Plan “B”

Von: Dmitrij Karle

Carlos BoozerZur Zeit dreht sich der ganze Free-Agency-Rummel um drei Spieler: LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh. Dicke Fische wie Utah Jazz Forward Carlos Boozer (Foto) sind allerdings ebenfalls heiß begehrt. Ob die Chicago Bulls oder die New Jersey Nets - beide benötigen einen Post-Scorer und eine Präsenz in der gegnerischen Zone. Boozer könnte die passende Lösung  sein. (mehr…)

Und da es Amare Stoudemire Richtung New York verschlagen hat, und Chris Bosh ab der kommenden NBA-Saison an der Seite von Dwyane Wade in Miami auf Korjagd gehen wird, bleiben für die restlichen Teams mit dem Loch in der Zone nicht allzu viele Optionen übrig.

Noah

Noah

Und da kommt Carlos Boozer ins Spiel. Der 2,06 Meter große Duke-Absolvent beendete jüngst seine achte NBA-Saison (seine sechste im Trikot der Jazz). Zuerst einmal sollte man die Chicago Bulls nennen, die dringend einen Inside-Scorer gebrauchen können. Der mittlerweile 28-jährige Power-Forward wurde schon früher mit Chicago in Verbindung gebracht. Es wurde viel spekuliert und geredet. Am Ende scheiterte es jedoch immer, da beide Parteien sich in vielen Dingen nicht einig werden konnten. Gerüchten zufolge waren die Bulls nicht bereit, u.A. die Center-Hoffnung Joakim Noah für Boozer abzugeben.

Jetzt stehen die Chancen für Chicago deutlich günstiger, Boozer an Land zu ziehen, zumal Chris Bosh als auch Amare Stoudemire den Bulls ihren Rücken gekehrt haben. Die Enttäuschung darüber, dass beide sich gegen die “Windy City” entschieden haben, dürfte wegen Boozer nicht allzu groß ausfallen, sollte denn tatsächlich das in Deutschtland geborene Kraftpaket bei den Bulls anheuern.

Rose

Rose

Chicago schnappte sich in der vergangenen Saison die höchste Anzahl an Rebounds pro Partie. Boozer hat hervorragende Reboundqualitäten und würde sich dementsprechend schnell ins Spiel der Bulls mit seiner Spielweise integrieren. Wie sehr die Bulls eine Zonenpräsenz benötigen, zeigt auch ihre Dreierstatistik an. Letzte Saison trafen Derrick Rose und Co. nur 33 Prozent ihrer Downtownbomben (ligaweit Platz 28). Natürlich fehlen ihnen auch solide Schützen von Außen. Doch das Hauptproblem ist und bleibt das Fehlen einens Spieler, dir die Aufmerksamkeit der Verteidigung in die Zone verlagert, um somit Platz am Perimeter zu schaffen. Joakim Noah ist zu limitiert in seinem offensiven Spiel, als dass er es alleine richten könnte. Boozer hingegen ist immer in der Zone vertreten und zieht nicht selten gegnerische Double-Teams auf sich.

Selbstverständlich hat auch Boozer seine Defizite. Mit seinen knapp 2,06 Meter bekommt er häufig Probleme gegen groß gewachsene und agile Forwards. Boozer ist nur mit einer durchschnittlichen Athletik gesegnet und wird wohl auch anderswo kaum in der Verteidigung Akzente setzen. Es ist aber durchaus möglich, dass ein defensiv orintierter Center-Spieler (wie ein Joakin Noah bei den Bulls oder Brook Lopez in New Jersey) Boozers Fehler in der Verteidigung kaschieren kann.

Was auch immer in den nächsten Tagen passieren wird, Carlos Boozer ist und bleibt eine mehr als solide Alternative für den Rest der NBA Teams, vielleicht erweist er sich am Ende sogar als der bessere Spieler im Vergleich zu Chris Bosh und Co.

Dmitrij Karle schreibt zukünftig auch auf seinem eigenen Blog zu Themen rund um die NBA.

(Photo by happyhipposnacks | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

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1 Kommentar zu „Plan “B”“

  1. Mattes sagt:

    WOW! Lebron, Wade und Bosh in Miami. Da bin ich gespannt, wer dieses Team schlagen kann.
    Boozer ist ja mittlerweile schon so gut wie sicher in Chicago - die Bulls werden daher wohl auch eines der besseren Teams werden.
    Für die Knicks is es ja jetzt echt blöd gelaufen. Da bereitet man sich jahrelang auf den FreeAgent Sommer 2010 vor und muss jetzt mit einem astronomischen Vertrag für Stoudamire vorlieb nehmen…

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