Von: Malte Arndt
Es darf jedenfalls jetzt schon als sicher gelten, dass die Miami Heat bei den Buchmachern weit vorne rangieren werden - was anderes als der Titel kann von einem Team mit Dwyane Wade, Chris Bosh und LeBron James auch kaum erwartet werden. Dass Basketball allerdings mit fünf Spielern pro Team gespielt wird, könnte sich auch noch bald auf unangenehme Art und Weise für die Heat zeigen, aber derlei Entwicklungen gilt es abzuwarten. Was man dagegen schon jetzt beurteilen kann, ist, wie sich die Spieler selber sehen - und da kann man bei genauerer Betrachtung nur zu dem Schluss kommen, dass es keinen “King” mehr gibt. Dan Gilbert hat in seinem Pamphlet also durchaus recht, wenn er nur noch vom “former ‘King’” redet - auch wenn es von ihm sicherlich anders gemeint war.

Bosh
Was mich also zu dieser Aussage verleitet? Nicht einzig und allein die Kolumne von Bill Simmons, der ähnliches feststellt - nein, es ist die Botschaft, die James mit seiner Entscheidung sendet: Ich fühle mich nicht stark genug, ohne einen anderen Superstar den Titel zu holen. Ich will nicht mehr alleiniger Leader sein. Ich habe es abgeschrieben, zu einem der sog. All Time-Greats zu werden (dass man sich an James erinnern wird, steht außer Frage - aber ich denke, seine Chance, mal in einem Atemzug mit Magic Johnson, Larry Bird, Tim Duncan oder gar Michael Jordan genannt zu werden, ist vorbei). Fakt ist, dass LeBron James es nicht geschafft hat, mit einem Team aus einem echten (Antawn Jamison) und einem “Wer zur Hölle hat ihn gewählt?”-All Star (Mo Williams), einem guten, wenn auch alten Center und mehreren exzellenten Rollenspielern den Titel zu holen. Das Material für die erste Meisterschaft in Ohio war vorhanden und meiner Meinung nach hätte es mit einem besseren Coach in diesem Jahr auch geklappt (eine genauere Analyse dazu ist hier zu finden). Jeder hätte gesagt, dass ein möglicher Titel allein James gehört, dass er der unangefochtene MVP gewesen sei. Vorbei.

James
Um es auf den Punkt zu bringen: Sollten die Miami Heat tatsächlich den Titel gewinnen - es ist noch nicht einmal sicher, ob James der beste Spieler des eigenen Teams wäre. Dwyane Wade hat als sehr junger Spieler bereits eine Finals MVP-Trophäe gewonnen, aus einem damals mit Stars gespickten Team herausgeragt und in den letzten beiden Jahren ein hoffnungslos schlechtes Team auf den fünften Platz der Eastern-Conference und 2009 beinahe in die zweite Runde geführt. Er hat gegen die beste Defense der vergangenen Playoffs 30 Punkte im Schnitt aufgelegt, obwohl er dauerhaft mit Double- und Triple-Teams zu kämpfen hatte. Wade ist sehr viel besser, als es viele bisher zugegeben haben - und das, obwohl er gemeinhin als einer der Superstars der Liga akzeptiert wird. Es dürfte zumindest mich nicht überraschen, wenn er der absolute Star der neuen Heat wird und LeBron James eher widerwillig eine Rolle als 1b spielen muss.

Wade
Dabei hätte es das gar nicht gebraucht, wenn James - sonst vor Selbstvertrauen strotzend - selbiges genau jetzt demonstriert hätte. Wie Simmons schrieb: “Wade und Bosh spielen in Miami zusammen - schön, ich gehe nach New York oder Chicago und baue mein eigenes Team auf.” Jedes andere Team, das nicht auf den Namen Lakers gehört hätte, wäre sein Team gewesen, in jedem anderen wäre ihm der mögliche Titel zuerkannt worden, in jedem anderen hätte er sich unsterblich machen können. Kein echter Superstar und Franchise-Spieler hätte den Schritt getan, den James jetzt gemacht hat, sondern die Chance wahrgenommen, sich selber unsterblich zu machen und eine Jahre andauernde Rivalität mit den Heat zu beginnen. Was in der Konstellation Knicks/Heat mit der Vorgeschichte der Neunziger natürlich umso reizvoller gewesen wäre. Allerdings ist diese Chance unwiderruflich vorbei - nicht nur für die New York Knicks, die sich diesen Sommer sicherlich anders vorgestellt haben, sondern auch für James. Scheinbar haben die Celtics im Mai 2010 nicht nur den professionellen Basketball in Cleveland für die nächsten Jahre erlegt, sondern gleich auch das bisweilen überdimensional große Ego von LeBron James. Ich wünsche ihm viel Spaß in Miami, den Titel wird er in der Konstellation wahrscheinlich auch mehrfach gewinnen. Nur erzählt mir bitte nicht mehr, dass er der möglicherweise beste Spieler sei, den es jemals gab. Denn diese Diskussion ist mit seiner Entscheidung für die Heat vorbei.
(Photo by david_shankbone | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)
Schlagworte: Antawn Jamison, Boston Celtics, Chicago Bulls, Chris Bosh, Dan Gilbert, Dwyane Wade, Larry Bird, LeBron James, Los Angeles Lakers, Magic Johnson, Miami Heat, Michael Jordan, Mo Williams, New York Knicks, Tim Duncan




Es ist also offiziell, was seit gestern Abend viele Spatzen von den Dächern pfiffen: Die Miami Heat sind allerspätestens jetzt der große Gewinner des mit Spannung erwarteten Free Agent-Sommers 2010. Den eigenen Star gehalten, einen Superstar und einen All Star dazugeholt und die Aussicht auf eine langjährige Dynastie - wieder einmal sonnige Perspektiven am South Beach.
