Denver @ Dallas 103:101

Von: David Lorenz

Die Serie von neun Heimsiegen der Mavericks in Folge fand gestern Nacht ein jähes Ende.

Dirk Nowitzki vergab sieben Sekunden vor Schluss durch einen verpassten Spungwurf die Chance auf den Sieg und Dallas musste sich gegen die Denver Nuggets mit 101:103 geschlagen geben.

„Ich werde einen offenen Wurf mit der Möglichkeit auf den Sieg immer nehmen“, so Nowitzki, mit 26 Punkten und 11 Rebounds bester Mann auf Seiten der Texaner, nach der Partie trotzig. Dallas hatte sogar noch eine zweite Chance auf den Sieg, doch Antoine Wright (ein Punkt, null von sieben Versuchen aus dem Feld) vergab nach einem Offensiv-Rebound ebenfalls.

Durch die Niederlage der Mavs, die das erste Mal in dieser Spielzeit ohne Jason Kidd (Rücken) auskommen mussten, gestaltet sich das Erreichen einer besseren Platzierung für die diesjährigen Playoffs als immer schwieriger. Auf die Plätze sechs und sieben haben die achtplatzierten Mavericks zwei Spiele Abstand, von hinten machen die Phoenix Suns mit drei Partien Rückstand Druck.

„Es ist offensichtlich, wie wichtig Jason für unser Spiel ist“, gab Coach Rick Carlisle nach der Begegnung zu Protokoll. „Unser Gegner würde niemals 56 Prozent seiner Würfe verwandeln, wenn er auf dem Parkett steht.“ Kidd kam zuvor 100 mal in Folge für die Mavericks zum Einsatz.

Gegen Denver war es vor allem Carmelo Anthony, der Dallas vor fast unlösbare Probleme stellte und die Partie mit 43 Zählern, inklusive dem entscheidenden Korb 12 Sekunden vor Schluss, beendete. Egal ob am Brett, per Zug zum Korb oder durch weite Jump-Shots – der Forward kam an diesem Abend nach Belieben zu seinen Punkten.

„Ich kann immer scoren. Ich kann das sogar im Schlaf“, zeigte sich Anthony nach der Partie selbstbewusst. Unterstützung bekam er dabei von J.R. Smith (22 Zähler). Daneben erzielte kein Akteur der Nuggets mehr als zehn Punkte.

Bei Dallas rückte für Kidd Jason Terry (20 Punkte) auf die Position des startenden Spielmachers. Daneben kam James Singleton (drei Punkte, drei Rebounds) zu seinem ersten Einsatz von Beginn an in dieser Saison. Der Schachzug sollte nicht aufgehen. Singleton sah in der Verteidigung gegen Anthony kein Land und war auch im Angriff nicht gefährlich.

Dennoch hatte Dallas die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen. Am Ende lag es an der mangelnden Durchschlagskraft in der Offensive. 23 Sekunden vor Ende der Partie verwandelte J.J. Barea (22 Punkte) einen Dreier zur 101:100-Führung der Mavs, bevor Anthony die Kontrolle übernahm und Nowitzki scheiterte.

Der Deutsche durchlebte trotz seiner 26 Punkte einen durchwachsenen Abend. In der ersten Halbzeit verwandelte Nowitzki noch fünf von zehn Versuchen aus dem Feld, während es im zweiten Spielabschnitt lediglich zwei von 13 waren. Seine Freiwurfquote war hingegen mit 12 Treffern bei 13 Versuchen wie immer tadellos.

„Wir leben und sterben mit Dirks Würfen“, so Carlisle anschließend. „Gegen Indiana hat er den Game-Winner verwandelt und auch heute hatte er freie Sicht. Wir werden weiterhin auf ihn bauen, denn Dirk ist unser Anführer.“

Neben Nowitzki, Terry und Barea kam kein Spieler der Mavericks auf eine zweistellige Punktausbeute.

Dallas beendete die Partie mit schwachen 35 Prozent aus dem Feld, zeigte jedoch zu jedem Zeitpunkt der Begegnung vollen Einsatz und Leidenschaft. „Wir haben uns heute die Seele aus dem Leib gespielt“, so Ryan Hollins (neun Punkte, acht Rebounds) nach der Partie.

Doch ohne Kidd und den verletzten Josh Howard (Sprunggelenk) fehlt es der Mannschaft am nötigen Talent, Spiele gegen starke Gegner wie die Nuggets zu entscheiden.

Am Sonntag steht für Dallas das härteste Matchup der gesamten Liga auf dem Plan. Dann geht es nämlich zu den Cleveland Cavaliers, die Zuhause bisher erst eine Partie abgeben mussten. Mit oder ohne Kidd, eine fast unmöglich zu lösende Aufgabe.

Zusammenfassung der Partie:

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3 Kommentare zu „Denver @ Dallas 103:101“

  1. [...] Startformation) und Erick Dampier (zehn Zähler, sechs Rebounds) zweistellig punkteten, war es die zweite Niederlage in Folge. Auf Seiten der Cavaliers spielten LeBrom James mit 24 Punkten und 12 Assists sowie Mo Williams mit [...]

  2. [...] sich die Mannschaft ohne ihren Spielführer präsentiert, konnte man vergangene Woche während der 101:103-Heimniederlage gegen die Denver Nuggets sehen: Über weite Strechen ohne Durchschlagskraft und mit wenigen Ideen [...]

  3. [...] die Mavericks war es nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Cleveland und Denver der 44. Saisonsieg bei 30 Niederlagen. Der Abstand auf die neuntplatzierten Suns aus Phoenix [...]

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