Von: David Lorenz
Man könnte sich als Fan verschaukelt vorkommen.
Beim 104:96-Sieg der Denver Nuggets über die San Antonio Spurs schonte Greg Popovich mit Tim Duncan, Tony Parker und Michael Finley gleich drei seiner Starter. Dazu musste Manu Ginobili mit einer geprellten Hüfte aussetzen.
So verkam das Topspiel der Western-Conference (Zweiter gegen Dritter) zum Geplänkel.
„Wir hatten gehofft, dass ihre „Big Three“ auflaufen würden“, zeigte sich Carmelo Anthony nach der Partie enttäuscht. „So haben wir sie gescoutet, darauf htten wir uns im Training eingestellt. Aber es ist nicht passiert“.
Die zweite Garde der Spurs schlug sich immerhin achtbar. Angeführt von Roger Mason (26 Punkte) startete San Antonio zu Halbzeit (44:56) eine Aufholjagd. Bis auf 78:80 kämpften sich die Texaner an Denver heran. Letztendlich waren die Nuggets aber zu stark.
„Mein Team hat einen tollen Job abgeliefert und ist immer im Spiel geblieben“, lobte Popovich seine Reserve-Spieler. „Heute haben viele Jungs gespielt, die normalerweise nicht viel Einsatzzeit bekommen. Sie haben alles gegeben. Ich bin stolz auf sie.“
Anthony führte das Team von George Karl mit 35 Punkten und neun Rebounds an. Nené Hilario kam auf 17 Punkte und 11 Rebounds, Linas Kleiza auf 13 Zähler.
James mit Rekord
101:83 besiegten die Cleveland Cavaliers die Toronto Raptors in der heimischen Quicken Loans Arena und bleiben damit auch nach 23 Spielen zuhause ungeschlagen. LeBron James erzielte 33 Punkte und durchbrach damit die 12.000-Punkte-Marke als jüngster Spieler in der Geschichte der NBA (24 Jahre, 35 Tage). Den Rekord hielt zuvor Kobe Bryant inne (25 Jahre, 220 Tage).
„Er wird einfach immer besser“, meinte Coach Mike Brown nach der Partie. „Und das ist ganz schön gruselig“.
Die Cavaliers stellten die Weichen schon früh auf Sieg, mit 37:15 ging das erste Viertel an Cleveland. Im dritten Abschnitt konnten sich die Raptors noch mal auf 75:83 herankämpfen, bevor James ernst machte und sechs Punkte an der Freiwurflinie erzielte. Dazu verwandelte Daniel Gibson (18 Punkte) einen seiner insgesamt vier Dreier und die Cavs führten wieder deutlich mit 92:77.
Neben James und Gibson überzeugte auf Seiten Clevelands einmal mehr Mo Williams mit 16 Zählern und neun Assists. Bei Toronto punkteten Chris Bosh mit 29 und Jermaine O’Neal mit 20 Zählern am häufigsten.
Das Highlight des Spiels kam vom „King“ persönlich, als er einen Dunking-Versuch von Bosh blockte:
Die weiteren Partien vom Dienstag: Minnesota @ Indiana 116:111, Boston @ Philadelphia 100:99, Milwaukee @ New Jersey 85:99, Chicago @ Houston 100:107.