Er will ja auch Titel sammeln sonst würde er nicht nach Miami gehen.
Was bringt es Ihm wenn er jedes Jahr MVP wird und dann trotzdem ohne Titel da steht.
Jetzt hat er die chance seines Lebens, zumindest öfters in die Finals zu kommen….
Wären die Chancen denn woanders so unglaublich viel schlechter gewesen? Beispielsweise in New York? Oder gar Chicago? Wohl kaum. Chicago hätte meiner Meinung nach wesentlich mehr zu bieten gehabt als die Heat: Franchise-Point Guard, Spieler wie Deng, Boozer, Noah, Gibson oder sonstwen. Er hätte dort meiner Meinung nach sehr gute Chancen gehabt, ein Team zu führen, dass Miami eher überlegen gewesen wäre - auch perspektivisch durch den jungen Kern. Ich glaube, dass irgendetwas in ihm anders ist, seit die Cavaliers von Boston so vermöbelt wurden - irgendetwas muss ihm das Gefühl geben, dass ein Team um ihn herum keinen Titel gewinnen kann. Finde ich zwar absurd, aber anders kann ih mir diese Entscheidung nicht erklären.
Ich hoffe es wird in Miami nicht enden wie bei der “Real-Madrid-Traummannschaft” und können nennenswerte Titel gewinnen. Offen steht auch ob sie ihre Egos 82 Spiele + Playoffs unter Kontrolle halten können. Zu sehen wird es sein, wenn ein Spiel in die entscheidente Phase geht und es um Sieg oder Niederlage geht und beide den Ball möchten. Ich denke das werden die wichtigsten Faktoren sein.
So sieht es aus Mucky.
Lebron bleibt weiterhin der beste Basketball Spieler der Welt, ob er nun bei den Miami Heat oder den Paderborn Baskets spielt. Er hat es in den letzten Jahren bewiesen, dass er der individuell beste Spieler der Welt ist.
Nun will er nur noch gewinnen. Wie es ist, Meister zu werden, hat er 2008 bei den Olympischen Spielen erfahren. Da war er an der Seite von 11(!) anderen Superstars und hat es dadurch einen kleineren Stellenwert als wenn es als alleiniger Superstar geschafft hätte? Im Gegenteil. Er hat dort die Erfahrung gemacht mit anderen fast gleichwertigen Spielern zu gewinnen und er will es wieder machen.
Ich zolle Lebron James großen Respekt zu. Er wird die No. 2 hinter Wade (vlt wird er ja besser sein, aber Dwyane ist einfach The Man in Miami), verzichtet auf Geld und ordnet sich nur dem Anspruch unter Meister zu werden! Und das verurteilen jetzt alle Leute? Versteh ich nicht.
Das einzige was man anprangern kann, ist die Art & Weise wie dieses ganze Medienspektakel ablief. Wobei Lebron da von einer Armee an Managern, Beratern und “Freunden” auch zu gezwungen wird und jeder meint, das Beste für ihn wissen zu müssen.
Aber dass er zu Miami geht, ist einfach top :)! Ich freu mich.
Wie bereits im Bericht erwähnt, war es sportlich die richtige entscheidung. Allerdings hat es mich schon gewundert: Großartige Spieler, haben große Egos, viel Stolz und wollen ihren Mannschaften Titel bescheren anstatt umgekehrt. Anscheinend muss LeGone ziemlcih verzweifelt gewesen sein, oder er ist einfach nur arogant und nicht loyal (was ich allerdings bezweifel). Ich hätte gedacht das er zu viel stolz hätte einfach zu wechseln und hätte es erst noch ein paar jahre versucht => siehe Garnett
In Miami findet er zweifelslos zwei der besten Spieler der NBA, Wade und Bosh… und Mario Chalmers… und? Und nichts! Miami hat jetzt nach dem Beasley-Trade genau vier Spieler unter Vertrag. Bei drei mehr oder weniger Max Contracts bleibt da fasst kein Gehaltspielraum für weitere, gute (!) Rollenspieler, die man zwingend brauchen wird, wenn man die Meisterschaft hohlen will. Stars entscheiden Spiele, die Bank Meisterschaften.
Peinlich genug, dass das Triumvirat jetzt Oldies & Ex-Heats “anbettelt” doch bitte Minimum Contracts zu aktzeptieren, damit ein Team überhaupt zustande kommt. Ob das gelingen wird? Zweifelhaft.
Ob drei derart dominante Spieler tatsächlich wie beim Nationalteam zusammenspielen können wird sich zeigen. Alle paar Jahre ein paar Wochen eine WM ist etwas völlig anderes als jahrelang 82+ Spiele.
Deshalb bin ich mir nicht sicher ob es die sportlich richtige Entscheidung war.
Als Bulls Fan hätte ich mir Wade und Bosh in Chicago gewünscht, zu James habe ich wegen des Pfauen-Image seit jeher ein gespaltenes Verhältniss. Er ist was die individuelle Klasse angeht natürlich einer der besten Spieler den die NBA zur Zeit zu bieten hat. Dennoch bin ich nach dem ganzen Hick-Hack und der unsäglichen Inszenierung der Medien ein wenig froh, dass er sich nicht für die Windy City entschienden hat.
Wobei für mich die Bulls die bessere sportliche Perspektive geboten hätten:
Rose, einer der besten PGs der Liga (Allstar, jung!)
Noah, talentierter C mit Luft nach oben (jung!)
