Von: David Lorenz
Gerüchten zufolge bahnt sich in der NBA der nächste spektakuläre Spielertausch an. Utah, Chicago und Portland beraten derzeit über einen Trade, der Carlos Boozer, Kirk Hinrich und Tyrus Thomas einen neuen Arbeitsplatz verschaffen würde. So soll Boozer zu den Bulls, Hinrich zu den Blazers und Thomas nach Salt Lake City zu den Jazz wechseln.
Der Deal würde aus vielen Perspektiven betrachtet Sinn ergeben. Hinrich (Foto) gilt als absoluter Wunschspieler von Portlands General-Manager Kevin Pritchard und würde das Team auf der Spielmacher-Position ungemein verbessern. Chicago dagegen ist seit langem auf der Suche nach einem Power-Forward von Boozers Format, der im Low-Post eine zuverlässige Punktequelle darstellt. Eine Rolle, in die Thomas nie zu schlüpfen vermochte.
Für Utah erscheint der Trade logisch, da bei Boozers Abgang dem wechselwilligen Paul Millsap (Foto) ein neues Angebot unterbreitet werden könnte. Millsap bewies in der vergangenen Spielzeit bereits eindrucksvoll, dass er „Booz“ auf der Position des startenden Power-Forwards ersetzen kann. Zudem hat Boozer nur noch einen Vertrag über eine Spielzeit. Utah hat demnach nur noch jetzt die Gelegenheit, für den 27-jährigen All-Star einen angemessenen Gegenwert zu erhalten.
Ob und wie der Trade zustande kommt, werden die nächsten Tage zeigen. Noch ist auch nicht bekannt, wen die Trail Blazers im Zuge des Spielertausches abgeben werden.
Sicher ist dagegen der Deal um Shawn Marion. Die Liga gab vergangene Nacht ihr Ok zu dem spektakulären Trade, der insgesamt acht Spieler und vier Teams betrifft. Allerdings wurde noch eine kleine Änderung bekannt. So wechselt nicht Quincy Douby, wie zunächst angedacht, von den Raptors nach Memphis, sondern Power-Forward Nathan Jawai aus Toronto nach Dallas.
Ebenfalls bei den Mavericks unterschrieb Free-Agent und Defensiv-Spezialist Quinton Ross (Foto), der somit für seine Heimatstadt auf Korbjagd gehen wird. Über Einzelheiten seines Vertrags mit Dallas wurde bisher noch nichts bekannt. Ross, der im vergangenen Jahr bei den Memphis Grizzlies durchschnittlich 3,9 Punkte (bei einer Dreierquote von 37,5 Prozent) und 1,9 Rebounds pro Partie erzielte, dürfte bei den Mavs nach dem Abgang von Antoine Wright auf der Position des Shooting-Guards durchaus einiges an Spielzeit bekommen. General-Manager Donnie Nelson lobte bereits die Vielseitigkeit, Athletik, Defense und Erfahrung des 28-Jährigen, der auch auf der Position des Small-Forwards eingesetzt werden kann.
Während der vielen guten Neuigkeiten aus Dallas gibt es auch einen Wehrmutstropfen zu beklagen. So scheint der Verbleib von Brandon Bass (Foto) durch die Zugänge von Marion, Kris Humphries und der wahrscheinlichen Verstärkung von Marcin Gortat immer unrealistischer zu werden. Bass will für die Zukunft mehr Einsatzzeit und mehr Geld. Beides können ihm die Mavericks nach aktuellem Stand der Dinge nicht in ausreichendem Maße garantieren. Daher ist es wahrscheinlich, dass Bass Dallas verlässt und die Texaner stattdessen mit James Singleton verlängern werden, der günstiger ist und weniger Ansprüche auf Spielminuten stellt.
Die Chicago Bulls und die Indiana Pacers haben ihre personellen Planungen für die kommende Saison derweil weiter voran getrieben. Jannero Pargo, zuletzt mit Stationen in Europa und von 2003 bis 2006 schon einmal im Trikot der Bulls aktiv, kehrt nach Chicago zurück und unterschreibt dort einen Einjahres-Vertrag über zwei Millionen US-Dollar.
Indiana sicherte sich währenddessen die Dienste von Dahntay Jones (Foto) für die kommenden vier Spielzeiten. Der Defensiv-Spezialist wird über diesen Zeitraum rund elf Millionen US-Dollar verdienen. Jones hatte zuletzt mit guten Leistungen bei den Denver Nuggets während der abgelaufenen Playoffs auf sich aufmerksam gemacht.
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Die Schlagzeilen aus der besten Basketball-Liga der Welt reißen nicht ab. Jetzt wurde bekannt, dass die Utah Jazz an einem Trade von Carlos Boozer (Foto) arbeiten, in den zwei weitere prominente Spieler involviert sind. Derweil gab die NBA das Ok zum Marion-Deal, der von den beteiligten Teams noch leicht verändert wurde. Auch aus Chicago und Indiana gibt es Neues zu berichten.