Von: David Lorenz
Da halfen alle Verhandlungen nichts. Obwohl Davin Kahn, General-Manager der Minnesota Timberwolves, insgesamt dreimal nach Spanien flog, um Ricky Rubio (Foto) über den großen Teich in die NBA zu lotsen, liegt die Zukunft des 18-Jährigen zunächst in Spanien. Wenn auch nicht mehr bei seinem bisherigen Verein, DKV Joventut Badalona. Rubio wechselt für die kommende Saison zum FC Barcelona, wo er einen Sechs-Jahres-Vertrag unterschreibt, der ihm nach zwei Jahren Laufzeit allerdings einen Wechsel in die NBA ermöglicht.
Barcelona zahlt für den Point-Guard rund 3,7 Millionen Euro an Badalona - einen Betrag, den die Timberwolves aufgrund gültiger NBA-Statuten nicht in die Ablöse Rubios investieren durften. Die NBA gestattet ihren Clubs lediglich, eine Summe von maximal 500.000 US-Dollar für einen Spielerwechsel auszugeben.
„Für mich hatte ein Wechsel in die NBA oberste Priorität“, so Rubio über den geplatzten Transfer zu den T-Wolves, die den Spanier beim diesjährigen Draft an fünfter Stellte ausgewählt hatten. „Doch da Minnesota die Ablösesumme nicht bezahlen konnte, wollte ich in meiner Heimat bleiben.“
Zumindest stehen die Timberwolves für die anstehende Spielzeit nicht ohne Point-Guard da. Manager Kahn hatte, wohl in weiser Voraussicht, an sechster Stelle des Drafts Jonny Flynn verpflichtet, der während der diesjährigen Summer-League bereits voll und ganz als Spielgestalter überzeugen konnte.
Moore nach Oakland
Die Golden State Warriors haben derweil auf dem Free-Agent-Markt noch einmal zugeschlagen. Mikki Moore (Foto), zuletzt für die Boston Celtics aktiv, unterschreibt in Oakland einen Einjahres-Vertrag über 1,3 Millionen US-Dollar (das von der Liga garantierte Minimum für einen Spieler mit Moores Erfahrung).
Der 33-jährige Center wusste für die Celtics während den abgelaufenen Playoffs kaum zu überzeugen, und erzielte in durchschnittlich 6,6 Minuten Einsatzzeit pro Partie lediglich 1,5 Punkte und 1,5 Rebounds.
Bei den Warriors soll der 2,13 Meter große Moore den dünn besetzten Frontcourt um Andris Biedrins, Ronny Turiaf und Anthony Randolph verstärken.
Boston einigt sich mit Daniels
Nach ewigem Hin und Her konnten sich die Boston Celtics endlich mit Marquis Daniels (Foto), vormals bei den Indiana Pacers unter Vertrag, auf eine Zusammenarbeit einigen. Der 28-jährige Shooting-Guard erhält beim Meister der Saison 2007/2008 rund zwei Millionen US-Dollar für die kommende Spielzeit.
Daniels verbuchte im abgelaufenen Jahr durchschnittlich 13,6 Punkte und 4,6 Rebounds pro Partie - seine beste statistische Ausbeute in sechs Jahren NBA.
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Gefällt mir was die Celtics sich da so an Rollenspielern angeln