Boozer, offensiver Rebounder (Olympia Sieger)
Deng, solider Allrounder (jung!)
Mit Johnson und Gibson hat man darüber hinaus talentierte Rollenspieler zur Verfügung.
Sportlich hätte Chicago durchaus das Rennen machen können. Die Entscheidung über das Zusammenspiel der großen Drei scheint jedoch wie im Moment von verschiedenen Seiten vermutet schon früher gefallen sein.
Ein Egoist ist James vielleicht nicht. Aber den Vorwurf des Narzissmus muss er sich gefallen lassen.
Welcher Spieler möchte lieber einen Kinofilm drehen als bei der WM mitzuspielen? James
Wessen Büro hat das Wade/Bosh Agreement durchsickern lassen damit jemand seine eigene Bühne hat? James
Wer hat sein Team zur Primetime im Fernsehen verkündet wo wichtige Entscheidungen doch auch kann unspektakulär verlautet werden können (-> Durant)? James
Für mich ist James kein Opfer der Medien. Eher ein Mitspieler. Und gewiss kein King mehr.
Gruß Dominik
The King of Akron is now the King of Miami Basketball!!!!! Man wird das geil.
Es werden sich reihenweise Spieler finden, die Minimum Contracts akzeptieren, darunter einige, die auch ‘ne Championship entscheiden können.
Lebron will gewinnen - in Cleveland kann er es nicht und er soll es nicht noch 6 Jahre versuchen wie KG, in Chicago will er sich nicht mit Michael Jordan’s Legacy anlegen -> also bleibt noch Miami übrig, wo 2 sehr gute Freunde von ihm sind, mit denen er gemeinsam Champion werden kann.
Er ordnet sich unter, verzichtet auf Geld und ist nur noch auf Championships aus, ist doch super!
Und verweist doch nicht alle immer auf Durant. Durant ist nun mal ein stiller, zurückhaltende Typ und Lebron ist halt ganz anders. Menschen sind nun mal verschieden und Lebron James ist eben Lebron James. Seid froh, dass es diesen ganzen Hype etc. gibt, denn ohne ihn, würde es auch mal ganz schön langweilig werden. Die breite Fanmasse will doch dieses Spektakel, sonst würde er es gar nicht machen.
Jegliche Objektivität lässt dieser Artikel vermissen sehr schade.
Bist du iwie frustriert @ Malte ? Du klingst ähnlich wie Dan Gilbert <.<
Vllt liegts auch daran, dass die “Big Three” jetzt in Miami spielen ?
Also ohne die Kommentare gelesen zu haben: So einen unseriösen Artikel wie diesen hab’ ich selten gelesen. Man mag von seiner Entscheidung halten, was man will - aber was hat die bitte mit seinen spielerischen Qualitäten zu tun? Evtl. berücksichtigt er bei seiner Entscheidung auch noch, die Umgebung, den Medienmarkt, seine Freundschaft zu den beiden usw.
Das nächste mal besser erstmal tief durchatmen, nochmal alles lesen und dann online stellen.
So sehe ich das auch @ Marvin
Also, ich stimme ja auch vielen hier zu, und finde es ganuso Schade, das James nicht z.B. zu den Bulls ist. Mit C Noah, PF Boozer, SF Deng SF/SG James und PG Rose wäre das ein junges, traumhaftes Team gewesen, deutlich besser als die Cavs. und dort wäre James der alleinige Leader gewesen - da hätten die Heat erstmal was um Bosh/Wade drumherum bauen müssen.
Aber leider ist es nicht so - ein Stück kann ichs auch verstehen. Die 3 verstehen sich gut, sind im besten Alter und wollen zu dritt Titel sammeln - so viele wie möglich. Und als Stadt Miami - hey, wenn ich all diese Städte zur Auswahl hätte (NY, Chicago, Cleveland, Miami…) - ich würde auch dort “arbeiten” und leben wollen, wo das ganze Jahr die Sonne scheint. Meer, Ocean Drive etc….
Und jetzt den “King” gleich komplett abzuschreiben, das er “nur” noch James ist, halte ich auch für verfrüht. Damals bei Hill/T-Mac und den Magic war auch alles so traumhaft arrangiert - das Ergebnis kennen wir, weil Hill zum Dauerverletzten wurde. Und auch Wade hat schon 2 Seasons hintereinander 30 Spiele verpasst - das kann auch wieder passieren.
Wenn James dann das Team trotzdem trägt, in die Playoffs, durch die Playoffs - er kann dann trotzdem unsterblich werden.
Wenn James in der Crunchtime wichtige Spiele entscheiden sollte, auf seine unnachahmliche Art - auch dann kann ER unsterblich werden, vielleicht mit einem Gamewinner in den Finals gegen die Lakers. Wenn James die entscheidenden Würfe trifft, und nicht Wade - dann kann auch James der Leader werden.
Richtig ist: Erstmal sind die Heat Wades Team, auch wenn niemand von “Wades Team” übrig geblieben ist. Jedoch Wade ist schon 7 Jahre dort, und hat die Heat schon zu nem Ring geführt (hätte er ihn ohne Shaq geholt?????? ^^) Trotzdem bleibt es spannend und abzuwarten, wie die 3 zusammen spielen - es besteht jedoch für mich aus oben genannten Gründen und Szenarios immer noch die Chance, das KING James der KING bei den Heat wird.
Und wenn sein Vertrag ausläuft ist er 31 - dann kann er immer noch ein anderes Team zu SEINEM Team machen, und nochmal angreifen, mit einer neuen Herausforderung.
