Portland @ Dallas 99:104

Von: David Lorenz

„Wer offen ist, wirft“.

So einfach erklärte Jason Kidd die neue Erfolgsformel der Dallas Mavericks nach dem 104:99-Sieg über die Portland Trail Blazers. Sieg Nummer vier in Folge und der dritte Triumph hintereinander über ein Team mit positiver Bilanz.

Die Mavericks spielen zum jetzigen Zeitpunkt den vielleicht besten Basketball ihrer Saison. Und das hat zum größten Teil damit zu tun, dass Coach Rick Carlisle seinem Spielmacher Kidd inzwischen die volle Verantwortung für das Geschehen auf den Platz übertragen hat.

Seit Kidd jeden Spielzug ansagt, und nicht mehr Carlisle von der Seitenlinie, haben die Mavericks in jedem Spiel mindestens 50% ihrer Würfe verwandelt und durchbrachen jedes mal die 100-Punkte-Marke. Die gegnerische Mannschaft wurde hingegen vier mal unter 100 Punkten gehalten.

Kidd, der mit zehn Assists (sieben Punkte, sieben Rebounds) NBA-Legende Oscar Robertson vom vierten Platz der ewigen Bestenliste in dieser Kategorie verdrängte, fasste das neue Selbstvertrauen der Mavs wie folgt zusammen: „Wir glauben, dass wir offensiv und defensiv in der Lage sind, jedes Spiel zu gewinnen. Unsere Jungs spielen auf einem sehr hohen Niveau und dabei haben wir auch noch eine Menge Spaß.“

Der Grundstein zum Sieg wurde im zweiten Viertel gelegt, das Dallas mit 30:16 für sich entschied. Der Vorsprung konnte bis kurz vor Schluss gehalten werden, als die Blazers durch zwei schnelle Dreier von Brandon Roy noch einmal auf 97:100 verkürzen konnten. Carlisle leistete sich den Fehler, seine Stars im Glauben an einen sicheren Sieg zu früh auf die Bank zu schicken. So mussten Kidd und Dirk Nowitzki (16 Punkte, 11 Rebounds) in der letzten Spielminute noch mal ran. Jason Terry (20 Punkte) und Nowitzki sorgen letztendlich mit jeweils zwei verwandelten Freiwürfen für den Endstand.

Der Sieg war einer geschlossenen Mannschaftsleistung der Mavericks zu verdanken. Neben Kidd, Nowitzki und Terry überzeugten Josh Howard mit 23 und Brandon Bass mit 19 Zählern. Auf Seiten der Trail Blazers spielte neben Roy LaMarcus Aldrige mit 21 Punkten am auffälligsten.

Für Dallas war der Sieg gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Play-Off-Plätze gleich mehrfach wertvoll, da die Konkurrenz aus Phoenix, New Orleans und Houston patzte. Somit verbessern sich die Mavericks um einen Platz auf den sechsten Rang in der Western Conference

Randnotizen: Kidd hat nun 9.895 Karriere-Assists und kann gegen Ende der Saison Magic Johnson mit 10.141 Assists von Platz drei der ewigen Bestenliste verdängen +++ Dallas hat 17 der letzten 19 Spiele gegen Portland gewonnen, die beiden Niederlagen kamen jeweils in der vergangenen Saison zustande +++ Josh Howard legte wie gewohnt einen furiosen Start hin und erzielte 15 Punkte in den ersten 15 Minuten.

Zusammenfassung der Partie:

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