Von: David Lorenz
Für das gestrige Arbeitszeugnis von LeBron James gibt es keine angemessene Bewertung. Man müsste eine neue Benotung erst erfinden. 37 Punkte, 14 Rebounds und 12 Vorlagen in knapp 46 Minuten auf dem Parkett bedeuten ein Triple-Double für den vielleicht besten Spieler unserer Zeit. 11 seiner 24 Würfe fanden dabei aus dem Feld ihr Ziel, von der Freiwurflinie vermochte James 15 Treffer bei 19 Versuchen erzielen.
Dennoch: Ohne seine Nebenleute kann der amtierende MVP der Liga so gut spielen wie er will. Um die Serie gegen Orlando noch zu drehen, benötigt James die Unterstützung seiner Mitspieler. Und auf die konnte er beim gestrigen 112:102-Sieg der Cavaliers wieder zurückgreifen.
Mit spektakulären Pässen, teils aus unmöglichen Winkeln, teils über den gesamten Platz, setzte der 24-Jährige seine Team-Kameraden ein ums andere Mal gekonnt in Szene. Und diese dankten es ihrem Anführer mit einer starken Dreierquote von neun Treffern bei 18 Versuchen.
„Das war großartig“, äußerte sich James nach dem Sieg Clevelands zum wiederentdeckten Team-Basketball seiner Mannschaft. „Der Schlüssel zu unserem Erfolg lag heute im guten Passspiel. Wir müssen gegen Orlando den Ball immer so laufen lassen.“
Ben Wallace (Foto) fand im Anschluss die vielleicht beste Erklärung für James’ Galavorstellung. „Viele Superstars dieser Liga wollen in einer entscheidenden Phase der Partie ein Spiel alleine entscheiden, setzen die Scheuklappen auf und sehen ihre Mitspieler nicht mehr. Doch LeBron hat stets den gesamten Court im Blickfeld. Er weiß immer ganz genau Bescheid, was wann und wo auf dem Platz abgeht. Da er in Kombination mit dieser Eigenschaft über jeden Verteidiger hinwegpassen kann, ist er ein so einzigartiger Spieler.“
Darüber hinaus bewies James im finalen Viertel eindrucksvoll, dass er wie gewohnt selbst zu jedem Zeitpunkt einer Partie und aus jeder Situation heraus punkten kann. Alleine 17 Zähler steuerte der All-Star dem Sieg seiner Mannschaft in Spielabschnitt Nummer vier bei und entnervte die gegnerischen Magic mit seiner unnachahmlichen Dominanz.
„Egal wer mich heute verteidigt hat, ich bin mit vollem Einsatz in jeden Zweikampf gegangen“, so James anschließend. „Wenn du das drohende Playoff-Aus vor Augen hast, spielst du, als ob es um dein Leben ginge.“
Kommenden Sonntag heißt es in Orlando abermals: LeBron James Angesicht zu Angesicht mit dem drohenden Endrunden-Scheitern seiner Mannschaft. Die Reaktion des „Chosen One“ darf mit Spannung erwartet werden.
LeBron James gegen die Orlando Magic( Full-Screen per Doppelklick ins Bild):
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Es fällt schwer, immer neue Superlative für die Leistungen von LeBron James (Foto) zu finden. Der „King“ spielt trotz des 2-3 Rückstandes seiner Cleveland Cavaliers gegen die Orlando Magic in den Easter-Conference-Finals die vielleicht beste Playoff-Serie seiner Karriere. Vergangene Nacht lieferte er dabei abermals ein statistisches Wunderwerk ab.
Unglaublich…Mal wieder! Und das in diesem Alter. Er zeigt einfach Klasse, man kann nur hoffen, dass es reicht fürs Finale.
Ich hasse den üblichen Jordan-Vergleich eigentlich, egal wen man vergleicht. Aber LeBron mit his Airness zuvergleichen drängt sich einfach auf. Er hat einem Michael Jordan aber eindeutig an diesem “frühen” Zeitpunkt in seiner Karriere etwas voraus: Er passt den Ball!
Und das wiederum fast so gut wie Magic Johnson. Wenn er auch noch das Sieger-Gen hat wird er in 3-4 Jahren nicht mehr zu schlagen sein. Deshalb:
Man kann eigentlich nur Cavs Fan sein oder werden.
UND: Scheiss auf den Jordan-Vergleich! In 7-8 Jahren werden alle Spieler an LeBron gemessen.