Von: David Lorenz
32:14.
Cleveland lag nach 36 Minuten in der Partie gegen die Detroit Pistons mit 58:66 zurück. Dann drehte das Team um LeBron James den Spieß um, entschied den letzten Abschnitt mit 32:14 für sich und gewann das Spiel 90:80.
Ungewöhnlich an der Art und Weise der Aufholjagd: James saß auf der Bank und sah zu, wie Mo Williams und Daniel Gibson den entscheidenden 15:2 Zwischenspurt zur 73:68-Führung einleiteten.
Dann betrat “The King” das Spielfeld und sorgte mit einem Korbleger, einem Assist, einem Dreier und einem Freiwurf 180 Sekunden vor Schluss der Partie für den Sieg.
„Ich weiß was diese Jungs drauf haben, und dass sie ein Spiel gewinnen können“, zeigte sich LeBron nach der Partie voll des Lobes für seine Nebenleute.
James beendete die Partie mit 33 Punkten und acht Assists. Williams kam auf 22 Zähler, Zydrunas Ilgauskas auf 17 Punkte und acht Rebounds.
Detroit hingegen rutscht immer tiefer in die Krise. Mit Allen Iverson im Team steht die Bilanz bei 21:21 Siegen - ein dürftiges Abschneiden für die erfolgsverwöhnten Pistons. A.I. erzielte gegen die Cavs 22 Punkte, Richard Hamilton kam auf 16 Zähler.
„Heute hat man im Ansatz gesehen, wie gut wir spielen können“, versuchte Iverson der Niederlage noch etwas Positives abzugewinnen. Fakt ist aber, dass Trainer-Neuling Michael Curry immer noch nach der richtigen Startaufstellung sucht und keine effektive Rotation seiner Guards Hamilton, Iverson und Rodney Stuckey (sechs Punkte) gefunden hat.
Pierce vs. Jefferson
Die Minnesota Timberwolves schlugen sich wacker beim amtierenden Meister aus Boston. Doch letztendlich war an diesem Abend kein Kraut gegen Paul Pierce gewachsen, der in Abwesenheit von Kevin Garnett (Grippe) 36 Punkte, acht Rebounds und sechs Assists beim 109:101-Erfolg der Celtics erzielte.
„Ich habe unserem Spiel einfach gegeben was es brauchte“, so Pierce nach der Partie. „Heute waren es meine Punkte.“
Auf der Gegenseite macht Ex-Celtic Al Jefferson, noch sichtlich angefressen von seiner Nicht-Berücksichtigung fürs All-Star -Game, ein ganz starkes Spiel. 34 Punkte (15 von 21 Würfe aus dem Feld) und 11 Rebounds verbuchte der Center für sich. Unterstützung bekam er von Randy Foye (21 Zähler, neun Assists).
Im Gegensatz zu Pierce äußerte sich Jefferson nach der Partie eher bescheiden. „Es kam mir sicher entgegen, dass Garnett nicht auf dem Platz stand und ich mehr Freiraum unter Bostons Korb hatte. Aber auch ohne K.G. ist Boston ein hervorragendes Team in der Defensive.“
Bei den C’s spielte neben Pierce Ray Allen am stärksten und beendete die Partie mit 22 Punkten.
Die weiteren Partien vom Sonntag: Orlando @ Toronto 113:90. Oklahoma City @ Sacramento 122:118 (n.V.).