Seine jetzige ist nunmal die, so viel wie möglich Titel zu sammeln, nachdem er die ersten 7 Jahre so ziemlich jede individuelle Auszeichnung bekommen hat, die er holen konnte. Und ne Finals MVP Trophy muss nicht unbedingt Wade für die Heat gewinnen…^^
Also, abwarten - Bulls und vor allem Knicks-Fans - den Frust und die Enttäuschung anders runterspülen, als jetzt auf James einzuhacken.
Ich habe fertig.^^
@ Magnus & Marvin: Das hier ist ein Blog, hier geht es keinesfalls um Objektivität, sondern um Meinung. Und Malte begründet seine Meinung, die übrigens in großen Teilen mit meiner eigenen übereinstimmt.
Er kann ja auch gerne seine Meinung begründen, aber doch nicht so ? Das hört sich an, als ob Malte schon wüsste wie die nächste Saison ausgeht .. und das ist absoluter Schwachsinn !
ich kann niko und magnus zu 100% zustimmen. er kann mit den heat ebenso unsterblich werden und der king bleiben. zudem ändert sich seine individuelle qualität nicht, er ist und bleibt der beste basketballer der welt - nicht so wie es der autor hier sagt.
diesen anspruch “lebron muss sein eigenes team haben, wo nur er superstar ist und SO champion wird” find ich aberwitzig und zum teil schon dreist.
dann sagt er halt später “ja, ich hatte 2 stars an meiner seite bzw. 2 gute freunde mit denen ich maßgeblich den titel geholt hab”. so what? sie bauen eine dynastie auf, die einen neuen maßstab setzt. wenn sie die titel holen, holen sie sich titel und gut ist. scheiß was auf irgendeine von medien und “fans” aufgebauschte möchtegern-legacy, die ein lebron/kobe wer auch immer haben soll.
Und die Kommentare, dass er jetzt der neue King of Miami wird, mehrmals in die Finals einzieht und die “Big Three” das dominierende Team der nächsten Jahre bilden hat nichts mit Vorhersage zu tun?!
Hier wird offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen. Ich wünsche mir von einem Blog eine Meinung, diese darf ruhig kontrovers sein und Kritik an Spielern oder Teams beinhalten, die ohnehin schon in den meisten Medien in den Himmel gelobt werden.
Wobei festzuhalten ist, dass das James/Miami Thema grundsätzlich sehr kritisch gesehen wird, nicht nur hier auf diesem Blog. Ich unterstütze diese Meinung voll und ganz, liegt vielleicht aber auch daran, dass ich an den Hype-Themen “Celtics 2008″ ,”LeBron James” und jetzt die “Dynasty Heat” wenig Interesse habe - hierbei geht es meist nur noch um Show, nicht mehr um den Sport.
Und was den “Frust” als Bulls-Fan angeht: Der hält sich bei mir absolut in Grenzen. Ich habe schon vor ein paar Monaten eine kritische Position zum pfauenhaften Image James’ gehabt und die hat sich durch die letzten Tage weder verbessert noch verschlechtert. Sportlich hätte James die Bulls besser gemacht, keine Frage. Aber mit Boozer konnte ein langjähriger Wunschspieler an Land gezogen werden den ich auf einem Niveau mit Bosh sehe. Chicago hat für mich jetzt ein starkes Team. Miami drei Stars. Wird werden sehen was die Season bringt.
Also der Artikel geht wirklich gar nicht! Schon die sehr sehr subjektiven Artikel, nach der ohnehin sehr enttäuschenden Play-Off-Serie Clevelands gegen Boston ließen jegliche Objektivität vermissen. Vielleicht spricht auch etwas die Enttäuschung aus Malte, dass die Boston Celtics gegen die Miami Heat in dieser Konstellation nicht soweit kommen werden wie dieses Jahr….
Ich als absoluter Lebron-Sympathisant, hätte mir zwar ebenfalls gewünscht, dass der “KING” (!!!) es vielleicht noch ein Jahr unter Byron Scott in Cleveland probiert. Aber andererseits ist dieser Zug durch seine Verzweiflung auch sehr gut nachvollziehbar. Sich selbst hat er von Jahr zu Jahr verbessert, auch sein Management hat alles dafür getan sein Rundherum stärker zu machen. Cleveland war in der Regular Season einfach eine Macht. Aber leider schafften es Spieler wie Jamison oder Williams nicht in den entscheidenden Spielen der Playoffs zu bestehen. Und genau diese stark vermisste Nervenstärke bringen Spieler wie Wade oder Bosh! Daher auch seine Entscheidung. Kobe hat seine Titel nicht ohne Shaq und ohne Gasol holen können. Pierce nicht ohne Garnett und Allen. Duncan nicht ohne Parker und Ginobili. Wieso darf sich dann bitte Lebron nicht helfen lassen?
Kann Malte und David und all den anderen, die der gleichen Meinung sind, nur zustimmen.
Es war seine Entscheidung. James trägt die Verantwortung.
Gab es so einen Aufschrei, als Garnett damals zu den Celtics ging? Ich denke nicht. Klar, KG war deutlich älter als LeBron. Aber irgendwann ist auch Schluss, wenn man mit der Mannschaft keinen Titel gewinnen kann, dann zieht man einfach weiter. Und je früher desto besser. Garnett verbrachte fast seine gesamte Karriere bei den Wölfen und hat er was gewonnen? Nein!
Klar, wäre es besser gewesen sein eigenes Team mit den Bulls oder evtl. mit den Knicks auf die Beine zu stellen. James entschied sich für die anscheinend für ihn sichere Variante. Doch dafür hat in Kauf genommen, dass er den potentiellen Erfolg mit Wade und Bosh teilen wird. Er war einfach nicht in der Lage alleine einen Ring zu gewinnen und wollte nicht mehr die Mannschaft auf seinen Schultern tragen.
