Spieler des Tages: Dwyane Wade

Von: David Lorenz

Dwyane WadeAcht Heimspiele in Folge hatten die Houston Rockets zuletzt gewonnen. Die knallharte Verteidigung der Texaner schien im Toyota Center von Houston unüberwindbar. Doch dann kam Dwyane Wade (Foto). Miamis Superstar führte seine Mannschaft zu einem überzeugenden Sieg bei den Rockets und punktete dabei im Angriff fast nach Belieben. Auch für den besser positionierten Nebenmann hatte der Shooting-Guard stets ein Auge offen. (mehr…)

„Ich habe heute ziemlich ordentlich geworfen“, so Dwyane Wade im Anschluss an Miamis 115:106-Sieg bei den Houston Rockets. „Ich arbeite in letzter Zeit wirklich hart an meinem Wurf, insbesondere vor dem Spiel, damit ich gleich mit einem guten Gefühl in einer Partie gehen kann. Zurzeit treffe ich einfach oft.“

Womit er eindeutig Recht hat. Neben acht Assists und drei Steals erzielte Wade in 41:40 Minuten auf dem Parkett stolze 37 Zähler. Für seine Punkteausbeute benötigte der 27-Jährige 24 Würfe aus dem Feld (bei 15 Treffern) und sieben Versuche von der Freiwurflinie (sieben Treffer).

„Der einzige Grund, warum Dwyane heute keine 40 Punkte gegen uns erzielt hat, ist der, dass er irgendwann aufgehört hat zu werfen“, so Shane Battier (neun Punkte, sechs Rebounds) von den Rockets. „Wenn er wollte, hätte er heute 50 Punkte machen können.“

„Battier ist ein sehr guter Verteidiger“, gab Wade auf der Gegenseite zu Protokoll. „Gegen ihn kannst Du es nicht mit billigen Tricks oder Wurf-Finten versuchen. Gegen ihn musst du einfach deine Würfe treffen. Glücklicherweise war ich dazu heute in der Lage.“

So einfach kann Basketball sein wenn man Dwyane Wade heißt.

(Photo by Keith Allison | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

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4 Kommentare zu „Spieler des Tages: Dwyane Wade“

  1. Dmitrij Karle sagt:

    Naja, Wade hin oder her, aber Spieler des Tages war für mich der sechste Mann der Hawks Jamal Crawford mit seinem Buzzer-Beater gegen die Suns und 21 Punkten von der Bank.

  2. Michael sagt:

    Da stimme ich Dimitrij zu. Toll gemacht von Crawford.
    Und noch etwas, die Lakers sind zurück. Mit dem gesundeten Pau Gasol, einem guten aufgelegten Andrew Bynum und Kobe Bryant, dem es hohhentlich wieder besser geht, zerlegten die Lakers den Stadtrivalen LA Clippers und siegten mit 40 Punkten Vorsprung!
    Es geht ja doch noch…

  3. Dominik sagt:

    Meiner Meinung nach könnte man hier auch Derrick Rose würdigen. 37 Punkte, 9 Rebounds, 6 Assits. Auch bei 50 Minuten Spielzeit sind das stolze Werte. Zumal seine Punkte die erste Overtime bzw. den Sieg in der zweiten Overtime bedeuteten. Die Bulls sind im Kommen - vier Siege in Folge, einer davon in Boston. Die Mannschaft scheint sich zu stabilisieren (man denke an skurille Spiele wie gegen Sacramento - 35P Lead Niederlage) - oder gegen und und das liegt meiner Meinung nach vor allem an Derrick Rose, der sich immer besser in der noch ungeliebten Rolle als Leader zurechtfindet und Verantwortung übernimmt. Er hat gelernt, dass er der Mannschaft häufiger durch Punkte helfen muss als es in der Vergangenheit der Fall war.

    Wenn die Bulls rund um Derrick Rose die zuletzt erbrachten Leistungen bestätigen können halte ich 0.500 Stats am Ende der Season für nicht unrealistisch. Und angesichts der Tatsache, dass man mit einer Mannschaft spielt, die von der Qualität und Leistungsbreite “nur” auf den Free Agent Markt 2010 ausgerichtet ist (Boozer, Bosh, James oder Wade), wäre das ein wirklich gutes Ergebnis - natürlich eine damit verbundene Playoff Teilnahme vorrausgesetzt.

  4. David Lorenz sagt:

    @ Dimi & Michael: Crawford war auf jeden Fall für die stärkste Szene des Spieltags verantwortlich. Ich versuche aber, die komplette Partie eines Spielers zu bewerten, und da war Wade besser.

    @ Dominik: Sehe ich wie Du. Die Bulls machen mir persönlich großen Spaß, da ich auf Teams ohne Superstar stehe und funktionierende Mannschaften mit hart kämpfenden Akteuren ala Noah mag. Rose hat sich mittlerweile im Vergleich zum Saisonauftakt stark gesteigert, als er teils herbe Kritiken einstecken musste. Mir gefällt vor allem sein deutlich verbesserter Wurf aus der Mitteldistanz und sein unnachahmlicher Hookshot am Ring aus dem Lauf heraus. Der ist nicht zu verteidigen. Hab mich heute morgen gegen Rose entschieden, da er, wie Du schon geschrieben hattest, deutlich länger auf dem Parkett stand als Wade und seine Wurfquoten ein gutes Stück unter denen von Wade lagen. Ansonsten aber eine super Leistung, hat mich schon wieder an den Rose aus der Playoff-Serie gegen Boston erinnert.

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