Von: David Lorenz
Die Erstrunden-Begegnung zwischen Heat und Hawks präsentiert sich derzeitig als Gegenstück zum Playoff-Duell Bostons gegen Chicago.
Zwar sind beide Serien mit 3:3 ausgeglichen, doch gestalteten sich die einzelnen Spiele äußerst unterschiedlich. Während die Partien zwischen Bulls und Celtics an Spannung nicht zu überbieten waren, endete jedes Aufeinandertreffen Miamis mit Atlanta in einer zweistelligen Punkte-Differenz.
Vergangene Nacht waren es die Heat, die in der heimischen American Airlines Arena den Gegner aus Georgia mit 98:72 dominierten.
Dwyane Wade war dabei einmal mehr der beste Akteur in Reihen Miamis. Das Arbeitszeugnis des Shooting-Guards konnte sich dabei sehen lassen: 41 Punkte, 11 Treffer bei 23 Versuchen aus dem Feld, drei von sieben Dreiern, 16 von 17 erfolgreichen Freiwurfversuchen.
Absolutes Highlight des Wade-Wahnsinns stellte ein Monster-Dunk von Miamis Nummer drei über den hilflosen Zaza Pachulia im vierten Viertel dar - symbolisch für den kompletten Spielverlauf. Während das Team aus Florida aggressiv und konzentriert in die Partie ging, präsentierten sich die Hawks für eine Playoff-Begegnung seltsam zerfahren und ohne Biss, streckenweise sogar müde und ausgelaugt.
Bereits nach einem Viertel, beim Spielstand von 32:18 aus Sicht Miamis, wusste jeder in der Halle, wer dieses Aufeinandertreffen letztendlich für sich entscheiden sollte.
Wade selbst nahm seine Leistung nach der Begegnung gelassen: „Ich habe nur meinen Job gemacht. Am Sonntag geht’s weiter.“
Dann steigt die alles entscheidende siebte Partie zwischen beiden Mannschaften in Atlanta. Der Sieger trifft in Runde zwei der Playoffs auf die Cleveland Cavaliers, der Verlierer fährt in den Urlaub.
„Der Druck ist auf Seiten Atlantas“, so Wade über das finale Duell in der Philips Arena. „Wir sind die Außenseiter in dieser Serie.“
Ob die Gunst der Stunde abermals die Fronten wechselt, wird zu einem großen Teil vom 27-Jährigen selbst abhängen. Kann er in Spiel sieben eine ähnliche Vorstellung wie vergangene Nacht abliefern, dürften die Chancen des selbsternannten Underdogs auf den Einzug in die Conference-Semi-Finals nicht schlecht stehen.
Schlagworte: Atlanta Hawks, Dwyane Wade, Miami Heat, Zaza Pachulia



