Dallas @ Minnesota 108:88

Von: David Lorenz

„Ein komplett anderes Team.”

So beschrieb James Singleton (11 Punkte, sieben Rebounds) die Mavericks nach ihrem deutlichen 108:88-Sieg über Minnesota mit Josh Howard (14 Punkte, sechs Rebounds) zurück in der ersten Fünf.

Howard musste zuvor wegen einer Sprunggelenksverletzung 11 Partien pausieren, von denen Dallas fünfmal als Verlierer vom Platz ging. Gegen die Timberwolves lieferte er vergangene Nacht  in 22 Minuten auf dem Parkett ein starkes Comeback ab.

„Ein großartiger Sieg“, so der Forward anschließend. „Ich bin einfach raus gegangen und habe die Dinge umgesetzt, von denen ich weiß, wie sie funktionieren.“

Headcoach Rick Carlisle blies ins gleiche Horn: „Von den zwei oder drei Situationen, in denen Josh nach einer Verletzung zurück ins Team kam, hat die Mannschaft immer extrem profitiert. Es war fast wie ein spiritueller Effekt für uns.”

Neben der Rückkehr des 28-Jährigen kam Dallas zugute, dass Jason Terry (21 Punkte) endlich wieder von seinem geliebten Platz auf der Bank ins Spiel kommen konnte. In den vergangenen Partien musste „Jet“ stets in der ersten Fünf aushelfen, weil diese über zuwenig Feuerkraft im Angriff verfügte. Mit Howard zurück in der Startformation kann sich Terry wieder auf seine äußerst effektive Rolle als sechster Mann konzentrieren.

„In einer optimalen Lage sind wir dann, wenn wir Terry als zusätzlichen Antreiber von der Bank aus in eine Partie schicken können“, so Carlisle nach der Begegnung.

Bester Mann auf dem Platz war einmal mehr Dirk Nowitzki mit 23 Punkten und 12 Rebounds. Für den Deutschen war es bereits das 17. Spiel in Folge, in dem er mindestens 20 Punkte erzielte - aktuell die längste Serie unter allen Akteuren der NBA.

Neben Nowitzki, Terry und Howard wusste Jason Kidd mit acht Punkten und 13 Assists zu überzeugen. Auf Seiten der Timberwolves präsentierten sich Rookie Kevin Love mit 23 Punkten und 12 Rebounds, sowie Mike Miller mit 15 Zählern und acht Abprallern am auffälligsten.

„Wir haben in den vergangenen Tagen ein paar harte Niederlagen wegstecken müssen“, gab Nowitzki nach der Partie zu Protokoll. „Diesen Sieg heute haben wir definitiv gebraucht.”

Nachdem Dallas das erste Viertel mit 36:21 für sich entschied, kam Minnesota in der folgenden Spielzeit nie näher als auf zehn Punkte an die Texaner heran. Schon früh ging es lediglich um die Höhe des Erfolges.

Für die Mavericks war es nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Cleveland und Denver der 44. Saisonsieg bei 30 Niederlagen. Der Abstand auf die neuntplatzierten Suns aus Phoenix beträgt bei acht ausstehenden Saisonspielen nun vier Partien.

Heute Nacht geht es für Dallas direkt weiter im Programm, dann gastieren die verhassten Miami Heat im heimischen American Airlines Center. Donnerstag wird sich dann zeigen, wie gut Howards Sprunggelenk zwei aufeinander folgende Partien verkraftet hat.

„Wir werden alle den Atem anhalten und hoffen, dass er in Ordnung ist“, so Carlisle.

Schlagworte: , , , , , , , , , , , , ,

3 Kommentare zu „Dallas @ Minnesota 108:88“

  1. [...] Packt Kidd schon bald die Koffer? Dallas @ Minnesota 108:88 [...]

  2. [...] einer Menge Energie gespielt.“ Allen voran der Foward selbst, der im zweiten Spiel nach seiner Rückkehr wegen einer Sprunggelenksverletzung den Unterschied [...]

  3. [...] zuletzt zwei Siegen und der damit verbundenen Hoffnung, die Saison wenigstens einigermaßen ordentlich über die Bühne [...]

Kommentieren