Aber wie Malte schon erwähnt hat, der selbsternannte “King” ist er wohl nicht mehr (war er überhaupt einer? woher kommt das überhaupt?). Wade hat es geschafft zwei Top-Spieler in die Mannscahft zu lotsen. Hat es James je geschafft? Nein. Hat es Bosh je geschafft? Nein. Bosh lief in den letzten Wochen nur noch hinter Wade her, wie Paris Hiltons Hündchen. James kann man natürlich nicht auf die gleiche Ebene stellen, aber ein “König” baut sich sein eigenes Imperium auf. James versuchte es und scheiterte. Nochmal: Chicago wäre aus meiner Sicht die bessere Alternative gewesen, deutlich bessere. Denn dann gäbe es womöglich nicht so viel “Gelaber” wie es zur Zeit der Fall ist.
er hats genau richtig gemacht…die connection (dieser 3 stars) der ehemaligen olympia-goldmedallien-gewinner wissen eben wie es sich anfühlt…
außerdem besteht eine große konkurrenz aller 3 zu den celtics,übrigens auch 3 superstars,also wozu eigentlich die ganze aufregung…würden sie nicht zusammen spielen,sollten alle3 wohl eher inden westen ausweichen,denn im osten sind die celtics zu stark…aber jetzt nicht mehr :-)))))))))))
Meine Meinung, Dmitrij
Das Lager der James/Miami Sympathisanten und seiner Kritiker werden wir hier nicht vereinen können. Die einen sehen den Artikel zu subjektiv, die anderen finden die Kritik gut. Das wird man nicht ändern können.
Was mich stört ist dieser Personenkult um James. Wenn ich dann noch in vielen Kommentaren dieses künstlich aufgebaute “KING” Gehabe lese frage ich mich ob es noch um den Sport an sich geht oder nur noch darum wieviele Superstars wo zusammenspielen. Das hat dann nichts mehr mit den Teams, sondern meist nur noch mit den Spielern zu tun.
Ich war Bulls Fan als Jordan schon Vergangenheit und Rose noch Zukunft war. Und ich werde auch Bulls Fan sein wenn Rose gegangen ist. Dieses bedingungslose Folgen eines einzelnen, erfolgreichen Spielers kann ich nicht nachvollziehen. Denn bei der Masse an Fans, die sich jetzt zu Wade/Bosh/James bekennen, kann ich mir nicht vorstellen, dass alle vorher auch derart mit Miami sympathisiert haben. Persönliche Meinung
Gruß Dominik
Meiner Meinung nach wäre Chicago besser gewesen klar, dort wäre er der Leade usw. Aber stellt euch mal vor Tag für Tag über die nächsten Jahre haben die Heat 3 Allstar starter in ihren Reihen, der Gedanke ist schon krank xD! Und wer sagt, dass nicht vllt James der dominateste der 3 werden wird ? Nur weil Wade 7 Jahre dort verbracht hat .. Wade hat die beiden zu sich geholt & teilt somit “sein” Team. Sprich, es gibt absofort 3 Top Leute und in 82 Spielen wird jeder mal der Leader sein!
p.s. alle drei sind keineswegs egoistisch, falls es zu Spielentscheidenden Situationen kommt wird der den entscheidenden Wurf nehmen, der die besten Aussichten hat zu treffen.
@ Dominik:
du tust so als wäre es so edel fan eines teams zu sein, und fans von einzelnen spielern sind star-geil.
ich sehe nicht warum es schlimm ist, bedingnungsloser fan eines spielers zu sein, den man absolut geil finden und mit dem man sich vielleicht indentifizieren kann.
bei mir ist es z.b. mit vince carter so. ich bin seit seiner rookie-saison ein absoluter fan und überall wo er hingeht, werde ich ihm folgen weil er für mich einfach der beste ist. was ist daran so schlimm? das heißt ja nicht dass ich für superstars und gegen team-basketball bin, sondern dass ich mit diesem spieler besonders sympathisiere und ihm den größtmöglichen erfolg wünsche.
AAAAAAAHHHHH! DAS THEMA IST VOM TISCH!
Ok Leute , ich sage mal er wusste es nicht erst seit heute morgen, da die 3 ja bekanntlich sehr gute Freunde sind, (Gold schweisst eben zusammen) spricht man ja nicht erst seit 2 Wochen sondern die ganze Saison hinweg über “das” Thema, das wirklich schon sehr sehr nervte und mMn nix anderes war als pure Geldmacherei seitens des “Kings”!
1 Stunde Sendezeit und die Werberechte hatte Lebrons Marketingfirma!!!! nach dem Motto: Ok, verdiene ich mir das Gehalt das die Cavs mir gezahlt hätten, halt 10fach mit zusätzlichen Fernseheinnahmen dazu!
DAS ist die wirkliche Schande an diesem ganzen Deal!
tja, ich hätte ja persönlich einen König lieber im Empire State gesehen als im Sumpfloch von Horatio Caine (vielleicht nennen sich die 3 ab jetzt Wilde Horde mit Skeletor, Beatmaster und Snake Man)!
haben wir bekommen…. achja und so ein paar Typen aus Golden State. Soviel dazu
Aber naja, wenigstens die NR1
Also Leute, freut Euch doch! Miami ist wieder DA!
Lakers, Celtics, Spurs (scheisse und schon zu alt!) Bulls bekommen Zuwachs.
