am Ende der kommenden Spielzeit Free-Agent. Der gebürtige Holländer spielte seit seiner Rookie Saison ausschließlich in Milwaukee. Seine beste Saison bestritt der 2,11 Meter große Center im Jahr 2004/2005, als er im Schnitt 7,3 Punkte und 8,3 Rebounds auflegen konnte. Daraufhin spielte Gadzuric nur eine untergeordnete Rolle im System der Bucks und stand nie mehr als 15 Minuten pro Partie auf dem Parkett. Zwar verdient Gadzuric in der Spielzeit 2010/2011 stattliche 7,2 Millionen US-Dollar, es bleibt jedoch zweifelhaft, ob er sich gegen die Big-Men der Warriors (Ronny Turiaf, Andris Biedrins, Anthony Randolph) durchsetzen wird, oder Golden State nur ein Zwischenstopp für ihn ist.

Curry
Corey Maggette wird man in Golden State nicht lange nachtrauern. Denn sowohl Monta Ellis (wie erwähnt mit 25,5 Punkte pro Spiel) als auch Liga-Neuling Stephen Curry (17,5 Punkte) sind in der Lage, die Offensive auf ihren Schultern zu tragen. Vor allem Curry konnte in seiner Rookie Saison doch einige von seinen Qualitäten im Angriff überzeugen und wird im zweiten Jahr voll durchstarten.
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Corey Maggette, vormals Forward der Golden State Warriors, wurde vergangene Nacht von seinem früheren Arbeitgeber in einem Spielertausch zu den Milwaukee Bucks geschickt. Im Gegenzug erhalten die Warriors Guard Charlie Bell und Center Dan Gadzuric. Welche Perspektive haben die Akteure bei ihren neuen Teams? Wie profitieren die Mannschaften von ihren Neuzugängen?