Von: David Lorenz
2:0 für die Westen-Conference.
Die Spitzenspiele der NBA am Sonntag konnten die San Antonio Spurs bei den Boston Celtics und die Los Angeles Lakers bei den Cleveland Cavaliers für sich entscheiden.
Ein sensationeller Endspurt sicherte San Antonio den 105:99-Sieg über die amtierenden Champions aus Boston. 11 Punkte erzielten die Texaner in den letzten 45 Sekunden.
„Es war ein wundervoller Sieg für uns“, zeigte sich Coach Greg Popovich nach der Partie zufrieden. „Vor allem da er auswärts gegen den Meister zustande kam.“
Der gewohnt starke Tim Duncan erzielte 23 Punkte und 13 Rebounds, Manu Ginobili beendete die Partie mit 19 Zählern. Überraschend auffällig spielte Matt Bonner mit 23 Punkten.
Für die Schlüsselszenen zum Erfolg der Spurs waren Roger Mason (11 Punkte) und Ginobili verantwortlich. Mason versenkte 20,4 Sekunden vor Ende der Partie einen Dreier, gefolgt von vier verwandelten Freiwürfen des Argentiniers. Daraufhin war wieder Mason mit zwei erfolgreichen Würfen von der Linie an der Reihe. Den letzten Einwurf der Celtics fing Ginobili ab.
Auf Seiten Bostons ragten Kevin Garnett (26 Punkte, 12 Rebounds), Paul Pierce (19 Zähler) und Rajon Rondo (sechs Punkte, 16 Assists) heraus.
Die Celtics begeben sich nun auf einen sechs Spiele umfassenden Road-Trip, der jedoch von All-Star-Weekend unterbrochen wird. „Wir haben genug Arbeit vor uns in den nächsten Wochen. Aber wir werden wieder Boden gutmachen“, gab sich Pierce nach der Partie zuversichtlich.
Odom überragend
In Cleveland war das dritte Viertel der Partie entscheidend. Nach einer zunächst ausgeglichenen Begegnung zwischen den Spitzenreitern aus Ost und West, entschieden die Los Angeles Lakers Spielabschnitt Nummer drei mit 31:16 für sich und schlugen die Cavaliers letztendlich deutlich mit 101:91.
Für Superstar Kobe Bryant (19 Punkte), der trotz einer Magenverstimmung auflief (musste sich vor der Partie übergeben) und die Partie nicht wie gewohnt dominieren konnte, sprang Lamar Odom in die Bresche. 28 Punkte und 17 Rebounds konnte der Power Forward für sich verbuchen.
„Das war eines seiner besten Spiele im Trikot der Lakers,“ lobte Phil Jackson Odom nach der Partie. „Er hatte schon viele spektakuläre Auftritte für uns, aber dieser war außergewöhnlich. Das gesamte Paket hat gestimmt“.
Für Odom, in der Vergangenheit des öfteren Opfer deutlicher Kritik von Jackson (ob seiner teilweise zu laschen Verteidigung), bedeuten die 28 Zähler einen persönlichen Saison-Rekord. Unterstützung kam von Pau Gasol (18 Punkte, 12 Rebounds) und Derek Fisher (13 Zähler).
Auf der Gegenseite erwischte LeBron James einen rabenschwarzen Tag. Lediglich fünf von 20 Versuchen verwandelte James aus dem Feld für 16 Punkte.
„Man muss vor den Lakers den Hut für diese Leistung ziehen“, zeigte sich der aktuell zweitbeste Scorer der Liga nach der Partie beeindruckt. Für Cleveland war es nach 23 Siegen in der Quicken Loans Arena die erste Heimniederlage der laufenden Saison.
In Zydrunas Ilgauskas (22 Punkte), Mo Williams (19) und Wally Szczerbiak (16) hatte Cleveland seine stärksten Akteure.
Die Lakers beenden mit dem Erfolg in Cleveland einen beeindruckenden Auswärts-Trip von sechs Siegen bei keiner Niederlage. Neben der Heimserie der Cavs brach L.A. einen 12:0-Run der Celtics. Und das ohne den verletzten Starting-Center Andrew Bynum (Knie).
Die weiteren Partien vom Sonntag: Charlotte @ Miami 92:96, New Jersey @ Orlando 84:101, New York @ Portland 108:109, Indiana @ Washington 117:119, Minnesota @ New Orleans 97:101, Sacramento @ Oklahoma City 113:116, Utah @ Golden State 96:116.