Das wird richtig geiler BB, den ich denke da werden noch einige gute Role-Player nach Miami kommen. Wer lässt es sich schon entgehen mit solchen “Halbgöttern” zusammen zu spielen?
….Und armes Cleveland, wer wüsste schon vor Lebron James das du ein BB-Team besitzt?
Dazu so viel: http://www.youtube.com/watch?v=pzjjyspnW6Y&feature=related
Keine Sorge, Frust oder sonstwas wegen der ohnehin marginalen Aufsicht auf einen erneuten Titel der Celtics schiebe ich nicht - das einzige, was mich frustriert hat, ist das Signing von Jermaine O’Neal
Sonst habe ich meine Meinung in dem Kommentar dargelegt. Sportlich ist es natürlich eine riesige Chance, wobei ich mal bezweifel, dass die Heat so dermaßen tolle Rollenspieler kriegen werden, da das BGA im nächsten Jahr droht, somit viele Spieler langfristig Garantie haben wollen und zu viele Teams zu viel Capspace haben. Was momentan für Spieler wie Outlaw, Frye, Johnson usw. rausgehauen wird, zeigt ja, dass es genug GMs gibt, die bereit sind, den Spielern so viel Geld zu zahlen. Und diese Big Three (wobei es für mich eher die Big 2 plus ein All Star sind - ja, ich weiß, geht auch schlimmer) werden alleine mit D-Leaguern und Chalmers nicht den Titel gewinnen können, das ist klar.
Insofern wird wohl netto nur Wade verzichtet haben. Ist aber auch egal. Worum es mir hauptsächlich ging, ist der Eindruck (mein persönlicher), dass James scheinbar eine Menge Selbstvertrauen im Sommer verloren hat, weil zum Beispiel ein Kobe, Michael Jordan, Magic Johnson, Larry Bird oder sonstwer niemals so gehandelt hätten. Und mit diesen will er sich nun einmal selber vergleichen und daher ist es auch fair, dass ich solche Vergleiche anstelle und meine Meinung dazu abgebe. Bei mir persönlich hätte er jedenfalls mehr Respekt gewonnen, wenn er Chicago oder New York gewählt hätte. Dass ihm meine Meinung aber auch gar nicht interessiert, steht wieder auf einem anderen Blatt…
Und ganz am Rande: Genaue Modalitäten stehen ja noch aus, aber zu sagen, dass sie auf Geld verzichten, damit sie zusammen spielen - in Florida gibt es keine Einkommenssteuer
Ein wirklich sehr schoener Beitrag!!!
Und an alle, die hier mit dem “er will doch nur einen Titel gewinnen, was ist daran so schlimm?” Argument kommen:
Lebron James ist gerade mal 25!!! Kevin Garnett hat es 10 Jahre versucht mit Minnesota was zu reissen bevor er nach Boston gegangen ist! Jordan war 27 als er seinen ersten Titel gewann! Und der derzeit breste Basketballer der Welt wird mit 25 zur Ringhure? Ordnet sich unter? Byebye Legendenstatus welcome Standart Hall of Famer!!! Naturlich braucht jeder Superstar support bzw einen 2ten Allstar im Team um nen Titel zu holen, aber Wade Bron und Bosh, das ist Talent verschwendung, da nunmal nur eine gewisse anzahl an Posessions pro Spiel zur Verfuegung steht…
http://d.yimg.com/a/p/sp/getty/db/fullj.32be44e72ceeeaa775c574f08f69d93f/32be44e72ceeeaa775c574f08f69d93f-getty-102526428db017_miami_heat_i.jpg
Schaut euch nur das Foto an. Es ist kein Zufall, dass James und Bosh einen identischen Anzug tragen. Wade steht, als Initiator, in der Mitte. Es ist wohl klar, wessen Team das ist und wer hier das Sagen hat/haben wird. Wades Blick ist voller Stolz. Denn er hat die zwei nach Miami geholt. Er ist der wahre König.
Und das kommt aus dem Mund eines Pacers-Fans
Wer hat den LBJ und Bosh die Anzüge ausgesucht? Wade sieht echt um Klassen besser aus
also ich bin nun kein lebron-fan, wobei man seine fähigkeiten nich verleugnen kann…jedoch find ich den ganzen hype um ihn und jetzt um dieses thema viel zu übertrieben! gut er wird als einer der besten spieler der geschichte in die hall of fame kommen und so weiter, aber da gibt es auch andere, die nicht seit der ersten saison derart in den himmel gehoben wurden und sich den respekt erst verdient haben!
aber nun zum thema: ich denke er hat sich durch diese entscheidung (mag sie sportlich großartig sein oder zu einem debakel mutieren, was so sein wird wenn sie nicht innerhalb der nächsten zwei jahren einen titel holen) auf jeden fall viel von seinem image und seiner medienstellung verbaut. er ist jetzt nicht mehr der alleinige herrscher…nicht mal annähernd.
den vergleich mit den celts von 2008 zu ziehen ist auch sehr wage, da pierce, kg und allen nie den status von wade und lebron hatten (bosh lass ich mal außen vor). es wird sich zeigen wie es läuft…ich bin aber nich der unbedingten meinung, dass in miami nun die titel vom himmel fallen werden, denn dazu is mehr nötig als drei superstars, was sich spätestens in den playoffs zeigen wird!!!
ein weiteres problem wird auch sein wie die drei sich ergänzen (sportlich) können und nich behindern?!? alle drei sind sehr starke zonenspieler…wade und lebron im drive, was von beiden nunmal die stärkste waffe ist und bosh als zonenpräsenz, welche er spätestens seit der letzten saison uneingeschränkt besitzt!!! es wird spannend sein diese entwicklung zu beobachten!!! (dies ist meiner meinung nach der einzige pluspunkt an dieser ganzen diskussion)
und zum schluss @mucky: celtics und spurs sind tatsächlich zu alt, aber ich denke die lakers haben noch mind. zwei jahre dominanz vor sich, und so lange sich die playoffregelung ost gg. west niocht ändert sind sie für mich eiterhin der titelanwärter nummer eins. und wenn es zum finale miami gg. la kommt dann bleibt abzuwarten was besser ist; eine anhäufung von superstars oder ein mit konzept aufgebautes team welches schon den repeat vollbracht hat^^
Wade, James & Bosh haben alle auf Geld verzichtet um ordentliche Roleplayer zu bekommen ;)!
