Playoff-Aus: Denver zu stark für Dallas

Von: David Lorenz

Dirk NowitzkiDie Saison der Dallas Mavericks ist beendet. Mit einer 110:124-Niederlage verabschiedet sich die Mannschaft um Dirk Nowitzki (Foto) im fünften Spiel gegen die Denver Nuggets aus den diesjährigen NBA-Playoffs. Trotz aufopferungsvollen Kampfes vermochten die Texaner einen deutlichen Rückstand aus Halbzeit eins im weiteren Spielverlauf nicht mehr zu drehen. (mehr…)

Zu schwer wogen abermals deutliche Defizite in der Verteidigung gegen offensivstarke Nuggets, zu limitiert waren an diesem Abend die Optionen im Angriff der Mavericks.

„Wir waren defensiv das ganze Jahr über nicht konstant“, so Nowiztki nach dem Ausscheiden seines Teams. „Daher rühren auch die groben Schwankungen in unserem Spiel. In einer Begegnung wie der heutigen 124 Punkte abzugeben, macht einen Sieg fast unmöglich. Eigentlich sollten 110 Zähler reichen, um eine Partie gewinnen zu können. Aber mit dieser Verteidigungsleistung ist selbst das zu wenig.“

Nach einem deutlichen 55:69-Halbzeit-Rückstand kämpften sich die Texaner zwar aufopferungsvoll zurück in die Partie und kamen sieben Minuten vor Schluss noch einmal auf 97:103 an die Nuggets heran. Doch am Ende sollte mit Denver das bessere Team die Oberhand behalten und zum ersten Mal seit 24 Jahren wieder in die Western-Conference-Finals einziehen.

„Diese Mannschaft hat definitiv das Potenzial, Meister zu werden“, so Dallas-Headcoach Rick Carlisle nach der Partie über die Aussichten des Rivalen.

Angeführt von den abermals ganz starken Carmelo Anthony (30 Punkte) und Chauncey Billups (28 Zähler, 12 Vorlagen, sieben Rebounds) gewannen die Nuggets bereits die 16. Heimpartie in Folge und sind im Pepsi Center zu Denver seit dem 9. März ungeschlagen.

„Dieser Sieg ist etwas ganz Spezielles für mich“, so Anthony nach dem Weiterkommen seiner Mannschaft. „Wir haben hart dafür gearbeitet, immer zusammengestanden und jeder Widrigkeit getrotzt. Endlich wurden wir dafür belohnt.“

Jason TerryAuf Seiten der Mavericks, die in Nowitzki (frisch ins All-NBA First Team berufen) mit 32 Punkten, 10 Rebounds und sieben Assists zum wiederholten Male ihren stärksten Spieler hatten, war Jason Terry (Foto) zu Beginn der Partie in die erste Fünf seiner Mannschaft gerückt. Doch der Schachzug Carlisles sollte nicht aufgehen. Terry beendete die Partie mit 11 Zählern, wofür er 14 Würfe aus dem Feld benötigte. Der „Sixth Man of the Year“ in Reihen der Texaner war die größte Enttäuschung im Playoff-Verlauf der Mannschaft. Zu keinem Zeitpunkt schaffte es Terry, an die starken Leistungen aus der regulären Saison anzuknüpfen.

Bester Akteur neben Nowitzki war Jason Kidd, der 19 Punkte (darunter fünf Dreier) und neun Vorlagen für sich verbuchen konnte. Daneben punkteten Josh Howard mit 14 und Brandon Bass mit 17 Zählern im zweistelligen Bereich.

Die Mavericks zeigten sich mit einer Quote von 51,4 Prozent aus dem Feld und 12 von 34 verwandelten Dreipunkt-Würfen zwar recht treffsicher, doch Denver war vergangene Nacht offensiv deutlich gefährlicher. Fünf Akteure in Reihen der Nuggets beendeten die Partie mit mehr als 15 Zählern, überragende 58,5 Prozent der Würfe aus dem Feld fanden ihr Ziel. Der Vielfalt an offensiven Optionen hatte Dallas im kompletten Serien-Verlauf selten etwas entgegenzusetzen.

Nach einer Saison voller Höhen und Tiefen verabschiedet sich Dallas trotz der Niederlage erhobenen Hauptes in den wohlverdienten Urlaub. Mit Spannung darf nun erwartet werden, was die Clubführung um Besitzer Mark Cuban und General Manager Donnie Nelson im Sommer unternehmen wird, um dieses Team weiter zu verstärken. Optionen auf dem Spielermarkt sowie Talent in der eigenen Truppe sind durchaus vorhanden, und Cuban lies in den vergangenen Monaten immer wieder durchklingen, auch das nötige Geld investieren zu wollen.

Das wird auch von Nöten sein, um Dirk Nowitzki noch einmal eine ernsthafte Chance auf den Titelgewinn zu bieten.

Zusammenfassung der Partie (Full-Screen per Doppelklick ins Bild):

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1 Kommentar zu „Playoff-Aus: Denver zu stark für Dallas“

  1. Daniel sagt:

    Die nächste Saison wird für Dallas bestimmt besser. Solange Dirk Nowitzki dabei ist habe ich da keine Bedenken.

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