Von: David Lorenz
What a Difference a Day makes.
Nach der enttäuschendsten Saison-Pleite gegen die Oklahoma City Thunder besiegten die Dallas Mavericks vergangene Nacht den Erzrivalen aus Texas, die San Antonio Spurs, mit 107:102 im heimischen American Airlines Center.
Angestachelt durch die Aussage von Mark Cuban, Besitzer der Mavericks, er würde jeden Spieler aus dem Vertrag entlassen, der noch einmal so wie gegen Oklahoma City spielen würde, zeigten die Mavericks eine klare Leistungssteigerung.
„Wenn wir bei jedem Ballbesitz so hart und konzentriert spielen wie heute Nacht, können wir die wirklich guten Teams schlagen“, so Cuban nach der Partie. „Jetzt liegt es an den Jungs, weiterhin diesen Einsatz zu zeigen.“
Angeführt von Dirk Nowitzki (24 Punkte, 12 Rebounds, fünf Assists), Josh Howard (29 Zähler, sieben Rebounds) und Jason Kidd (17 Punkte, neun Vorlagen, sieben Rebounds) behielt Dallas in einer stets eng geführten Partie letztendlich die Oberhand. Kurz vor Schluss waren es Howard mit einem Korbleger (nach Assist von Nowitzki), Kidd durch einen Dreier und Jason Terry (17 Punkte) mit zwei verwandelten Freiwürfen, die den Sieg unter Dach und Fach brachten.
Ein Schlüsselspieler für die Mavs war zudem Erick Dampier (neun Punkte). Der bullige Center kontrollierte in der Defensive Tim Duncan (19 Zähler, 12 Rebounds) und hielt ihn bei einer schwachen Wurfquote von sieben bei 21 Versuchen aus dem Feld. Zudem konnte Dampier kurz vor Schluss einen Korbleger von Tony Parker (37 Punkte) blocken.
„Die Niederlage geht auf meine Kappe“, so ein enttäuschter Duncan. „Ich habe ein furchtbares Spiel abgeliefert, in der Offensive wie in der Defensive. Dallas hat einfach körperlicher gespielt.”
In den vergangenen Partien ging „Damp“ zwar jeweils als Starter ins Spiel, landete aber relativ schnell und für den Großteil der Partien wieder auf der Bank. Sein Backup James Singleton zeigte sich einfach aggressiver und in besserer Form. Gegen die Spurs war dann jedoch Dampier gefragt, der im Vergleich zu Singleton deutlich größer und massiger ist. Gegen Duncan und Co. sollte es das richtige Rezept sein.
Vergangene Woche hatte Dallas gegen eine ersatzgeschwächte Mannschaft der Spurs in San Antonio noch mit 76:93 verloren. Zuhause dagegen läuft es mitlerweile richtig rund. Der Sieg war bereits der sechste Heimerfolg in Serie, von den letzten 18 Partien vor eigenem Publikum konnten die Mavericks 16 für sich entscheiden.
Durch Niederlagen der Suns (129:135 @ Miami) und Rockets (94:101 @ Utah) sieht es für Dallas auch in der Tabelle wieder etwas besser aus. Zumindest Rang acht konnte weiter gefestigt werden.
Die nächsten Tage bieten für Dallas ein bockelhartes Programm. Es geht auswärts gegen New Orleans, Phoenix, Portland, Golden State und die Lakers. Zwischenzeitlich gastiert jedoch die schlechteste Mannschaft des Ostens, die Washington Wizards, im American Airlines Center.
Ausreichend Gelegenheiten also, den Boss der Mavericks durch gute Leistung und hohen Einsatz milde zu stimmen.
Randnotiz: Wegen der “Noche Latina” (Lateinamerikanische Nacht) trugen Dallas und San Antonio Trikokts mit den Aufschriften “Los Mavs”, bzw. “Los Spurs”.
Zusammenfassung der Partie:
Schlagworte: Dallas Mavericks, Dirk Nowitzki, Erick Dampier, James Singleton, Jason Kidd, Jason Terry, Josh Howard, San Antonio Spurs, Tim Duncan, Tony Parker