2 Millionen pro Spieler, wenn ich das richtig verstanden habe. Dann doch wohl eher ein Tropfen auf dem heißen Stein
Genau Daten wurden nicht bekannt gegeben ? Woher willst du das also wissen ?
“Wade, Bosh and James all signed their six-year contracts earlier Friday night, each set to make about $2 million less than the $16.6 million they could have demanded for the coming season.”
Quelle: http://sports.yahoo.com/nba/news;_ylt=A0wNdbNQfThMXJIAuVq8vLYF?slug=ap-lebronsdecision
Gruß Dominik
They could have made $16.6 million apiece this season, but took less money - none would say how much less - to get the deals done.
Also das steht auf nba.com
Und James hat durch den Zirkus, den er auf ESPN geplant und veranstaltet hat, schon jetzt das Geld sicher, das er bei den Heat abtreten wird.
Schlau muss man halt sein
Also ich finds echt toll, dass so viele hier ihre Meinungen ablassen, gabs bisher noch nie.
@Malte
“dass James scheinbar eine Menge Selbstvertrauen im Sommer verloren hat, weil zum Beispiel ein Kobe, Michael Jordan, Magic Johnson, Larry Bird oder sonstwer niemals so gehandelt hätten.”
Dir ist aber noch klar, dass Kobe vor ein paar Jahren sogar einen Trade gefordert hat, nachdem lange Zeit nix passiert ist in LA. Erst als Gasol verpflichtet wurde, hat sich das Gemüt von Bryant beruhigt.
Aber ich stimme dir und Gilbert zu, dass man nur noch vom “former King” sprechen kann. Er war wirklich ein “Gott” in Ohio, die Menschen haben ihn angebetet. Der Junge aus Akron hat den Basketball in Ohio populär gemacht. Auch wenn viele hier schreiben, dass er noch immer der “King ist, ist ihnen anscheind nicht bewusst, dass das Team und die Stadt Wade gehört und nicht James. Den Link mit dem Bild von Dimitrij, spiegelt eben das auch wieder.
Aber ich versteh auch seine Entscheidung, und KG ist wirklich das passende Beispiel dafür. In seiner Doku sagt er auch, dass Loyalität was schönes ist, aber zu welchem Preis, wenn man nichts gewinnt? Weiter betont Garnett auch, dass er es bedauere diese Franchise (Celtics) nicht schon früher aufgesucht habe, wenn er bedenkt, was er in seinem ersten Jahr erreicht hat.
Ich verstehe James Verlangen nach Ringen und auch seinen Entschluss, aber auch hier stimme ich Malte zu, dass ein Vergleich mit Jordan nicht mehr aufgegriffen werden kann, egal wie viele Ringe er noch gewinnen wird. Fakt ist er hat sein “Königreich” verlassen und sich Wade angeschlossen, denn es wird immer die Rede von Wade’s Mannschaft sein.
ps. Mich interessiert, ob die Cavaliers James Nummer retiren werden. Also zur Zeit, denkt wohl niemand daran^^
Zur Nummer: Wohl kaum. Und das liegt meiner Meinung nach nicht an der großen Enttäuschung über seine Entscheidung sondern einfach daran, dass er unterm Strich nichts mit Cleveland erreichen konnte.
Persönliche Erfolge, wie die zwei MVP Titel sind eben - persönlich. Er hat es trotz akzeptablem Team nicht geschafft den Titel zu hohlen.
Für mich macht das “Retiren” einer Nummer nur Sinn wenn er für (!) die Mannschaft etwas geleistet hat, an das man sich noch lange erinnern wird. Er hat Cleveland/Ohio Hoffnung gegeben. Mehr aber leider auch nicht.
Naja, die HEat haben ja immerhin auch die Nummern von Hardaway und Mourning zurückgezogen (wobei Mourning ja am Ende doch noch den Titel geholt hat).
Zur Sache mit Kobe: Es geht hier nicht um das Wechseln eines Teams an sich, sondern die Frage, wohin man geht. Bryant hat bei seinen (zugegebenermaßen etwas komischen) Tradeforderungen Chicago als Wunschziel genannt, soweit ich mich recht erinnere. Und Chicago war damals ein nettes Team ohne echten Star, er hätte dort also die Rolle problemlos eingenommen. Das ist für mich der Unterschied, da James jetzt als einer der drei besten Spieler in ein Team geht, das schon einen anderen aus diesem Trio hat und somit kaum unangefochten das Team führen wird - was aber normalerweise Spieler tun, die irgendwann zu den Legenden gehören. Ich will ja nicht James etwas von seiner spielerischen Klasse absprechen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er mit dieser Entscheidung nicht mehr als einer der fünf oder zehn besten Spieler überhaupt in Erinnerung bleiben wird, sondern “nur” als normaler Hall of Famer, der vielleicht (sofern denn Titel folgen) etwas über Kevin Garnett angesiedelt wird. Und das ist bei seinem Potential einfach schade - aber es scheint eben so, dass Talent und Mentalität bei ihm nicht wirklich passen.
