Von: David Lorenz
Eines kann man David Kahn, General-Manager der Minnesota Timberwolves, nicht nachsagen: Untätigkeit auf dem Transfermarkt. Kurz nach der geplatzten Verpflichtung von Ricky Rubio bemühen sich die T-Wolves umgehend um Ersatz auf der Spielmacherposition. So wurde Ramon Sessions (Foto) von den Milwaukee Bucks ein vorläufiges Angebot (so genanntes „Offer-Sheet”) über die kommenden vier Spielzeiten von 16 Millionen US-Dollar unterbreitet, das der 1,91-Meter-Man bereits unterschrieben hat. Den Bucks steht nun eine Frist von sieben Tagen zur Verfügung, um mit dieser Offerte gleichzuziehen, damit Sessions doch noch in Milwaukee gehalten werden kann.
Dies gilt jedoch als äußerst unwahrscheinlich, da die Bucks bereits über drei Spielmacher in Person von Rookie Brandon Jennings, Veteran Luke Ridnour und Neuverpflichtung Roko Ukic verfügen, und zudem Ausgaben für Spielergehälter aufweisen, die lediglich 1,6 Millionen US-Dollar unter der zulässigen Obergrenze in der NBA liegen. Verlängert Milwaukee mit Sessions, wird demzufolge die Zahlung der so genannten „Luxury-Tay” an die Liga fällig. Aufgrund des eingeschlagenen Sparkurses der Bucks wird ein Verbleib von Sessions im Bundesstaat Wisconsin dadurch zusätzlich erschwert.
„Die Möglichkeit, Ramon bald in unserem Team zu haben, ist großartig“, so Kahn über den 23-Jährigen. „Er bringt die Voraussetzungen mit sich, auf beiden Guard-Positionen zu spielen und wird für unseren Backcourt eine enorme Verstärkung darstellen.“
Anscheinend sind sich Minnesotas neuer Headcoach Kurt Rambis und Kahn darin einig, dass Rookie Jonny Flynn, trotz seiner überzeugenden Auftritte während der diesjährigen Summer-League, die Spielgestaltung der T-Wolves noch nicht über den Großteil einer Partie zuzutrauen ist.
Sessions auf der anderen Seite war bislang primär mit den New York Knicks in Verbindung gebracht worden, die großes Interesse am talentierten Point-Guard gezeigt hatten. In der vergangenen Saison konnte Sessions 12,4 Punkte und 5,7 Assists pro Partie aufweisen und war mit einer Quote von 2,97 Vorlagen bei einem Ballverlust im Spielaufbau äußerst effektiv.
„Im Alter von 23 Jahren steckt in Ramon noch eine Menge Spielraum für Verbesserungen“, so Kahn. „Er passt sehr gut in unsere Pläne, eine junge Truppe aufzubauen, die mit hohem Tempo agiert und irgendwann um die Meisterschaft mitspielen kann.“
Lee und New York vor Einigung
Auch wenn Sessions den Knicks somit durch die Lappen gehen sollte, gibt es dennoch gute Nachrichten aus New York zu vermelden. Anscheinend konnten sich General-Manager Donnie Walsh und Power-Forward David Lee (Foto) nach monatelangem Hin und Her endlich auf einen Vertrag für die anstehende Spielzeit einigen.
Aufgrund der Tatsache, dass Walsh im kommenden Sommer über genügend Spielraum unter der zulässigen Gehaltsobergrenze der NBA verfügen will, um LeBron James und/oder Dwyane Wade/Chris Bosh in den „Big Apple“ zu lotsen, erhält Lee lediglich einen Einjahres-Vertrag, der ihm Gerüchten zufolge jedoch sechs bis acht Millionen US-Dollar zusichern soll.
Laut Walsh bestehen mittlerweile gute Chancen, dass Nate Robinson, der andere „Restricted Free-Agent“ der Knicks, in den kommenden Tagen einen ähnlich gestalteten Vertrag wie Lee unterzeichnen wird.
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So ein Unsinn von den Knicks. Dann haltet David Lee lieber gleich zwei drei Jahre länger und lasst den dusseligen Nate Robinson ziehen. Es gibt genügend Guards im Team, und so ein Missmatch in der Defense kann man nicht gebrauchen!!! Ich versteh das einfach nicht