Von: David Lorenz
Wie sich die Zeiten doch ändern.
Noch 2006 und 2007 schickten die Phoenix Suns die Rivalen aus Los Angeles jeweils in der ersten Runde der Playoffs nach Hause. Das Team aus Arizona beendete damals die regulären Spielzeiten als beste Mannschaft der Liga, während sich die Lakers gerade noch so für die Endrunde qualifizieren konnten.
Knapp zwei Jahre später hat sich das Blatt komplett gewendet. Los Angeles stellt aktuell das beste Team der Liga, während die Suns, momentan auf Platz neun der Western-Conference liegend, zum ersten mal in der Ära Steve Nash die Playoffs verpassen würden.
Und der Klassenunterschied wurde auch beim 132:106-Sieg der Lakers über Phoenix vergangene Nacht mehr als deutlich. Begünstigt durch die Verletzungen vom Amare Stoudemire (Auge) und Nash (Knöchel) ließ die Mannschaft um Superstar Kobe Bryant (22 Punkte, acht Assists) den Suns keine Chance und entschied jedes Viertel für sich.
„Sie sind nicht mehr das Teamt von damals“, so Bryant nach der Partie. „Ich wünschte sie wären es noch, dann hätte mir der Sieg deutlich mehr Genugtuung verschafft.“
Ohne ihren Spielmacher hatte die Truppe aus der Wüste dem amtierenden Vize-Meister nichts entgegenzusetzen. Kein Spieler der Suns konnte die 20-Punkte-Marke durchbrechen. Am auffälligsten spielten noch Leandro Barbosa mit 18 und Nash-Ersatz Alando Tucker mit 16 Zählern. Shaquille O’Neal, beim All-Star-Game zusammen mit Bryant noch zu MVP-Ehren für die Mannschaft des Westens gekommen, zeigte mit 12 Punkten und sieben Rebounds eine unauffällige Partie.
Auf Seiten der Lakers spielten neben Bryant Lamar Odom (23 Punkte, neun Rebounds) und Pau Gasol (16 Zähler, neun Rebounds) gewohnt stark. In Halbzeit zwei ließ Coach Phil Jackson über weite Strecken der Partie von seinen Stars lediglich Odom auf dem Parkett und gab der zweiten Garde eine Menge Spielzeit.
„Sie sind einfach ein verdammt gutes Team“, zeigte sich Suns-Coach Alvin Gentry nach der Partie beeindruckt. „Sie spielen eine großartige Zonen-Verteidigung und haben den Passweg auf Shaq sehr effektiv zugestellt. Ohne Steve war es heute schwer, die Bälle an unsere Spieler zu verteilen. Er macht das Spiel für unsere Jungs viel einfacher und ermöglicht jedem offene Würfe.“
Randnotizen: Los Angeles entschied bisher alle drei Vergleiche mit Phoenix in der laufenden Saison für sich. +++ Mit 70 Punkten in Halbzeit eins verpassten die Lakers den Saison-Rekord von 72 Zählern in einer Halbzeit nur knapp. +++ L.A.’s Reserve entschied das Duell gegen die Ersatzspieler der Suns mit 58:37 für sich. +++ Steve Nash fehlen noch drei Zähler bis zur 13.000-Punkte-Karriere-Marke.
Zusammenfassung der Partie:
Schlagworte: Alando Tucker, Amare Stoudemire, Kobe Bryant, Lamar Odom, Leandro Barbosa, Los Angeles Lakers, Pau Gasol, Phil Jackson, Phoenix Suns, Shaquille O'Neal, Steve Nash




[...] problemlos von der besten Bank der Liga kompensiert. Zuletzt machte der Erzrivale aus Phoenix die schmerzhafte Erfahrung, dass Los Angeles zurzeit in einer eigenen Liga spielt. [...]