Ich denke James ist es auch ziemlich Wurst wie gut seine Stats nächste Saison ausfallen werden, es geht ihm um Titel und längst nicht mehr um persönliche Errungenschaften, denn sonst wäre er nicht zu den Heat gegangen. Persönlicch Erfolge hat er genügend gefeiert.
@malte: ich finde man kann so was nicht einfach immer pauschal sagen, dass ein spieler der alleinige superstar eines teams sein muss und NUR so zum titel führen soll. es kommt einfach auf die situation an, in der man sich befindet. vielleicht hätte jordan damals ebenso eine entscheidung getroffen, also mit 2 guten freunden die ebenfalls superstars sind ein team zu bilden, was dynastie-potential hat.
und zu james mentalität/charakter: er verzichtet auf kohle. er, der immer als narzisstisch und selbstverherrlichend verschrien ist, ist bereit die 2. geige hinter wade zu spielen und sich nur dem team-erfolg unterzuordnen. er geht das risiko ein, von seinem zuhause, besser gesagt eines ganzen bundesstaates gehasst zu werden und in der ganzen welt hohn&spott zu ernten.
DAS zeigt für mich alles eine wahre winner-mentalität und macht james viel sympathischer.
ferner zu seiner mentalität: er hat in der serie gegen boston wieder einmal bombastisch (außer ein spiel) gezockt und sogar ein triple double erzielt. es war maßgeblich die schuld von mo williams, delonte west aber auch von shaq und jamison, während lebron sich wieder mal für diesen haufen den arsch aufgerissen hat. aber damit ist jetzt schluss!!
er geht zu einem team, wo er meister werden kann und ordnet sich wie gesagt komplett dem erfolg unter. das zeugt für mich von einer starken mentalität und einem tollen charakter.
@ Dominik
du hast es erfasst :)! toll ausgedrückt
@Dominik
Die Frage ist ob er sich tatsächlich unterordnet. Viel erzählt wird ja immer am Anfang. Ich bin tatsächlich mal gespannt wenn die Spiele beginnen wie die 3 miteinander klar kommen. Vorallem Wade und LeBron haben neben ihrem (meiner Meinung nach) großem Ego auch bisher immer die wichtigen Würfe in ihrem Team genommen. Sollte es nicht so toll laufen gehe ich auch davon aus das es dort einiges an Konfliktpotenzial geben wird. Auch Bosh hatte ja am Anfang gesagt das er nicht in einem neuem Team die zweite Geige spielen will.
Zum einen kann ich die Entscheidung für seinen Wechsel nachvollziehen. Wenn er der Meinung ist, dass Cleveland ihm kein gutes Team zusammenstellen kann, dann sollte man wechseln. Meister werden ist ja wohl das große Ziel für alle.
Allerdings seh ich es was “Legenden” angeht, genauso wie Malte. Wenn er der alleinige Leader in einem Team wäre und den Titel holen würde, dann ist das aus meiner Sicht höher zu bewerten als wenn er den Titel nun mit den anderen beiden holt.
Klar hatte ein Jordan, Bryant, Bird usw. hervorragene Mitspieler die auch mal ein Spiel entscheiden konnten. Aber sie waren letztenendes die Leader und machten meistens die entscheidenen Spiele. Pippen, Rodman, Gasol usw. waren/sind “Wasserträger” für die oben genannten. In jedem anderen Team wären sie sicher die Leader.
Zu guter Letzt kann man sich als Fan aber freuen auf die neue Saison und auf hoffentlich spektakuläre Spiele. Der Druck jedenfalls liegt eindeutig auf Miami. Nun müssen sie beweisen ob sie tatsächlich das Zeug zum Champ haben.
Nur gegen die Lakers mit ihrer tiefen Bank wird es meiner Meinung nach nichts.
Hallo zusammen,
das James zu den Heat geht ist doch der Wahnsinn. Er hat in den letzten Jahren bewiesen, dass er mit Kobe der beste Spieler ist. Ohne Gasol wäre Kobe auch kein Meister dieses Jahr - das nur mal so …
Was würde es James bringen, in Cleveland zu bleiben, noch 4 oder 5 MVP Titel zu gewinnen, aber keinen Ring? Er ist zweifacher MVP, OlympiaSieger 2008. Jetzt fehlt Ihm noch der Ring / oder Ringe. Alles richtig gemacht. Und wenn sie mehrfach Meister werden sollten, dann wird er auch das ein oder andere Mal Finals-MVP. Er hätte dann alles gewonnen was es zu gewinnen gibt. Und wollen wir erlich sein, ohne Ring würden wir in 10 Jahren sagen, dass er ein ewiger Loser ist. So wie eigentlich auch Dirk. Ich liebe Dirk, aber mit den Mavs wird er nie einen Titel gewinnen - leider.
Und LeBron wird mit Wade und Bosh in die Geschichte eingehen. Wenn zwei Weltstars, James und Wade, und ein Superstar, Bosh, sich in diesem Alter zusammenschließen, dann werden die Egos nicht im Weg stehen. Sowas wird es nie mehr geben. Aber ich habe gelesen, dass Bosh und James für 6 Jahre 110 Mio bekommen und Wade 107, so schlecht ist das auch nicht. Die haben alle keine Geldprobleme. Für die paar Mios hätte ich die Chance auch wahrgenommen, Geschichte zu schreiben. Und Rollenspieler/Vets sollten sich finden lassen, die Geschichte schreiben wollen.