Von: David Lorenz
Die Dallas Mavericks präsentierten sich bei den Cleveland Cavaliers chancenlos und gingen mit 74:102 unter.
Nachdem das Team um Dirk Nowitzki (20 Punkte, sieben Rebounds, lediglich sieben von 23 verwandelte Würfe aus dem Feld) nach dem ersten Viertel überraschend mit 30:20 in Führung lag und den Vorsprung sogar noch auf 35:20 ausbauen konnte, kollabierten die Texaner im Anschluss völlig und erzielten in der zweiten Halbzeit nur noch unterirdische 25 Zähler.
Elf Punkte in einem Viertel, 25 in einer Halbzeit und 74 in einer Partie – alles Negativrekorde der Mavericks in der laufenden Spielzeit.
Jason Kidd (sieben Rebounds, acht Assists, neun Punkte) hatte nach der Partie eine einfache Erklärung für die beschämende Klatsche parat: „Wir haben den Ball selbst nicht im Korb untergebracht und im Gegenzug unseren Gegner auch nicht daran gehindert. Wir haben viele Jump-Shots genommen. Du lebst oder stirbst mit diesen Würfen, und wir sind heute daran gestorben.“
Kidd, nach seiner Rückenverletzung wieder genesen, spricht damit ein altbekanntes Problem der Mavs an, die viel zu sehr von ihren Würfen aus der Mitteldistanz abhängig sind. Sitzen diese nicht, fehlt Dallas eine Option auf zuverlässiges Scoring. Am Brett mangelt es dem Team an einem Center, der die Offensive dominieren kann. Außer Antoine Wright (fünf Punkte) gibt es daneben keinen Spieler, der primär zum Korb zieht anstatt den Wurf von Außen zu suchen. Und Wright ist dabei nur mäßig talentiert.
„Jedes Spiel in dieser Liga ist hart“, so Mavs-Coach Rick Carlisle nach der Begegnung. „Cleveland ist ein klarer Meisterschaftsanwärter. Da kannst du dir kein schwaches Viertel erlauben, so wie wir in Abschnitt drei. Das hat uns den Sieg gekostet.“
Für die Mavericks, bei denen neben Nowitzki lediglich Jason Terry (zehn Punkte, abermals in der Startformation) und Erick Dampier (zehn Zähler, sechs Rebounds) zweistellig punkteten, war es die zweite Niederlage in Folge. Auf Seiten der Cavaliers spielten LeBron James mit 24 Punkten und 12 Assists sowie Mo Williams mit 22 Zählern am stärksten.
Gute Nachrichten gab es derweil aus Sacramento, wo die Phoenix Suns bei den Kings mit 118:126 baden gingen und nun vier Spiele Rückstand auf die Mavericks aufweisen. So dürfte wenigstens der achte Platz in der Western-Conference zu halten sein. Dagegen stehen die Chancen auf einen höheren Rang bei bereits drei Spielen Rückstand auf die siebtplatzierten New Orleans Hornets schlecht.
Würde Dallas die reguläre Spielzeit auf Rang acht beenden, käme es in den Playoffs zu einem Erstrunden-Duell mit dem Vize-Meister aus Los Angeles. Bei der momentanen Verfassung der Mavs dürfte dies dann eine ähnlich deutliche Angelegenheit werden wie die Partie der vergangenen Nacht.
„Wir müssen uns jetzt schnell wieder zusammenraufen“, so Carlisle. „Wir haben noch viele wichtige Spiele vor der Brust und keine Zeit mehr zu verlieren.“
Wenigstens der Trainer verbreitet Aufbruchsstimmung.
Zusammenfassung der Partie:
Schlagworte: Antoine Wright, Cleveland Cavaliers, Dallas Mavericks, Dirk Nowitzki, Erick Dampier, Jason Kidd, Jason Terry, LeBron James, Mo Williams, Phoenix Suns





[...] heizte Kidd die Gerüchteküche am vergangenen Sonntag selbst an, als er sich nach der deutlichen 74:102-Klatsche seiner Mannschaft gegen die Cavaliers zu einem Kommentar über seine Zukunft hinreißen lies: [...]
[...] die Mavericks war es nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Cleveland und Denver der 44. Saisonsieg bei 30 Niederlagen. Der Abstand auf die neuntplatzierten Suns aus [...]