Von: David Lorenz
Vorbei mit der Herrlichkeit.
Nach zuletzt vier überzeugenden Siegen in Folge setzte es beim Angstgegner aus Utah eine deutliche 87:115-Klatsche für die Dallas Mavericks.
Wie so oft in den letzten Jahren gab es für das Team um den enttäuschenden Dirk Nowitzki (14 Punkte, sechs von 20 aus dem Feld) in Salt Lake City nichts zu holen. Die letzten vier Spiele bei den Mormonen gingen verloren, von den letzten 11 Auftritten in Utah gewannen die Jazz neun.
Dass sich daran Donnerstagnacht nichts ändern sollte, lag zum großen Teil an einer klasse Vorstellung von Deron Williams. Erst kurz vor der Partie entschied sich, dass der Guard für die verletzungsgebeutelten Jazz (Carlos Boozer, C.J. Miles, Andrei Kirilenko) auflaufen würde. 34 Punkte und 12 Assists verbuchte Williams trotz einer Oberschenkel-Prellung.
Unterstützung bekam er von Scharfschützen Kyle Korver, der das erste mal in der laufenden Saison in der Starting Five der Jazz stand. 20 Punkte bei vier von sieben erfolgreichen Versuchen von der Dreierlinie erzielte Korver. Mehmet Okur (16 Punkte, 13 Rebounds) und Paul Milsap (14 Zähler, zehn Rebounds) rundeten mit jeweils einem Double-Double eine geschlossene Mannschaftsleistung des Conference-8. ab.
Auf Seite der Mavericks wusste lediglich Josh Howard mit 18 Punkten in Ansätzen zu überzeugen. Neben Nowitzki enttäuschten Jason Terry mit 13 und Erick Dampier mit vier Zählern. Während Dallas bis zur Halbzeitpause den Anschluss an die Jazz noch in Sichtweite hatte (47:57), wurde das dritte Viertel deutlich mit 19:37 abgegeben.
Utah doppelte Nowitzki fast das gesamte Spiel über. Dadurch war meistens ein Dallas-Schütze offen, die Mavs konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen.
Dallas rutscht durch die Niederlage einen Platz nach unten auf den siebten Rang in der hart umkämpften Western Conference.
Randnotiz: Jason Kidd war Williams’ großes Kindheits-Idol. In Dallas aufgewachsen verfolgte er Kidds Karrierebeginn bei den Mavericks Mitte der 90er.



